Supplies - 23694-2021

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18/01/2021    S11

Deutschland-München: Datenbanksoftwarepaket

2021/S 011-023694

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag

Richtlinie 2009/81/EG

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber / Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Offizielle Bezeichnung: Bayerisches Landeskriminalamt
Postanschrift: Maillingerstraße 15
Ort: München
Postleitzahl: 80636
Land: Deutschland
E-Mail: blka.sg124.ausschreibungen@polizei.bayern.de
Fax: +49 8912122879

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers / des Auftraggebers: http://www.polizei.bayern.de

Weitere Auskünfte erteilen:
die oben genannten Kontaktstellen

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken:
die oben genannten Kontaktstellen

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an:
die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.3)Haupttätigkeit(en)
Öffentliche Sicherheit und Ordnung
I.4)Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber / anderer Auftraggeber

Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: ja

Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Postanschrift: Alt-Moabit 140
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10557
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium der Finanzen
Postanschrift: Wilhelmstraße 97
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10117
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg
Postanschrift: Willy-Brandt-Straße 41
Ort: Stuttgart
Postleitzahl: 70173
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Postanschrift: Klosterstraße 47
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10179
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg
Postanschrift: Postfach 601165
Ort: Potsdam
Postleitzahl: 14411
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Der Senator für Inneres der Freien Hansestadt Bremen
Postanschrift: Contrescarpe 22-24
Ort: Bremen
Postleitzahl: 28203
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Behörde für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg
Postanschrift: Johanniswall 4
Ort: Hamburg
Postleitzahl: 20095
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Postanschrift: Postfach 31 67
Ort: Wiesbaden
Postleitzahl: 65021
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern
Postanschrift: Alexandrinenstraße 1
Ort: Schwerin
Postleitzahl: 19055
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
Postanschrift: Lavesallee 6
Ort: Hannover
Postleitzahl: 30169
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen
Postanschrift: Friedrichstraße 62-80
Ort: Düsseldorf
Postleitzahl: 40217
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz
Postanschrift: Schillerplatz 3-5
Ort: Mainz
Postleitzahl: 55116
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Saarländisches Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
Postanschrift: Franz-Josef-Röder-Straße 21
Ort: Saarbrücken
Postleitzahl: 66119
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Sächsisches Staatsministerium des Innern
Postanschrift: Wilhelm-Buck-Straße 2
Ort: Dresden
Postleitzahl: 01097
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt
Postanschrift: Halberstädter Str. 2
Ort: Magdeburg
Postleitzahl: 39112
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein
Postanschrift: Düsternbrooker Weg 92
Ort: Kiel
Postleitzahl: 24105
Land: Deutschland

Offizielle Bezeichnung: Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales
Postanschrift: Steigerstraße 24
Ort: Erfurt
Postleitzahl: 99096
Land: Deutschland

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Beschaffung einer verfahrensübergreifenden Recherche- und Analyseplattform (VeRA) für die Polizei des Freistaates Bayern (Primärauftraggeber) sowie mit der unverbindlichen Abrufoption unter der Rahmenvereinbarung für die Polizeien der Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und für die Bundesbehörden Bundeskriminalamt (BKA) und Bundespolizei (BPOL) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie das Zollkriminalamt (ZKA) der Generalzolldirektion im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) (Länder und Bundesbehörden jeweils als Sekundärauftraggeber) im Rahmen des Programms Polizei2020 zur Kooperation der deutschen Polizei- und Sicherheitsbehörden für die Modernisierung des polizeilichen Informationswesens von Bund und Ländern.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Lieferauftrag

NUTS-Code DE2 BAYERN

II.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
II.1.4)Angaben zur Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer

