Dienstleistungen - 428994-2019

12/09/2019    S176    - - Dienstleistungen - Bekanntmachung über vergebene Aufträge - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Düsseldorf: Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung

2019/S 176-428994

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Dienstleistungen

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
Schwannstr. 3
Düsseldorf
40476
Deutschland
Kontaktstelle(n): Vergabestelle
Telefon: +49 2114566-281
E-Mail: vergabestelle@mulnv.nrw.de
Fax: +49 2114566-430
NUTS-Code: DEA11

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://www.umwelt.nrw.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Umwelt

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW

Referenznummer der Bekanntmachung: 18/082.
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
75000000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Das Projekt „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW“ soll Kommunen dabei unterstützen, die Herausforderungen im Umgang mit dem Klimawandel und dessen Folgen anzugehen. Es soll sich dabei um ein speziell auf die nordrhein-westfälischen Gegebenheiten ausgerichtetes Angebot handeln. Mit Hilfe externer Beratung sollen Kommunen auf allen Ebenen der Verwaltung und in jedem Schritt hin zu einer „klimafesten“ Entwicklung unterstützt werden.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 1 000 173.75 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
90700000
90711000
90713000
90720000
90721000
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA11
Hauptort der Ausführung:

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

Schwannstr. 3

40476 Düsseldorf

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Trotz der globalen Bemühungen, Treibhausgasemissionen zu senken, lassen sich Veränderungen des Klimas, auch bei der Einhaltung des im Pariser Klimaschutzabkommen verhandelten maximalen, globalen Temperaturanstiegs von 2Grad C, nicht mehr abwenden. Diese Klimaveränderungen sind auch bereits heute in NRW spürbar. In NRW ist die mittlere Lufttemperatur um 1,4 Grad C seit Beginn der Messungen 1881 angestiegen. Mit dem Temperaturanstieg gehen verschiedenste Klimaveränderungen einher. In NRW ist zum Beispiel die Anzahl der heißen Tage (Tage mit Temperaturen über 30Grad C) im Mittel seit 1891 um 3 Tage angestiegen, die Anzahl der Eistage hat hingegen im gleichen Zeitraum um 5 Tage abgenommen. Veränderungen der Lufttemperatur führen ebenfalls zu Veränderungen des Wasserhaushaltes, z. B. veränderten Niederschlagsverteilungen über das Jahr, steigender Evaporation und vermehrtem Auftreten lokaler Starkregenereignisse.

Vor allem der kommunale Siedlungsbereich ist im Falle von Starkregenereignissen oder Hitzewellen von den Folgen betroffen. Gleichzeitig haben Kommunen als kleinste Planungseinheit immensen Einfluss darauf, wie sich diese Änderungen lokal auswirken. Anpassungsmaßnahmen können prognostizierte Klimaänderungen abmildern und dabei die Lebensqualität im Siedlungsbereich steigern. Die Verankerung der „klimafesten“ Gestaltung der Kommune kann in verschiedensten Bereichen erfolgen. Vor allem die Stadtplanung ist hervorzuheben. Gleichzeitig übernehmen Kommunen aber auch Aufgaben im Bereich der Katastrophenvorsorge, sind Träger sozialer Einrichtungen oder Waldbesitzer und müssen sich in diesen Themenbereichen mit einem veränderten Klima auseinandersetzen. Auch kann eine Kommune Vorbildfunktion für Bürger und Wirtschaft vor Ort entwickeln und Informationen und Wissen weitergeben.

Die Aufgaben sind vielfältig und stellen Kommunen in Anbetracht dünner Personaldecken und enger Finanzspielräume vor große Herausforderungen, denn der effektive Umgang mit dem Klimawandel erfordert von Kommunen oft eine neue Herangehensweise an eingespielte Prozesse.

Das Projekt „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung“ soll Kommunen dabei unterstützen, diese Herausforderungen anzugehen. Es soll sich dabei um ein speziell auf die nordrheinwestfälischen Gegebenheiten ausgerichtetes Angebot handeln. Mit Hilfe externer Beratung sollen Kommunen auf allen Ebenen der Verwaltung und in jedem Schritt hin zu einer „klimafesten“ Entwicklung unterstützt werden. Im Speziellen geht es darum, die Erstellung von städtischen Konzepten mit Bezug zur Anpassung oder spezifischen Anpassungskonzepten, die Kommunikation der Ergebnisse, auch zur Sensibilisierung der Bevölkerung und der Entscheidungsgremien, Umsetzung von Maßnahmen effektiv anzuregen und zu unterstützen. Die Beratung im Rahmen des Projektes „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung“ soll unter Beachtung der landesspezifischen und regional als auch lokal unterschiedlichen Gegebenheiten dazu beitragen, dass das Thema Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen von den Kommunen als integrierter Bestandteil kommunalen Handelns verankert wird.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Personaleinsatzkonzept / Gewichtung: 24
Qualitätskriterium - Name: Umsetzungskonzept / Gewichtung: 36
Preis - Gewichtung: 40.00
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Verlängerung um ggfs. ein Jahr.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 030-067367
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:

Auftragsvergabe Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
02/08/2019
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13-15
Berlin
10969
Deutschland
NUTS-Code: DE300
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 504 352.25 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXS7YYMYD4X

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Rheinland – Spruchkörper Düsseldorf – über Bezirksregierung Düsseldorf
Am Bonneshof 35
Düsseldorf
40474
Deutschland
Telefon: +49 211-475-3131
E-Mail: vkrhld-d@bezreg-koeln.nrw.de
Fax: +49 221-147-2891

Internet-Adresse: http://www.brd.nrw.de/

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Sofern ein Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt wurde, ist der Verstoß gegenüber dem Auftraggeber unverzüglich zu rügen.

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind,sind spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe zu rügen.

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe zu rügen.

Ein Antrag auf Nachprüfung ist innerhalb von 10 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen (§ 160 Abs. 3 GWB). Ansonsten ist der Nachprüfungsantrag unzulässig.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
Schwannstr. 3
Düsseldorf
40476
Deutschland
Telefon: +49 2114566-0
E-Mail: vergabestelle@mulnv.nrw.de
Fax: +49 2114566-430

Internet-Adresse: http://www.umwelt.nrw.de

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
09/09/2019