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Dienstleistungen - 59219-2016

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20/02/2016    S36

Deutschland-Berlin: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

2016/S 036-059219

Auftragsbekanntmachung – Versorgungssektoren

Dienstleistungen

Richtlinie 2004/17/EG

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Offizielle Bezeichnung: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Postanschrift: Einkauf/ Bauvergabe, Gebäude B 027, 1. OG
Ort: Berlin
Postleitzahl: 2521
Land: Deutschland

Internet-Adresse(n):

Elektronischer Zugang zu Informationen: http://www.dtvp.de/Center/

Weitere Auskünfte erteilen:
Offizielle Bezeichnung: Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB, über das elektronische Vergabeportal, siehe hierzu Ziff. VI.3)
Postanschrift: Stadttor 1
Ort: Düsseldorf
Postleitzahl: 40219
Land: Deutschland
Internet-Adresse: http://www.dtvp.de

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: Offizielle Bezeichnung: Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB, über das elektronische Vergabeportal, siehe hierzu Ziff. VI.3)
Postanschrift: Stadttor 1
Ort: Düsseldorf
Postleitzahl: 40219
Land: Deutschland
Internet-Adresse: http://www.dtvp.de

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an:
Offizielle Bezeichnung: Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB
Postanschrift: Stadttor 1, Empfang 14. Etage West
Ort: Düsseldorf
Postleitzahl: 40219
Land: Deutschland
Zu Händen von: Herrn RA Dr. Hendrik Röwekamp

I.2)Haupttätigkeit(en)
Flughafenanlagen
I.3)Auftragsvergabe im Auftrag anderer Auftraggeber
Der Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber:
Generalplanung für die Errichtung des Terminals 3 durch einen Totalübernehmer.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 12: Architektur, technische Beratung und Planung, integrierte technische Leistungen, Stadt- und Landschaftsplanung, zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung, technische Versuche und Analysen
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Land Brandenburg, Landkreis Dahme – Spreewald.

NUTS-Code DE424 Dahme-Spreewald

II.1.3)Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft einen öffentlichen Auftrag
II.1.4)Angaben zur Rahmenvereinbarung
II.1.5)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH beabsichtigt, im Bereich des Piers Nord ein neues Terminal durch einen Totalübernehmer (TÜ) planen und errichten zu lassen. Für die Planung sowie Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens zur Auswahl des Totalübernehmers wird ein Generalplaner gesucht, der auf Basis der bereits bestehenden Planungen eine funktionale Leistungsbeschreibung für die Vergabe der notwendigen Planungs- und Bauleistungen zur betriebs- bzw. schlüsselfertigen Errichtung des Terminals erarbeitet und den Auftraggeber bei der Auswahl eines geeigneten Totalübernehmers unterstützt.
II.1.6)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen, 71320000 Planungsleistungen im Bauwesen, 71311240 Dienstleistungen im Flughafenbau

II.1.7)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): nein
II.1.8)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2)Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) beabsichtigt die Errichtung eines neuen Terminals, in dem 8 Millionen Pax/anno abgefertigt werden sollen, bei einer Spitzenstunde von jeweils 2 000 abfliegenden und ankommenden Passagieren. Ziel ist es, schlanke Prozesse bei einer hohen Produktivität und einer stetigen Auslastung zu ermöglichen. Die Inbetriebnahme ist 2019 vorgesehen. Ausgehend von der Passagierzahl ergibt sich eine notwendige BGF von etwa 45 000 m2. 2015 wurden die grundlegenden betrieblichen Anforderungen und ein Konzept für ein Funktionslayout erarbeitet, welche im Wesentlichen mit den Nutzergruppen der FBB und den für den Flughafenbetrieb relevanten Behörden abgestimmt sind.

Gegenstand des zu vergebenden Auftrags ist die Fortschreibung der vorliegenden Planungsunterlagen hin zu einem konsolidierten, mit Fachplanern und Nutzern abgestimmten Planungsstand (Leitkonzept) bzw. Projekthandbuch, die Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) zur Vergabe von Planung und Bauausführung des Terminals an einen Totalübernehmer (TÜ) sowie eine Unterstützung des Auftraggebers (AG) bei der Durchführung des Vergabeverfahrens bis zur Auftragserteilung an den TÜ.
Es ist Aufgabe des Auftragnehmers (AN), die technisch notwendigen Fachplanungen in das vorhandene Funktionslayout zu integrieren. Zu erwartende Änderungen der Nutzeranforderungen müssen vom AN koordiniert und in die Planungen und textlichen Beschreibungen eingearbeitet werden. Der Auftrag umfasst neben der Objektplanung vor allem alle erforderlichen Fachplanungsleistungen und deren Integration in den vorliegenden Planungsstand, so dass die aus der Haustechnik, der Gepäckfördertechnik, dem Brandschutz und der Statik resultierenden Notwendigkeiten und Qualitätsanforderungen noch vor Übergabe der Ausschreibungsunterlagen an die Bieter für den TÜ-Auftrag in die Gebäudezeichnungen und in die textlichen Beschreibungen integriert und ggf. angepasst werden. Ziel ist es, eine Vorplanung zu erhalten, in die die technischen Fachplanungen integriert sind. Dem AN werden keine weiteren Planer, Gutachter oder sonstigen Sonderfachleute durch den AG beigestellt. Der AN muss daher hinreichend fachkundige Personen zur Leistungserbringung bereitstellen, um sämtlichen Leistungsanforderungen der zur Erfüllung seiner Aufgabe erforderlichen Planungsdisziplinen und Gutachten vollständig gerecht zu werden.
Notwendig ist eine schnellstmögliche Planung, Vorbereitung und Umsetzung des Vergabeverfahrens, um Planung und Bau des Terminals an einen TÜ zu vergeben, so dass das Terminal-Gebäude rechtzeitig bis zu dessen vorgesehener Inbetriebnahme realisiert werden kann.
Die zu erbringenden Planungsleistungen beziehen sich unter anderem auf die Leistungsbilder
— Planung von Gebäuden und Innenräumen;
— Technische Ausrüstung bezogen auf alle Anlagengruppen;
— Tragwerksplanung;
— Brandschutz;
— Verkehrsplanung;
— Gepäckfördertechnik;
in den HOAI-Leistungsphasen 1, 2, 6 und 7 und ggf. Leitdetails.
Der AN muss die Notwendigkeit und den Umfang von SiGeKo-Leistungen auf Grundlage der BaustellVO prüfen und die Anforderungen an diese Leistungen in der FLB berücksichtigen. Weiter ist vom AN ein Konzept zur Baustelleneinrichtung/ Baustellenlogistik im Baufeld des Projekts zu erstellen und mit der FLB auszuschreiben.
Der AN hat zunächst eine den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechende, prinzipiell genehmigungsfähige Vorplanung des Terminals zu erstellen sowie eine umfassende, widerspruchsfreie funktionale Leistungsbeschreibung mit klaren Schnittstellen zu erarbeiten. Zweitens unterstützt er den Auftraggeber bei der Durchführung des Vergabeverfahrens zur Beauftragung eines TÜ.
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen: Option 1:
Der Auftraggeber ist berechtigt, den Auftragnehmer im Rahmen der Bauabwicklung mit der Erbringung von zusätzlichen Planungsleistungen gemäß den ursprünglich beauftragten Planungsleistungen zur Umsetzung von Änderungen infolge von Optimierungen oder Nutzer- oder Mietersonderwünschen etc. zu beauftragen.
Option 2:
Der Auftraggeber kann verlangen, dass der Auftragnehmer geänderte oder zusätzliche Leistungen erbringt, die erforderlich oder zweckmäßig sind, um das vertragsgegenständliche Bauvorhaben / die bauliche Anlage / technische Ausrüstung fertig zu stellen bzw. fertig zu planen, es sei denn, der Betrieb des Auftragnehmers ist auf eine entsprechende Leistung nicht eingerichtet.
Der Auftraggeber kann Anordnungen zu Art und Umfang der vertraglichen Leistungen, soweit geboten, auch hinsichtlich der Planungstermine und -zeiten (Beschleunigungsanordnungen etc.) treffen, wenn der Betrieb des Auftragnehmers auf die dafür erforderlichen Leistungen eingerichtet ist und sie unter Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht unzumutbar sind.
Die Vergütung für etwaige vorbenannte Anordnungen des Auftraggebers berechnet sich gemäß den im Vertrag getroffenen Abreden. Die Vergütung für die vorstehend aufgeführten geänderten oder zusätzlichen Leistungen erfolgt auf der Grundlage der Preisermittlungsgrundlagen des Hauptvertrages (Urkalkulation).
Der Auftragnehmer ist bei einer vorbenannten Anordnung des Auftraggebers zu einer genauen Ableitung der geltend gemachten Preisanpassung/Zusatzvergütung verpflichtet. Der Auftragnehmer hat daher in Bezug auf die im Nachhinein angeordneten geänderten oder zusätzlichen Leistungen aus den Preisermittlungsgrundlagen seine hierdurch geltend gemachten zusätzlichen Vergütungsansprüche durch Fortschreibung der betroffenen variablen Kosten (Personal-, Material- und Maschinenkosten) und der Fixkosten (allgemeine Geschäftskosten, Projektgemeinkosten, Wagnis und Gewinn) darzulegen.
Der Auftraggeber ist auch berechtigt, etwaige zusätzliche oder geänderte Leistungen auf Basis der zwischen den Parteien im Vertrag als Grundlage vereinbarten Stunden- oder Tagessätze sowie Nebenkostenpauschalen zu vergüten.
II.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung
Laufzeit in Monaten: 9 (ab Auftragsvergabe)