Laufzeit der Rahmenvereinbarung

Laufzeit in Monaten: 60
II.1.5)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
Die gleichzeitige, berechtigungsabhängige und übergreifende Analyse und Recherche in unterschiedlichen Datenbeständen der Polizei ist für die Gefahrenabwehr und Kriminalitätsbekämpfung von enormer Bedeutung, insbesondere zur Ermittlung und Aufdeckung straf- und gefahrenabwehrrechtlich relevanter Sachverhalte auf gemeinsame Strukturen, Handlungsmuster, Personengruppen sowie zeitliche, sachliche, organisatorische, personale und situative Zusammenhänge.
Es besteht daher die Absicht des Erwerbs einer verfahrensübergreifenden Recherche- und Analyseplattform (VeRA) auf dem neuesten technischen Stand. Die Kernkompetenz dieses Systems VeRA ist der direkte Zugriff, das Zusammenführen und Auswerten von Daten aus unterschiedlichen Quellen. Das System muss sowohl bereits vorhandene polizeiliche Datenbestände als auch externe Datenquellen verarbeiten können. Weitere Leistungsinhalte des ausgeschriebenen Systems umfassen insbesondere den Datenabgleich von internen und externen, strukturierten und unstrukturierten Datenbeständen zum Erkennen von Zusammenhängen innerhalb der Analysesoftware, die Durchführung geografischer Auswertungen innerhalb des Systems und die Visualisierung und der Export (mit Quellangaben) von Rechercheergebnissen sowie von Beziehungszusammenhängen zwischen Objekten. Zudem muss das System Protokollierungsfunktionen bieten, insbesondere muss der gesamte Prozess mitsamt allen Bearbeitungsschritten, Datenfusionsmethodik, Datenbearbeitungsschritten sowie Berichterstattung individuell für einen Nutzer nachvollzogen werden können und vor Gericht nachvollziehbar/erklärbar sein.
Das System VeRA muss den geltenden rechtlichen, insbesondere datenschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Es muss technisch weiterentwickel- und anpassbar sein, um zukünftige fachliche und rechtliche Änderungen umsetzen zu können. Ziel ist es, ein ausreichend dimensioniertes, skalierbares VeRA für eine unbeschränkte Anzahl von Anwendern zu erhalten, welches mit ständig wachsenden Datenvolumina dauerhaft leistungsfähig arbeiten kann.
Die Beschaffung umfasst im Kern den Erwerb eines markterprobten Systems (Standardsoftware) für die datenbankübergreifende Analyse und Recherche, welches in einer bestehenden IT-Umgebung (Hardware, Software, Netzwerk) installiert werden kann.
Für den Primärauftraggeber Freistaat Bayern ist das System VeRA unmittelbar nach Abschluss der Rahmenvereinbarung (Zuschlagserteilung) im Rahmen eines zu schließenden EVB-IT Systemvertrags zu liefern und in die bestehende IT-Architektur der Bayerischen Polizei zu implementieren sowie Schulungsleistungen zu erbringen. Nach der Abnahme des Systems ist der Systemservice für den Betrieb (Hardwarewartung, Softwarepflege, Betriebsüberwachung, Support) zu erbringen.
Für den Sekundärauftraggeber Bund sind im Falle des (freibleibenden) Abrufs nach Beauftragung die Standardsoftware des Systems VeRA (im Rahmen eines zu schließenden EVB-IT Systemvertrags) zu liefern, zu installieren und zu integrieren sowie Schulungsleistungen und nach Abnahme Systemserviceleistungen zu erbringen.
Für die übrigen Sekundärauftraggeber (Bundesländer) sind im Falle des (freibleibenden) Abrufs je nach Beauftragung die Standardsoftware des Systems VeRA (im Rahmen eines zu schließenden EVB-IT Überlassungsvertrags) zu liefern sowie Softwarepflegeleistungen (im Rahmen eines zu schließenden EVB-IT Pflegevertrags S) und Dienstleistungen (im Rahmen eines zu schließenden EVB-IT Dienstvertrags) zu erbringen.
Abruf-/Abnahmeverpflichtungen für die Sekundärauftraggeber bestehen jeweils keine. Der Auftragnehmer ist im Falle des Abrufs jeweils zur Leistungserbringung verpflichtet.
II.1.6)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

48611000 Datenbanksoftwarepaket, 48612000 Datenbankverwaltungssystem, 48613000 Elektronische Datenverwaltung, 48614000 Datenerfassungssystem, 72315000 Datennetzverwaltungs- und -unterstützungsdienste

II.1.7)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Der Bieter muss im Angebot alle Auftragsteile, die er möglicherweise an Dritte zu vergeben gedenkt, sowie alle vorgeschlagenen Unterauftragnehmer und die Gegenstände der Unteraufträge angeben
Der Bieter muss alle Änderungen angeben, die sich bei Unterauftragnehmern während der Auftragsausführung ergeben
II.1.8)Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2)Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:
vgl. Abschnitt II.1.5)
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Zahl der möglichen Verlängerungen: 2
Voraussichtlicher Zeitrahmen für Folgeaufträge bei verlängerbaren Liefer- oder Dienstleistungsaufträgen:
in Monaten: 24 (ab Auftragsvergabe)
II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung
Laufzeit in Monaten: 60 (ab Auftragsvergabe)

