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Dienstleistungen - 424227-2022

03/08/2022    S148

Deutschland-Groß Wittensee: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

2022/S 148-424227

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Gemeinde Groß Wittensee
Postanschrift: Mühlenstraße 8
Ort: Groß Wittensee
NUTS-Code: DEF0B Rendsburg-Eckernförde
Postleitzahl: 24361
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Amt Hüttener Berge, Der Amtsdirektor
E-Mail: betz@amt-huettener-berge.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.amt-huettener-berge.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YX8RTD8/documents
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YX8RTD8
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Generalplanung Grundschule Groß Wittensee

Referenznummer der Bekanntmachung: Groß_Wittensee_Grundschule_GP
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die Auftraggeberin plant den Neubau einer Grundschule im Kirchhorster Weg in Groß Wittensee auf einem etwa 8800 qm großen Gelände. Das Gebäude soll auf einer Nettoraumfläche von insgesamt etwa 2000 qm Klassenräume, Fachräume für Kunst und Sachkunde, Foyer, Mensa und eine Sporthalle (Einfeldhalle mit Umkleiden und Geräteräumen) beherbergen.

Gegenstand der im vorliegenden Verfahren zu vergebenden Aufträge sind Planungsleistungen für dieses Vorhaben. Sie umfassen als Generalplanung die Objektplanung Gebäude und Innenräume (diese nur ab Leistungsphase 3), ferner die Freianlagenplanung, die Fachplanung Technische Ausrüstung sowie die Tragwerksplanung (jeweils alle Leistungsphasen) und zugehörige Beratungsleistungen in den Bereichen Bauphysik und Brandschutz.

Der Auftragsgegenstand wird in den Vergabeunterlagen näher konkretisiert.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 978 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEF0B Rendsburg-Eckernförde
Hauptort der Ausführung:

Gemeinde Groß Wittensee Mühlenstr. 8 24361 Groß Wittensee

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

S. oben II.1.4.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 26
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Der Vertrag ist als Werkvertrag erfolgsbezogen. Die tatsächliche Vertragsdauer hängt davon ab, welche Stufen beauftragt werden sowie ggf. von der tatsächlichen Bauzeit. Die obige Angabe ist daher nur eine grobe Schätzung, ausgehend von einem Leistungsbeginn Anfang November 2022 und einer Baufertigstellung, Abnahme und Abrechnung der Fördermittel bis (Mitte) Dezember 2024. Die Leistungsphase 9 (Objektbetreuung während der typischerweise vierjährigen Gewährleistungsphase der Bauleistungen) wurde bei der obigen Angabe zur Vereinfachung außer Betracht gelassen, ist aber bei Abruf der entsprechenden Auftragsstufe zu erbringen.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Anzahl der Bewerber: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

AK 1: Qualität der Referenzen für Objektlplanung Gebäude und Innenräume gem. EK-VI auf der Basis der Angaben zu TL1 (30 %),

AK 2: Qualität der Referenzen für Fachplanung Technische Ausrüstung HLS gem. EK-VI auf der Basis der Angaben zu TL1 (20 %),

AK 3: Qualität der Referenzen für Fachplanung Technische Ausrüstung Elektro gem. EK-VI auf der Basis der Angaben zu TL1 (10 %),

AK 4: Größe der festen Beschäftigtenzahl des für die Objektplanung Gebäude und Innenräume verantwortlichen Unternehmens (EK-VII) auf der Basis der Angaben zu TL2 (20 %).

AK 5: Größe der festen Beschäftigtenzahl des für Fachplanung Technische Ausrüstung HLS verantwortlichen Unternehmens (EK-VII) auf der Basis der Angaben zu TL2 (10 %).

Die Bewertungsmethode ist in den öffentlich bereitgestellten Vergabeunterlagen (Bewerbungsbedingungen, Tz. 252 ff.) konkret erläutert.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Der Auftrag wird unter dem Vorbehalt der stufenweisen Beauftragung vergeben. Fest beauftragt werden im Zuschlagsfall nur die Leistungen bis zur Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) des jeweiligen Leistungsbildes und die korrespondierenden Beratungsleistungen, die weiteren Leistungen stehen unter dem Vorbehalt des Abrufs durch die Gemeinde.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

EK-I. Wirksame Gründung:

EK-II. Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung;

EK-III. Nichtvorliegen von Ausschlussgründen.

