Lieferungen - 481842-2020

13/10/2020    S199

Deutschland-Karlsruhe: Schienenfahrzeuge

2020/S 199-481842

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK)
Postanschrift: Tullastr. 71
Ort: Karlsruhe
NUTS-Code: DE12 Karlsruhe
Postleitzahl: 76131
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.vbk.info
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG)
Postanschrift: Tullastr. 71
Ort: Karlsruhe
NUTS-Code: DE12 Karlsruhe
Postleitzahl: 76131
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.avg.info
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (ZV RSBNA)
Postanschrift: Freiherr-vom-Stein-Straße 16
Ort: Mössingen
NUTS-Code: DE142 Tübingen, Landkreis
Postleitzahl: 72116
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.regional-stadtbahn.de
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: SFBW Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Wuerttemberg (AöR)
Postanschrift: Wilhelmsplatz 11
Ort: Stuttgart
NUTS-Code: DE11 Stuttgart
Postleitzahl: 70182
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.sfbw.info
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Saarbahn Netz GmbH (Saarbahn Netz)
Postanschrift: Hohenzollernstraße 104-106
Ort: Saarbrücken
NUTS-Code: DEC0 Saarland
Postleitzahl: 66117
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.saarbahn.de
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Schiene OÖ GmbH (Schiene OÖ)
Postanschrift: Volksgartenstraße 22/1
Ort: Linz
NUTS-Code: AT312 Linz-Wels
Postleitzahl: 4020
Land: Österreich
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.schiene-ooe.at
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung
Postanschrift: Michael-Pacher-Straße 36
Ort: Salzburg
NUTS-Code: AT32 Salzburg
Postleitzahl: 5020
Land: Österreich
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.salzburg.gv.at
I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
Der Auftrag betrifft eine gemeinsame Beschaffung
Im Falle einer gemeinsamen Beschaffung, an der verschiedene Länder beteiligt sind – geltendes nationales Beschaffungsrecht:

Deutsches Beschaffungsrecht

I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://tender24.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-174f8260a4b-343a7b56aeabb566
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
Offizielle Bezeichnung: VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH – Vergabeportal
Ort: Karlsruhe
NUTS-Code: DE12 Karlsruhe
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Vergabeportal
E-Mail: vergabestelle@vbk.karlsruhe.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.tender24.de
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: www.tender24.de
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Verkehr

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Entwicklung, Fertigung, Lieferung, Inbetriebnahme und Zulassung von Tram-Train-Fahrzeugen mit Instandhaltung über den gesamten Lebenszyklus

Referenznummer der Bekanntmachung: VDV Tram-Train
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
34620000 Schienenfahrzeuge
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Entwicklung, Fertigung, Lieferung, Inbetriebnahme und Zulassung einer gemeinsamen Fahrzeug-Familie auf einer einheitlichen Tram-Train-Fahrzeugplattform (Tram-Train-Standardkonstruktion) mit betreiberspezifischen Varianten für alle Kooperationspartner sowie die Instandhaltung über den gesamten Lebenszyklus.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 4 060 000 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
50222000 Reparatur und Wartung von Schienenfahrzeugen
50224000 Instandsetzung von Schienenfahrzeugen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE DEUTSCHLAND
Hauptort der Ausführung:

Deutschland und Österreich: Karlsruhe/Region Neckar-Alb/Saarland/Oberösterreich/Salzburg

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Bei dem Projekt handelt es sich um die umfangreichste Beschaffung von Tram-Train-Fahrzeugen seit Jahren. Zur Vorbereitung haben sich die Auftraggeber bereits im Juli 2017 zu einer Kooperation zusammengeschlossen und – mit Unterstützung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) – ein gemeinsames Fahrzeuglastenheft entwickelt. Auf Grundlage dieses Fahrzeuglastenheftes beabsichtigen die Auftraggeber, insgesamt bis zu 504 Tram-Train-Fahrzeuge (voraussichtlich 246 als Festbestellungen und bis zu 258 über Nachbestelloptionen) zu beschaffen.