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Gemäß Vergabeunterlagen.
III.1.2)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
Gemäß Vergabeunterlagen.
III.1.3)Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
Gesamtschuldnerisch haftend.
III.1.4)Sonstige besondere Bedingungen für die Auftragsausführung, insbesondere bezüglich der Versorgungs- und Informationssicherheit:
Auftraggeber sowie Bewerber, Bieter und Auftragnehmer wahren gegenseitig die Vertraulichkeit aller Angaben und Unterlagen. Für die Anforderungen an den Schutz von Verschlusssachen einschließlich ihrer Weitergabe an Unterauftragnehmer (§ 9 VSVgV) gilt u. a. § 7 VSVgV. Bewerber, Bieter und Auftragnehmer dürfen keine von dem Auftraggeber als Verschlusssache eingestufte Information ohne Zustimmung des Auftraggebers an Dritte weitergeben. Bewerber, Bieter und Auftragnehmer müssen die Wahrung der Vertraulichkeit mit den in Aussicht genommenen Unterauftragnehmern vereinbaren.
Da es sich bei dem ausgeschriebenen Auftrag um einen sicherheitsspezifischen Verschlusssachenauftrag i. S. d. § 104 Abs. 1 Nr. 2, Nr. 4, Abs. 3 GWB handelt, müssen die Bewerber, Bieter und Auftragnehmer sowie die als eignungsrelevant (i.S.v. § 26 Abs. 3, § 27 Abs. 4 VSVgV) angegebenen anderen Unternehmen und die zur Auftragsausführung ggf. weiteren vorgesehenen oder eingesetzten Unterauftragnehmer erforderliche Maßnahmen, Anforderungen und Auflagen sicherstellen bzw. erfüllen, um den Schutz von Verschlusssachen (VS) entsprechend dem Geheimhaltungsgrad VS-nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) gem. Art. 7 Abs. 2 Nr. 4 BaySÜG (Bayerisches Sicherheitsüberprüfungsgesetz) zu gewährleisten (§ 7 Abs. 1 VSVgV). Insbesondere ist das unterschriebene Merkblatt über die Behandlung von Verschlusssachen (VS) des Geheimhaltungsgrades VS-nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD-Merkblatt, Anlage 7 der Verschlußsachenanweisung für die Behörden des Freistaates Bayern) mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Die Vergabeunterlagen werden nur an die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Unternehmen abgegeben, die das VS-NfD-Merkblatt unterschrieben eingereicht haben. Weitere Anforderungen ergeben sich aus den Vergabeunterlagen des Vergabeverfahrens.
Für den Fall der Ausübung einer sicherheitsempfindlichen Tätigkeit, wie dem Zugang zu VS-vertraulich eingestuften Verschlusssachen oder höher (Art. 3 Abs. 1 Nr. 1 BaySÜG) oder der Notwendigkeit der Beschäftigung an sicherheitsempfindlichen Stellen von lebens- oder verteidigungswichtigen Einrichtungen (Art. 3 Abs. 1 Nr. 4 BaySÜG) bzw. der Tätigkeit in einem Sicherheitsbereich (Art. 3 Abs. 1 Nr. 3 BaySÜG), behält sich der Primärauftraggeber jeweils eine einfache Sicherheitsüberprüfung der entsprechenden Personen nach Art. 10 Abs. 1 BaySÜG bei Bedarf vor. Vergleichbare Bestimmungen gelten für die Sekundärauftraggeber. Weiterhin behält sich der Primärauftraggeber bei Bedarf vor, nach Vertragsschluss (Zuschlagserteilung) den Auftragnehmer sowie ggf. Unterauftragnehmer in die Geheimschutzbetreuung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie oder entsprechender Landesbehörden aufzunehmen. Gleiches gilt für die Sekundärauftraggeber.
Die Vergabestelle weist darauf hin, dass ein Unternehmen gemäß § 147 S. 1, § 124 Abs. 1 GWB auch dann von der Teilnahme an dem Vergabeverfahren ausgeschlossen werden kann, wenn das Unternehmen nicht die erforderliche Vertrauenswürdigkeit aufweist, um Risiken für die nationale Sicherheit auszuschließen. Der Nachweis, dass Risiken für die nationale Sicherheit nicht auszuschließen sind, kann auch mit Hilfe geschützter Datenquellen erfolgen (§ 147 S. 2 GWB).
Der Teilnahmeantrag muss zudem folgende unterschriebene Verpflichtungs-/Eigenerklärungen (gemäß den zur Verfügung gestellten Vordrucken) des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft sowie (soweit einschlägig) der als eignungsrelevant benannten anderen Unternehmen enthalten:
1. Verpflichtungserklärung (Vordruck) des Bewerbers nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 lit. a) VSVgV, während der gesamten Vertragsdauer sowie nach Kündigung, Auflösung oder Ablauf des Vertrags den Schutz aller in seinem Besitz befindlichen oder ihm zur Kenntnis gelangter Verschlusssachen gemäß den einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu gewährleisten. Als Anlage zu der vorgenannten Verpflichtungserklärung hat der Bewerber das von ihm unterschriebene Merkblatt für die Behandlung von Verschlusssachen (VS) des Geheimhaltungsgrades VS-nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD-Merkblatt) mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
2. Verpflichtungserklärung (Vordruck) jedes als eignungsrelevant benannten anderen Unternehmens nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 lit. b) VSVgV, während der gesamten Vertragsdauer sowie nach Kündigung, Auflösung oder Ablauf des Vertrags den Schutz aller in seinem Besitz befindlichen oder ihm zur Kenntnis gelangter Verschlusssachen gemäß den einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu gewährleisten. Als Anlage zu der vorgenannten Verpflichtungserklärung hat das jeweilige Unternehmen das von ihm unterschriebene Merkblatt für die Behandlung von Verschlusssachen (VS) des Geheimhaltungsgrades VS-nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD-Merkblatt) mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
3. Verpflichtungserklärung (Vordruck) des Bewerbers nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 VSVgV, von Unterauftragnehmern, an die er im Zuge der Auftragsausführung Unteraufträge vergibt, Erklärungen und Verpflichtungserklärungen gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 2 lit. b) VSVgV einzuholen und vor der Vergabe des Unterauftrags dem Auftraggeber vorzulegen.
4. Eigenerklärung (Vordruck) des Bewerbers, dass die Lehren und Technologien des L. Ron Hubbard während der Vertragsdauer im Unternehmen weder angewandt, gelehrt oder verbreitet werden (Scientology-Schutzerklärung).
5. Eigenerklärung (Vordruck) jedes als eignungsrelevant benannten anderen Unternehmens, dass die Lehren und Technologien des L. Ron Hubbard während der Vertragsdauer im Unternehmen weder angewandt, gelehrt oder verbreitet werden (Scientology-Schutzerklärung).
III.1.5)Angaben zur Sicherheitsüberprüfung:
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Persönliche Lage