Einzelheiten sind aus Platzgründen in den öffentlich bereitgestellten Vergabeunterlagen (Dokument Bewerbungsbedingungen, Abschnitt V.4), geregelt und zu beachten!

Hierzu geforderte Eigenerklärungen und Nachweise:

- PL1 Unternehmensprofil, Eintragung in Berufsregister,

- PL2 Keine Straftaten iSv § 123 GWB

- PL3 Eigenerklärung Zahlung Steuern, Abgaben, Sozialversicherung,

- PL4.1 Eigenerklärung Einhaltung Umwelt-, Sozial-, Arbeitsrecht,

- PL4.2 Eigenerklärung Keine Geldbuße AEntG, MiLoG,

- PL5 Keine Insolvenz o. Ä.,

- PL6 Keine schweren Verfehlungen,

- PL7 Keine sanktionierten Vertragsverletzungen,

- PL 8 Kein Bezug zu Russland.

Einzelheiten zu PL1 bis PL8 sind in den Vergabeunterlagen (Dokument Bewerbungsbedingungen, Abschnitt V.4) geregelt und zu beachten!

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Kriterien:

- EK-IV. Haftpflichtversicherung,

- EK-V. Hinreichende Größenordnung Gesamtumsätze.

Einzelheiten sind aus Platzgründen in den öffentlich bereitgestellten Vergabeunterlagen (Dokument Bewerbungsbedingungen, Abschnitt V.4), geregelt und zu beachten!

Hierzu geforderte Eigenerklärungen und Nachweise:

- WL1: Haftpflichtversicherung,

- WL2: Gesamtumsatz.

Einzelheiten zu WL1 und WL2 sind in den Vergabeunterlagen (Dokument Bewerbungsbedingungen, Abschnitt V.4) geregelt und zu beachten!

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Zu EK-IV u. WL 1: Falls der bestehende Versicherungsschutz bei dem Unternehmen, welches Vertragspartner der Auftraggeberin werden soll (bei Bewerbergemeinschaft bei deren Mitgliedern) nicht für Personenschäden mindestens 1500000 EUR, für Sachschäden mindestens 500000 EUR, für Vermögensschäden mindestens 300000 EUR pro Versicherungsfall beträgt, ist schon mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung des Versicherers, im Auftragsfall die Deckungssummen auf die genannten Beträge zu erhöhen, einzureichen (Deckungssummen bzw. Bestätigung sind Mindestanforderung).

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Kriterien:

EK-VI: Berufliche Erfahrung/Referenzen:

Der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft muss über eine durch entsprechende Erfahrungen (Referenzen) nachgewiesene hinreichende berufliche Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Durchführung vergleichbarer Leistungen zumindest in den Leistungsbildern Objektplanung Gebäude und Innenräume (Architektur), Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung und Tragwerksplanung verfügen. Vergleichbar sind für das jeweilige Leistungsbild:

- Planungsleistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume (Architektur) für Gebäude der öffentlichen Hand mit Publikumsverkehr (insbesondere Schulen, Kindertagesstätten) oder Gebäude von vergleichbarer Komplexität der Anforderungen, die zumindest die Leistungen von der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 im Sinne von § 34 HOAI) bis zur Objektüberwachung (Leistungsphase 8 gemäß § 34 HOAI) umfassen;

- Planungsleistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung für Gebäude mit Publikumsverkehr (wie Schulen oder Kindertagesstätten) oder Gebäude von vergleich-barer Komplexität) in den Bereichen HLS (Heizung, Lüftung, Sanitär) und ELT (Elektrik) sowie

- Planungsleistungen der Tragwerksplanung für Gebäude mit Publikumsverkehr (wie Schulen oder Kindertagesstätten) oder Gebäude von vergleichbarer Komplexität).

Die Leistungen für das Referenzprojekt müssen zumindest teilweise innerhalb eines Referenzzeitraums von max. 5 Jahren vor Ablauf der Teilnahmeantragsfrist liegen. Gewertet werden können nur bereits erbrachte Leistungen, es ist jedoch nicht zwingend, dass die Leistungen bereits vollständig abgeschlossen sind. Insbesondere bei den Leistungen der Objektüberwachung LPH 8 genügt hilfsweise, dass damit bereits begonnen wurde, das Referenzprojekt also im Bau ist.

