Dienstleistungen - 547185-2019

19/11/2019    S223    Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Ettlingen: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen

2019/S 223-547185

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Ettlingen – Justitiariat – Zentrale Vergabestelle
Postanschrift: Marktplatz 2
Ort: Ettlingen
NUTS-Code: DE123 Karlsruhe, Landkreis
Postleitzahl: 76275
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Peter von Vietinghoff
E-Mail: vergabe@ettlingen.de
Telefon: +49 7243/1018922
Fax: +49 7243/101583

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://WWW.ETTLINGEN.DE

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.subreport.de/E24673513
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Wiederherstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes an der Alb für die Städte Ettlingen und Karlsruhe

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Landschaftsplanerische Leistungen, die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die Wiederherstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes an der Alb für die Städte Ettlingen und Karlsruhe zu erbringen sind. Optional: Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP) für Ausgleichs- und Kohärenzmaßnahmen und die ökologische Fachbauleitung für die Umsetzung von Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
71313440 Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Umweltfolgenabschätzung im Bau
90711400 Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Umweltfolgenabschätzung in anderen Bereichen als dem Bausektor
90721000 Dienstleistungen im Bereich Umweltsicherheit
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE123 Karlsruhe, Landkreis
Hauptort der Ausführung:

Karlsruhe, Ettlingen FFH-Gebiet DE 7116-341 „Albtal mit Seitentälern“ FFH-Gebiet 7016-341 „Hardtwald zwischen Karlsruhe und Muggensturm“ FFH-Gebiet 7016-343 „Oberwald und Alb in Karlsruhe“

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Landschaftsplanerischen Leistungen, die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die Wiederherstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes an der Alb für die Städte Ettlingen und Karlsruhe zu erbringen sind. Optional: Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP) für Ausgleichs- und Kohärenzmaßnahmen und die ökologische Fachbauleitung für die Umsetzung von Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Die zu erbringenden Leistungen umfassen (Leistungsstufe I):

– Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP),

– Umweltverträglichkeitsstudie (UVS),

– Verträglichkeitsuntersuchung für das FFH-Gebiet „Albtal mit Seitentälern“,

– Vorprüfungen für das FFH-Gebiet „Hardtwald zwischen Karlsruhe und Muggensturm“ und das FFH-Gebiet „Oberwald und Alb in Karlsruhe“,

– Fachbeitrag Artenschutz,

– floristische Erhebungen,

– Faunistische Erhebungen,

– Landschaftsbildvisualisierungen,

– Mitwirkung bei der Suche von Ausgleichsflächen,

– Mitwirkung im Planfeststellungsverfahren.

Die Leistungsstufe II umfasst optionale Leistungen, die der AG beabsichtigt zu vergeben:

– Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP) für Ausgleichs- und Kohärenzmaßnahmen,

– ökologische Fachbauleitung für die Umsetzung der Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Das Projekt wird gemeinsam von den Städten Ettlingen und Karlsruhe durchgeführt, wobei die Stadt Ettlingen die Federführung für die Durchführung des Vergabeverfahrens und den Abschluss des Vertrages übernimmt. Sie wird somit Vertragspartner und Rechnungsempfänger des zukünftigen Auftragnehmers.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/04/2020
Ende: 31/07/2020
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Es ist vorgesehen, dass die Untersuchungs- und Planungsleistungen bis Ende Juli 2020 abgeschlossen sind. Die Dauer der Tätigkeiten können sich projektbedingt, insb. wegen behördlichen Fristen verzögern.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Leistungsstufe II:

– Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP) für Ausgleichs- und Kohärenzmaßnahmen,

– ökologische Fachbauleitung für die Umsetzung der Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Diese Vergabe ist Teil einer Gesamtmaßnahme, weitere erforderliche Dienstleistungen zur Umsetzung des Gesamtprojektes werden gesondert ausgeschrieben.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

1) Eintragung in Berufs- oder Handelsregister, soweit Eintragungspflicht besteht;

2) Nachweis zu folgender Berufsqualifikation:

— Landschaftsarchitekt, Landschaftsplaner, Ingenieur

— Qualifikation für Fachbeitrag Artenschutz/Floristische/Faunistische Untersuchungen: Abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbare Ausbildung zu den Fachrichtungen Bachelor oder vergleichbare Ausbildung in Landschaftsökologe, Naturschutz und Landnutzungsplanung, Naturschutz und Landschaftspflege oder Ökologie und Umweltplanung oder Biologie.

Ist die Berufsbezeichnung im jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung der RL 2005/36/EG geändert durch RL 2013/55/EU entspricht.

Juristische Personen sind berechtigt, wenn für die Durchführung der Aufgabe ein verantwortlicher Bearbeiter benannt werden kann, der die vorstehenden Voraussetzungen erfüllt. Die Anforderungen sind auch durch eine Bietergemeinschaft nachzuweisen. Mindestens ein Mitglied muss diese Anforderung erfüllen.