Gegenstand der Ausschreibung ist die Entwicklung, Fertigung, Lieferung, Inbetriebnahme und Zulassung einer gemeinsamen Fahrzeug-Familie auf einer einheitlichen Tram-Train-Fahrzeugplattform (Tram-Train- Standardkonstruktion) mit jeweils betreiberspezifischen Varianten für alle Kooperationspartner sowie die Instandhaltung über die ganze Lebensdauer. Jeder Auftraggeber schließt gesonderte Verträge mit dem Hersteller und haftet nur für die ihn vertraglich betreffenden Verbindlichkeiten.

Ziel der Ausschreibung ist es, eine möglichst wirtschaftliche Beschaffung und Betriebsführung der Fahrzeuge unter Beachtung ihres Lebenszyklus und ihrer Fahrgastfreundlichkeit sicherzustellen, Skaleneffekte zu heben sowie bei Ersatzteilen und Instandhaltung aus technischen und wirtschaftlichen Gründen zu kooperieren und Rückfalllösungen vorzuhalten. Durch die gebündelte Beschaffung einerseits und die Langfristigkeit der Instandhaltungsverträge andererseits sollen Kosten reduziert und die Ersatzteilversorgung und Funktion der Fahrzeuge dauerhaft gesichert werden. Fahrzeugliefer- und Instandhaltungsvertrag stellen eine Einheit dar.

Mit der Beauftragung von Lieferung und Instandhaltung aus einer Hand sollen der Werterhalt, die Verfügbarkeit und die Sicherheit der Fahrzeuge über deren gesamte Lebensdauer unter Nutzung der Fachkompetenz des Herstellers sichergestellt werden. Der Hersteller übernimmt für diese Zwecke einheitliche und umfassende Pflichten, so dass keine Lücken oder Schnittstellen zwischen den einzelnen Leistungen der Fahrzeuglieferung und -instandhaltung verbleiben und die Fahrzeuge für die Vertragsdauer in der vereinbarten Qualität für den Betrieb zur Verfügung stehen.

Der Hersteller wird für die Instandhaltung die Auftraggeber oder von diesen vorzugebende Unternehmen als Subunternehmer einsetzen. Dabei trägt der Hersteller insbesondere die Verantwortung dafür, dass die Werkzeuge und Ersatzteile verfügbar sind und dass der Subunternehmer für die Arbeiten nur die vom Hersteller angegebene Zeit und Anzahl der Mitarbeiter benötigt.

Um Skalen- und Synergieeffekte zu heben, haben alle Tram-Train-Fahrzeuge soweit zweckmäßig übereinstimmende Anforderungen im Fahrzeuglastenheft. Dennoch unterscheiden sich die Fahrzeuge von Auftraggeber zu Auftraggeber in der Variante und in ihrer Ausstattung.

AVG und ZV RSBNA beschaffen die Fahrzeuge über die SFBW. Die SFBW tritt in diesen Fällen daher als Auftraggeber für die Fahrzeugbeschaffung auf.

Der ZV RSBNA und das Land Salzburg behalten sich vor, während des Vergabeverfahrens jeweils an ihrer Stelle eine allein oder mit anderen juristischen Personen öffentlichen Rechts zu 100 % beherrschte Tochtergesellschaft als Auftraggeber und/oder als Subunternehmer einzusetzen oder (dies gilt auch für die SFBW) nach Zuschlag geschlossene Verträge auf diese überzuleiten.

Die Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 4 060 000 000.00 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 300
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Der Hersteller muss voraussichtlich 2024 die ersten und 2032 die letzten Fahrzeuge der Festbestellungen liefern und alle Fahrzeuge für 16 Jahre ab der jeweiligen Inbetriebnahme instandhalten.