EK-VII: Personalstärke: Hinreichende personelle Kapazitäten im Bereich der Führungskräfte und des sonstigen Personals zur Erfüllung der Aufgaben verfügen

Hierzu geforderte Eigenerklärungen und Nachweise:

TL1: Referenzliste

TL2: Angaben der Zahl der Zahl der Beschäftigten und Führungskräfte in den letzten drei Jahren (aufgeschlüsselt nach Jahren).

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Bauvorlageberechtigung nach § 65 Landesbauordnung Schleswig-Holstein in Verbindung mit dem Architekten- und Ingenieurkammergesetz Schleswig-Holstein

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Verpflichtung, den unmittelbar für die Leistungserbringung in Deutschland eingesetzten Beschäftigten (ohne Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten, Hilfskräfte und Teilnehmende an Bundesfreiwilligendiensten) wenigstens ein Mindeststundenentgelt von 9,99 EUR (brutto) zu zahlen, § 4 Abs. 1 VGSH. Einräumung von Kontroll- und Sanktionsrechten. Einzelheiten vgl. Vertragsbedingungen.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 29/08/2022
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 05/09/2022
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 03/11/2022

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Das Verfahren wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 119 Abs. 2 und 5 GWB, § 14 Abs. 3 VgV, § 17 VgV geführt.

Es sind zunächst Teilnahmeanträge zu stellen, denen die geforderten Erklärungen/Nachweise zur Eignung beizufügen sind (vgl. oben III.1 sowie die öffentlich bereitgestellten Vergabeunterlagen). In den öffentlich bereitgestellten Vergabeunterlagen sind auch Einzelheiten zum Teilnahmewettbewerb beschrieben.

Mit den Vergabeunterlagen stellt die Auftraggeberin unter derselben Internetadresse auch Formulare für den Teilnahmeantrag bereit, die zu verwenden sind, soweit keine nachgewiesene Zertifizierung oder eine EEE vorgelegt wird.

Teilnahmeanträge (Bewerbungen) sind nur elektronisch über die eVergabe-Plattform DTVP zulässig und über die spezielle Funktion der Plattform hierfür einzureichen.

Kommunikation:

Für die Kommunikation ist zu beachten, dass einfache E-Mails nicht den Anforderungen von § 11 Abs. 2 VgV an Vertraulichkeit und Sicherheit genügen. Anfragen zum Verfahren können elektronisch über die eVergabe-Plattform an die unter I.3) genannte Adresse gestellt werden.

Die im Teilnahmewettbewerb nach Maßgabe der Eignung und ggf. der Auswahlkriterien (s. oben II.2.9) ausgewählten Teilnehmer werden danach gesondert elektronisch zur Angebotsabgabe aufgefordert. Auch Angebote sind elektronisch abzugeben.

Bekanntmachungs-ID: CXP4YX8RTD8

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Schleswig-Holstein
Postanschrift: Düsternbrooker Weg 94
Ort: Kiel
Postleitzahl: 24105
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@wimi.landsh.de
Telefon: +49 4319884640
Fax: +49 4319884702
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Das Vergabeverfahren unterliegt den Vorschriften über das Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer und dem Vergabesenat (§§ 155 ff. GWB).

Nach § 160 Abs. 3 GWB ist ein etwaiger Nachprüfungsantrag unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat, wobei der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB unberührt bleibt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Der Auftraggeber ist zur Absendung einer Bieterinformation spätestens 10 Tage vor Zuschlagserteilung verpflichtet (§134 GWB).

Nach Zuschlagserteilung (Vertragsschluss) ist ein Nachprüfungsantrag nicht mehr zulässig. Ausgenommen sind Anträge auf Feststellung einer Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 GWB, also wegen Verletzung der vorgenannten Pflicht zur Bieterinformation und Einhaltung der Wartefrist gem. § 134 GWB oder wegen unzulässiger Vergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der EU. Solche Anträge auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages sind nach § 135 Abs. 3 GWB nur innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags zulässig, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung dieser Vergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/07/2022