Kriterien für die persönliche Lage der Wirtschaftsteilnehmer (die zu deren Ausschluss führen können) einschließlich Pflicht zur Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister

Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Nachweis (in Kopie) über die erlaubte Berufsausübung, je nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Landes, in dem das Unternehmen ansässig ist, entweder über die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister dieses Staates oder durch Nachweis auf andere gleich geeignete Weise.

Kriterien für die persönliche Lage von Unterauftragnehmern (die zu deren Ausschluss führen können) einschließlich Pflicht zur Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister

Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Es gelten die gleichen Anforderungen wie für Bewerber.
III.2.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Kriterien für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsteilnehmer (die zu deren Ausschluss führen können)

Möglicherweise geforderte Mindeststandards: 1. Eigenerklärung (Vordruck) über den Gesamtumsatz des Unternehmens mit einem järlichen Mindestumsatz von durchschnittlich 5 Mio. EUR in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren entsprechend dem Gründungsdatum oder dem Datum der Tätigkeitsaufnahme des Unternehmens (Mindestanforderung),
2. Eigenerklärung (Vordruck), dass eine aktuell gültige Betriebshaftpflichtversicherung oder eine vergleichbare marktübliche Versicherung mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 5 Mio. EUR für Personenschäden und Sachschäden je Schadensfall und Versicherungsjahr besteht oder im Auftragsfall auf erstes Anfordern des Auftraggebers abgeschlossen wird (Mindestanforderung).
Die unter Abschnitt III.2.2) Nr. (1) und Nr. (2) geforderten Kriterien zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Bewerber stellen Mindestanforderungen an die Eignung gem. § 21 Abs. 2 S. 1 VSVgV dar. Diese Mindestanforderungen stehen mit dem Auftragsgegenstand im sachlichen Zusammenhang und sind durch ihn gerechtfertigt.

Kriterien für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit von Unterauftragnehmern (die zu deren Ablehnung führen können)

Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Eigenerklärung (Vordruck) über den Gesamtumsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren entsprechend dem Gründungsdatum oder dem Datum der Tätigkeitsaufnahme des Unternehmens.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards: Eigenerklärung (Vordruck), dass eine aktuell gültige Betriebshaftpflichtversicherung oder eine vergleichbare marktübliche Versicherung mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 5 Mio. EUR für Personenschäden und Sachschäden je Schadensfall und Versicherungsjahr besteht oder im Auftragsfall auf erstes Anfordern des Auftraggebers abgeschlossen wird (Mindestanforderung).
III.2.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Kriterien für die technischen und beruflichen Fähigkeiten der Wirtschaftsteilnehmer (die zu deren Ausschluss führen können)

