Dienstleistungen - 455173-2016

23/12/2016    S248    - - Dienstleistungen - Freiwillige ex ante-transparenzbekanntmachung - Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb 

Deutschland-Hannover: Reparatur und Wartung von Schienenfahrzeugen

2016/S 248-455173

Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung

Dienstleistungen

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH
Kurt-Schumacher-Straße 5
Hannover
30159
Deutschland
Kontaktstelle(n): Thomas Nawrocki
Telefon: +49 51153333115
E-Mail: nawrocki@lnvg.de
Fax: +49 51153333299
NUTS-Code: DE92

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.lnvg.de

I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Aufgabenträger im öffentlichen Personennahverkehr

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Durchführung der Untersuchung gem. §§ 32,33 EBO sowie umfangreicher Modernisierung und Umrüstung von 26 Dieseltriebwagen.

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
50222000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die LNVG vergibt einen Auftrag über die Durchführung der Untersuchung gem. §§ 32, 33 EBO sowie Modernisierungs- und Umrüstungsarbeiten an 26 Dieseltriebwagen Coradia Lint 41, 2. Bauserie LNVG (sogenante HU XL). Für die Durchführung der Untersuchung sowie der Modernisierung und Umrüstung werden die Fahrzeuge aus dem Verkehr genommen. Die modernisierungsbedürftigen Komponenten werden in diesem Rahmen durch moderne Komponenten ersetzt. Insbesondere wird die Leittechnik erneuert. Im Rahmen der Durchführung der Untersuchung ist eine Genehmigung von Komponenten und Teilsystemen des Fahrzeugs durch das Eisenbahnbundesamt (EBA) erforderlich.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 0.01 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE9
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Es sollen 26 Dieseltriebwagen Coradia Lint 41 im Rahmen der Hauptuntersuchung modernisiert und umgerüstet werden. Die Fahrzeuge werden geprüft und Einzelkomponenten erforderlichenfalls ersetzt. Insbesondere erfolgt auch ein Update der Hard- und Software der Leittechnik. Die Modernisierungs- und Umrüstungsarbeiten sollen die Funktionsfähigkeit, Betriebsfertigkeit und Einsatzmöglichkeit im Verkehr erhalten, sodass alle Voraussetzungen für die eine uneingeschränkte und unbefristete Zulassung vorliegen und eine Lebensdauerertüchtigung bis 2033 gewährleistet werden kann.

II.2.5)Zuschlagskriterien
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung
  • Die Bauleistungen/Lieferungen/Dienstleistungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden:
    • nicht vorhandener Wettbewerb aus technischen Gründen
Erläuterung:

Die Instandhaltungsarbeiten können aufgrund bestehender technischer Schutzrechte und bestehender technischer Besonderheiten nur von dem AN ausgeführt werden, sodass eine Direktvergabe nach § 14 Abs. 4 Nr. 2 lit.b) bzw. c) VgV gerechtfertigt ist.

Der AN ist der Hersteller der Fahrzeuge und hat die bisherige Instandhaltung durchgeführt. Der gegenständliche Auftrag weist mehrere technische Besonderheiten auf. Die Fahrzeugstruktur, alle essentiellen Kernkomponenten sowie wesentliche Komponenten der Leittechnik stammen vom Hersteller der Dieseltriebwagen ALSTOM.Es ist eine aufwendige software-/steuerungstechnische Integration der Komponenten in das Fahrzeug notwendig. Derjenige, der die Komponenten einbaut, muss hierzu die technischen Daten und insbesondere die Software-Quellcodes zu den einzelnen Bauteilen kennen, um die neuen Komponenten in das Fahrzeug zu integrieren. Die Rechte an den Quellcodes stehen Alstom zu. Alstom muss den Betrieb der Fahrzeuge in ihrer Lebensdauer bis zum Jahr 2033 gewährleisten.

Der zusätzliche Auftragsgegenstand kann hiervon nicht getrennt werden. LNVG kann die Fahrzeuge aufgrund bestehender rechtlicher Bindungen an den Betreiber nicht mehrfach aus dem Verkehr nehmen, so dass die Modernisierung im Zusammenhang mit der ohnehin schon an ALSTOM beauftragten Hauptuntersuchung erfolgen muss.

Eine Trennung des Auftrages kommt nicht in Betracht, da die LNVG vertraglich verpflichtet ist, die Züge dem Betreiber der Verkehrsleistungen zur Verfügung zu stellen. Eine mehrmalige Herausnahme aus dem Betrieb ist damit ausgeschlossen.

IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag der Zuschlagsentscheidung:
20/12/2016
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Alstom Transport Deutschland GmbH
Linke-Hofmann-Busch-Straße 1 D
Salzgitter
38239
Deutschland
NUTS-Code: DE912

Internet-Adresse: http://www.alstom.com/germany/de/

Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 0.01 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

A) Der angegebene Gesamtwert der Beschaffung bzw. der Wert des Auftrages entspricht nicht dem tatsächlichen Wert der Beschaffung bzw. des Auftrages. Dieser Wert wird entsprechend § 39 Abs. 6 VgV nicht veröffentlicht, da er u. a. den geschäftlichen Interessen des erfolgreichen Bieters schadet und den lauteren Wettbewerb beeinträchtigt und auch nach § 135 Abs. 3 S.2 GWB nicht zwingend bekanntzumachen ist. Da es sich technisch um ein Pflichtfeld handelt, wird der Betrag 0,01 EUR eingegeben;

b) Aus technischen Gründen kann kein in der Zukunft liegendes Datum des Vertragsschlusses angegeben werden. Der Vertragsschluss erfolgt frühestens nach Ablauf der Frist von 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Ex-ante-Transparenzbekanntmachung.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Auf der Hude 2
Lüneburg
21339
Deutschland
Fax: +49 4131152943
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Lüneburg
Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Vorschriften über die Einlegung von Rechtsbehelfen finden sich in §§ 155 ff. GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen). Auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Nachprüfungsantrags zur

Vergabekammer gemäß §§ 160 ff. GWB wird hingewiesen. Daneben ist auf § 135 GWB hinzuweisen, der folgenden Wortlaut hat:

„(1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber

1. gegen § 134 verstoßen hat oder

2. den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist,

und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenden Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

(3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn:

1. der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der europäischen Union zulässig ist,

2. der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und

3. der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntgabe, abgeschlossen wurde.

Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen.“.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
20/12/2016