Dienstleistungen - 572526-2019

03/12/2019    S233    Dienstleistungen - Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit - Entfällt 

Deutschland-München: Dienstleistungen von Architekturbüros und Bauabnahme

2019/S 233-572526

Bekanntmachung einer Änderung

Änderung eines Vertrags/einer Konzession während der Laufzeit

Rechtsgrundlage:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Staatliches Bauamt München 1
Postanschrift: Peter- Auzinger- Straße 10
Ort: München
NUTS-Code: DE212
Postleitzahl: 81547
Land: Deutschland
E-Mail: vergabe@stbam1.bayern.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://my.vergabe.bayern.de

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Objektplanung Gebäude nach § 33ff HOAI, Sanierungsmaßnahmen insbesondere Brandschutzsanierung Gebäude Alexandrastr.3 für das Landesamt für Finanzen

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71251000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE212
Hauptort der Ausführung:

München

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags:

Das Gebäude Alexandrastr. 3 wurde 1963/1964 errichtet. Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoss und 4 Obergeschossen. Das Gebäude ist voll unterkellert. Im Kellergeschoss befinden sich Lagerräume, Technikräume, ein Archiv und die Tiefgarage.

Im Zuge der Gesamtsanierungsmaßnahmen im Gebäude sind insbesondere Brandschutzmaßnahmen Gegenstand des vorliegenden Vertrages, außerdem auch eine Schadstoffsanierung und eine WC-Sanierung, des Weiteren sind Teeküchen und ein barrierefreies WC nach DIN 18040-1 zu planen.

Es ist geplant, das Gebäude in 3 Bauabschnitten, geschossweise zu sanieren. Bei der Durchführung der einzelnen Bauabschnitte sind die entsprechenden Etagen jeweils leergeräumt, das heißt, es findet keine Nutzung im Sanierungs-Abschnitt (-Bereich) statt. In den restlichen Gebäudebereichen wird der Betrieb jeweils aufrechterhalten.

Der Vertrag beinhaltet die hierfür notwendigen Planungsleistungen Objektplanung Gebäude gem. §33ff HOAI i. V. m. Anlage 10 HOAI, die Koordination der fachlich Beteiligten ist demgemäß Grundleistung.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 5 Mio. EUR.

II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession
Laufzeit in Monaten: 55
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Auftrags-Nr.: 16D2119
Bezeichnung des Auftrags:

Landesamt für Finanzen, Sanierungsmaßnahmen insbesondere Brandschutzmaßnahmen Gebäude Alexandrastr. 3

V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag des Abschlusses des Vertrags/der Entscheidung über die Konzessionsvergabe:
28/11/2019
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag/Die Konzession wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Bausback
Ort: München
NUTS-Code: DE212
Postleitzahl: 80634
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (zum Zeitpunkt des Abschlusses des Auftrags;ohne MwSt.)
Gesamtwert der Beschaffung: 470 000.00 EUR

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Südbayern
Ort: München
Postleitzahl: 80534
Land: Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Der Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe. Der Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Staatliches Bauamt München 1
Postanschrift: Peter- Auzinger- Str. 10
Ort: München
Postleitzahl: 81547
Land: Deutschland
E-Mail: vergabe@stbam1.bayern.de
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
28/11/2019

Abschnitt VII: Änderungen des Vertrags/der Konzession

VII.1)Beschreibung der Beschaffung nach den Änderungen
VII.1.1)CPV-Code Hauptteil
71251000
VII.1.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
VII.1.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE212
Hauptort der Ausführung:

München

VII.1.4)Beschreibung der Beschaffung:

Objektplanung Gebäude nach §§ 33 ff HOAI. Leistungsphasen 1-9 (unverändert)

Parallel muss nun ergänzend das Datennetzwerk erneuert und die gesamte Elektrische Anlage auf den Stand der Technik gebracht werden, zuzüglich der dadurch ausgelösten notwendigen Mehrungen bei den flankierenden Hochbaumaßnahmen.

Es ist nun geplant, das Gebäude in 5 Bauabschnitten anstatt in 3 Abschnitten aber weiterhin geschossweise zu sanieren.

Die Maßnahme ist nun im laufenden Betrieb umzusetzen. Bei der Durchführung der einzelnen Bauabschnitte sind die entsprechenden Etagen jeweils leergeräumt, das heißt, es findet keine Nutzung im Sanierungs-Abschnitt (-Bereich) statt. In den restlichen Gebäudebereichen wird der Betrieb jeweils aufrechterhalten.

Gesamtkosten nun 10,6 Mio. einschl. Indexerhöhung.