Möglicherweise geforderte Mindeststandards
1. Angabe (Vordruck) der durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahl des Unternehmens (mindestens 50) in den letzten 3 Jahren (Stichtag: Ablauf der Teilnahme-/Bewerbungsfrist) (Mindestanforderung),
2. Angabe (Vordruck) der Anzahl der technischen Fachkräfte (mindestens 20), die im Bereich Forschung und/oder Produktentwicklung tätig sind (Mindestanforderung),
3. Angabe (Vordruck) der Anzahl der technischen Fachkräfte (mindestens 5), die im Bereich Beratung und Unterstützung der Kunden vor Ort tätig sind (Mindestanforderung),
4. Angabe (Vordruck) über die Anzahl der Fachkräfte (mindestens 20), die im Bereich Support (insb. Incident/Problem Management) tätig sind (Mindestanforderung),
5. Darstellung (Vordruck) von mindestens einer Referenz innerhalb der letzten 5 Jahre (Stichtag: Ablauf der Teilnahme-/ Bewerbungsfrist) über die Lieferung, die Inbetriebnahme und den Service einer verfahrensübergreifenden Recherche- und Analy-seplattform („System“), die durch mindestens 100 Benutzer genutzt wird, an/für eine deutsche Behörde oder Organisation mit Sicherheitsaufgaben (BOS) oder eine Behörde eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU) oder eine Behörde der EU oder des Vereinigten Königreichs oder eine Behörde eines Mitgliedstaates der EFTA oder der Schweiz, die jeweils mit Sicherheitsaufgaben betraut ist (Mindestanforderung). Dieses System muss dabei vollständig mangelfrei abgenommen und im Wirkbetrieb sein und muss dabei mindestens kumulativ über folgende Kernfunktionalitäten (a bis e) verfügen (Mindestanforderungen):
a) direkter Zugriff auf sowie das Zusammenführen und Auswerten von Daten aus unterschiedlichen Quellen,
b) Verarbeitung von bereits vorhandenen Datenbeständen sowie von externen Datenquellen,
c) Datenabgleich von internen und externen sowie von strukturierten und unstrukturierten Datenbeständen zum Erkennen von Zusammenhängen innerhalb der Analysesoftware,
d) umfassende Recherche und Visualisierung von Zusammenhängen zwischen den Datenbeständen,
e) eine mobile Nutzung.
6. Namentliche Angabe (Vordruck) der für die Auftragsausführung vorgesehenen verantwortlichen Person (Projektleiter als Hauptansprechpartner) mit a) der beruflichen Erfahrung der Projektleitung mindestens eines Referenzprojekts entsprechend den Referenzanforderungen gem. Abschnitt III.2.3) Nr. (5) sowie b) der allgemeinen Berufserfahrung als Projektleiter oder Key Account Manager von mindestens 2 Jahren (Stichtag: Ablauf der Teilnahme-/Bewerbungsfrist) und c) der Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift (Mindestanforderungen).
Die unter Abschnitt III.2.3) Nr. (5) angegebene Referenz kann dabei mit dem unter Abschnitt III.2.3) Nr. (6) lit. a) für den Projektleiter angegebenen Referenzprojekt identisch sein.
Für den Fall, dass der Bewerber oder Bieter diesen im Teilnahmewettbewerb benannten Projektleiter im Laufe des Verhandlungsverfahrens oder nach Zuschlagserteilung aus zwingenden Gründen austauschen muss, ist dies nur gestattet, wenn und soweit der Austausch-Projektleiter über dieselben unter lit. a) bis c) vorgenannten Eignungskriterien verfügt, wie der benannte Projektleiter.
Die unter Abschnitt III.2.3) Nr. (1), (2), (3), (4), (5) und (6) geforderten Kriterien zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit stellen jeweils Mindestanforderungen an die Eignung gem. § 21 Abs. 2 S. 1 VSVgV dar. Diese Mindestanforderungen stehen mit dem Auftragsgegenstand im sachlichen Zusammenhang und sind durch ihn gerechtfertigt.

Kriterien für die technischen und beruflichen Fähigkeiten von Unterauftragnehmern (die zu deren Ausschluss führen können)

