Dienstleistungen - 441187-2017

04/11/2017    S212    - - Dienstleistungen - Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit - Verhandlungsverfahren 

Deutschland-Frankfurt am Main: Dienstleistungen im Bereich Geotechnik

2017/S 212-441187

Bekanntmachung einer Änderung

Änderung eines Vertrags/einer Konzession während der Laufzeit

Legal Basis:

Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
DB Netz AG, Regionalbereich Mitte, Projektrealisierung Tunnel 8 (I.NP-MI-M-T(8))
Hahnstrasse 49
Frankfurt am Main
60528
Deutschland
Kontaktstelle(n): Deutsche Bahn AG, Vorstandsressort Finanzen/Controlling, Beschaffung Infrastruktur Region Mitte, Einkauf Arch./Ing. leistungen, Bauaffine Dienstleistungen (GS.EI-M-A), z. Hd. Frau Silvia Weck, Hahnstraße 49, 60528 Frankfurt/M.
Telefon: +49 6926545630
E-Mail: Silvia.Weck@deutschebahn.com
Fax: +49 6926543457
NUTS-Code: DE712

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.bahn.de

Adresse des Beschafferprofils: https://bieterportal.noncd.db.de/Portal/

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Planung Tunnel Hönebach, IBW, TWP, VA in den Lph 1-2, opt. 3-4.

Referenznummer der Bekanntmachung: 14TEI12749
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71332000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Planung Tunnel Hönebach, IBW, TWP, VA in den Lph 1-2, opt. 3-4.

II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEB1
Hauptort der Ausführung:

Strecke Nr. 6340., Bf Hönebach – Bf Bebra.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags:

Die zweigleisige elektrifizierte Strecke 6340 verläuft zwischen Halle (Saale) – Bebra – Gunterschauen. Die Strecke verläuft ab Gerstungen (km 191,343) bis Gunterhausen im Produktionsstandort Kassel des Regionalbereiches Mitte. Der Tunnel liegt zwischen km 199,345 und km 200,328.

Der Hönebachttunnel ist ein 983 m langer, zweigleisiger Eisenbahntunnel. Der Tunnel wurde in den Jahren1845 bis 1849 erbaut. Im Jahre 1992 wurde eine vorgesetzte Spritzbetonschale eingebaut. Der Hönebachtunnel ist gemäß den letzten Inspektions- und Untersuchungsberichten abgängig und mittelfristig zu erneuern.

Variante 1: den Bau einer neuen eingleisigen Tunnelröhre (> 1 000 m), sowie die Grundsanierung desbestehenden Tunnels (983 m) mit dem Ziel im Endzustand 2 eingleisige Tunnelröhren zur Abwicklung des Betriebes zur Verfügung zu haben. Dieses setzt jedoch die eingleisige Betriebsabwicklung während der Sanierung des alten Tunnels für die Dauer von ca. 2 Jahren voraus.

Variante 2: Neubau zweigleisiger Tunnel < 1 000 m und Auflassung des alten Tunnel.

Variante 3: Neubau von zwei eingleisigen Tunnelröhren (> 1 000 m) und Auflassung des alten Tunnels

Alle Varianten benötigen ein Planrechtsverfahren.

Die Geschwindigkeit ist in Abhängigkeit der gewählten Ausführungsvariante zu ermitteln. (Ve = 160 km/h).

Ist-Geschwindigkeit im Bereich des Tunnel: 90 km/h.

Soll-Geschwindigkeit im Bereich des Tunnel: 120 km/h (Fd).

Oberleitung: Ja.

Auf der Strecke fahren Personenverkehr Züge (SPFV, SPNV) und Güterverkehr Züge (SGV).

TEN-Netz: VII – Konventionell.

Entwässerung: Im Zuge der gentechnischen Erkundung, ist ein besonderes Augenmark auf die hydrogeologische Untersuchung, im Umfeld des Tunnels zu richten. Die Tunnelschale ist druckwasserdicht auszubilden.

II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 06/02/2014
Ende: 01/05/2016
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt IV: Verfahren

IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Bekanntmachung einer Auftragsvergabe in Bezug auf diesen Auftrag
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2014/S 216-382995

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Auftrags-Nr.: 1
Bezeichnung des Auftrags:

Planung Tunnel Hönebach, IBW, TWP, VA in den Lph 1-2, opt. 3-4.