VII.1.5)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession
Laufzeit in Monaten: 87
VII.1.6)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 772 300.00 EUR
VII.1.7)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Bausback Architekten
Ort: München
NUTS-Code: DE212
Postleitzahl: 80634
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
VII.2)Angaben zu den Änderungen
VII.2.1)Beschreibung der Änderungen
Art und Umfang der Änderungen (mit Angabe möglicher früherer Vertragsänderungen):

Im Zuge der fortschreitenden Planung muss der Umfang der Gesamtmaßnahme im Bereich techn. Ausrüstung Elektro erweitert werden, die Datenleitungen und die Gebäudeelektrik sollen nun zusätzlich erneuert werden. Die Notwendigkeit hierfür konnte erst im Zuge der fortschreitenden Gesamtplanung festgestellt werden. Der ursprüngliche Vertragsinhalt sind „Sanierungsmaßnahmen insbesondere Brandschutzmaßnahmen". Diese Leistungserweiterung im Elektrobereich ist eine Sanierungsmaßnahme im vertraglichen Sinne, da die Brandschutzsanierung aufgrund der Bezeichnung „insbesondere" lediglich als eine unter mehreren einzelnen Sanierungsmaßnahmen zu sehen ist. Somit sind aufgrund der vertraglich mit umfassten Erweiterung im Elektrobereich in Folge die hochbauseitig nun zusätzlich notwendigen Koordinationsleistungen ebenfalls vom vorliegenden, ursprünglichen Vertrag mit umfasst. Der thematische Inhalt der ursprünglich beauftragten Architektenleistungen, also die originären Planungsleistungen bleiben trotz dieser umfänglichen Änderungen im Bereich der TGA Elektro unverändert. Hinzukommen lediglich unwesentliche, flankierende Maßnahmen als Folge dieser nun umfassenden Elektrosanierung. Der vertragliche Leistungsteil der „Koordination der fachlich Beteiligten" bleibt als grundsätzliche vertragliche Leistungspflicht ebenfalls unverändert. Die Koordination des TGA- Planers Elektro ist bereits Vertragsgegenstand des ursprünglichen Vertrages. Die vorliegende Erweiterung der Koordinationsleistung des Objektplaners und die damit einhergehende Erhöhung der Vergütung ist also lediglich eine Folge der Erweiterung der Elektroplanung.

Bei der Vergabe des ursprünglichen Auftrages hätte diese Änderung keine Änderung des Bieterkreises ermöglicht, auch hätten sich die Zuschlagskriterien nicht geändert und dadurch einen anderen Zuschlag ermöglicht. auch wäre nicht das Interesse anderer Bieter geweckt worden, da sich die Erweiterung ausschließlich auf Koordinationsleistungen und nicht auf die originären Leistungen eines Objektplaners beziehen. Das wirtschaftliche Gleichgewicht des Auftrags wird nicht verschoben, da mit der Erhöhung der Vergütung auch eine vermehrte Leistungspflicht im Koordinationsbereich einhergeht.

VII.2.2)Gründe für die Änderung
Notwendigkeit zusätzlicher Bauarbeiten, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer/Konzessionär (Artikel 43 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/23/EU, Artikel 72 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/24/EU, Artikel 89 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/25/EU)
Beschreibung der wirtschaftlichen oder technischen Gründe und der Unannehmlichkeiten oder beträchtlichen Zusatzkosten, durch die ein Auftragnehmerwechsel verhindert wird:

Ein Wechsel des Auftragnehmers kann aus wirtschaftlichen und technischen Notwendigkeiten nicht erfolgen und wäre nicht nur mit erheblichen Schwierigkeiten sondern auch mit beträchtlichen Zusatzkosten für den Bauherrn verbunden. Die Planung ist sowohl im originären Planungsbereich der Objektplaners als auch im koordinativen Bereich weit fortgeschritten und bleibt durch die TGA- Erweiterung aber nahezu unverändert. Ein neuer Planer müsste sich aber in diese Planung samt koordinative Notwendigkeiten neu einarbeiten, die Eintaktung der neuen koordinativen Anforderungen ist für ihn erschwert, er kennt die Maßnahme ja nicht. Dies verursacht zeitliche Verzögerungen mit der ins gesamten Folge von Mehrkosten für den Bauherrn. Diese Unannehmlichkeiten und beträchtlichen Zusatzkosten verhindern den Auftragnehmer wechsel, denn dieser ist für den öffentlichen Auftraggeber wirtschaftlich und technisch (u. a. Planungsverzögerung auch bei den übrigen fachlich Beteiligten mit Mehrkosten!) nicht zumutbar.

VII.2.3)Preiserhöhung
Aktualisierter Gesamtauftragswert vor den Änderungen (unter Berücksichtigung möglicher früherer Vertragsänderungen und Preisanpassungen sowie im Falle der Richtlinie 2014/23/EU der durchschnittlichen Inflation im betreffenden Mitgliedstaat)
Wert ohne MwSt.: 470 000.00 EUR
Gesamtauftragswert nach den Änderungen
Wert ohne MwSt.: 772 000.00 EUR