Dienstleistungen - 419695-2014

10/12/2014    S238    - - Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Nicht offenes Verfahren 

Deutschland-Offenburg: Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen

2014/S 238-419695

Wettbewerbsbekanntmachung

Dieser Wettbewerb fällt unter: Richtlinie 2004/18/EG

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber / Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Stadt Offenburg, Fachbereich 5 Hochbau, Grünflächen, Umweltschutz
Wilhelmstraße 12
Zu Händen von: Jutta Herrmann-Burkart
77654 Offenburg
Deutschland

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers / des Auftraggebers: http://www.offenburg.de

Weitere Auskünfte erteilen: Bäumle Architekten I Stadtplaner
Langgässerweg 26
Zu Händen von: Gregor Bäumle
64285 Darmstadt
Deutschland
Telefon: +49 61512783980
E-Mail: mail@baeumlearchitekten.de
Internet-Adresse: www.baeumlearchitekten.de

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: Bäumle Architekten I Stadtplaner
Langgässerweg 26
Zu Händen von: Gregor Bäumle
64285 Darmstadt
Deutschland
Telefon: +49 61512783980
E-Mail: mail@baeumlearchitekten.de
Internet-Adresse: www.baeumlearchitekten.de

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: Bäumle Architekten I Stadtplaner
Langgässerweg 26
Zu Händen von: Gregor Bäumle
64285 Darmstadt
Deutschland
Telefon: +49 61512783980
E-Mail: mail@baeumlearchitekten.de
Internet-Adresse: www.baeumlearchitekten.de

I.2)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Lokalbehörde
1.3)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung
1.4)Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber / anderer Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber / Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber / anderer Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Gegenstand des Wettbewerbs / Beschreibung des Projekts

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Wettbewerbs/Projekts durch den öffentlichen Auftraggeber / den Auftraggeber:
Nicht offener Wettbewerb mit Ideenteil nach VOF/RPW 2013 – Ostflügel Offenburg.
II.1.2)Kurze Beschreibung:
Mit dem Entwicklungskonzept Innenstadt hat sich die Stadt Offenburg das Ziel gesetzt, die Offenburger Innenstadt gut und ganzheitlich weiter zu entwickeln. Die Einzelhandelskonzeption sieht eine Stärkung des „Dreieck“ Hauptstraße – Steinstraße – Lange Straße vor. Nördlicher Abschluss des sogenannten „Ostflügels“ ist das heutige Sparkassenareal, für das unter Einbeziehung benachbarter Grundstücke in den Jahren 2012 bis 2014 ein wettbewerblicher Dialog zur Entwicklung eines Handels- und Dienstleistungsquartiers durchgeführt wurde.
Ziel des Wettbewerbes ist es, die Aufenthaltsfunktion und Gestaltqualität des öffentlichen Raumes im Bereich des „Ostflügels“ nachhaltig zu verbessern.
Aufgabe des Wettbewerbs ist ein freiraumplanerisches Gestaltkonzept für den öffentlichen Raum zu entwickeln. Dabei kommt es in erster Linie auf die Erarbeitung deutlicher Leitmotive an, die im Detail durch Material- und Möblierungsvorschläge illustriert werden sollen.
Der Geltungsbereich des Wettbewerbs reicht von der Achse Steinstraße/Lindenplatz im Süden über die Lange Straße bis zur Gustav-Ree-Anlage im Norden.
Der Altstadtzugang Zauberflötebrücke am Lindenplatz, der Bereich südlich der Klosterkirche und die Verknüpfungspunkte zu den angrenzenden Gassen sind als Ideenteile Bestandteil des Wettbewerbsgebietes.
Die Ausloberin erwartet eine unverwechselbare und gleichzeitig funktionale und alltagstaugliche Entwurfskonzeption. Die Gestaltungsvorschläge sollen die Belange von Senioren, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien und Kindern mit berücksichtigen und an die vorhandene Oberflächengestaltungen anbinden. Es ist eine abschnittsweise Realisierung vorgesehen. Der Realisierungsteil hat eine Größe von ca. 13 800 m², der Ideenteil umfasst mehrere Teilflächen mit insgesamt ca. 6 100 m².
Für die Maßnahme wurde ein Kostenrahmen von 3 600 000 EUR festgelegt. Bezogen auf die KG 200 (nur Abbruchkosten), 400, 500 und 600 steht ein Budjet von ca. 3 000 000 EUR brutto zur Verfügung.
Bei einer einstimmigen Empfehlung des Preisgerichts und der Einhaltung des Kostenrahmens werden die Verhandlungsgespräche nur mit dem Wettbewerbsgewinner geführt. Im Rahmen der Verhandlungsgespräche hat der Bieter einen geeigneten Bauingenieur, Vertiefung Straßenbau zu benennen, der in das Planungsteam einzubinden ist.
II.1.3)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

71222000

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer:
Der Zulassungsbereich umfasst die EWR/WTO/GPA Staaten.
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch.

