Services - 220646-2021

03/05/2021    S85

Deutschland-Erbach: Dienstleistungen von Architekturbüros

2021/S 085-220646

Wettbewerbsbekanntmachung

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Eigenbetrieb Bau- und Immobilienmanagement Odenwaldkreis
Postanschrift: Michelstädter Straße 12
Ort: Erbach
NUTS-Code: DE71B Odenwaldkreis
Postleitzahl: 64711
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): BÄUMLE Architekten | Stadtplaner
E-Mail: mail@baeumlearchitekten.de
Telefon: +49 6151/2783980
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.odenwaldkreis.de
Adresse des Beschafferprofils: www.dtvp.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y3WDT8G/documents
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y3WDT8G
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

BSO_Neubau Schulgebäude am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis-Michelstadt

Referenznummer der Bekanntmachung: 202108_RPW-VgV_BSO
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71200000 Dienstleistungen von Architekturbüros
II.2)Beschreibung
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Das Berufliche Schulzentrum Odenwaldkreis in Michelstadt erhält einen Neubau der zukünftig das Berufliche Gymnasium, sowie die beiden Ausbildungszweige der höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz und der Fachschule für Sozialpädagogik beherbergen soll.

Als Nutzungsfläche werden etwa 1 800 m2 bei einer Schüleranzahl von 500 vorgegeben.

Für den Neubau wird von einer Gesamtinvestitionssumme von ca. 8,0 Mio EUR brutto vergl. nach DIN 276 der KG 200-700 zum Zeitpunkt der Fertigstellung Ende 2024 ausgegangen. Hinsichtlich des Raumprogramms strebt der Auslober einen nach neuesten Gesichtspunkten angepassten Bau in Sachen pädagogischer und betrieblicher Anforderung an.

Es soll ein Konzept entstehen, bei dem den Schülern eine maximal große Fläche an Unterrichtsbereichen zum Lernen, aber auch an Rückzugs- und Aufenthaltsbereichen zur Verfügung steht.

Ziel des Wettbewerbs ist es für diesen Standort eine Lösung zu finden, die aus dem festen Budget ein Maximum an qualitativer Fläche in technischer, architektonischer und vor allem pädagogischer Hinsicht erarbeitet.

Der Wettbewerb wird als „Nicht offener Realisierungswettbewerb“ gemäß den RPW 2013 ausgelobt. Nach Abschluss des Wettbewerbs wird gemäß der VgV ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern des Wettbewerbs durchgeführt.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.10)Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer:

Bewerben können sich Architekten oder Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Innenarchitekten unter der Federführung des Architekten.

Schlusstermin für die elektronische Einreichung der Bewerbungsunterlagen ist der 29.5.2021.Die Verwendung des formalisierten Bewerbungsbogens ist zwingend.

Fachliche Anforderungen sowie sonstige Zulassungsvoraussetzungen zum Nachweis der Teilnahmeberechtigung nach § 4 Abs. 1 Satz 2 RPW 2013:

— fristgerechter und vollständiger Eingang der Bewerbung,

— Eigenerklärung zur wirtschaftlichen Verknüpfung gemäß § 46 (2) VgV,

— Eigenerklärung, dass keine Ausschlusskriterien gemäß §§ 123 + 124 GWB vorliegen,

— Eigenerklärung zur Berufshaftpflichtversicherung,

— Nachweis der geforderten beruflichen Qualifikation des Bewerbers/jedes Mitglieds der Bewerbergemeinschaft durch aktuellen Nachweis der Berufszulassungen,

— Erklärung zur Teilnahme am Wettbewerb in Reinschrift des/der federführenden Bewerbers,

— Vorlage von min. 3 mit dem vorliegenden Projekt vergleichbaren Referenzen.

Zusätzlich bei Bewerbern, die Referenzen einreichen, die sie als Projektleiter für ein anderes Büro erbracht haben:

— Bestätigung über die Projektleitung durch das andere Büro.

Alle Bewerber, die die Zulassungskriterien erfüllen, werden zum Auswahlverfahren zugelassen. Doppelbewerbungen können zum Ausschluss aller Bewerber führen. Nicht form- und fristgerecht eingegangene Bewerbungen werden von der Wertung ausgeschlossen.