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Nettoabrechnungssumme eines in der Europäischen Union zugelassenen Kreditinstitutes oder Kreditversicherers mit allgemeinem Gerichtsstand in Deutschland.
III.1.2)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
Gemäß Vergabeunterlagen.
III.1.3)Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
— Gesellschaft bürgerlichen Rechts, gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter. Künftige Bietergemeinschaften müssen den „Teilnahmeantrag“ als Bewerbergemeinschaft einreichen.
— Zum Nachweis des Vorliegens einer Bewerbergemeinschaft muss eine ausdrückliche Erklärung der Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag eingereicht werden, in welcher die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft benannt werden sowie dasjenige Mitglied der Bewerbergemeinschaft, welches die Bewerbergemeinschaft im vorliegenden Vergabeverfahren gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt. Diese Erklärung ist durch alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zu unterzeichnen.
— Bewerbergemeinschaften haben außerdem mit dem Teilnahmeantrag ein Organigramm einzureichen, aus dem sich ergibt, für welche Teilbereiche die einzelnen Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zuständig sein sollen.
— Für den Teilnahmeantrag von Bewerbergemeinschaften stellt die Vergabestelle auf dem Vergabeportal (siehe hierzu Ziff. VI.3)) den Vordruck einer Bewerbergemeinschaftserklärung zur Verfügung.
III.1.4)Sonstige besondere Bedingungen:
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: ja
Darlegung der besonderen Bedingungen: — Sofern der Auftragnehmer aus einer Bietergemeinschaft in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts besteht, verpflichten sich die Gesellschafter der Gesellschaft bei einem insolvenzbedingten Ausscheiden eines Gesellschafters die Geschäftsanteile des ausscheidenden Gesellschafters im Wege einer Anwachsung gemäß § 730 BGB zu übernehmen und die vertraglich vereinbarten Leistungen bis zur Restfertigstellung vertragsgerecht zu erbringen.
— Sofern der Auftragnehmer eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist und die Gesellschaft nur aus zwei Gesellschaftern besteht, ist der Auftraggeber berechtigt, bei einem insolvenzbedingten Ausscheiden eines Gesellschafters der Gesellschaft die noch offenen restlichen Leistungen im Wege einer Gesamtrechtsnachfolge auf den verbliebenen Gesellschafter zu übertragen. Zur Aufrechterhaltung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist der Auftragnehmer mit Zustimmung des Auftraggebers berechtigt, einen neuen Gesellschafter in die Gesellschaft bürgerlichen Rechts aufzunehmen, sofern der neue Gesellschafter die im ursprünglichen Ausschreibungsverfahren geforderten wirtschaftlichen, technischen und personellen Mindestanforderungen vollumfänglich erfüllt.
— Der Auftraggeber ist nach einer etwaigen insolvenzbedingten oder aus sonstigen außerordentlichen wichtigen Gründen bedingten Kündigung des Vertrages mit dem Auftragnehmer berechtigt, die jeweils noch offenen Teilleistungen / Restleistungen, die vom Auftragnehmer mit den im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens benannten Nachunternehmern erbracht werden, im Wege einer gesamtschuldnerischen Rechtsnachfolge durch einseitige Erklärung (Option) auf die vorbenannten Nachunternehmer zu übertragen.
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Zur Beurteilung der persönlichen Lage hat jeder Bewerber/ jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag folgende Angaben/ Unterlagen vorzulegen:
1) Aktueller Auszug aus dem Handelsregister oder eine Kopie desselben, sofern nach den einschlägigen gesetzlichen Regelungen eine Eintragungspflicht in das Handelsregister besteht (der Auszug soll zum Zeitpunkt des Fristendes für den Teilnahmeantrag möglichst nicht älter als 6 Monate sein);
2) Schriftliche Eigenerklärungen folgenden Inhalts und Wortlautes (in Vordruck Teilnahmeantrag enthalten):
a) Ich / wir erklären, dass eine Person deren Verhalten dem Unternehmen zuzurechnen ist, nicht rechtskräftig wegen Verstoßes gegen eine der in § 21 Abs. 1 Nr. 1-7 SektVO genannten Bestimmungen verurteilt worden ist;
b) Ich / wir erklären, dass über unser Vermögen kein Insolvenzverfahren oder kein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist oder das Unternehmen sich nicht in Liquidation befindet;
c) Ich / wir erklären, dass wir unseren Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung oder einer vergleichbaren Einrichtung bei ausländischen Bewerbern ordnungsgemäß nachkommen.
d) Ich / wir erklären, dass die Voraussetzungen für einen Ausschluss des Bewerbers/Bieters/ Mitglieds eines Bewerber-/Bietergemeinschaft gemäß den §§ 21 Abs. 1 und Abs.3 i.V.m. § 23 Abs. 2 und Abs. 3 des Gesetzes über zwingende Arbeitsbedingungen für grenzüber-schreitende entsandte und für regelmäßig im Inland beschäftigte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Arbeitnehmer-Entsendegesetz-AEntG) nicht vorliegen.
e) Ich / wir erklären, dass die Voraussetzungen für einen Ausschluss des Bewerbers/Bieters/ Mitglieds eines Bewerber-/Bietergemeinschaft gemäß den §§ 19 Abs. 1 und Abs.3 i.V.m. § 21 des Gesetzes zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (Mindestlohngesetzes – MiLoG) nicht vorliegen.
f) Ich / wir erklären, dass die Voraussetzungen für einen Ausschluss des Bewerbers/Bieters/ Mitglieds eines Bewerber-/Bietergemeinschaft gemäß dem § 21 des Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung nicht vorliegen.
g) Ich / wir erklären, dass die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft oder einer vergleichbaren Einrichtung bei ausländischen Bewerbern, sofern im jeweiligen Ausland eine derartige gesetzliche Verpflichtung hierfür besteht, vorliegt.
3) Bewerbergemeinschaften haben mit der Bewerbergemeinschaftserklärung (vgl. Ziff. III.1.3)) schriftlich zu erklären, dass die Bildung der Bewerbergemeinschaft nach ihrer Auffassung keinen Verstoß gegen § 1 GWB darstellt. Darüber hinaus ist von den Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft bzw. dem Vertreter der Bewerbergemeinschaft zu erklären, inwiefern für das jeweilige beteiligte Unternehmen wirtschaftlich zweckmäßige und kaufmännische Gründe vorliegen, sich nicht allein, sondern im Rahmen der benannten Bewerbergemeinschaft um den Auftrag zu bewerben.
Ausländische Bewerber haben vergleichbare, für den Sitz des Unternehmens geltende Nachweise vorzulegen.
Die Vergabestelle behält sich vor, bei Zweifeln an der Richtigkeit der Eigenerklärungen weitere Angaben/ Unterlagen zur Beurteilung der persönlichen Lage wie insbesondere Fremdbescheinigungen über das Nichtvorliegen der vorstehend unter Pkt. 2 aufgeführten Ausschlussgründe nachzufordern.
III.2.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Zur Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit hat jeder Bewerber/ jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag folgende Angaben/ Unterlagen vorzulegen:
1) Schriftliche Bankauskunft mit Aussagen zum Zahlungsverhalten, zur Geschäftsverbindung / Kontoführung, zu den finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnissen und zur Kreditbeurteilung (die Auskunft soll zum Zeitpunkt des Fristendes für den Teilnahmeantrag möglichst nicht älter als 6 Monate sein).
2) Erklärung über den Gesamtumsatz in Euro (netto) des Unternehmens in den Jahren 2012, 2013, 2014.
Als Mindestanforderung für die Zulassung zum Teilnahmewettbewerb gilt ein mittlerer Jahresumsatz (netto) von 1 000 000 EUR des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft in den letzten 3 Jahren. Die Umsätze aller Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft werden von der Vergabestelle addiert. Sofern der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft zur Erfüllung der Mindestanforderung an die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderen Unternehmen verweist (sog. Eignungsleihe), werden dessen Umsätze mit den Umsätzen des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft addiert, wenn der Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft nachweist, dass ihm/ihr diese Kapazitäten im Auftragsfall tatsächlich zur Verfügung stehen.
Ausländische Bewerber haben vergleichbare, für den Sitz des Unternehmens geltende Nachweise vorzulegen.
III.2.3)Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Zur Beurteilung der technischen Leistungsfähigkeit hat jeder Bewerber/ jede Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag folgende Angaben/ Unterlagen vorzulegen:
1) Angaben zu ausgeführten Planungsleistungen, die hinsichtlich Art und Umfang der Leistungen mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind, und die Projekte betreffen, deren Leistungen ab dem 1.1.2005 erbracht worden sind und bei denen die nachfolgend benannten Leistungsphasen im Punkt. 1.1 bis 1.2 zum Ende der Bewerbungsfrist abgeschlossen sind bzw. kurz vor dem Abschluss stehen, d.h. die Leistungen müssen spätestens 2 Monate nach dem Ende der Bewerbungsfrist abgeschlossen sein.
Durch den Bewerber / die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft gemeinsam sind folgende nach ihrer Art und ihrem Umfang vergleichbare Leistungen nachzuweisen. Für die geforderten Referenzangaben gemäß Ziffer III.2.3), Punkt 1.1 und 1.2 stellt der Auftraggeber auf dem Vergabeportal (siehe hierzu Ziff. VI.3)) einen Vordruck zu Verfügung.
1.1 Referenzen im vorgenannten Leistungszeitraum für:
Leistungsart: Generalplanungsleistungen für Gebäude und Innenräume (entsprechend Anlage 10 HOAI 2013, Gebäude der Infrastruktur wie z.B. Passagierabfertigungsanlagen, Leistungsphasen 2+6+7 (Auftragsvergabe auf Basis einer funktionale Leistungsbeschreibung), Honorarzone IV) mit den zugehörigen Fachplanungen Tragwerksplanung und technische Ausrüstung für die Anlagengruppen Lufttechnische Anlagen, Starkstromanlagen, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen und Gebäudeautomation.
Leistungsumfang: ≥ 45 000 000 EUR Projektkosten.
1.2 Referenzen im vorgenannten Leistungszeitraum für:
Leistungsart: Fachplanungsleistungen für fördertechnische Anlagen mit dem Schwerpunkt Reisegepäck inkl. Sortiertechnik mit mehrstufigen Reisegepäck-Kontrollanlagen (MRKA);
Leistungsumfang: Gesamtsortierleistung von ≥ 6 000 Gepäckstücken pro Stunde pro Einzelauftrag/ Referenzobjekt.
1.3 Referenzen im vorgenannten Leistungszeitraum für:
Leistungsart: Fachplanungsleistungen für Brandschutz für Gebäude.

