Dienstleistungen - 77611-2020

17/02/2020    S33

Deutschland-Magdeburg: Dienstleistungen von Ingenieurbüros

2020/S 033-077611

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) Vergabestelle Nord
Postanschrift: Otto-von-Guericke-Straße 5
Ort: Magdeburg
NUTS-Code: DEE03 Magdeburg, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 39104
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Vergabestelle Nord
E-Mail: vergabestelle.nord@lhw.mlu.sachsen-anhalt.de
Telefon: +49 391-5810
Fax: +49 391-5811226
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.lhw.sachsen-anhalt.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=310930
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=310930
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Landesbetrieb
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Generalplanungsleistungen „NB Deich HWS OL Hedersleben“ und „NB Deich HWS OL Ermsleben“.

Referenznummer der Bekanntmachung: 19/N/0720/HB
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die Selke und die Bode sind Gewässer 1. Ordnung und befinden sich daher im Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt. Die Unterhaltungspflicht liegt beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, Flussbereich Halberstadt. Im Zuge der Bearbeitung der fachlichen Grundlagen zur Erstellung der Hochwasserrisikomanagementpläne sind die Maßnahmen „NB Deich HWS OL Ermsleben“ und „NB Deich HWS OL Hedersleben“ herausgearbeitet worden. Über die zu niedrigen Ufer können Abflussanteile der Flüsse austreten und in Hedersleben oder Ermsleben zu Überflutungen führen. Durch linienartige Hochwasserschutzmaßnahmen kann die erforderliche Sicherheit hergestellt werden. Die Ausbauplanungen erfolgen für einen Schutzgrad HQ100. Zur Erreichung der vorgenannten Zielstellung sind die im Folgenden aufgeführten Planungsleistungen durch den AN zu erbringen.

Die Gesamtbaukosten betragen ca. 3,65 Mio. EUR netto.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEE0 Sachsen-Anhalt
NUTS-Code: DEE09 Harz
Hauptort der Ausführung:

Sitz des Auftraggebers: Magdeburg, Planungsraum: Hedersleben und Ermsleben im Flussbereich Halberstadt

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Auftragserteilung erfolgt für Hedersleben und Ermsleben jeweils in 3 Stufen. Zunächst wird vom AG für die folgenden Planungsleistungen die Leistungsstufe 1 (LS1) beauftragt. Die Beauftragung der Leistungsstufen 2 (LS2) und 3 (LS3) erfolgt optional.

— Objektplanung Ingenieurbauwerke gemäß § 43 HOAI 2013 i. V. m. Anl. 12. Alle Grundleistungen der LPH 1-2 (LS1), LPH 3-4 (LS2) und 5-8 (LS3) sowie ausgewählte besondere Leistungen,

— Objektplanung Freianlagen gemäß HOAI § 39 i. V. m. Anlage 11, LPH 1-2 (LS1), LPH 3-4 (LS2) und 5-8 (LS3) alle Grundleistungen (=GL) sowie ausgewählte besondere Leistungen,

— Fachplanung Tragwerksplanung § 51 HOAI 2013 i. V. m. Anlage 14, LPH 1-2 (LS1), LPH 3-4 (LS2) und 5-6 (LS3) alle GL sowie ausgewählte besondere Leistungen,

— Flächenplanung Landschaftspflegerischer Begleitplan gemäß § 26 HOAI 2013 i. V. m. Anlage 7, LPH 1-2 (LS1) und LPH 3-4 (LS2) alle GL sowie ausgewählte besondere Leistungen zur Flächenplanung gem. Anlage 9 HOAI,

— Objektplanung Freianlagen gemäß HOAI § 39 i. V. m. Anlage 11, LPH 1-2 (LS1), LPH 3-4 (LS2) und 5-8 (LS3) alle Grundleistungen (=GL) sowie ausgewählte besondere Leistungen,

— weitere Beratungsleistungen gem. HOAI: u. a. Geotechnischer Bericht, planungsbegleitende Vermessung, Bauvermessung,

— weitere freiberufliche Leistungen: u. a. SiGeKo, Umweltbaubegleitung, Erstellung digitales Deichbuch/Datencontainer.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 42
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Anzahl der Bewerber: 3
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

— der AG wird die fristgerecht eingegangenen Teilnahmeanträge anhand der in der vorliegenden Bekanntmachung und im Bewerbungsformular benannten Nachweise und Erklärungen formal und inhaltlich prüfen und bewerten. Die Prüfung der Teilnahmeanträge erfolgt in zwei Schritten:

— 1. Schritt – formale Prüfung: Teilnahmeanträge, die die Teilnahmebedingungen (Anlage 1 zum Bewerbungsformular – Ausschlusskriterien) nicht erfüllen, werden formal ausgeschlossen,