Voraussichtliche Nachbestell- und Verlängerungsoptionen der Auftraggeber:

— Lieferung weiterer Fahrzeuge bis zum Dezember 2035 (s. II.2.11);

— Verlängerung der Instandhaltung 2 x um jeweils 8 Jahre.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die Auftraggeber werden alle geeigneten Bewerber zur Abgabe indikativer Angebote auffordern. Maßgeblich für die Bewertung der Eignung sind die Leistungsfähigkeit (wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit) sowie die Fachkunde (technische und berufliche Leistungsfähigkeit). Die vorstehenden Kriterien werden anhand der gemäß Abschnitt III.1) dieser Bekanntmachung vorzulegenden Unterlagen bewertet.

Die Leistungsfähigkeit wird anhand der unter Ziffer III.1.2) genannten Angaben und Nachweise bewertet. Die Fachkunde wird anhand der unter Ziffer III.1.3) genannten Angaben und Nachweise bewertet.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Die Auftraggeber haben voraussichtlich die Möglichkeit, Fahrzeuge in mehreren Tranchen nachzubestellen:

1. VBK: 73 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 57 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen,

2. SFBW: insgesamt 105 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 130 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen:

a) Fahrzeuge für die AVG: 75 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 43 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen und 30 Fahrzeuge als Nachbestelloptionen für den ZV RSNBA,

b) Fahrzeuge für den ZV RSBNA: 30 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 57 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen.

3. Saarbahn Netz: 28 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 21 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen,

4. Schiene OÖ: 20 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 50 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen,

5. Land Salzburg: 20 Fahrzeuge als Festbestellung, bis zu 5 Fahrzeuge über Nachbestelloptionen.

Die Auftraggeber können jeweils die Laufzeit des Instandhaltungsvertrages von 16 Jahren zweimal um jeweils 8 Jahre verlängern (vgl. II.2.7).

Die Einzelheiten zu den Nachbestell- und Verlängerungsoptionen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Die Bewerber sollen möglichst folgende Unterlagen – zwingend in deutscher Sprache (ggfs. deutsche Übersetzung) – vorlegen (bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied):

1. Eigenerklärung, dass der Bewerber in das Berufsregister (Handelsregister oder Handwerksrolle, jeweils unter Angabe der Registernummer des Bewerbers) oder ein vergleichbares Register des Herkunftslandes eingetragen ist sowie für seine Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung, seine Krankenkasse(n) und seine Berufsgenossenschaft rückstandslos Beiträge entrichtet hat und seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie Beiträgen zur Sozialversicherung ordnungsgemäß nachgekommen ist,

2. Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit, die Angaben zu dem Nichtvorliegen der Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB enthält; insbesondere auch eine Eigenerklärung, dass keine schwere Verfehlung vorliegt, die die Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt,

3. Bestätigung des Versicherers des Bewerbers über das Bestehen einer Betriebshaftpflicht, die Personenschäden bis mindestens 100 Mio. EUR und sonstige Schäden bis mindestens 100 Mio. EUR abdeckt. Sofern nicht bereits eine Betriebshaftpflicht in dieser Höhe besteht, genügt ein Nachweis/eine verbindliche Zusage des Versicherers, dass im Falle des Zuschlags die Haftungssummen auf die obigen Beträge erhöht wird.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die Bewerber sollen möglichst zum Nachweis ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit folgende Unterlagen – zwingend in deutscher Sprache (ggfs. deutsche Übersetzung) – vorlegen (bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied):

1. Angabe der Gesamtumsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, möglichst durch Jahresabschlüsse und Prüfberichte belegt,

2. Angabe der Umsätze der letzten 3 Geschäftsjahre mit Leistungen, die mit dem vorliegenden Auftragsgegenstand vergleichbar sind (Entwicklung, Fertigung, Lieferung, Inbetriebnahme und Zulassung von Straßenbahnfahrzeugen und/oder Tram-Train-Fahrzeugen und/oder Regionalbahnfahrzeugen i. S. d. EN 17343 mit Instandhaltung über den Lebenszyklus),

3. Nachweis des aktuellen Ratings des Bewerbers durch die Euler Hermes Rating GmbH.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1. einen Gesamtumsatz von insgesamt mindestens 1,2 Mrd. EUR in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren,