Leistungsumfang: ≥ 15 000 m2 BGF pro Einzelauftrag.

2) Teilnahmeanträge können nur berücksichtigt werden, wenn die gemäß Ziff. III.2.3), Punkt 1.1 – 1.3 vom Bewerber/ der Bewerbergemeinschaft eingereichten Referenzen als Mindestanforderung folgende Leistungsarten/ Leistungsumfänge erfüllen:
2.1 Mindestens eine Referenz im vorgenannten Leistungszeitraum für:
Leistungsart: Generalplanungsleistungen für Gebäude und Innenräume (entsprechend Anlage 10 HOAI 2013, Gebäude der Infrastruktur wie z. B. Passagierabfertigungsanlagen, Leistungsphase 6) mit den zugehörigen Fachplanungen der technischen Ausrüstung in mindestens drei der acht Anlagengruppen gem. § 53 Abs. 2 Nr. 1 – 8 HOAI.
Leistungsumfang: ≥ 15 000 000 EUR Projektkosten.
2.2 Mindestens eine Referenz im vorgenannten Leistungszeitraum für:
Leistungsart: Fachplanungsleistungen für Brandschutz für Gebäude.

Leistungsumfang: ≥ 5 000 m2 BGF pro Einzelauftrag.

Der Nachweis der Erbringung der vorbenannten geforderten Leistungen gemäß Pkt. 2.1 – 2.2 kann hinsichtlich der Leistungsart für jede einzelne Leistungsphase durch die Vorlage von mehreren Referenzen erbracht werden, da die Bewerber nicht alle geforderten Leistungsphasen zur Leistungsart in einer Referenz oder einem Auftrag gleichzeitig erbracht haben müssen. Der Nachweis der geforderten Anforderungen hinsichtlich des Leistungsumfangs ist nicht durch die Addition von mehreren eingereichten Referenzen möglich.
Die Darstellung aller Referenzen hat anhand der auf dem Vergabeportal (siehe hierzu Ziff. VI.3) zur Verfügung gestellten Vordrucke zu erfolgen und muss folgende Angaben beinhalten:
— Name des Leistungserbringers (z. B. Bewerber, Mitglied der Bewerbergemeinschaft / Nachunternehmer etc.),
— Name und Adresse des Auftraggebers sowie Benennung eines Ansprechpartners beim Auftraggeber mit Telefonnummer,
— Bezeichnung des Referenzobjektes, Gebäudeart entsprechend Anlage 10, HOAI 2013,
— Angabe der Honorarzone entsprechend Anlage 10.2 zu § 34 HOAI 2013,
— Zeitraum der Leistungserbringung,

— Angaben zu den erbrachten Leistungen für die Referenzen nach Ziffer III.2.3), Punkt 1.1 – 1.3 sowie Punkt 2.1 – 2.2 zur Leistungsart und zum konkreten Leistungsumfang in m2 BGF.

Die vorbenannten zum Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit vorzulegenden Referenzen sind bei Vorliegen einer Bewerbergemeinschaft von demjenigen Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen, der im Auftragsfall innerhalb der Bewerbergemeinschaft die vergleichbaren Leistungen ausführen wird. Sofern der Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft zur Erfüllung der Referenzen gem. Ziffer III.2.3), Punkt 1.1 bis 1.3 sowie Punkt 2.1 und 2.2 auf Angaben von Dritten/ Nachunternehmern/ konzernverbundenen Unternehmen verweisen will, sind die Nachweise/ Erklärungen nach Ziffer III.2.1) auch für den Dritten/ Nachunternehmer/konzernverbundenen Unternehmen vorzulegen. Referenzen von Dritten/ Nachunternehmern/ konzernverbundenen Unternehmen werden nur dann berücksichtigt, wenn eine Erklärung des Dritten/ Nachunternehmer/ konzernverbundenen Unternehmens vorliegt, wonach dieser bereit ist, Leistungen, auf die sich die nachgewiesenen Referenzen beziehen, für dieses Projekt zu erbringen. Der Auftraggeber stellt hierfür einen Vordruck auf der Vergabeplattform (siehe hierzu Ziff. VI.3)) zur Verfügung.
Ausländische Bewerber haben bzgl. der Anforderungen gemäß HOAI vergleichbare, für den Sitz des Unternehmens geltende Nachweise vorzulegen.
3) Beschreibung der personellen Ausstattung für die zu erbringenden Leistungen:
3.1 Angabe der in den letzten 3 Jahren (2013, 2014, 2015) jahresdurchschnittlich Beschäftigten, gegliedert nach Architekten/ Ingenieuren und sonstigen Mitarbeitern.
Mindestanforderung: Der Bewerber/ die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft gemeinsam muss/ müssen in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich über 10 Mitarbeiter verfügt haben.
3.2 Nachweis der beruflichen Qualifikation des/der Projektleiters/ Projektleiterin im Auftragsfall, Benennung der Jahre Berufserfahrung und Angabe der persönlichen Projektreferenzen der letzten 10 Jahre, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind. Erwartet werden 15 Jahre Berufserfahrung sowie der Nachweis von zwei persönlichen Referenzprojekten über im vorgenannten Leistungszeitraum erbrachte Leistungen vergleichbarer Art, welche die vorstehend unter Ziffer III.2.3), Punkt 2.1 festgelegten Anforderungen erfüllen sowie ein persönliches Referenzprojekt über im vorgenannten Leistungszeitraum erbrachte Leistungen vergleichbarer Art, das die vorstehend unter Ziff. III.2.3) Punkt 2.2 festgelegten Anforderungen erfüllt.
Mindestanforderungen an die Position Projektleitung sind 10 Jahre Berufserfahrung sowie der Nachweis eines persönlichen Referenzprojekts über im vorgenannten Leistungszeitraum erbrachte Leistungen vergleichbarer Art, das die vorstehend unter Ziffer III.2.3), Punkt 2.1 festgelegten Anforderungen erfüllt.
III.2.4)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.3)Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: nein
III.3.2)Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung verantwortlich sind: ja

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
Einige Bewerber sind bereits ausgewählt worden (ggf. nach einem bestimmten Verhandlungsverfahren): nein
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien

das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien

1. Gesamthonorar. Gewichtung 60

2. Qualität Umsetzungskonzept. Gewichtung 20

3. Auftragsbezogene Qualifikation und Erfahrung des Projektteams für die zu erbringenden Leistungen. Gewichtung 20

IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim Auftraggeber:
EB-2016-0010
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen (außer DBS)
Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
21.3.2016 - 12:00
IV.3.5)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.6)Bindefrist des Angebots
IV.3.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:
1) Grundsätzliches:
1.1 Die Vergabestelle betreibt einen Flughafen und ist daher auf dem Gebiet des Verkehrs tätig. Die Vergabestelle führt als Sektorenauftraggeberin gem. § 98 Nr. 4 GWB ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach der SektVO durch. Durch diese Bekanntmachung wird der Teilnahmewettbewerb begonnen, in dem sich die interessierten Unternehmen mit den in dieser Bekanntmachung angegebenen Angaben, Erklärungen und Nachweisen um die Aufforderung zur Angebotsabgabe bewerben. Erst ihre erfolgreiche Bewerbung nach positiver Eignungsprüfung und -bewertung durch den Auftraggeber führt zur Überlassung der Vergabeunterlagen.