Bewerben können sich Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten sowie Arbeitsgemeinschaften aus den vorgenannten Fachdisziplinen. Eine Erweiterung der Arbeitsgemeinschaft nach der Auswahl ist nicht möglich. Die Gesamtzahl der Teilnehmer ist auf 25 beschränkt. Diese werden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren ausgewählt. Es ist eine schriftliche Bewerbung unter Verwendung des formalisierten Bewerbungsbogens sowie der Zusendung des Nachweises eines Wettbewerbserfolges sowie von max. 3 DIN-A3-Blättern mit je 1 Referenzprojekt einzureichen. Die o. g. Formblätter können von der Homepage des wettbewerbsbetreuenden Büros unter www.baeumlearchitekten.de heruntergeladen werden. Einreichungen per Fax oder E-Mail werden nicht berücksichtigt.

Zum Nachweis der Fachkunde und gestalterischen Kompetenz sollen 3 verschiedene Referenzprojekte auf je max. einem A3-Blatt, einseitig bedruckt, eingereicht werden. Die Präsentation erfolgt in Form einer Ausstellung. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage nachfolgender Nachweise und Kriterien:
Referenzblatt P/1:
Nachweis eines Wettbewerbsbeitrages aus dem Bereich Stadtraum-/Platzgestaltung
Bei Berufsanfängern kann dies auch ein Projekt aus einem studentischen Wettbewerb oder Auszeichnungsverfahren oder ein Projekt sein, das sie als verantwortlicher Projektleiter in einem anderen Büro eigenständig abgewickelt haben, wenn dies der Büroinhaber des anderen Büros schriftlich bestätigt hat und wenn sich das andere Büro nicht selbst mit diesem Projekt beworben hat.
Bewertung durch das Auswahlgremium max. 5 Pkt + max 1 Sonderpunkt: Nachweis Prämierung (Preis, Ankauf oder Anerkennung in geregeltem Wettbewerbsverfahren (z. B. RPW, GRW, RAW) belegt durch geeigneten Nachweis z.B. Kopie des Preisgerichtsprotokolls, Bestätigung des Auslobers, Veröffentlichung Wettbewerbe Aktuell, Competitionline
Referenzblatt P/2:
Ein realisiertes Projekt aus dem Bereich Stadtraum-/Platzgestaltung (min. Lph 2-5 erbracht, Lph 8 abgeschlossen im Zeitraum 2004 bis Oktober 2014), Fotos zum Nachweis der Realisierung, Lageplan, Kurzbeschreibung, Steckbrief mit Angabe der Jahreszahl, Auftraggeber.
Bei Berufsanfängern kann dies auch ein Projekt sein, das sie als verantwortlicher Projektleiter/-in in einem anderen Büro eigenständig abgewickelt haben, wenn dies der Büroinhaber des anderen Büros schriftlich bestätigt hat und wenn sich das andere Büro nicht selbst mit diesem Projekt beworben hat.
Bewertung durch das Auswahlgremium max. 5 Pkt.
Referenzblatt P/3:
Ein realisiertes Projekt aus dem Bereich Straßenraumgestaltung (min. Lph 2-5 erbracht, Lph 8 abgeschlossen im Zeitraum 2004 bis Oktober 2014), Fotos zum Nachweis der Realisierung, Lageplan, Kurzbeschreibung
Bei Berufsanfängern kann dies auch ein Projekt sein, das sie als verantwortlicher Projektleiter/-in in einem anderen Büro eigenständig abgewickelt haben, wenn dies der Büroinhaber des anderen Büros schriftlich bestätigt hat und wenn sich das andere Büro nicht selbst mit diesem Projekt beworben hat.
Bewertung durch das Auswahlgremium max. 5 Pkt.
Auswahl:
Die Bewertung der gestalterischen und konzeptionellen Qualität der Referenzprojekte erfolgt im Hinblick auf die anstehende Wettbewerbsaufgabe:
0 Pkt. keine Referenz;
1 Pkt. sehr geringe Qualität;
2 Pkt. geringe Qualität;
3 Pkt. durchschnittliche Qualität;
4 Pkt. gute Qualität;
5 Pkt. sehr gute Qualität.
Es können in Summe max. 16 Punkte erreicht werden. Die Teilnehmer und drei Nachrücker werden entsprechend der Rangfolge der Bewertung ausgewählt. Bei gleicher Punktzahl entscheidet das Los. Die Losziehung wird anwaltlich beaufsichtigt. Das Auswahlverfahren wird dokumentiert. Die nicht ausgewählten Bewerber erhielten Nachricht über das Ergebnis des Auswahlverfahrens. Den ausgewählten Teilnehmern werden die Unterlagen zur Bearbeitung des Wettbewerbs zugesendet.
III.2)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Teilnahme ist einem bestimmten Berufsstand vorbehalten: ja
Teilnahmeberechtigt sind Landschaftsarchitekten, Architekten oder Stadtplaner.
Die beratende Mitwirkung eines Verkehrsplaners Vertiefung Straßenbau sowie eines Lichtplaners wird dringend empfohlen.
Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachlichen Anforderungen erfüllen.
Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn Sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Herkunftsstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung im Zulassungsbereich die Berufsbezeichnung Architekt, Stadtplaner oder Landschaftsarchitekt zu führen. Ist in dem jeweiligen Herkunftsland die Berufsbezeichnung nicht gesetzlich geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prüfzeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung gemäß Artikel 46 bis 49 – bei Architekten – bzw. Artikel 12 und 13 – bei Landschaftsarchitekten – der Richtlinie 2005/36/EG – Berufsanerkennungsrichtlinie – gewährleistet ist, und der die entsprechende Tätigkeit gemäß Richtlinie und Auslobung nachweisen kann.
Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden.
Arbeitsgemeinschaften natürlicher und juristischer Personen sind teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft teilnahmeberechtigt ist.
Mehrfachbewerbungen oder Mehrfachteilnahmen natürlicher oder juristischer Personen oder von Mitgliedern einer Arbeitsgemeinschaft führen zum Ausschluss aller Beteiligten.
Sachverständige, Fachplaner oder andere Berater müssen nicht teilnahmeberechtigt sein, wenn sie keine Planungsleistungen erbringen, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen, und wenn sie überwiegend und ständig auf ihrem Fachgebiet tätig sind.
Teilnahmehindernisse sind in den RPW 2013 § 4 Abs. (2) beschrieben.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Art des Wettbewerbs
Nichtoffen
Geplante Teilnehmerzahl: 25
IV.2)Namen der bereits ausgewählten Teilnehmer
IV.3)Kriterien für die Bewertung der Projekte:
Die im Folgenden aufgeführten Kriterien für die Prüfung bzw. Preisrichterbeurteilung werden sein (Aufzählung ohne Rangfolge):
— Freiraumplanerische + städtebauliche Leitidee;
— Gestaltqualität;
— Stadtraum und Identität;
— Angemessenheit der Mittel und Materialien;
— Umgang mit Schnittstellen zum Bestand;
— Wirtschaftlichkeit in Herstellung und Unterhalt.
IV.4)Verwaltungsangaben
IV.4.1)Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber/beim Auftraggeber:
IV.4.2)Bedingungen für den Erhalt von Vertrags- und ergänzenden Unterlagen
IV.4.3)Schlusstermin für den Eingang der Projekte oder Teilnahmeanträge
Tag: 12.1.2015 - 13:00
IV.4.4)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 5.2.2015
IV.4.5)Sprache(n), in der (denen) Projekte erstellt oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.5)Preise und Preisgericht
IV.5.1)Angaben zu Preisen:
Es werden ein oder mehrere Preise vergeben: ja
Anzahl und Höhe der zu vergebenden Preise: Als Wettbewerbssumme stellt die Ausloberin einen Gesamtbetrag in Höhe von 74 000 EUR (zzgl. 19 % MwSt.) zur Verfügung.
Es werden folgende Preise und Anerkennungen ausgelobt:
1. Preis 30 000 EUR,
2. Preis 18 000 EUR,
3. Preis 11 000 EUR,
Anerkennungen 15 000 EUR.
Eine andere Aufteilung der Wettbewerbssumme kann durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichts festgelegt werden.
IV.5.2)Angaben zu Zahlungen an alle Teilnehmer
Die gesetzliche Umsatzsteuer von z.Zt. 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten. Bei der Auszahlung an ausländische Preisträger wird die Mehrwertsteuer von der Ausloberin in Deutschland abgeführt, bei in Deutschland ansässigen Unternehmen wird diese zusätzlich ausgezahlt.
IV.5.3)Folgeaufträge
Ein Dienstleistungsauftrag infolge des Wettbewerbs wird an den bzw. an einen der Gewinner des Wettbewerbs vergeben: ja
IV.5.4)Entscheidung des Preisgerichts
Die Entscheidung des Preisgerichts ist für den öffentlichen Auftraggeber / den Auftraggeber bindend: nein
IV.5.5)Namen der ausgewählten Preisrichter
1. Angela Bezzenberger, Landschaftsarchitektin, Darmstadt
2. Prof. Ingrid Burgstaller, Architektin, München
3. Rebekka Junge, Landschaftsarchitektin, Bochum
4. Oliver Martini, Baubürgermeister, Stadtplaner, Stadt Offenburg
5. Prof. Pascale Richter, Architektin, F-Straßbourg
6. Prof. Martin Schirmer, Architekt + Stadtplaner, Würzburg
7. Thomas Wirth, Landschaftsarchitekt, Kitzingen
8. Daniel Ebneth, Stadtplaner, Leiter des FB Stadtplanung und Baurecht, Stadt Offenburg
9. Andreas Kollefrath, Architekt und Stadtplaner, Leiter FB Hochbau, Grünflächen und Umweltschutz, Stadt Offenburg

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.2)Zusätzliche Angaben:
VI.3)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Karl-Friedrich-Straße 17
76133 Karlsruhe
E-Mail: vergabekammer@rp.baden-wuerttemberg.de
Telefon: +49 7219264049

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Karl-Friedrich-Straße 17
76133 Karlsruhe
E-Mail: vergabekammer@rp.baden-wuerttemberg.de
Telefon: +49 7219264049

VI.3.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
VI.3.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.4)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
5.12.2014