V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag des Abschlusses des Vertrags/der Entscheidung über die Konzessionsvergabe:
27/02/2014
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag/Die Konzession wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Ingenieurbüro Vössing GmbH
Hahnstr. 40
Frankfurt
60528
Deutschland
NUTS-Code: DE723
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: ja
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (zum Zeitpunkt des Abschlusses des Auftrags;ohne MwSt.)
Gesamtwert der Beschaffung: 777 960.00 EUR

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Bundes
Villemomblerstr. 76
Bonn
53123
Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Dienstgebäude: Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§168 Abs. 2, Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder auf elektronischem Weg bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post (§ 134 Abs. 2 GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis bzw. – soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind –bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 1 bis 3 GWB). Des Weiteren wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Dienstgebäude: Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
02/11/2017

Abschnitt VII: Änderungen des Vertrags/der Konzession

VII.1)Beschreibung der Beschaffung nach den Änderungen
VII.1.1)CPV-Code Hauptteil
71332000
VII.1.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
VII.1.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE
NUTS-Code: DEB1
Hauptort der Ausführung:

Strecke Nr. 6340., Bf Hönebach – Bf Bebra.

VII.1.4)Beschreibung der Beschaffung:

Er Hönebach-Tunnel liegt im Suchraum der Bedarfsplan-Teilmaßnahme „ABS/NBS im Korridor Wildeck/Blankenheim – Bad Hersfeld – Kirchheim/Langenschwarz“. Im weiteren Verlauf der Strecke 6340 schließt die Teilmaßnahme „Ertüchtigung Eisenach – Erfurt für vmax 200 km/h“ an. Diese beiden Teilmaßnahmen sind Bestandteil der Bedarfsplanmaßnahme ABS/NBS Hanau – Würzburg / Fulda – Erfurt. Neben der Entmischung der Verkehre und der damit verbundenen Kapazitätserhöhung wird auch eine Beschleunigung sowie eine Angebotsausweitung (durch beide Teil-Maßnahmen) im Personenverkehr ermöglicht.

Nach der Erneuerung wird der Tunnel für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt sein. Die Gradienten vor und hinter dem Tunnel lassen nach aktuellem Planungsstand nur eine Geschwindigkeit von 120 km/h bzw. 140 km/h zu. Eine Ertüchtigung der Voreinschnittsbereiche auf 160 km/h war im Rahmen der Bestandsnetzmaßnahme Tunnelerneuerung nicht vorgesehen und wurde in der Planung bisher auch nicht berücksichtigt.

Dieser Sachverhalt hat zur Folge, dass zukünftig auf der fast durchgängig mit hoher Geschwindigkeit befahrbaren Relation Fulda-Erfurt im Bereich des Hönebach-Tunnels aufgrund des Geschwindigkeitseinbruchs eine Fahrtzeiteinbuße produziert wird. Dies spricht gegen die im BVWP für die Strecke Fulda-Erfurt unterstellte verkehrliche Zielstellung, in einem Deutschland-Takt eine Kantenfahrtzeit von weniger als 60 Minuten zu erreichen (PRINS-Dossier ABS/NBS Hanaus-Würzburg / Fulda-Erfurt).

Um der verkehrlichen Zielstellung des BVWP mit einer Kantenzeit für die Strecke Fulda-Erfurt von 60 Minuten näher zu kommen, wird es al sinnvoll angesehen, die Anbindungsbereiche der Bestandsnetzmaßnahme „Erneuerung Hönebach-Tunnel“ auf 160 km/h zu ertüchtigen. Im Zusammenhang mit der hierfür erforderlichen Anpassung der Radien in den Voreinschnitten erweitert sich der Planungsbereich um ca. 700 m auf der Ostseite bzw. um 1 400 m auf der Westseite des Tunnels, auch die Tunnelprotale müssen in Bezug auf den jetzigen Planungsstand in ihrer Lage geringfügig angepasst werden. Somit ergibt sich ein Teilersatz der bestehenden Planung. Die Erweiterung des Planungsbereiches sowie die neue Vorgabe die Voreinschnittsbereiche des Hönebach-Tunnels für eine Geschwindigkeit von 160 km/h auszulegen, waren nicht Bestandteil des bestehenden Arch.-/Ing.-Vertrags.