1.2 Die Vergabeunterlagen werden ausschließlich elektronisch auf dem Deutschen Vergabeportal unter http://www.dtvp.de nach vorheriger, einmaliger und kostenloser Registrierung zur Verfügung gestellt. Die Beantwortung von Fragen zum Verfahren sowie sämtliche Kommunikation zwischen den Beteiligten und der Vergabestelle erfolgt ausschließlich über das o. g. Vergabeportal. Beteiligte sind daher im eigenen Interesse gehalten, die dort für diese eingerichteten Postfächer regelmäßig auf neue Informationen der Vergabestelle zu kontrollieren, Bekanntmachungs-ID: CXP4YYVYD22.

1.3 Die Vergabestelle weist ausdrücklich darauf hin, dass der zu vergebende Auftrag u.a. auch die Prüfung und Beurteilung der in dem Verfahren zur Auswahl eines Totalübernehmers vorgelegten Angebote in fachtechnischer Hinsicht umfasst. Im Hinblick auf eine unvoreingenommene Unterstützung des Auftraggebers können der Auftragnehmer bzw. die von ihm für einzelne Teilleistungen hinzugezogenen Planungsbüros im Verfahren zur Vergabe des Totalunternehmerauftrags weder als Bieter noch als Mitglied einer Bietergemeinschaft noch als Nachunternehmer eines Bieters/ einer Bietergemeinschaft auftreten. Solange der hier ausgeschriebene Auftrag noch nicht erteilt wurde, ist eine parallele Beteiligung auch an dem Verfahren zur Vergabe des Totalunternehmerauftrags als Bewerber/ Bieter, Mitglied einer Bewerber-/ Bietergemeinschaft oder Nachunternehmer zulässig. Mit Auftragserteilung muss die Beteiligung am anderen Verfahren hingegen sofort eingestellt werden. Soweit die Beteiligung in der Mitgliedschaft an einer Bewerbergemeinschaft oder in der Benennung als Nachunternehmer bestand, lässt der Auftraggeber bereits jetzt den Austausch durch ein anderes Unternehmen zu, soweit hierdurch die Eignung des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft nicht berührt wird.
1.4 Die in Ziffer II.3) enthaltenen Zeitangaben stehen unter dem Vorbehalt der Anpassung und Aktualisierung.
2) Erläuterungen Verfahrensablauf des Teilnahmewettbewerbs:
2.1 Der Auftraggeber hat für die Bewerbung um Teilnahme am Verhandlungsverfahren (Teilnahmeantrag) Vordrucke erstellt. Diese sind für die Einreichung des Teilnahmeantrags zu verwenden. Die Vordrucke zum Teilnahmewettbewerb können nach Registrierung über das Vergabeportal (siehe vorstehend Pkt. 1.2) abgerufen werden.
2.2 Die Teilnahmeanträge und deren Anlagen sind 3-fach (1 Original und 2 Kopien, die Unterlagen sind entsprechend zu kennzeichnen) in deutscher Sprache bei der in Ziff. I.1) für die Entgegennahme der Teilnahmeanträge genannten Adresse (Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB, Büro Düsseldorf) einzureichen.
2.3 Die Übermittlung des Teilnahmeantrags und deren Anlagen hat schriftlich in einem verschlossenen Umschlag/ Behältnis mit der Aufschrift „Teilnahmeantrag FBB-EB-2016-0010 – Nicht öffnen!“ zu erfolgen. Eine Übersendung per Telefax oder in elektronischer Form, z. B. mittels E-Mail, ist nicht zulässig). Für die vorbenannte Kennzeichnung soll möglichst der von der Vergabestelle vorbereitete „Kennzettel“ verwendet werden, der ebenfalls über das Vergabeportal allen Bewerbern zur Verfügung steht.
2.4 Die Übermittlung von Bewerberfragen hat ausschließlich über das Vergabeportal zu erfolgen. Die Fragen müssen bis spätestens zum 07.03.2016 vorliegen. Die Vergabestelle wird etwaige Informationen (u. a. die Vordrucke), Antworten auf Bewerberfragen zum Teilnahmewettbewerb sowie sonstige Klarstellungen der Vergabestelle, die das Vergabeverfahren betreffen, auf dem Vergabeportal veröffentlichen.
2.5 Ein Hinweis auf eine Präqualifizierung des Bewerbers kann die Einreichung der unter Ziffer III.2) der vorliegenden Bekanntmachung aufgeführten Nachweise und Erklärungen nicht ersetzen, da die für die Präqualifizierung geforderten Angaben und Erklärungen nicht mit den in diesem Ausschreibungsverfahren geforderten Erklärungen und Nachweise inhaltlich übereinstimmen.
2.6 Es ist weiter zu beachten, dass sämtliche in der Bekanntmachung (Ziffer III)) angegebenen Erklärungen und Nachweise vollständig beigefügt werden. Ein Verweis auf frühere Bewerbungen ist nicht ausreichend. Abgeforderte Erklärungen sind dem Teilnahmeantrag schriftlich beizufügen. Bestätigungen Dritter und sonstige Urkunden können in Kopie beigefügt werden. Der Teilnahmeantrag und die geforderten Erklärungen und Nachweise sind anhand der auf dem Vergabeportal bereitgestellten Vordrucke und möglichst geordnet nach der unter Ziffer III.2.1) bis III.2.3) aufgeführten Nummerierung und Reihenfolge einzureichen.
3) Wertung der Teilnahmeanträge:
Der Auftraggeber wird die fristgerecht eingehenden Teilnahmeanträge anhand der geforderten Nachweise und Erklärungen formell und inhaltlich prüfen und bewerten. Der Auftraggeber behält sich vor, nach § 19 Abs. 3 SektVO fehlende oder inhaltlich defizitäre Nachweise und Erklärungen nachzufordern. Verzichtet der Auftraggeber auf das Nachfordern von Nachweisen und Erklärungen, werden unvollständige Teilnahmeanträge ggf. ausgeschlossen.