Auswahlkriterien nach § 71 Abs. 3 Satz1VgV i. V. m.§3Abs.3Satz 4 RPW 2013:

Zum Nachweis der Fachkunde und gestalterischen Kompetenz sollen mit dem vorliegendem Projekt vergleichbare Referenzprojekte eingereicht werden. Die Anzahl der Referenzen ist nicht beschränkt. Die Bewerber müssen jedoch 3 Referenzen auswählen, welche vom Auswahlgremium bewertet werden sollen.

Diese sind je Referenz auf einem Referenzblatt, Layoutgröße max. DIN A3 darzustellen und als pdf-Datei (Dateigröße max. 1MB) einzureichen und mit den Bezeichnungen P/1 bis P/3 zu kennzeichnen.

Die Präsentation erfolgt in Form einer Ausstellung oder Beamerpräsentation:

Referenzblatt P/1:

Ein Hochbauprojekt vergleichbarer Komplexität:

— Neubau: Fertigstellung (Lph 8 abgeschlossen) im Zeitraum 2011 bis 05/2021,

— konstruktiver Holzbau,

— Honorarzone III Anlage 10.2 HAOI,

— min. Lph 2-5 vom Bewerber erbracht.

Darstellung min. mit Lageplan, Regelgrundriss/Schnitt, Fotos zum Nachweis der Realisierung (keine Renderings!), weiteren graphischen Erläuterungen nach Wahl des Bewerbers.

Bewertung: 1-5 Pkt

Referenzblatt P/2:

Hochbauprojekt oder räumlicher Ausbau vergleichbarer Komplexität:

— Neubau: Fertigstellung (Lph 8 abgeschlossen) im Zeitraum 2011 bis 05/2021,

— Honorarzone III Anlage 10.2 HAOI,

— min. Lph 2-5 vom Bewerber erbracht.

Darstellung min. mit Lageplan, Regelgrundriss/Schnitt, Fotos zum Nachweis der Realisierung (keine Renderings!), weiteren graphischen Erläuterungen nach Wahl des Bewerbers.

Bewertung: 1-5 Pkt

Referenzblatt P/3:

Ein realisiertes oder geplantes Projekt (z. B. Wettbewerbserfolg oder -beitrag) nach Wahl des Bewerbers welches die Eignung des Bewerbers im Hinblick auf die ausstehende Planungsaufgabe (möglichst aus dem Bereich Holzbau) exemplarisch dokumentiert.

— Bearbeitung im Zeitraum 2011 bis 05/2021

Darstellung nach Wahl der Bewerber.

Bewertung: 1-5 Pkt

Auswahl:

Bewertung der Referenzen durch ein Auswahlgremium unter Hinzuziehung externer Architekten:

— 1 Pkt. sehr geringe Qualität,

— 2 Pkt. geringe Qualität,

— 3 Pkt. durchschnittliche Qualität,

— 4 Pkt. gute Qualität,

— 5 Pkt. sehr gute Qualiät.

In Summe können max. 15 Punkte erreicht werden.

Erfüllen mehrere Bewerber die Anforderungen und ist die Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl entsprechend der zugrunde gelegten Auswahlkriterien zu hoch, erfolgt die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Teilnahme ist einem bestimmten Berufsstand vorbehalten: ja
Beruf angeben:

Teilnahmeberechtigt sind Architekten oder Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Innenarchitekten unter der Federführung des Architekten. Wenn die Teilnahmevoraussetzung innerhalb eines Unternehmens gegeben sind, so ist die Bildung einer Bewerbergemeinschaft mit anderen Unternehmen nicht zwingend. In diesem Fall bewirbt sich der Bewerber als Einzelunternehmen.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.2)Art des Wettbewerbs
Nichtoffen
Mindestzahl: 15
Höchstzahl: 20
IV.1.7)Namen der bereits ausgewählten Teilnehmer:
IV.1.9)Kriterien für die Bewertung der Projekte:

— Städtebauliche Einfügung,

— Funktionalität,

— Gestalterische Qualität,

— Holzbaukonzeption,

— Pädagogische Aspekte,

— Wirtschaftlichkeit.

IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Projekte oder Teilnahmeanträge
Tag: 31/05/2021
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 28/04/2021
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Projekte erstellt oder Teilnahmeanträge verfasst werden können:
Deutsch
IV.3)Preise und Preisgericht
IV.3.1)Angaben zu Preisen
Es werden ein oder mehrere Preise vergeben: ja
Anzahl und Höhe der zu vergebenden Preise:

Als Wettbewerbssumme stellt die Ausloberin einen Gesamtbetrag in Höhe von 40 000 EUR (zzgl. gesetzliche MwSt.) zur Verfügung.