Die Änderung der Geschwindigkeit ist keine wesentliche Änderung der Grundleistung.

VII.1.5)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession
Laufzeit in Monaten: 7
VII.1.6)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 183 716.00 EUR
VII.1.7)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Ingenieurbüro Vössing GmbH
Hahnstr. 40
Frankfurt
60528
Deutschland
NUTS-Code: DE723
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: ja
VII.2)Angaben zu den Änderungen
VII.2.1)Beschreibung der Änderungen
Art und Umfang der Änderungen (mit Angabe möglicher früherer Vertragsänderungen):

Um der verkehrlichen Zielstellung des BVWP mit einer Kantenzeit für die Strecke Fulda-Erfurt von 60 Minuten näher zu kommen, wird es als sinnvoll angesehen, die Anbindungsbereiche der Bestandsnetzmaßnahme „Erneuerung Hönebach-Tunnel“ auf 160 km/h zu ertüchtigen. Im Zusammenhang mit der hierfür erforderlichen Anpassung der Radien in den Voreinschnitten erweitert sich der Planungsbereich um ca. 700 m auf der Ostseite bzw. um 1 400 m auf der Westseite des Tunnels, auch die Tunnelprotale müssen in Bezug auf den jetzigen Planungsstand in ihrer Lage geringfügig angepasst werden. Somit ergibt sich ein Teilersatz der bestehenden Planung. Die Erweiterung des Planungsbereiches sowie die neue Vorgabe die Voreinschnittsbereiche des Hönebach-Tunnels für eine Geschwindigkeit von 160 km/h auszulegen, waren nicht Bestandteil des bestehenden Arch.-/Ing.-Vertrags.

Die Änderung der Geschwindigkeit ist keine wesentliche Änderung der Grundleistung.

VII.2.2)Gründe für die Änderung
Notwendigkeit zusätzlicher Bauarbeiten, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer/Konzessionär (Artikel 43 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/23/EU, Artikel 72 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/24/EU, Artikel 89 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/25/EU)
Beschreibung der wirtschaftlichen oder technischen Gründe und der Unannehmlichkeiten oder beträchtlichen Zusatzkosten, durch die ein Auftragnehmerwechsel verhindert wird:

In neuer AN müsste nochmal mit der Grundlagenermittlung für den Bereich der Voreinschnitte beginnen. Dem bisherigen Planer liegen diese Kenntnisse bereits vor. Das Honorar für eine neue Grundlagenermittlung müssten dann bei einem AN-Wechsel nochmals aufgewendet werden.

Als Grundlage für die weiteren Planungsphasen ist ein Gesamtvorplanungsheft erforderlich, das sowohl die Vorplanung des Tunnels als auch die Vorplanung der Voreinschnitte beinhaltet. Diese Zusammenführung beider Planungen mit unterschiedlichen Erstellern müsste entweder der bisherirge AN im Rahmen eines Nachtrags erledigen oder der neue AN im Rahmen seines Planungsauftrags bearbeiten. Beide Varianten der Zusammenführung produzieren ein zusätzliches Honorar.

Der bisherige Planer muss seine Planung so zusammenstellen, dass ein anderer Planer die Daten und Dokumente weiter bearbeiten kann und die neue Planung darauf aufbauen kann. Es entsteht eine zusätzliche Schnittstelle, deren Koordination einen erhöhten Aufwand im Berei.

VII.2.3)Preiserhöhung
Aktualisierter Gesamtauftragswert vor den Änderungen (unter Berücksichtigung möglicher früherer Vertragsänderungen und Preisanpassungen sowie im Falle der Richtlinie 2014/23/EU der durchschnittlichen Inflation im betreffenden Mitgliedstaat)
Wert ohne MwSt.: 777 960.00 EUR
Gesamtauftragswert nach den Änderungen
Wert ohne MwSt.: 961 676.00 EUR