Bei den o. g. geforderten Angaben, Erklärungen und Nachweisen handelt es sich grundsätzlich nicht um Mindestanforderungen. Zwingende Angaben, d. h. Angaben und Erklärungen, die zwingend bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist vorzulegen sind, sind als „Mindestanforderung“ gekennzeichnet. Die Nichtvorlage, nicht rechtzeitige oder nicht vollständige Vorlage oder die Vorlage von Angaben, die inhaltliche Defizite aufweisen hinsichtlich der als „Mindestanforderung“ gekennzeichneten Angaben führt ggf. nach erfolgloser Nachforderung gemäß § 19 Abs. 3 SektVO zum Ausschluss. Inhaltliche Defizite der vorgelegten Nachweise und Erklärungen führen nicht zwingend zum Ausschluss des Teilnahmeantrages, sondern werden im Rahmen der grundsätzlichen Eignungsfeststellung berücksichtigt und haben bei einer ggf. erforderlichen Bewertung der Teilnahmeanträge gemäß der nachfolgend dargestellten Grundsätze Abwertungen zur Folge. Der Auftraggeber behält sich vor, bei Zweifeln an der Eignung wegen inhaltlicher Defizite der vorgelegten Nachweise und Erklärungen Teilnahmeanträge nicht zu berücksichtigen.
Die Vergabestelle ist berechtigt, bei Bedenken hinsichtlich der Eignung des Bieters die Vorlage von Originalen oder weiteren Unterlagen zu verlangen.
Die Vergabestelle prüft die Eignung der Bewerber/Bewerbergemeinschaften in einem dreistufigen Verfahren:
1. Stufe: Prüfung auf Vorliegen des Teilnahmeantrages und der abgeforderten Nachweise und Erklärungen (vgl. Ziff. III.2.1), III.2.2), III.2.3)),
2. Stufe: Prüfung auf Vorliegen von Ausschlussgründen und Zuverlässigkeitsprüfung sowie Einhaltung der Mindestanforderungen,
3. Stufe: Prüfung der wirtschaftlichen, finanziellen und der technischen und inhaltlichen Leistungsfähigkeit (vgl. Ziff. III.2.2), III.2.3)).
Der Auftraggeber wird max. 5 Bewerber/ Bewerbergemeinschaften für das weitere Verfahren auswählen; in Abhängigkeit der geforderten Qualifikation der Bewerber/ Bewerbergemeinschaften können jedoch auch weniger Bewerber/ Bewerbergemeinschaften zur Angebotsabgabe aufgefordert werden.
Der Auftraggeber behält sich vor, bei Unterschreitung der Mindestzahl von drei zulassungsfähigen Bewerbungen das vorliegende Vergabeverfahren einzustellen. Der Auftraggeber behält sich zudem vor, bei einer Unterschreitung der Mindestzahl von drei wertungsfähigen Angeboten das vorliegende Vergabeverfahren einzustellen. Das Recht zur vorzeitigen Einstellung analog § 30 SektVO bleibt unberührt.
Darüber hinaus behält sich der Auftraggeber vor, das vorliegende Vergabeverfahren einzustellen, sofern der Aufsichtsrat oder die Gesellschafter der FBB GmbH der Durchführung der baulichen Maßnahmen und/ oder der Beauftragung der „Generalplanerleistungen Errichtung des Terminals 3“ nicht zustimmen oder die notwendige Finanzierung nicht gesichert werden kann. Im Falle der Einstellung des Vergabeverfahrens aus den vorbenannten Gründen gewährt der Auftraggeber keine Erstattung von etwaigen Aufwendungen, die den Bewerbern/Bietern für die Teilnahme am Ausschreibungsverfahren entstanden sind.
Sollte die Prüfung ergeben, dass mehr als 5 Bewerber die geforderten Anforderungen erfüllen, so wird der Auftraggeber die zur Abgabe eines Angebotes aufzufordernden Bewerber auswählen, die die Eignungsvoraussetzung am besten erfüllen. Um dies zu ermitteln, wird der Auftraggeber die Eignungsvoraussetzungen gewichten und bewerten. Hierzu wird die Vergabestelle eine Bewertungsmatrix verwenden, mittels derer auf Basis der eingereichten Erklärungen/Nachweise/Angaben die wirtschaftliche, finanzielle und technische Leistungsfähigkeit (vgl. Ziff. III.2.2) und III.2.3)) der Bewerber / Bewerbergemeinschaften bewertet wird.
Hierbei kann ein Bewerber / eine Bewerbergemeinschaft maximal 1000 Punkte erreichen, die sich wie folgt auf die einzelnen Kriterien verteilen (Bewertungsmatrix):
— max. 100 Punkte auf die Bewertung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit, gemäß den Anforderungen in Ziffer III.2.2). Bewertet wird der Gesamtumsatz des Unternehmens in den Jahren 2012, 2013, 2014 mit dem Gewichtungsfaktor 10 sowie die Bankauskunft mit Aussagen zum Zahlungsverhalten, zur Geschäftsverbindung / Kontoführung, zu den finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnissen und zur Kreditbeurteilung mit dem Gewichtungsfaktor 10.
— max. 650 Punkte auf die Bewertung der Technischen Leistungsfähigkeit – Referenzen gemäß den Anforderungen in Ziff. III.2.3), Punkt 1. Bewertet wird die Aktualität/Kontinuität und Anzahl der vergleichbaren Leistungen der Referenzen ab 1.1.2005 mit dem Gewichtungsfaktor von 10, die Art und Anzahl der in den Referenzen benannten vergleichbaren Leistungen mit dem Gewichtungsfaktor von 70, der Umfang und die Anzahl der in den Referenzen benannten vergleichbaren Leistungen mit dem Gewichtungsfaktor von 50,
— max. 250 Punkte auf die Bewertung der personellen Ausstattung gemäß den Anforderungen Ziff. III.2.3), Punkt 3.). Bewertet werden die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren (2013, 2014, 2015) mit dem Gewichtungsfaktor 10 sowie die persönliche fachliche Qualifikation und Erfahrung des/ der im Auftragsfall vorgesehenen Projektleiters/ Projektleiterin mit dem Gewichtungsfaktor 40.
Entsprechend der Bedeutung für eine erfolgreiche Bieterauswahl hat der Auftraggeber die Gewichtung der einzelnen Kriterien vorgenommen. Die Bedeutung jedes Kriteriums spiegelt sich in der zu erreichenden Maximalpunktzahl wieder.
3.1 Bewertung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit, gemäß Ziffer III.2.2);