Möglicherweise geforderte Mindeststandards
Es gelten für den Fall der Eignungsleihe gem. § 27 Abs. 4 S. 1 VSVgV die jeweils gleichen Mindestanforderungen wie für Bewerber.
III.2.4)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.3)Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.3.2)Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.2)Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Zahl der Wirtschaftsteilnehmer 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: Es erfolgt eine Begrenzung der Zahl der geeigneten Bewerber gem. § 21 Abs. 3 S. 1 VSVgV. Sind mehr als 5 Bewerber vorhanden, die entsprechend den in den Abschnitten III.2.1), III.2.2) und III.2.3) genannten Eignungskriterien geeignet sind (d.h. die die festgelegten objektiven Kriterien erfüllen und damit über die entsprechende berufliche Befähigung verfügen sowie wirtschaftlich und finanziell sowie technisch und beruflich leistungsfähig sind) und bzgl. welcher kein Ausschluss nach § 147 S. 1 GWB i.V.m. §§ 123, 124 GWB erfolgt, werden aus dem Bewerberkreis 5 Bewerber von der Vergabestelle ausgewählt und zur Angebotsabgabe aufgefordert. Sind nicht mehr als 5 Bewerber vorhanden, die die o. g. Anforderungen erfüllen, erfolgt keine Begrenzung der Zahl der Bewerber. Die Auswahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bewerber erfolgt anhand folgender gem. § 21 Abs. 3 S. 2 VSVgV objektiver und nicht diskriminierender Anforderungen in den Auswahlkriterien Nr. 1 bis Nr. 4. Die von den Bewerbern je Auswahlkriterium erreichten Punkte werden je Bewerber zu einer Gesamtpunktzahl addiert, insgesamt sind maximal 150 Punkte erreichbar. Anhand der erreichten Gesamtpunktzahlen wird eine Rangfolge der Bewerber erstellt. Die 5 bestplatzierten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bei möglichem Punktgleichstand auf dem letzten Rang entscheidet bei mehr als 5 Bewerbern das Los (vgl. OLG Hamburg, Beschluss vom 20.3.2020, Az. 1 Verg 1/19). Es werden nicht mehr als 5 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Auswahlkriterium Nr. (1): Es wird die Anzahl der Fachkräfte gemäß Abschnitt III.2.3 Nr. (3) und Nr. (4) bewertet, und zwar nach den Kategorien (a) im Bereich Beratung und Unterstützung der Kunden vor Ort und (b) im Bereich Support (insb. Incident/Problem Management). Als Punkte werden im Bereich (a) vergeben: 10 Punkte bei mehr als 5 und bis zu 8 Fachkräften; 15 Punkte bei 9 bis 12 Fachkräften; 20 Punkte bei mehr als 12 Fachkräften. Darüber hinaus werden keine Punkte vergeben, auch wenn weitere Fachkräfte angegeben werden. Maximal sind im Bereich (a) 20 Punkte erreichbar. Als Punkte werden im Bereich (b) vergeben: 10 Punkte bei mehr als 20 und bis zu 25 Fachkräften; 15 Punkte bei 26 bis 30 Fachkräften; 20 Punkte bei mehr als 30 Fachkräften. Darüber hinaus werden keine Punkte vergeben, auch wenn weitere Fachkräfte angegeben werden. Maximal sind im Bereich (b) 20 Punkte erreichbar. Im Auswahlkriterium Nr. (1) sind damit insgesamt maximal 40 Punkte erreichbar. Auswahlkriterium Nr. (2): Es wird die Anzahl der Referenzen gemäß Abschnitt III.2.3 Nr. (5) bewertet. Es werden 60 Punkte vergeben, wenn mehr als eine Referenz, die jeweils vollständig den Mindestanforderungen entspricht, nachgewiesen wird. Darüber hinaus werden keine Punkte vergeben, auch wenn mehr als 2 entsprechende Referenzen angegeben werden. Maximal sind im Auswahlkriterium Nr. (2) 60 Punkte erreichbar. Auswahlkriterium Nr. (3): Es wird die Anzahl der Referenzen des angegebenen Projektleiters gemäß Abschnitt III.2.3 Nr. (6) a) bewertet. Es werden 30 Punkte vergeben, wenn mehr als eine Referenz, die jeweils den Mindestanforderungen gemäß Abschnitt III.2.3 Nr. (5) entspricht, nachgewiesen wird. Darüber hinaus werden keine Punkte vergeben, auch wenn mehr als 2 entsprechende Referenzen des benannten Projektleiters angegeben werden. Maximal sind im Auswahlkriterium Nr. (3) 30 Punkte erreichbar. Auswahlkriterium Nr. (4): Es wird die Anzahl der Jahre der allgemeinen Berufserfahrung des angegebenen Projektleiters als Projektleiter oder Key Account Manager gemäß Abschnitt III.2.3 Nr. (6) b) bewertet. Maßgeblich ist das Datum des erstmaligen Einsatzes als Projektleiter oder Key Account Manager, unabhängig von dem Bestehen des konkreten Beschäftigungsverhältnisses bei dem Bewerber bzw. gegenwärtigen Unternehmen. Es werden 10 Punkte vergeben bei einer entsprechenden Berufserfahrung von mehr als 2 bis zu 3 Jahren; es werden 20 Punkte vergeben bei einer entsprechenden Berufserfahrung von mehr als 3 Jahren. Maximal sind im Auswahlkriterium Nr. (4) 20 Punkte erreichbar.
