Dienstleistungen - 564753-2019

28/11/2019    S230

Deutschland-Hamburg: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

2019/S 230-564753

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Beschaffungsstelle für BSW und BUE
Postanschrift: Neuenfelder Straße 19
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Postleitzahl: 21109
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Beschaffungsstelle für BSW und BUE
E-Mail: beschaffungsstelle@bsw.hamburg.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.hamburg.de/bsw/

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Dioxinfund Boberger Niederung – Sanierungsuntersuchung (Detailerkundung, technische Erkundung und Aufstellen eines Sanierungskonzeptes für die herausgearbeitete Vorzugsvariante)

Referenznummer der Bekanntmachung: BUE-VV-N2-302-19
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Im Rahmen einer Routinebeprobung im Hamburger Südosten wurde im Mai 2018 ein Waldstück am Rand der Boberger Niederung beprobt. Bei der Auswertung der Analysen war ein hoher EOX-Wert auffällig, weitere Untersuchungen ergaben, dass es sich um eine Bodenbelastung mit Dioxin in Höhe von 721 000 ng I-TEq/kg im oberen und 432 400 ng I-TEq/kg im mittleren Horizont handelt. Im Rahmen von Sofortmaßnahmen im Zuge der Gefahrenabwehr wurden die betroffene Fläche und die angrenzenden Bereiche großräumig abgesperrt. Anschließend wurde auf einer ca. 4 Hektar großen Fläche über 900 Bodenproben genommen. Die Analysenergebnisse der beprobten oberen Bodenschichten zeigen eine räumlich begrenzte, hohe Belastung mit Dioxinen im östlichen Teil der Böschung, während die Belastung Richtung Westen abnimmt. Die Messwerte überschreiten den Maßnahmewert der BBodSchV für den Pfad Boden/Mensch auf Freizeitflächen deutlich und machen weitere Maßnahmen erforderlich.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 186 301.25 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
71318000 Beratungsdienste von Ingenieurbüros
71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
71350000 Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen im Ingenieurwesen
71351500 Bodenuntersuchungen
71352000 Untergrunduntersuchungen
71356400 Technische Planungsleistungen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Hauptort der Ausführung:

Hamburg

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Das Ingenieurbüro soll für die mit Dioxinen kontaminierte Fläche in der Boberger Niederung die Detailerkundung sowie die weitere technische Erkundung durchführen. Dafür muss ein Untersuchungsprogramm aufgestellt werden um die Tiefenverteilung der Kontamination im Gebiet zu erfassen, was eine Bohrtiefe von ca. 10-15 m bis zum gewachsenen Boden bedeutet. Die zu vergebenen Leistungen umfassen die Konzeption, Planung und Unterstützung bei der Ausschreibung der Bohrarbeiten sowie dem Probentransport.

Die daran anschließende Sanierungsuntersuchung umfasst die technische Erkundung, die Untersuchung der Grundwasserstände und -pfade sowie eine Vermessung des Gebietes.

Insgesamt sind beim Arbeiten auf der AvF strenge Auflagen für Arbeits- und Gesundheitsschutz zu beachten, was bei der fachtechnischen Begleitung und Planung zu berücksichtigen ist.

Anhand dieser und der bereits erhobenen Daten des Gebiets sollen die Sanierungsvarianten, mit denen die Sanierungsziele erreicht werden können (mindestens 3, jedoch bei Bedarf noch weitere) erarbeitet und bewertet werden. Ziel der Untersuchungen und Auswertungen ist es, einen Kostenrahmen für die Sanierung und die herausgearbeitete Vorzugsvariante abschätzen zu können.

Jeder Arbeitsschritt erfolgt in enger Abstimmung und Rücksprache mit dem AG.

Der Auftragnehmer verpflichtet sich, einen Stundenzettel zu führen, der jeweils zum Monatsende dem Auftraggeber zu übergeben ist. Der Stundenzettel gibt über Zeitpunkt und Dauer des Arbeitseinsatzes sowie über die Art der erbrachten Leistung Auskunft.

Zu den optionalen Leistungen s. II 2.11.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Konzeptionelle Angaben / Gewichtung: 70
Preis - Gewichtung: 30
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Als Option enthält die Ausschreibung den Punkt der Sanierungsplanung der noch herauszuarbeitenden Vorzugsvariante. Die Entscheidung über die Vergabe der Option „Sanierungsplanung“ ist davon abhängig, ob im Rahmen der Prüfung der Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit des ausgearbeiteten Sanierungskonzeptes eine Notwendigkeit für die Maßnahme bejaht wird. Es ist in diesem Fall beabsichtigt, die Sanierungsplanung nach erfolgreicher Bearbeitung der Vorplanung an denselben Auftragnehmer zu vergeben. Die Option Sanierungsplanung umfasst die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, sowie die Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphasen 3-7 § 42 HOAI 2013) der zuvor mit dem AG abgestimmten Vorzugsvariante.

Die Option „Sanierungsplanung“ nach Absprache mit dem AG im Anschluss an die abgeschlossene Sanierungsuntersuchung innerhalb von 24 Monaten zu erbringen.

Als weitere Option ist die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Terminen zur Information der Öffentlichkeit sowie das Erstellen von Präsentationen oder Kartenmaterial enthalten. Je nach Bedarf sind weitere Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsinformation zum Thema Sanierung und weiteres Vorgehen fachlich vorzubereiten und zu begleiten. Die Beauftragung dieser Option ergibt sich aus den weiteren Ergebnissen der Detailerkundung, sofern eine weitere Gefährdung der Öffentlichkeit zu besorgen ist. Die Option „Öffentlichkeitstermin“ ist nach Bedarf Mitte der zweiten Jahreshälfte zu erbringen.

Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung mit den optionalen Leistungen besteht nicht. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die optionalen Leistungen zu erbringen, wenn er von der Auftraggeberin innerhalb von 24 Monaten nach Fertigstellung der Leistungen damit beauftragt wird.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Für das Verhandlungsverfahren gelten die Teilnahmebedingungen für den Teilnahmewettbewerb der Freien und Hansestadt Hamburg

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 112-275266
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:

Dioxinfund Boberger Niederung – Sanierungsuntersuchung (Detailerkundung, technische Erkundung und Aufstellen eines Sanierungskonzeptes für die herausgearbeitete Vorzugsvariante)

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
20/11/2019
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 3
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: melchior + wittpohl Ingenieurgesellschaft GbR
Postanschrift: Rödingsmarkt 43
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE60 Hamburg
Postleitzahl: 20459
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 186 301.25 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer bei der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Postanschrift: Neuenfelder Straße 19
Ort: Hamburg
Postleitzahl: 21109
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@bsw.hamburg.de
Telefon: +49 40428402441
Fax: +49 40427310499
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die Rügeobliegenheit der Unternehmen/Bewerber/Bieter sowie auf die Präklusionsregelung gemäß § 160 Abs. 3 S.1 Nr. 1 bis Nr. 4 GWB hinsichtlich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin. § 160 Abs. 3 S. 1 GWB lautet: Der Antrag(auf Nachprüfung) ist unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung benannten Fristen zur Angebotsabgabe oder zur Bewertung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 1 GWB bleibt unberührt.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
26/11/2019