— 2. Schritt – Auswahl anhand festgelegter Auswahlkriterien:

Die weitere Auswahl erfolgt unter formal zulässigen Teilnahmeanträgen anhand einer Bewertungsmatrix (Anlage 2 zum Bewerbungsformular – Auswahlkriterien), wobei pro Auswahlkriterium 0, 1, 2 oder 3 Pkt. vergeben werden, die Punktzahl pro Kriterium wird gewichtet. Die Rangfolge richtet sich nach der erreichten Gesamtpunktzahl. Es können max. 300 Pkt. erreicht werden. Wird die Anzahl durch Bewerber mit gleicher Punktzahl überschritten, entscheidet unter diesen das Los.

Auswahlkriterien gem. Anlage 2 zum Bewerbungsformular (Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit gemäß § 46 VgV):

1) Fachliche Eignung – vergleichbare Referenzen der letzten 10 Jahre bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist fertiggestellte Vorhaben, Wichtung gesamt 65 %, davon:

1.1) Referenz 1 – Nachweis Erfahrung im Bereich Objektplanung Ingenieurbauwerke 20 %;

1.2) Referenz 2 – Nachweis Erfahrung im Bereich Tragwerksplanung, 15 %;

1.3) Referenz 3 – Nachweis der Erfahrung im Bereich ökologische Begleitplanung (mind. Erstellung LBP und FFH-Verträglichkeitsprüfung und/oder Erstellung UVS) 15 %;

1.4) Referenz 4 – Nachweis der Erfahrung im Bereich Geotechnik 15 %;

2) Fachliche Eignung – Qualifikation Projektleiter, Wichtung gesamt 20 %, davon:

2.1) Berufspraxis des Projektleiters in der Planung von Deichbauwerken 6 %;

2.2) Mitwirkung des Projektleiters in leitender Funktion bei der Planung von Ingenieurbauwerken bei einer vergleichbaren Referenz in den letzten 10 Jahren fertiggestelltes Vorhaben 14 %;

3) Fachliche Eignung – Qualifikation stellvertretender Projektleiter, Wichtung gesamt 15 % davon:

3.1) Berufspraxis stellv. Projektleiters in der Planung von Deichbauwerken 5 %;

3.2) Mitwirkung des stellv. Projektleiters in leitender Funktion bei der Planung von Ingenieurbauwerken bei einer vergleichbaren Referenz in den letzten 10 Jahren fertiggestelltes Vorhaben 10 %.

— Detailliertere Angaben zu den Auswahlkriterien sowie Unterkriterien und die Vorgehensweise bei der Bewertung (Vergabe von 0, 1, 2 oder 3 Punkten) sind der beigefügten Bewertungsmatrix (Anlage 2 des Bewerbungsformulars) zu entnehmen.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsstufen gemäß Abschnitt II.2.4): Nach Abschluss des Vergabeverfahrens werden vertraglich die Leistungen der Leistungsstufe 1 beauftragt. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungsstufen besteht nicht. Ebenso besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung nach Erbringung erster Leistungsphasen.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: ja
Projektnummer oder -referenz:

ELER-HWS (6201 19 0000 09; 6201 19 0000 11)

II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

— mit dem Teilnahmeantrag sind alle die in Anlage 1 zum Bewerbungsformular (Ausschlusskriterien) benannten Mindestanforderungen zur Teilnahme am Verfahren zu erfüllen. Zu diesem Zweck ist das Bewerbungsformular auszufüllen und alle gem. Bewerbungsformular und Anlage 1 zum Bewerbungsformular (Ausschlusskriterien) geforderten Erklärungen/Nachweise einschließlich Anlagen einzureichen,

— Hinweis: Die Auftragserteilung kann von der Vorlage weiterer Nachweise abhängig gemacht werden. Im beigefügten Bewerbungsformular sowie dessen Anlagen sind die entsprechenden Eigenerklärungen enthalten. Bei Bewerbergemeinschaften sowie bei der Nutzung der Eignungsleihe sind die entsprechenden Erklärungen durch jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft bzw. den Nachunternehmer beizubringen.

— Eigenerklärungen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister:

—— Nachweis der Eintragung in ein Handelsregister bzw. Begründung, weshalb dies nicht zutreffend ist.