2. einen Umsatz von insgesamt mindestens 600 Mio. EUR in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit gelieferten und im Fahrgastbetrieb befindlichen Straßenbahnfahrzeugen und/oder Tram-Train-Fahrzeugen und/oder Regionalbahnfahrzeugen i.S.d. EN 17343.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die Bewerber sollen möglichst zum Nachweis ihrer technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit folgende Unterlagen – zwingend in deutscher Sprache (ggfs. deutsche Übersetzung) – vorlegen (bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied). Die vorzulegenden Referenzen müssen erkennen lassen, dass das Unternehmen für die Erbringung der vorliegend zu vergebenden Leistung in Hinblick auf Art und Auftragsvolumen geeignet ist. Bei jeder Referenz muss mindestens 50 % des Projektumsatzes auf den Bewerber entfallen. Bei jeder Referenz mit Fahrzeugbezug müssen die Fahrzeuge innerhalb der Europäischen Union, Großbritannien und/oder der Schweiz ausgeliefert und zugelassen sein.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1. Referenzen, dass der Bewerber innerhalb der letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahre mindestens in einem Kalenderjahr 60 Triebzüge gefertigt und geliefert hat,

2. Referenzen, dass der Bewerber in den letzten 10 Jahren in 3 abgeschlossenen Projekten Straßenbahnen entwickelt, gefertigt und zugelassen geliefert hat (mit Inbetriebnahme und Zulassung),

3. Referenzen, dass der Bewerber in den letzten 10 Jahren in 3 abgeschlossenen Projekten Regionalbahnfahrzeuge entwickelt, gefertigt und zugelassen geliefert hat (mit Inbetriebnahme und Zulassung),

4. Referenzen, dass der Bewerber Fahrzeugzulassungen beim Eisenbahnbundesamt und/oder der Europäischen Eisenbahnagentur bzw. Eisenbahnagentur der Europäischen Union nach den Vorgaben der EBO bzw. EIGV oder vergleichbare Zulassungen in Europa erwirkt hat (nachzuweisen durch Bescheid der zuständigen Behörde mit Angabe des Fahrzeugherstellers),

5. Referenzen, dass der Bewerber Fahrzeugzulassungen nach den Vorgaben der BOStrab oder vergleichbare Zulassungen in Europa und/oder Schweiz erwirkt hat (nachzuweisen durch Bescheid der zuständigen Behörde mit Angabe des Fahrzeugherstellers),

6. Referenzen, dass der Bewerber ein Schienenfahrzeug mit ETCS für den Eisenbahnbetrieb erstausgerüstet oder nachgerüstet, diese ETCS-Ausrüstung erfolgreich zugelassen und in Betrieb genommen hat,

7. Referenzen, dass der Bewerber Auftragnehmer eines langfristigen Full-Service-Instandhaltungsvertrages für Triebfahrzeuge ist (d.h. mit einer Vertragslaufzeit der Instandhaltungsverpflichtung – einschließlich Verlängerungsoptionen – von mindestens 16 Jahren) und die Instandhaltungsverpflichtung bereits seit mindestens 5 Jahren läuft,

8. Referenzen, dass der Bewerber als Entity in Charge of Maintenance in den Funktionen 2 bis 4 zertifiziert ist (nachzuweisen durch gültiges Zertifikat).

Bei den Referenzen nach Ziff. 1-7 ist jeweils ein Ansprechpartner bei dem jeweiligen Auftraggeber der als Referenz genannten Aufträge anzugeben.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Bieter sowie deren Nachunternehmen und Verleihunternehmen, soweit diese bereits bei Angebotsabgabe bekannt sind, haben bei Angebotsabgabe die erforderlichen Verpflichtungserklärungen gemäß § 3 Abs. 1 bis 3 oder § 4 Abs. 1 Landestariftreue- und Mindestlohngesetz Baden Württemberg (LTMG BW) abzugeben. Bieter müssen sich gemäß § 6 Abs. 2 LTMG BW außerdem verpflichten, die Erfüllung der Verpflichtungen nach den §§ 3 und 4 durch die Nachunternehmen sicherzustellen und dem öffentlichen Auftraggeber Tariftreue- und Mindestentgelterklärungen der Nachunternehmen vorlegen. Auf § 5 Abs. 4 LTMG BW wird hingewiesen.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 154-376525
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 09/11/2020
Ortszeit: 14:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 18/11/2020
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/12/2021

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Die VBK wird als Federführer im Vergabeverfahren tätig.