Der Nachweis ist zu erbringen durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung (Kopie). Die Anforderungen sind auch durch eine Bietergemeinschaft nachzuweisen. Mindestens ein Mitglied muss diese Anforderung erfüllen.

Abgabe Eigenerklärungen zu §§ 123 und 124 GWB und LMTG gemäß Formularsammlung zum Teilnahmeantrag (abrufbar).

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Durchschnittlicher Mindestumsatz in den letzten 3 Kalenderjahren (2016-2018) 250 000 EUR netto.

Nachweis bestehender Haftpflichtversicherung (in Kopie) mit einer Mindesthöhe für Personen- und Sachschäden: 1 000 000 EUR für Vermögensschäden: 250 000 EUR Die vorstehend genannten Deckungsbeträge müssen pro Versicherungsjahr mindestens 2 Mal zur Verfügung stehen.

Bei Bewerbergemeinschaften ist der Versicherungsnachweis für jedes Mitglied zu führen.

Im Falle einer geringeren Deckung der Haftpflichtversicherung ist eine Bestätigung der Versicherung ausreichend, dass im Auftragsfall die Deckungssumme entsprechend erhöht werden kann.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Eigenerklärung, dass der Bewerber über die erforderlichen personellen und technischen Mittel verfügt, um den Auftrag ordnungsgemäß auszuführen.

Eigenerklärung: Beschreibung zur Einrichtung und Einhaltung von praxisgerechten Qualitätssicherungsmaßnahmen für das Unternehmen, welches die Leistungsbereiche 2.1, 2.2, 2.3 und 3 der Leistungsbeschreibung erbringen wird. Soweit eine Zertifizierung (z. B. DIN ISO EN 9001 2015) vorliegt, genügt die Einreichung einer entsprechenden Kopie. Das eigene Qualitätssicherungsmanagement muss nicht voll umfänglich den Anforderungen der vorgenannten Norm entsprechen, aber sich an den Grundlagen orientieren.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Eigenerklärung über mindestens 2 Referenzen der im Wesentlichen in den Jahren 2010-2019 erbrachten vergleichbaren Leistungen. Hierbei kommt es nicht auf den Beginn und das Ende der Gesamtprojekte an, sondern auf den jeweiligen Leistungsteil.

Vergleichbare Referenzen liegen vor, wenn sie sich auf landschaftsplanerische Leistungen nebst Erhebungen und dazugehörige Leistungen für ein Hochwasserschutzprojekt in einem Gebiet mit den folgenden Flächengrößen für ein verwaltungsrechtliches Prüfverfahren beziehen:

Landschaftspflegerischer Begleitplan (LPB) – ca. 250 ha Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) – ca. 250 ha FFH-Gebiet – ca. 750 ha Fachbeitrag Artenschutz – ca. 250 ha Floristische Erhebungen – ca. 25 ha Faunistische Erhebungen – ca. 25 ha.

Die vorgenannten Leistungen können sich auch auf unterschiedliche Projekte beziehen. Das gilt insbesondere Nachunternehmern, die sich im Wege der Eignungsleihe an diesem Vergabeverfahren beteiligen.

Bei Bewerbergemeinschaften muss die Referenz durch ein Mitglied der Gemeinschaft (d. h. nicht durch jedes einzelne Mitglied) erbracht worden sein.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Einhaltung der Tariftreue- und Mindestentgeltverpflichtung nach dem LTMG Baden-Württemberg.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 16/12/2019
Ortszeit: 08:30
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1) Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Unternehmens unvollständige, unklare oder fehlerhafte Regelungen oder werfen sie Fragen auf, die die Erstellung des Teilnahmeantrags beeinflussen können, so hat das Unternehmen den Auftraggeber unverzüglich, jedoch spätestens 10 Kalendertage vor Ablauf der Antragsfrist darauf hinzuweisen bzw. entsprechende Fragen zu stellen;

2) Der Auftraggeber kann von der Beantwortung von Fragen absehen, die nach diesem Zeitpunkt gestellt werden;

3) Fragen und Antworten werden ausschließlich über das Vergabeportal abgewickelt. Mündliche oder telefonische Auskünfte sind unverbindlich;

4) Es liegt im Verantwortungsbereich der Unternehmen, sich eigenständig Kenntnis über evtl. Fragen, Antworten, Ergänzungen oder Korrekturen der Vergabeunterlagen zu verschaffen, die im Vergabeportal eingestellt werden.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg, Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721926-8730
Fax: +49 721926-3985

Internet-Adresse: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Wenn der Zuschlag bereits wirksam erteilt worden ist, kann dieser nicht mehr vor der Vergabekammer angegriffen werden (§ 168 Abs. 2 Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Kalendertage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder per E-Mail bzw. 15 Kalendertage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post (§ 134 Abs. 2 GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis bzw. – soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind – bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nrn. 1 bis 3 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der Stadt, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB). Des Weiteren wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
14/11/2019