Lieferungen - 459061-2019

01/10/2019    S189

Deutschland-Erfurt: Ohrmarken für Tiere

2019/S 189-459061

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Thüringer Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e. V.
Postanschrift: Stotternheimer Straße 19
Ort: Erfurt
NUTS-Code: DEG01 Erfurt, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 99087
Land: Deutschland
E-Mail: gf@tvlev.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://www.tvlev.de/

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Der Zugang zu den Auftragsunterlagen ist eingeschränkt. Weitere Auskünfte sind erhältlich unter: http://www.tvlev.de/cms/formulare
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: eingetragener Verein
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung von Ohrmarken zur amtlichen Kennzeichnung von Schweinen, Schafen und Ziegen in Thüringen

Referenznummer der Bekanntmachung: OM-VV-SSZ-2019
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
03340000 Ohrmarken für Tiere
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand der Leistung ist die Lieferung von Ohrmarken zur amtlichen Kennzeichnung von Schweinen und von Schafen und Ziegen gemäß Viehverkehrsverordnung.

Die Anzahl der jährlich zu liefernden Ohrmarken unterliegt Schwankungen und richtet sich nach dem Bedarf in Thüringen. Es wird keine Mindestabnahmemenge garantiert.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: ja
Angebote sind möglich für alle Lose
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung von Ohrmarken zur amtlichen Kennzeichnung von Schafen und Ziegen.

Los-Nr.: 1
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
03340000 Ohrmarken für Tiere
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEG03 Jena, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Die Lieferanschrift für alle Bestellungen ist:

Thüringer Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e. V. (TVL)

Artur-Becker-Str. 100

07745 Jena-Göschwitz

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der jährliche Bedarf für die individuelle Kennzeichnung von Schafen und Ziegen mit 2 Ohrmarken nach § 34 Abs. 3 ViehVerkV liegt bei ca. 45 000 Stück Ohrmarken-Paare (ein Paar bestehend aus einer Ohrmarke mit einem elektronischen Speicher (Ohrmarken-Transponder) und einer Ohrmarke ohne Transponder).

Der jährliche Bedarf für die Kennzeichnung von Schafen und Ziegen mit einer Ohrmarke nach § 34 Abs. 4 Nr. 2 ViehVerkV (Ohrmarke mit Bestands-Kenncode) liegt bei ca. 60 000 Stück.

Die Ohrmarken zur individuellen Kennzeichnung von Schafen und Ziegen bestehen aus 2 gelben Ohrmarken (je ein Dornteil/Vorderseite und ein Lochteil/Rückseite). Eine der beiden Ohrmarken muss einen Transponder (elektronisches Kennzeichen) enthalten.

Die Ohrmarke zur Kennzeichnung von Schafen und Ziegen mit dem Bestands-Kenncode besteht aus einem weißen Dorn- und Lochteil. Die Kennzeichnung erfolgt in einem Ohr.

Die förmliche Ausführung der Ohrmarken hat sich nach folgenden Rechtsvorschriften der Europäischen Gemeinschaft und der Bundesrepublik Deutschland zu richten:

— Artikel 4 in Verbindung mit Abschnitt A des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 21/2004 des Rates vom 17. Dezember 2003 zur Einführung eines Systems zur Kennzeichnung und Registrierung von Schafen und Ziegen und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 sowie der Richtlinien 92/102/EWG und 64/432/EWG (ABl. L 5 vom 9.1.2004, S. 8) in der jeweils geltenden Fassung,

— § 34 in Verbindung mit Anlage 9 der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr (Viehverkehrsverordnung – ViehVerkV) in der Fassung vom 3.3.2010 (BGBl. I S. 203) in der jeweils geltenden Fassung.

Hinsichtlich der elektronischen Kennzeichen ist neben Abschnitt A des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 21/2004 auch der Anhang der Entscheidung 2006/968/EG der Kommission vom 15.12.2006 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 21/2004 des Rates hinsichtlich der Leitlinien und Verfahrensvorschriften für die Anwendung der elektronischen Kennzeichnung von Schafen und Ziegen (ABl. L 401 vom 30.12.2006, S. 41) in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/01/2020
Ende: 31/12/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung von Ohrmarken zur amtlichen Kennzeichnung von Schweinen – Einzelohrmarken.

Los-Nr.: 2
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
03340000 Ohrmarken für Tiere
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEG THÜRINGEN
Hauptort der Ausführung:

Die Lieferanschrift für die Bestellungen wird dem Auftragnehmer vom Auftraggeber bei jeder Bestellung elektronisch mitgeteilt.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der jährliche Bedarf für die Kennzeichnung von Schweinen nach § 39 der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr (Viehverkehrsverordnung – ViehVerkV) in der Fassung vom 3.3.2010 (BGBl. I S. 203) in der jeweils geltenden Fassung liegt in Thüringen bei ca. 1 500 000 Stück konventionelle Einzelohrmarken.

Die Ohrmarke zur Kennzeichnung von Schweinen besteht aus einem weißen Dornteil/Vorderseite und einem Lochteil/Rückseite.

Bei der förmlichen Ausführung der Ohrmarken ist § 39 der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr (Viehverkehrsverordnung – ViehVerkV) in der Fassung vom 3.3.2010 (BGBl. I S. 203) in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/01/2020
Ende: 31/12/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung von Ohrmarken für die amtliche Kennzeichnung von Schweinen – Kettenohrmarken.