2. Die Bieterkommunikation findet ausschließlich über das unter I.3) genannte Vergabeportal statt.

3. Mit dem Teilnahmeantrag sind für die Verfahrensdauer ein verantwortlicher, deutschsprachiger Ansprechpartner sowie dessen Vertreter nebst Kontaktdaten (mind. Name, Anschrift, Tel., E-Mail) zu benennen.

4. Die Teilnahmeanträge sind über das unter I.3) genannte Vergabeportal einzureichen.

5. Bei Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag die Vollmacht und eine von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft rechtsverbindlich unterzeichnete Erklärung vorzulegen. Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft haften gesamtschuldnerisch.

6. Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs beginnt das eigentliche Verhandlungsverfahren mit der Veröffentlichung vorläufiger Vergabeunterlagen und der Aufforderung der Bieter, auf dieser Grundlage erste ind. Angebote abzugeben. Die Bieter dürfen die Verträge und Vertragsanlagen durch Abgabe von Optimierungsvorschlägen mitgestalten, um in erster Linie die Wirtschaftlichkeit und Angebotsqualität zu verbessern. Anschließend verhandeln Auftraggeber und Bieter auf Basis der vorläufigen Vergabeunterlagen, ind. Angebote und eingegangene Optimierungsvorschläge. Hieran können sich eine oder mehrere ind. Angebotsphasen mit anschließenden Verhandlungen anschließen. Nach Abschluss der Verhandlungen werden die Auftraggeber die Verträge, Vertragsanlagen, Anforderungen an die Angebote sowie die Verfahrensbedingungen und Kriterien ggf. konkretisieren und die Bieter auffordern, auf dieser Basis rechtsverbindliche Angebote abzugeben. Der Zuschlag wird voraussichtlich im Herbst 2021 erfolgen.

7. Die Auftraggeber werden den Vorgaben in § 41 VgV dadurch nachkommen, dass sie auf der unter I.3) genannten Website den derzeit vorhandenen Teil der Vergabeunterlagen zur Verfügung stellt. Da die Auftraggeber wegen nicht abschließend beschreibbarer Leistung ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchführen, erfüllt dies die Anforderungen des § 41 VgV. Ziel des Verhandlungsverfahrens ist, die konkreten Anforderungen an die Leistung mit den Bietern gemeinsam im Rahmen eines dynamischen Prozesses zu konkretisieren. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen deshalb zahlreiche Unterlagen noch nicht fest.

8. Die Auftraggeber behalten sich insbesondere vor, das Verfahren ganz oder teilweise aufzuheben, wenn:

a) die notwendigen Gremienentscheidungen nicht vorliegen oder

b) keines der wertbaren Angebote einen Preis ausweist, das den Aufhebungswert unterschreitet, den jeder Auftraggeber für die von ihm zu beschaffenden Leistungen bestimmt hat.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Fax: +49 721926-3985
Internet-Adresse: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Das Verfahren für Verstöße gegen diese Vergabe richtet sich nach den Vorschriften der §§ 160 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 160 ff. GWB verwiesen. Insbesondere weisen die Auftraggeber darauf hin, dass der Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der Auftraggeber, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist. Vergabeverstöße sind nach § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB vor Einreichen des Nachprüfungsantrags innerhalb von 10 Kalendertagen nach dem der Bieter den Verstoß erkannt hat, bei den Auftraggebern zu rügen. Vergabeverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der Teilnahmefrist nach IV.2.2) bei den Auftraggebern zu rügen.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Fax: +49 721926-3985
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
08/10/2020