IV.1.3)Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote ja
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wurde durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
124-8010-044/20
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
IV.3.3)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung
IV.3.4)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
22.2.2021 - 13:00
IV.3.5)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.3.6)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:
1. Das Bayerische Landeskriminalamt führt dieses Vergabeverfahren als zuständige Vergabestelle für den Freistaat Bayern als öffentlicher Auftraggeber (Primärauftraggeber) sowie federführend für die weiteren öffentlichen Auftraggeber Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen sowie die Bundesbehörden Bundeskriminalamt (BKA), Bundespolizei (BPOL) und Zollkriminalamt (ZKA) der Generalzolldirektion (jeweils Sekundärauftraggeber mit einer unverbindlichen Abrufoption i. S. v. § 14 Abs. 2 S. 1, S. 2 VSVgV unter der ausgeschriebenen Rahmenvereinbarung mit einem Unternehmen i. S. v. § 103 Abs. 5 S. 1 GWB, § 14 Abs. 3 VSVgV) nach den Vorschriften der Vergabeverordnung Verteidigung und Sicherheit (VSVgV) durch, da es sich bei dem ausgeschriebenen Auftrag um einen sicherheitsspezifischen Verschlusssachenauftrag i. S. d. § 104 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) handelt. Der Primärauftraggeber Freistaat Bayern wird alleiniger Vertragspartner des Auftragnehmers der ausgeschriebenen Rahmenvereinbarung mit einem Unternehmen i. S. v. § 103 Abs. 5 S. 1 GWB, § 14 Abs. 3 VSVgV. Unter dieser Rahmenvereinbarung wird durch Abruf des Freistaates Bayern ein EVB-IT Systemvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Auftragnehmer geschlossen. Der Sekundärauftraggeber Bund erhält als Abrufberechtigter aus der Rahmenvereinbarung die einseitig ausübbare, freibleibende Abrufoption zum Abschluss eines EVB-IT Systemvertrags mit dem Auftragnehmer. Die übrigen Sekundärauftraggeber (Bundesländer) erhalten als Abrufberechtigte aus der Rahmenvereinbarung die einseitig ausübbare, freibleibende Abrufoption zum Abschluss von jeweils einem EVB-IT Überlassungsvertrag Typ A, einem EVB-IT Pflegevertrag S sowie einem EVB-IT Dienstvertrag mit dem Auftragnehmer. Sämtliche Sekundärauftraggeber gehen im Rahmen dieser Ausschreibung keinerlei Abruf- oder Abnahmeverpflichtungen aus der ausgeschriebenen Rahmenvereinbarung ein und behalten sich jeweils die Durchführung eigener Beschaffungsmaßnahmen vor. Der Freistaat Bayern wird keine Vertragspartei in den zwischen den Sekundärauftraggebern und dem Auftragnehmer geschlossenen EVB-IT Verträgen.
2. Der ausgeschriebene Auftrag umfasst Lieferungen sowie Dienstleistungen, die im Verhältnis zum Hauptgegenstand Nebenarbeiten sind (§ 103 Abs. 2 S. 2 GWB). Die Lieferleistungen sind überwiegend (§ 110 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
3. Die Auftragsvergabe erfolgt gemäß § 146 S. 1 Alt. 2 GWB, § 11 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 VSVgV in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb.
4. Der ausgeschriebene Auftrag wird nicht in Lose aufgeteilt. Es erfolgt aufgrund wirtschaftlicher und technischer Gründe eine Gesamtvergabe (§ 97 Abs. 4 S. 3 GWB, § 10 Abs. 1 S. 2 VSVgV), insbesondere zur Gewährleistung der notwendigen Sicherheit und Gesamtfunktionalität des Systems sowie der einheitlichen polizeilichen Ermittlung und Zusammenarbeit der Beteiligten im Rahmen des Programms Polizei2020 zur Kooperation der deutschen Polizei- und Sicherheitsbehörden. Insbesondere der internationale Terrorismus hat gezeigt, dass ein länderübergreifender Datenabgleich sowie ein ganzheitlicher Ansatz der Analyse möglichst zeitnah und aktuell erfolgen müssen. Dies gelingt nur, wenn ein einheitliches Analysesystem mit gleichen technischen und organisatorischen Rahmenparametern bundesweit eingesetzt wird. Eine Aufteilung in Lose würde diese sachlich gerechtfertigten Beschaffungsziele erheblich erschweren bzw. unmöglich machen.