— weitere Eigenerklärungen:

—— allgemeine Erklärungen zum Bieter, falls zutreffend zu eignungsleihenden Nachunternehmern bzw. zu den Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft,

—— Bestätigung der Unabhängigkeit von Ausführungs- und Lieferinteressen gemäß § 73 (3) VgV,

—— Erklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlusskriterien nach §§ 123 und 124 sowie, falls zutreffend § 125 GWB,

—— Erklärung zur Bewerbergemeinschaften inkl. Bestätigung der gesamtschuldnerischen Haftung, zum bevollmächtigten Vertreter gegenüber dem Auftraggeber, zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall (falls zutreffend),

—— Benennung von Leistungsteilen, die an Nachunternehmer vergeben werden sollen (falls zutreffend),

—— bei Eignungsleihe Benennung von Nachunternehmern und deren auszuführenden Leistungen sowie Benennung der Eignungskriterien und Vorlage der entsprechenden Verpflichtungserklärung der Nachunternehmer (insofern zutreffend).

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Mindestumsätze des Bieters für vergleichbare Leistungen,

— Berufshaftpflichtversicherung.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1) Gesamtumsatz für die Erbringung von Ingenieurleistungen nach HOAI im Bereich Tief- und/oder Wasserbau (Umsatz mindestens 228.500 EUR netto im Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre);

2) Gesamtumsatz für die Erbringung von Ingenieurleistungen nach HOAI landschaftsplanerischen Fachbereichen (Umsatz mindestens 42.500 EUR netto im Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre);

3) Berufshaftpflichtversicherung (Personenschäden: min. 1.500.000 EUR, Sach- und Sonstige Schäden: min. 300.000 EUR, Maximierung: 2-fach maximiert) bei Bietergemeinschaften für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Referenzen des Bieters für vergleichbare Leistungen,

— Nachweise zur fachlichen Eignung des zur Projektbearbeitung vorgesehenen Personals.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1) Nachweis einer Referenz über die Erbringung von Vermessungsleistungen im Rahmen der Planung/des Um- oder Neubaus von Deichbauwerken mind. Planungsbegleitende Vermessung (Grundleistungen Lph. 1 bis 4 gem. HOAI Anlage 1 Punkt 1.4.4 HAOI 2013) und Bauvermessung (Grundleistungen Lph. 1 bis 3 und 5 gem. HOAI Anlage 1 Punkt 1.4.7 HAOI 2013). in den letzten 10 Jahren bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist fertiggestelltes Vorhaben, Fertigstellungszeitpunkt = Bauabnahme Gesamtleistung) oder geplantes Vorhaben (mind. Vorlage Planrecht);

2) Nachweis der fachlichen Eignung des Projektleiters durch Eintrag in ein Berufsregister oder durch Studiennachweis eines technischen Studiums und durch Nachweis von mindestens 5 Jahren Berufserfahrung im Bereich der Erbringung von Ingenieurleistungen nach HOAI im Tief- und/oder Wasserbau sowie durch mindestens eine vergleichbare Referenz (Mitwirkung in leitender Funktion bei der Planung von Ingenieurbauwerken (mind. in den LPH 1-8 Grundleistungen Objektplanung Ingenieurbauwerke gem. HOAI) bei mind. einer vergleichbaren Referenz aus dem Bereich Deichsanierung oder Deichneubau, in vergleichbarer Länge mind. ≥ 1 km, in den letzten 10 Jahren bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist fertiggestelltes Vorhaben, Fertigstellungszeitpunkt = Bauabnahme Gesamtleistung oder geplantes Vorhaben (mind. Vorlage Planrecht);

3) Nachweis der fachlichen Eignung des stellvertretenden Projektleiters durch Eintrag in ein Berufsregister oder durch Studiennachweis eines technischen Studiums und durch Nachweis von mindestens 5 Jahren Berufserfahrung im Bereich der Erbringung von Ingenieurleistungen nach HOAI im Tief- und/oder Wasserbau;

4) für den für die SiGe-Koordination vorgesehenen Mitarbeiter muss der Sachkundenachweis nach der Verordnung für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV) – RAB 30 nachgewiesen werden.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Gemäß § 75 Abs. 2 und 3 VgV.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

— Erklärung mit TNA, dass Mitglieder Bewerbergemeinschaft (BG) gesamtschuldnerisch haften, auch über Auflösung der ARGE hinaus. Ein Bevollmächtigter ist als Vertreter der BG zu benennen. Bei Änderung der Zusammensetzung der BG, ist dies nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung des AG zulässig (siehe Bewerbungsformular),

— bei wirtschaftlicher oder finanzieller Eignungsleihe Abgabe Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers mit Teilnahmeantrag, über gemeinsame Haftung mit dem Hauptauftragnehmer für die Auftragsausführung entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe (siehe Bewerbungsformular),

— mit dem Angebot sind Erklärungen zu §§ 10, 12, 13, 17 und 18 LVG LSA einzureichen (siehe VGU Teil A),

— vor Auftragserteilung sind weitere Verpflichtungen und Erklärungen zu Interessenskollisionen einzureichen (siehe VGU Teil C).