Der Inhalt der aktuellen Bankauskunft mit Aussagen zum Zahlungsverhalten, zur Geschäftsverbindung/ Kontoführung, zu den finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnissen und zur Kreditbeurteilung des Bewerbers bzw. jedem Mitglieds einer Bewerbergemeinschaft soll weiteren Aufschluss über die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des Bewerbers geben. Der Inhalt der jeweiligen Bankauskünfte wird mit der nachfolgend beschriebenen Punkteskala von 0 – 5 Punkte bewertet. Sofern die Bankauskunft von Bewerbergemeinschaften bewertet wird, wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bewerbergemeinschaft durch die Bildung einer Durchschnittsnote nach Auswertung der jeweiligen Bankauskunft des einzelnen Mitglieds einer Bewerbergemeinschaft ermittelt. Die vorbenannten Bewertungsgrundsätze finden bei der Benennung von Nachunternehmern/ Dritten/ konzernverbundenen Unternehmen durch die Bewerber/ Bewerbergemeinschaften zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit entsprechend Anwendung, sofern die Bewerber/ Bewerbergemeinschaft die geforderte Verpflichtungserklärung für die jeweils benannten Nachunternehmer/ Dritten/ konzernverbundenen Unternehmen zum Teilnahmeantrag vorgelegt hat. Nach Auffassung des Auftraggebers sind aber die vorgelegten Unterlagen der seitens der Bewerber/Bewerbergemeinschaft benannten Nachunternehmern/ Dritten/ konzernverbundenen Unternehmen zum Nachweis der finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Bewerbers oder der Bewerbergemeinschaft auf Grund einer nicht bestehenden direkten vertraglichen Beziehung zwischen dem Auftraggeber und den benannten Nachunternehmer/Dritten/konzernverbundenen Unternehmen nicht gleichwertig zu den Unterlagen in Bezug auf die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, die die Bewerber oder die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft selbst vorlegen. Insoweit ist nach Auffassung des Auftraggebers im Rahmen der Bewertung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Bewerbergemeinschaft/ des Bewerbers in der vorbenannten Konstellation eine angemessene Abwertung gerechtfertigt.
Darüber hinaus hat sich die Vergabestelle entschlossen, die Angaben zum Gesamtumsatz im Rahmen der Bewertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Bewerbers wie folgt zu bewerten:
Der/die Bewerber/Bewerbergemeinschaft mit dem höchsten Wert für den Gesamtumsatz erhält die Höchstpunktzahl von 5 Punkten. Die Punktzahl für den/die Bewerber/Bewerbergemeinschaft mit einem niedrigeren Wert wird ins Verhältnis gesetzt und wie folgt ermittelt:
Punktzahl Bewerber/Bewerbergemeinschaft XY = Wert des Bewerber/Bewerbergemeinschaft XY x 5 / höchster Wert.
Bei der Ermittlung des Gesamtumsatzes einer Bewerbergemeinschaft wird der jeweilige Umsatz der einzelnen Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zur Ermittlung des wertenden Gesamtumsatzes der Bewerbergemeinschaft addiert. Soweit Bewerber / Bewerbergemeinschaft zur Erfüllung der Anforderungen u. a. auf Angaben/Daten von Dritten / Nachunternehmern / konzernverbundenen Unternehmen verweisen will, werden die Umsätze ebenfalls von der Vergabestelle von allen Unternehmen addiert, sofern der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft eine unterzeichnete Verpflichtungserklärung des vorbenannten Dritten vorlegt, in der dieser bereit ist entsprechende finanzielle und wirtschaftliche Ressourcen im Auftragsfalle dem Bewerber/Bewerbergemeinschaft zur Verfügung zu stellen.
3.2 Bewertung der Technischen Leistungsfähigkeit – Referenzen gemäß Ziff. III.2.3), Punkt 1.1 bis 1.3;
Der Auftraggeber wird die seitens der Bewerber vorgelegten Referenzen nach Anzahl sowie nach dem Grad der Erfüllung der Art und des Umfanges der im Veröffentlichungstext beschriebenen vergleichbaren Leistungen, sowie der Aktualität/Kontinuität der Erbringung der vergleichbaren Leistungen ab dem 1.1.2005/Anzahl der Referenzen mit vergleichbaren Leistungen mit der nachfolgend beschriebenen Punkteskala (0 bis 5 Punkte) bewerten. Bei der Bewertung der technischen Leistungsfähigkeit von Bewerbergemeinschaften ist der Auftraggeber der Auffassung, dass nicht alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaften die im Veröffentlichungstext geforderten Anforderungen erfüllen müssen. Vielmehr reicht es nach Auffassung des Auftraggebers in diesem Fall, wenn ein Mitglied der Bewerbergemeinschaft die im Veröffentlichungstext geforderten Anforderungen erfüllt. Die vorbenannten Bewertungsgrundsätze bzgl. der Erfüllung der Einhaltung der Anforderungen im Rahmen der Wertung der technischen Leistungsfähigkeit einer Bewerbergemeinschaft finden auch entsprechend Anwendung im Rahmen der Bewertung der Referenzen der einzelnen Mitglieder einer Bewerbungsgemeinschaft oder bei Benennung von Nachunternehmern/Dritten/konzernverbundenen Unternehmen mit der nachfolgenden Punkteskala.
Der Auftraggeber geht auf Grund der langjährigen Erfahrungen bei der Abwicklung von vergleichbaren Leistungen davon aus, dass Bewerber, die jeweils 3 Referenzen über die Erbringung der in der Bekanntmachung beschriebenen jeweiligen vergleichbaren Leistungen nach Ziff. III.2.3) Punkt 1.1 und 1.3 sowie mindestens eine Referenz über die Erbringung ver-gleichbarer Leistungen nach Ziff. III.2.3) Punkt 1.2 zum Nachweis der Erfüllung des geforderten Bewertungskriteriums „Art der vergleichbaren Leistungen“ und „Umfang der vergleichbaren Leistungen“ vorlegen können und in den vorgelegten Referenzen der Beginn der jeweiligen Leistungserbringung ab dem 1.1.2005 erfolgt ist, im Regelfall eine Bewertung mit 5 Punkten in den vorbenannten jeweiligen Kriterien durch die Vergabestelle erhalten werden.
Der Auftraggeber geht auf Grund der langjährigen Erfahrungen bei der Abwicklung von vergleichbaren Leistungen davon aus, dass Bewerber die ab dem 1.1.2005 kontinuierlich, d. h. über den vorbenannten Zeitraum kontinuierlich verteilt jeweils 5 Referenzen über die Erbringung der im Veröffentlichungstext beschriebenen vergleichbaren Leistungen erbracht haben, im Rahmen der Bewertung des Kriteriums „Aktualität/Kontinuität und Anzahl der Erbringung der vergleichbaren Leistungen“ ab dem 1.1.2005 im Regelfall mit 5 Punkten zu bewerten sind.