Los-Nr.: 3
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
03340000 Ohrmarken für Tiere
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEG THÜRINGEN
Hauptort der Ausführung:

Die Lieferanschrift für die Bestellungen wird dem Auftragnehmer vom Auftraggeber bei jeder Bestellung elektronisch mitgeteilt.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der jährliche Bedarf für die Kennzeichnung von Schweinen nach § 39 der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr (Viehverkehrsverordnung – ViehVerkV) in der Fassung vom 3.3.2010 (BGBl. I S. 203) in der jeweils geltenden Fassung liegt in Thüringen bei ca. 500 000 Stück Kettenohrmarken.

Die Ohrmarke zur Kennzeichnung von Schweinen besteht aus einem weißen Dornteil/Vorderseite und einem Lochteil/Rückseite.

Bei der förmlichen Ausführung der Ohrmarken ist § 39 der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr (Viehverkehrsverordnung – ViehVerkV) in der Fassung vom 3.3.2010 (BGBl. I S. 203) in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/01/2020
Ende: 31/12/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

— mit dem Angebot ist zu erklären, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Soweit Tatbestände nach den vorgenannten Vorschriften vorliegen, sind nähere Angaben zu machen, um dem Auftraggeber die Prüfung des Absehens vom Ausschluss nach § 123 Abs. 5 GWB, eine Entscheidung über fakultative Ausschlussgründe nach § 124 GWB bzw. eine Prüfung der Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWG zu ermöglichen,

— Nachweis über die Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister nach Maßgabe der Rechtsvorschrift des Landes, in dem der Bieter ansässig ist oder, wenn es in diesem Staat kein solches Register gibt, ein anderer Nachweis über die erlaubte Berufsausübung, z. B. durch eine behördliche Bescheinigung; für Unternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU enthält Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU eine abschließende Aufzählung der zulässigen Beweismittel,

— Erklärung zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (I-LO) nach § 11 ThürVgG,

— Erklärung zur Einhaltung der Tariftreue und Entgeltgleichheit nach § 10 ThürVgG,

— Erklärung zu § 12 und § 15 ThürVgG (Nachunternehmereinsatz), § 17 ThürVgG (Kontrollen) und § 18 ThürVgG (Sanktionen).

Erklärungen und Nachweise nach III.1.1) und III.1.3) können alternativ durch den Nachweis einer gültigen Präqualifizierung oder -vorläufig- durch Abgabe der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) erbracht werden, sofern diese die aufgestellten Anforderungen erfüllen.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Vorlage einer Referenzliste mit mindestens 2 Auftraggebern (mit Ansprechpartner und Telefonnummer), bei denen der Bieter in den letzten 3 Jahren vergleichbare Leistungen erbracht hat, bezogen auf jedes Los, auf das ein Angebot abgegeben wird, mit Angabe des Werts und des Lieferzeitpunkts,

— Erklärung zur Fachkunde und Leistungsfähigkeit, in der der Geschäftssitz, die Rechtsform und das Gründungsjahr des Unternehmens des Bieters sowie der Name und die berufliche Qualifikation der verantwortlichen Person, die für die Ausführung der Leistung verantwortlich sein soll, anzugeben sind. In der Eigenerklärung zur Fachkunde und Leistungsfähigkeit hat der Bieter außerdem zu bestätigen, ob er die gesetzlichen Verpflichtungen (Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen) erfüllt. Ferner sind in der Erklärung Angaben zum Gesamtumsatz des Unternehmens und zum Umsatz der besonderen Leistungsart, die Gegenstand der Vergabe ist, jeweils bezogen auf die letzten 3 Geschäftsjahre, zu machen,

— Kopie des gültigen Zertifikats über die Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001 oder gleichwertig,

— Vorlage von Mustern (jedem Angebot auf ein Los sind mindestens 10 Ohrmarken bzw. Ohrmarken-Paare zum jeweils angebotenen Ohrmarkentyp und im Falle eines Angebots auf LOS 1 und/oder LOS 2 jeweils mindestens eine zugehörige Zange zum Einziehen der Ohrmarken beizufügen).

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 04/11/2019
Ortszeit: 16:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 02/12/2019
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 05/11/2019
Ortszeit: 09:00

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Die Angabe unter I.3 zum eingeschränkten Zugang zu den Auftragsunterlagen ist technisch bedingt durch das genutzte System.

Die Unterlagen können unter der dort genannten Adresse und Auswahl des Bereichs „Vergabeverfahren Ohrmarken" unentgeltlich, uneingeschränkt, vollständig und direkt abgerufen werden.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Thüringer Landesverwaltungsamt Weimar/Vergabekammer – Nachprüfungsstelle
Postanschrift: Jorge-Semprún-Platz 4
Ort: Weimar
Postleitzahl: 99423
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@tlvwa.thueringen.de
Telefon: +49 361-573321254
Fax: +49 361-573321059

Internet-Adresse: https://www.thueringen.de/th3/tlvwa/vergabekammer/

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Gemäß § 160 Abs. 1 GWB leitet die Vergabekammer ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.

Antragsbefugt ist nach § 160 Abs. 2 GWB jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

Der Antrag ist unzulässig, soweit:

— der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

— Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

— Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

— mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Dies gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Nach § 135 Abs. 1 GWB ist ein öffentlicher Auftrag von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber,

— gegen § 134 verstoßen hat oder

— den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann gemäß § 135 Abs. 2 GWB nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
27/09/2019