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 17/03/2020
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 12/05/2020
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 30/09/2020

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Die Zahlung erfolgt elektronisch
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1) Sämtliche Kommunikation erfolgt im Vergabeportal über die bei der Erstanmeldung hinterlegte E-Mail-Adresse. Um sämtliche Informationen und Angebotsanfragen zum Vergabeverfahren zu erhalten, ist durch den Bewerber/Bieter eine dauerhafte Erreichbarkeit dieser E-Mail-Adresse für die Dauer des gesamten Verfahrens sicherzustellen;

2) Informationen zum Verfahren können über den Link unter I.3) abgerufen werden. z. B. VGU bestehend aus Teil A bis F, Unterlagen zum TNW bestehend aus Bewerbungsformular mit Anlagen 1 und 2, Verfahrensinformationen und Beantwortung von Bewerber- und Bieteranfragen im Fragen-Antworten-Info-Katalog (FAI-Katalog);

3) Alle VGU werden im TNW allen Bewerbern als Muster zur Verfügung gestellt und dienen der Information. Mit Angebotsaufforderung werden die endgültigen VGU als verbindl. Unterlagen zur Verfügung gestellt. Der AG behält sich das Ändern dieser Unterlagen ausdrücklich vor;

4) Anfragen werden vom AG anonymisiert und die Antwort allen Interessierten per fortgeschriebenen Fragen-Antworten-Info-Katalog (FAI-Katalog) über den Link unter I.3) zur Verfügung gestellt;

5) Insofern sich ein Interessent für das Vergabeverfahren registriert hat, erhält er über die registrierte E-Mail-Adresse automatisch Informationen zu sämtlichen Veröffentlichungen der Vergabestelle zum Vergabeverfahren;

6) Da keine automatische Registrierung erfolgt, werden nicht registrierte Interessierte auch nicht automatisch informiert. Daher ist zu beachten, dass sich nicht registrierte Interessierte regelmäßig über den Link unter I.3) eigenständig informieren müssen;

7) Die Einreichung der elektron. Teilnahmeanträge/Angebote kann in Textform erfolgen. Zudem ist die in Anlage 1 zum Bewerbungsformular geforderte Form einzuhalten;

8) Die Teilnahme am Bewerbungsverfahren erfolgt über das vorgegebene Bewerbungsformular (BF), der um die geforderten Angaben und Nachweise zu ergänzen ist;

9) Nicht deutschsprachige Nachweise müssen als beglaubigte Übersetzung in Deutsch vorgelegt werden;

10) Kopien von Nachweisen werden anerkannt, sofern sie keinen Anlass zu Zweifeln an der Übereinstimmung mit dem Original geben;

11) Gem. § 56 VgV hat der AG ein Entschließungsermessen dahingehend, ob er Unterlagen nachfordert. Der AG bindet sich hinsichtlich dieses Ermessens nicht vorab. Bewerber können nicht darauf vertrauen, dass sie Gelegenheit erhalten, Unterlagen nachzureichen;

12) Bewerber haben die Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb (TNW) unverzüglich auf Vollständigkeit und Unklarheiten zu überprüfen. Enthalten die Bewerbungs- und Vergabeunterlagen nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, so hat er unverzüglich und vor Abgabe des Teilnahmeantrags darauf hinzuweisen. Die Bewerber werden aufgefordert, im Interesse einer schnellen Beseitigung von Unklarheiten, frühzeitig und vorab ihre Fragen zu übermitteln;

13) Bewerber haben Verstöße gegen Vergabevorschriften zu rügen. Es gelten die Bestimmungen in § 160 Abs. 3 GWB. Soweit der Rüge nicht abgeholfen wird, sind Bewerber insbesondere verpflichtet, innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer einzureichen. Ansonsten ist der Antrag gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig;

14) Im Auftragsfall hat der Auftragnehmer die ihm übertragenen Leistungen in seinem Unternehmen bzw. gem. den Angaben im Teilnahmeantrag zu erbringen. Nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des AG ist eine weitere, im Teilnahmeantrag nicht angekündigte Unterbeauftragung zulässig;

15) Für die Ausarbeitung der Bewerbungs-/Angebotsunterlagen werden Bewerbern/Bietern keine Kosten erstattet;

16) Die Arbeitssprache ist deutsch. Während der Auftragserfüllung sind durch den AN sämtliche Unterlagen in deutscher Sprache an den AG zu liefern;

17) Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten sowie Ihren hierzu bestehenden Rechten erhalten Sie Informationen unter:

https://lhw.sachsen-anhalt.de/datenschutzerklaerung.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Ort: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land: Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Der Auftraggeber weist darauf hin, dass ein Nachprüfungsantrag nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig ist, soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
12/02/2020