3.3 Personelle Ausstattung Ziff. III.2.3) Punkt 3.
Die Vergabestelle geht auf Grund der langjährigen Erfahrungen bei der Abwicklung von vergleichbaren Leistungen davon aus, dass Bewerber, die durchschnittliche eine Anzahl von ≥ 50 Mitarbeitern in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (2013, 2014, 2015) beschäftigt hat, im Rahmen der Bewertung des vorbenannten Kriteriums im Regelfall mit 5 Punkten zu bewerten ist. Bei einer Unterschreitung der vorbenannten Anzahl der Mitarbeiter/-innen wird die Vergabestelle im Rahmen des ihr zustehenden Bewertungs- und Beurteilungsspielraums angemessen Punktabzüge vornehmen.
Alle weiteren Bewertungskriterien werden wie folgt bewertet:
Das jeweilige Kriterium wird mit jeweils 0 – 5 Punkten bewertet und mit den zugeordneten Gewichtungen multipliziert.
Die Punkteverteilung der vorgenannten Kriterien erfolgt nach folgender Punkteskala:
— 0 Punkte, wenn die Erklärungen/Nachweise des Bewerbers zur jeweiligen Eignungsvoraussetzung in allen Belangen ungenügend bzw. unzureichend sind oder der Teilnahmeantrag keine wertungsfähige Aussage enthält.
— 1 Punkt, wenn die Erklärungen/Nachweise des Bewerbers zur jeweiligen Eignungsvoraussetzung insgesamt bzw. schwerwiegend Defizite und Schwächen aufweisen.
— 2 Punkte, wenn die Erklärungen/Nachweise des Bewerbers zur jeweiligen Eignungsvoraussetzung weitreichende bzw. gewichtige Defizite und Schwächen aufweisen oder der Teilnahmeantrag nur wenige wertungsfähige Aussagen enthält.
— 3 Punkte, wenn die Erklärungen/Nachweise des Bewerbers zur jeweiligen Eignungsvoraussetzung mehrere bzw. nicht lediglich geringfügige Defizite und Schwächen aufweisen.
— 4 Punkte, wenn die Erklärungen/Nachweise des Bewerbers zur jeweiligen Eignungsvoraussetzung vereinzelte bzw. geringfügige Defizite und Schwächen aufweisen.
— 5 Punkte, wenn der Bewerber die jeweiligen Eignungsvoraussetzungen vollständig und uneingeschränkt erfüllt.
4) Weitere Hinweise zum Teilnahmewettbewerb:
4.1 Der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft wird darauf hingewiesen, dass alle mit dem Teilnahmeantrag eingereichten Angaben auch für das ggf. einzureichende Angebot Geltung haben müssen. Sofern sich im weiteren Verfahren Änderungen gegenüber dem Teilnahmewettbewerb ergeben, muss die Vergabestelle zu späterer Zeit ggf. erneut in eine Beurteilung der Eignung, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eintreten. Die Versendung der Aufforderung zur Angebotsabgabe an die ausgewählten Bewerber / Bewerbergemeinschaften erfolgt nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbes.
4.2 Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt und verbleiben im Besitz des Auftraggebers.
4.3 Der Auftraggeber weist darauf hin, dass allein der Inhalt der vorliegenden EU-weiten Veröffentlichung maßgeblich ist, wenn die Bekanntmachung zusätzlich in weiteren Bekanntmachungsmedien veröffentlicht wird und der Bekanntmachungstext in diesen zusätzlichen Bekanntmachungen nicht vollständig, unrichtig oder verändert widergegeben wird.
5) Ablauf des Verhandlungsverfahrens zur Angebotsabgabe:
Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbes werden die ausgewählten Bewerber zeitnah zur Abgabe eines Angebots auffordern. Der Auftraggeber wird die fristgerecht eingereichten Angebote zunächst in formeller Hinsicht prüfen. Der Auftraggeber wird die Angebote ausschließen, die die in der Aufforderung zur Angebotsabgabe ausdrücklich aufgeführten Mindestbedingungen (Mindestanforderungen) nicht erfüllen. Der Auftraggeber weist ausdrücklich darauf hin, dass in den Vergabeunterlagen nur Vorgaben oder Festlegungen, die ausdrücklich auch als verbindliche Anforderung in den Vergabeunterlagen gekennzeichnet sind, als verbindliche Anforderungen im Sinne der Rechtsprechung des EuGH (EuGH-Urteil vom 5.12.2013 – RS.C – 561/2012) gelten. Sofern Bieter etwaige ausdrücklich gekennzeichneten verbindlichen Anforderungen in den Vergabeunterlagen im Rahmen der Wertung des Erstangebotes nicht vollumfänglich erfüllen, können Bieter aus dem weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen und nicht mehr zur Abgabe eines optimierten Angebotes aufgefordert werden.
In allen anderen Fällen, in denen die Erklärungen, Angaben oder Unterlagen nicht, nicht ordnungsgemäß beigefügt sind, behält sich der Auftraggeber den Ausschluss nach pflichtgemäßem Ermessen vor. Darüber hinaus behält sich der Auftraggeber vor, anstelle eines möglichen Ausschlusses unter Beachtung des vergaberechtlichen Grundsatzes der Gleichbehandlung, fehlende Unterlagen nachzufordern oder eine Aufklärung über aufklärungsbedürftige Inhalte der Angebote, ggf. auch mehrfach, zu betreiben. Der Auftraggeber wird mit denjenigen Bietern Verhandlungen aufnehmen, deren Angebote für einen Vertragsschluss hinreichend aussichtsreich erschienen. Dies bedeutet, dass nicht zwingend mit sämtlichen Bietern, die ein wertungsfähiges Angebot abgegeben haben, auch Verhandlungen durchgeführt werden. Der Auftraggeber behält sich vor, während des Verhandlungsverfahrens die Anzahl der in der Wertung verbleibenden Bieter auf Grundlage der vorbenannten Zuschlagskriterien schrittweise zu verringern.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie
Postanschrift: Heinrich-Mann-Allee 107
Ort: Potsdam
Postleitzahl: 14473