— 1. Preis 16 000 EUR,

— 2. Preis 10 000 EUR,

— 3. Preis 6 000 EUR,

— Anerkennungen 8 000 EUR.

Die Aufteilung der Wettbewerbssumme und die Zuerteilung von Anerkennungen kann durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichts neu festgelegt werden.

IV.3.2)Angaben zu Zahlungen an alle Teilnehmer:
IV.3.3)Folgeaufträge
Ein Dienstleistungsauftrag infolge des Wettbewerbs wird an den/die Gewinner des Wettbewerbs vergeben: ja
IV.3.4)Entscheidung des Preisgerichts
Die Entscheidung des Preisgerichts ist für den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber bindend: ja
IV.3.5)Namen der ausgewählten Preisrichter:
Prof. Anett-Maud Joppien, Architektin, Frankfurt am Main
Matthias Hein, Architekt, A-Bregenz
Andreas Krawczyk, Architekt, Frankfurt am Main
Jörg Sturm, Architekt, Dipperz
Oliver Grobeis, Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent, Michelstadt
Rainer Zelta, Betriebsleiter Eigenbetrieb Bau- und Immobilienmanagement, Odenwaldkreis
N. N., Eigenbetrieb Bau- und Immobilienmanagement, Odenwaldkreis

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Abgabe der Teilnahmeanträge:

Die Teilnahmeanträge müssen elektronisch in Textform (§ 126b BGB) und mit den übrigen geforderten Angaben und Erklärungen unter Verwendung des zur Verfügung gestellten formalisierten Bewerbungsbogens bis spätestens zu dem genannten Datum in dem Projektraum „Neubau Schulgebäude am Beruflichen Schulzentrum, Odenwaldkreis – Michelstadt“ eingegangen sein. Die Abgabe schriftlicher Teilnahmeanträge ist nicht zugelassen. Teilnahmeanträge, die nach Ablauf der vorgenannten Bewerbungsfrist eingehen, werden nicht berücksichtigt.

2. Auftragsvergabe im Verhandlungsverfahren:

Nach Abschluss des Wettbewerbs wird gemäß der VgV ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern des Wettbewerbs durchgeführt. Bewerbergemeinschaften treten dabei als Bietergemeinschaften auf. Diese dürfen auch nach Abschluss des Wettbewerbs eingegangen oder erweitert werden (Eignungsleihe gemäß § 47 VgV).

Um für das Verhandlungsverfahren zugelassen zu werden, müssen (nach dem Abschluss des Wettbewerbs) innerhalb einer angemessenen Frist folgende Eignungskriterien nachgewiesen werden:

1. Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssumme über mindestens 3,0 Mio EUR je Verstoß für Personenschäden und 1,0 Mio EUR für sonstige Schäden (Sachschäden und Vermögensschäden (echte und unechte)),

2. Namentliche Benennung von technischen Fachkräften, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen (mindestens 5 technische Mitarbeiter mit einer der Teilnahmeberechtigung entsprechenden Qualifikation für den Bereich Objektplanung Gebäude),

3. Erklärung zur gesamtschuldnerischen Haftung und Vertretungsberechtigung des bevollmächtigten Vertreters für Angebot, Verhandlung und Vertragsabschluss (Hinweis: Nach Abschluss des Verfahrens werden gesonderte Verträge über die Leistungen der jeweiligen Fachdisziplinen abgeschlossen).

Bekanntmachungs-ID: CXP4Y3WDT8G

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Wilhelminenstraße 1-3
Ort: Darmstadt
Postleitzahl: 64283
Land: Deutschland
E-Mail: poststelle@rpda.hessen.de
Telefon: +49 6151/12-6601
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Wilhelminenstraße 1-3
Ort: Darmstadt
Postleitzahl: 64283
Land: Deutschland
E-Mail: poststelle@rpda.hessen.de
Telefon: +49 6151/12-6601
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Siehe §§ 160 ff. GWB:

Innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann ein Nachprüfverfahren bei der Vergabekammer beantragt werden (§160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Siehe VI.4.1).
Ort: Darmstadt
Land: Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
28/04/2021