Lavori - 514749-2019

31/10/2019    S211

Deutschland-Mannheim: Seilbahnsysteme

2019/S 211-514749

Auftragsbekanntmachung

Bauauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH
Postanschrift: E 3, 1a-2
Ort: Mannheim
NUTS-Code: DE126 Mannheim, Stadtkreis
Postleitzahl: 68159
Land: Deutschland
E-Mail: buga2023@mannheim.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.buga2023.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y9PDHXM/documents
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
Offizielle Bezeichnung: LUTZ | ABEL Rechtsanwalts PartG mbB
Postanschrift: Theodor-Heuss-Str. 9
Ort: Stuttgart
NUTS-Code: DE111 Stuttgart, Stadtkreis
Postleitzahl: 70174
Land: Deutschland
E-Mail: buga2023@lutzabel.com
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.lutzabel.com
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y9PDHXM
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Bundesgartenschau gGmbH
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Stadt- und Freiflächenentwicklung sowie Aufbau, Durchführung und Abwicklung einer Bundesgartenschau

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Planung, Bau, Betrieb und Rückbau einer Seilbahnanlage

Referenznummer der Bekanntmachung: 2019-005-VV_Seilbahn
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45234200 Seilbahnsysteme
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH plant für den Zeitraum der Bundesgartenschau 2023 den Personentransport zwischen den beiden BUGA-Ausstellungsbereichen Luisenpark und Spinelli-Gelände mit Hilfe einer Seilbahn durchzuführen. Die Leistungen werden im Rahmen einer Konzession vergeben.

Hierfür soll, unter Berücksichtigung der Vorgaben und Vorplanungen des AG, eine Einseilumlaufbahn genehmigungsfähig geplant, errichtet, während der Zeit der Bundesgartenschau betrieben und danach rückgebaut werden.

Die Umsetzung der gesamten Seilbahnanlage hat in Anlehnung die DIN 18040-3 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum zu erfolgen. Auf ein nach Norm taktiles Leitsystem sowie auf akustischen Hinweis an den Türen der Fahrzeuge kann verzichtet werden.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45234210 Seilbahnsysteme mit Kabinen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE126 Mannheim, Stadtkreis
Hauptort der Ausführung:

Bundesgartenschau Mannheim gGmbH E3, 1a-2, 68159 Mannheim, 68159 Mannheim, Luisenpark, Spinelli-Gelände

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Gegenstand des Verfahrens ist eine Konzession.

Bei der Ausschreibung handelt es sich um eine funktionale Ausschreibung, d. h. die grundlegenden Anforderungen, Rahmeneckpunkte und Leistungsgrenzen der gewünschten Seilbahnanlage werden beschrieben und dargestellt.

Der Konzessionsnehmer hat die komplette, Seilbahnanlage einschließlich der Erd- und Betonarbeiten für Gebäude und Strecke funktions- und betriebsfertig zu liefern. Der Transport der gesamten Anlagenteile zur Einbaustelle, die Montage, Betonarbeiten und alle Nebenarbeiten einschließlich der Erstellung der erforderlichen Statik für die Infrastruktur und die Bauteile der Seilbahnanlage sowie die Unterlagen zur Erlangung der Genehmigung und die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens sind durch den Konzessionsnehmer zu erbringen. Die Umsetzung der gesamten Seilbahnanlage hat in Anlehnung an die DIN 18040-3 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum zu erfolgen. Auf ein nach Norm taktiles Leitsystem sowie auf akustischen Hinweis an den Türen der Fahrzeuge kann verzichtet werden.

Gewünschtes Seilbahnsystem: Einseilumlaufbahn

Stationsgeschwindigkeit: kleiner, gleich 0,25 Meter/Sekunde am Trittbrett gemessen bei Fahrgeschwindigkeit von 6,0 m/s.