5. Unternehmen, die nicht oder nicht vollständig die unter Abschnitt III.2.2) und III.2.3) als Mindestanforderungen gekennzeichneten Eignungskriterien erfüllen, sind zur Auftragsausführung nicht geeignet und werden nicht zur Abgabe eines Angebots aufgefordert (§ 22 Abs. 3 S. 1 VSVgV), sondern von dem weiteren Vergabeverfahren zwingend ausgeschlossen. Die verlangten Mindestanforderungen stehen mit dem Auftragsgegenstand im sachlichen Zusammenhang und sind durch ihn gerechtfertigt.
6. Die für die Erstellung und Einreichung eines Teilnahmeantrags erforderlichen Vordrucke sind kostenlos bei der unter Abschnitt I.1) angegebenen Kontaktstelle auf Anforderung in Textform (Fax oder E-Mail) abzufordern. Für die Erstellung und Einreichung des Teilnahmeantrags sind diese von der Vergabestelle zur Verfügung gestellten Vordrucke zu verwenden. Diese Vordrucke sind vollständig auszufüllen und an den dafür vorgesehenen Stellen eigenhändig zu unterschreiben. Dem Teilnahmeantrag sind zudem alle geforderten Unterlagen beizufügen.
7. Der Teilnahmeantrag ist schriftlich im Original (kein Scan oder Fax) und in nicht beglaubigter Kopie (Papierform sowie auf einem Datenträger (CD/DVD)) einzureichen. Eine Einreichung des Teilnahmeantrags per Fax oder in mündlicher, fernmündlicher oder elektronischer Form (E-Mail, Upload etc.) ist nicht zugelassen. Der Teilnahmeantrag ist bis zu der unter Abschnitt IV.3.4) angegebenen Teilnahme-/Bewerbungsfrist bei der Vergabestelle (siehe Abschnitt I.1) in einem fest verschlossenen Umschlag und von außen mit Kennzettel als Teilnahmeantrag gekennzeichnet einzureichen. Nicht fest verschlossene oder nicht schriftlich oder verspätet eingereichte Teilnahmeanträge bleiben unberücksichtigt und werden von dem weiteren Vergabeverfahren zwingend ausgeschlossen. Der Bewerber trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Ordnungsgemäßheit und Vollständigkeit seines Teilnahmeantrags sowie für dessen rechtzeitigen Eingang und festen Verschluss.
8. Der Bewerber bzw. jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft sowie jedes als eignungsrelevant angegebene Unternehmen hat eine unterschriebene Eigenerklärung (Vordruck) zu den Ausschlussgründen gem. §§ 147, 123 GWB, § 23 VSVgV mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
9. Der Bewerber bzw. jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft sowie jedes als eignungsrelevant angegebene Unternehmen hat eine unterschriebene Eigenerklärung (Vordruck) zu den Ausschlussgründen gem. §§ 147, 124 GWB, § 24 VSVgV mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
10. Eine Vergütung oder Erstattung von Kosten/Aufwendungen für die Erstellung eines Teilnahmeantrags und Angebots sowie im Übrigen die Teilnahme am Vergabeverfahren findet nicht statt.
11. Nur die nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs ausgewählten und zur Angebotsabgabe aufgeforderten Bewerber erhalten die Vergabeunterlagen. Die Bewerber haben keinen Anspruch auf Auswahl zur Aufforderung der Angebotsabgabe und Erhalt der Vergabeunterlagen.
12. Im Falle von etwaigen unbeabsichtigten Widersprüchen zwischen dieser Auftragsbekanntmachung und weiteren nationalen Bekanntmachungsformen desselben Auftrags hat diese EU-Bekanntmachung Vorrang.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern – Vergabekammer Südbayern
Ort: München
Postleitzahl: 80534
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 8921762411
Fax: +49 8921762847
Internet-Adresse: www.regierung.oberbayern.bayern.de

VI.4.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die für interessierte Unternehmen sowie Bewerber/Bieter und Bewerber-/Bietergemeinschaften bestehenden Rügeobliegenheiten und die Präklusionsregelungen gemäß § 160 Abs. 3 GWB hinsichtlich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin.
§ 160 Abs. 3 S. 1 GWB lautet:
„Der Antrag (auf Nachprüfung) ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.“
Die Vergabestelle weist zudem ausdrücklich auf § 134 Abs. 1 und 2 GWB hin.
§ 134 Abs. 1 und 2 GWB lauten:
„(1) Öffentliche Auftraggeber haben die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist.
(2) Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach Absatz 1 geschlossen werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.“
VI.4.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern – Vergabekammer Südbayern
Ort: München
Postleitzahl: 80534
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 8921762411
Fax: +49 8921762847
Internet-Adresse: www.regierung.oberbayern.bayern.de

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
13.1.2021