VI.4.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Für die Einlegung von Rechtsbehelfen gelten u. a. die folgenden Regelungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB):
§ 101 a Informations- und Wartepflicht:
„(1) Der Auftraggeber hat die betroffenen Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach den Sätzen 1 und 2 geschlossen werden. Wird die Information per Fax oder auf elektronischem Weg versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.
(2) Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist.“
§ 101b Unwirksamkeit:
„(1) Ein Vertrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der Auftraggeber
1. gegen § 101a verstoßen hat oder
2. einen öffentlichen Auftrag unmittelbar an ein Unternehmen erteilt, ohne andere Unternehmen am Vergabeverfahren zu beteiligen und ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren nach Absatz 2 festgestellt worden ist.
(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.“
§ 107 Einleitung, Antrag:
„(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein;
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 7 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht;
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat;
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 101b Abs. 1 Nr. 2. § 101a Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.“
Gemäß Richtlinie 2004/17/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, Anlage XII C Nr. 9 wird hiermit darauf hingewiesen, dass sämtliche vorgenannten Fristen für die Erhebung von vergaberechtlichen Rügen gegenüber dem Auftraggeber und die Fristen für die Wahrung der Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens zu beachten sind.
VI.4.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Straße 16
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53113
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 2289499-400
Internet-Adresse: http://www.bundeskartellamt.de

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
17.2.2016