Förderkapazität:

Normalbetrieb: ca. 2 300 Personen pro Stunde je Richtung

Spitzenbetrieb: ca. 2 800 Personen pro Stunde je Richtung

Garagierung: Stationsgaragierung (bei nicht ausreichenden Platzverhältnissen ist ein Ausweichen auf Stichgleise möglich)

Fahrzeuge: Sitzplätze für mind. 10 Personen, mittlere Höhe der Kabinen mind. 2,00 Meter

Im Folgenden unterliegt dem Konzessionsnehmer der Betrieb, die Wartung und Instandhaltung sowie die Pflege der Betriebsbereiche der Seilbahnanlage während der Durchführung der Bundesgartenschau 2023 vom 1.4.23 bis zum bis 23.10. 23.

Betriebszeiten:

Vorbetrieb: 1.4.23 bis 19.4.23 von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Hauptbetrieb: voraussichtlich 20.4.23 bis 23.10.23 von 9:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Sonderbetrieb: 35 Tage bis 24:00 Uhr

Im Anschluss an die BUGA 2023 ist die Komplette Seilbahnanlage vom Auftragnehmer zu demontieren und abzutransportieren. Die Fundamente der Seilbahnanlage sind teilweise bis komplett abzubrechen, das anfallende Abbruch gut zu entsorgen und die zurückbleibenden Baubereiche aufzufüllen und entsprechend der angrenzenden Umgebung zu rekultivieren.

Am Ende der Ausschreibung wird eine Konzession zur Planung, Erstellung, Betrieb und Rückbau an den Bieter vergeben, der gemäß den Wertungskriterien das wirtschaftlichste Angebot unterbreitet hat.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/08/2020
Ende: 31/03/2024
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Nähere Regelungen finden sich in den Ausschreibungsunterlagen.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Mit dem Angebot sind Eigenerklärungen darüber vorzulegen, dass der Bewerber:

— dass der Bewerber in den letzten zwei Jahren nicht aufgrund eines Verstoßes gegen Vorschriften (z. B. § 23AEntG, § 21 MiLoG oder Vorschriften wegen illegaler Beschäftigung von Arbeitskräften), die zu einer Eintragung im Gewerbezentralregister geführt hat, mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2 500 EUR belegt worden ist,

— dass der Bewerber nicht zahlungsunfähig ist, dass über sein Vermögen kein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares Verfahren beantragt oder eröffnet worden ist, dass die Eröffnung eines solchen Verfahrensmangels Masse nicht abgelehnt worden ist, er sich nicht im Verfahren der Liquidation befinden oder seine Tätigkeit eingestellt ist, § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB,

— dass der Bewerber im Rahmen der beruflichen Tätigkeit nicht nachweislich eine schwere Verfehlung begangen haben, durch die die Integrität in Frage gestellt wird, § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB; das Verhalten einer rechtskräftig verurteilten Person ist einem Unternehmen zuzurechnen, wenn diese Person als für die Leitung des Unternehmens Verantwortlicher gehandelt hat; dazu gehört auch die Überwachung der Geschäftsführung oder die sonstige Ausübung von Kontrollbefugnissen in leitender Stellung, § 123 Abs. 3 GWB entsprechend

— dass kein zwingender Ausschlussgrund nach § 123 GWB vorliegt,

— dass die gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Ausführung der angebotenen Leistung erfüllt,

— dass der Bewerber in die Handwerksrolle, das Berufsregister oder das Register der Industrie- und Handelskammer seines Sitzes oder Wohnsitzes oder der nach Maßgabe der Rechtsvorschriften seines Landeszuständigen Stelle eingetragen ist,

— dass der Bewerber bei der Berufsgenossenschaft bzw. dem für ihn zuständigen Versicherungsträgerangemeldet ist.

Der Bewerber hat einen aktuellen Auszugs aus dem Handelsregister oder eine gleichwertige Urkunde oder Bescheinigung einer zuständigen Verwaltungsbehörde oder eines Gerichts des Herkunftslandes des Bewerbers, soweit aufgrund der Unternehmensform des Bewerbers eine Eintragung vorgesehen (nicht älter als 6 Monate, maßgeblich ist der vorliegend benannte Termin für die Einreichung der Teilnahmeanträge, Kopie ausreichend, bei fremdsprachigen Dokumenten mit deutscher Übersetzung. Bei Bewerbergemeinschaften gilt dies für sämtliche Mitglieder der Bewerbergemeinschaft.

Eigenerklärung des Bewerbers, dass er von keiner gesellschafts-/konzernrechtlichen oder persönlichen Verflechtungen mit anderen Architektur-/Ingenieurbüros oder mit Bau- oder Lieferfirmen betroffen ist, welche geeignet sind, im Auftragsfall bei einem Auftraggeber die Besorgnis eines gegenwärtigen oder künftigen Interessenkonflikts auszulösen. Der Auftraggeber behält sich vor, eine Offenlegung der Gesellschafts- und Konzernstruktur nachträglich zu fordern.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Es muss eine Bescheinigung über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung mit Mindest-Deckungssummen von 20 Mio. EUR für Personenschäden sowie 20 Mio. EUR für Sach-, Vermögens- und sonstige Schäden oder Erklärung der Versicherung, dass im Auftragsfalle eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen wird, vorliegen. Die Versicherung hat eine Nachhaftung von mindestens 5 Jahren vorzusehen,

— Auflistung Gesamtjahresumsatz netto der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre,

— Eigenerklärung zum Umsatz des Bewerbers (EUR, netto), der auf Leistungen entfällt, die mit den vorliegend ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind, aufgeteilt für die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Mindestumsatz des Seilbahnherstellers: pro Jahr 60 Mio. EUR in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Angaben zu realisierten oder in der Realisierung weit fortgeschrittenen Referenzprojekten des Bewerbers/Bewerbergemeinschaft, bei denen in Art und Umfang mit der vorliegend ausgeschriebenen Leistung vergleichbare Leistungen durchgeführt wurden. Zulässig sind Referenzprojekte, deren Inbetriebnahme nach dem 1.1.2009 erfolgte.

Die Referenzprojekten müssen als Auftragsgegenstand/Konzessionsgegenstand die Planung und Ausführung von Seilbahnen im europäischen Raum nach CEN und einem Gesamtwert der Seilbahntechnik von mindestens 5 Mio. EUR, jeweils mit Angabe des Auftraggebers inkl. Ansprechpartner und Kontaktdaten beinhalten.

— Anzahl der qualifizierten Mitarbeiter in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, unterteilt in Berufsgruppen

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

— 1 Projekt einer Einseilumlaufbahn mit Fahrzeugen für 10 Personen oder größer im europäischen Raum,

— 1 realisiertes GU-Projekt (Luftseilbahn), welches in den Jahren 2009 bis 2019 im europäischen Raum realisiert wurde,

— 1 Projekt, welches über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr im Zeitraum 2009 bis 2019 im europäischen Raum vom Auftragnehmer direkt oder einer seiner Tochtergesellschaften betrieben wurde und in einem zusammenhängenden Zeitraum von 6 Monaten mindestens 1,5 Mio. Fahrgäste befördert wurden

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 11/12/2019
Ortszeit: 09:15
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 14/01/2020
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/10/2020

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXP4Y9PDHXM

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
Telefon: +49 721-9268730
Fax: +49 721-9263985
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen und Rügen ergeben sich aus § 160 Abs. 3 GWB. Soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind, ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig. Für die Einlegung von Rechtsbehelfen gelten u. a. die folgenden Regelungen des GWB:

§ 134 GWB Informations- und Wartepflicht

(1) Öffentliche Auftraggeber haben die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist.

(2) Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach Absatz 1 geschlossen werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf § 101 a Informations- und Wartepflichtzehn Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.

(3) Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist. Im Fall verteidigungs- oder sicherheitsspezifischer Aufträge können öffentliche Auftraggeber beschließen, bestimmte Informationen über die Zuschlagserteilung oder den Abschluss einer Rahmenvereinbarung nicht mitzuteilen, soweit die Offenlegung den Gesetzesvollzug behindert, dem öffentlichen Interesse, insbesondere Verteidigungs- oder Sicherheitsinteressen, zuwiderläuft, berechtigte geschäftliche Interessen von Unternehmen schädigt oder den lauteren Wettbewerb zwischen ihnen beeinträchtigen könnte.

§ 135 GWB Unwirksamkeit

(1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber

1) gegen § 134 verstoßen hat oder

2) den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist,

Und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

(3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn

1) der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,

2) der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag ab-zuschließen, und

3) der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens zehn Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
28/10/2019