Dienstleistungen - 434323-2017

31/10/2017    S209    - - Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Nicht offenes Verfahren 

Deutschland-Münchberg: Dienstleistungen von Architekturbüros

2017/S 209-434323

Wettbewerbsbekanntmachung

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Stadt Münchberg
Ludwigstr. 15
Münchberg
95213
Deutschland
Kontaktstelle(n): Stadt Münchberg, Ludwigstraße 15, 95213 Münchberg
Telefon: +49 92518740
E-Mail: stadtverwaltung@muenchberg.de
Fax: +49 925187484
NUTS-Code: DE249

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.muenchberg.de

I.2)Gemeinsame Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: http://www.muenchberg.de
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Nichtoffener Realisierungswettbewerb RPW 2013: „Wohnen und Gewerbe auf dem ehemaligen Götz-Areal Münchberg“.

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71200000
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Stadt Münchberg beabsichtigt ein Gebäude für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistung in der Innenstadt zu errichten. Der Neubau mit einer gewerblichen Nutzfläche von ca. 1.300 m2 und einer geplanten Wohnfläche von ca. 1.500 m2 befindet sich auf dem ehemaligen Götz-Areal, Bahnhofstraße 19 im Zentrum der Stadt und unmittelbarer Bahnhofsnähe. Das komplette Götz-Areal soll im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern abgebrochen und freigeräumt werden. Das geplante Objekt soll auf einer Grundstücksfläche von 2.210 m2 mit einer Bruttogrundfläche von 1.200 m2 in 4- geschossiger Bauweise errichtet werden. Hierbei ist zu beachten, dass das Dachgeschoss auf 0,7 der eigentlichen Bruttogrundfläche zu reduzieren ist. Auftragsgegenstand ist die Objektplanung Gebäude und Freianlagen gem. HOAI 2013 mind. Leistungsphasen 2-5 (stufenweise Beauftragung), KG 300 + 400 bei 4.440 m2 BGF ca. 5,7 MIO EUR netto; KG 500 ca. 200.000 EUR netto. Das Bauvorhaben wird vom Auslober in Honorarzone III eingeordnet. Wird die Aufgabe realisiert, führt der Auslober nach Abschluss des Wettbewerbs ein Vergabeverfahren VgV mit den Preisträgern durch. Der Auftrag kann nur an Preisträger vergeben werden, welche die in der Bekanntmachung aufgeführten Eignungskriterien in Form von Mindestanforderungen erfüllen und gegen die keine Ausschlussgründe nach § 42 Abs. 1 und Abs. 2 VgV vorliegen.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.10)Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer:

Teilnahmeberechtigt sind in den EWR-/WTO-/GPA- Staaten ansässige natürliche, juristische Personen und Bewerbergemeinschaften die einen Projektverantwortlichen benennen, der zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt“ befugt ist. Ist die Berufsbezeichnung im jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Anforderung als Architekt wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis verfügt, dessen Anerkennung gem. der Richtlinie 2013/ 55/ EU entspricht.

Vom Bewerber, dem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft etc. sind zum Zwecke der Auswahl die im rechtskräftig unterschriebenen und fristgemäß eingegangenen Teilnahmeantrag/Bewerbungsformblatt geforderten Angaben und Eigenerklärungen zu machen:

1.0 Angaben zum Bewerber, Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft, Wettbewerbsgemeinschaft (1.1-1.4).

2.0 Ausschlussgründe (2.1-2.3). Angabe zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB.

3.0 Angaben zur Erfüllung der Mindestanforderungen (3.1).

4.0 Auswahlkriterien: Referenz des Bewerbers Leistungsbild Gebäude und Innenräume.

4.1 fachliche Eignung: Textteil 4.1 mit Objektblättern (gewünscht sind 2 Objekte).

4.2 Gestaltqualität: Bildpräsentationen 4.2 (gewünscht sind die unter 4.1.erläuterten Objekte).

5.0 Erklärung der Bewerber/Bietergemeinschaft mit gesamtschuldnerischer Haftung, falls zutreffend.

Für das Leistungsbild Freianlagen sind keine Referenzen nachzuweisen.

Das Verfahren wird als Wettbewerb für Objektplanung Gebäude und Freianlagen nach RPW 2013 durchgeführt. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens können die zum Wettbewerb zugelassenen Architekten einen Landschaftsarchitekten benennen, mit dem sie für die Bearbeitung des Wettbewerbs zusammenarbeiten. Die Beteiligung eines Landschaftsarchitekten ist möglich aber nicht zwingend vorgeschrieben. Beide sind im Auftragsfall eigenständige Auftragnehmer. Das Auswahlgremium hat empfehlenden Charakter und besteht aus 2 Auslobervertretern und 2 unabhängigen, freiberuflichen Architekten mit vergleichbarer Berufsqualifikation, die nicht dem Preisgericht angehören. Das Auswahlverfahren findet unter Aufsicht eines das Verfahren begleitenden Juristen statt.

Auswahlkriterien:

Nichtvorliegen von Ausschlussgründen. Erfüllung der Mindestanforderungen.

Fachliche Eignung: Erfahrung in Planung und Ausführung von Referenzobjekten mit vergleichbaren Planungs-und Beratungsanforderungen (gewünscht zwei Referenzen): 60 von 100 Punkten. (Eigenerklärung des Bewerbers). Die Referenzobjekte sollen mit der gestellten Aufgabe hinsichtlich der Komplexität und des Schwierigkeitsgrades vergleichbar sein.

Gestaltqualität: Präsentationen zur Bewertung der Qualität der Gestaltung von eigenen Referenzobjekten des Bewerbers (gewünscht die zwei unter 4.1 beschriebenen Referenzen): 40 von 100 Punkten. Die Referenzobjekte sind auf max. 4 Seiten DIN-A4, in Papierform, einseitig bedruckt und digital als pdf beizulegen.

Es werden alle Referenzprojekte ohne zeitliche Begrenzung gewertet, deren Urheberschaft und/oder Projektbearbeitung den sich bewerbenden Personen zuzurechnen ist.

Für die Referenzprojekte sind jeweils die im Bewerbungsformblatt abgefragten Angaben zu machen. Bei Referenzprojekten, deren Urheberschaft bei anderen liegt, sind die Urheber und der Anteil der eigenen Leistung anzugeben. Bewerbergemeinschaften geben an, welches Mitglied die Leistungen erbracht hat.

Im Auswahlverfahren können insgesamt maximal 100 Punkte erreichet werden: 60 Punkte für fachliche Eignung und 40 Punkte für Gestaltsqualität. Erfüllen mehrere Bewerber gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl nach objektiver Auswahl der zu Grunde gelegten Kriterien zu hoch, wird unter diesen Bewerbern die Auswahl per Los getroffen.

Kleinere Büroeinheiten und Berufsanfänger werden auf die Möglichkeit der Bildung von Bewerbergemeinschaften hingewiesen.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Teilnahme ist einem bestimmten Berufsstand vorbehalten: ja
Beruf angeben: Architekt oder Architekt in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekt.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.2)Art des Wettbewerbs
Nichtoffen
Anzahl der in Erwägung gezogenen Teilnehmer: 15
IV.1.7)Namen der bereits ausgewählten Teilnehmer:
IV.1.9)Kriterien für die Bewertung der Projekte:

Die Beurteilungskriterien für die Bewertung der Wettbewerbsarbeiten werden vom Preisgericht in der Wettbewerbsauslobung festgelegt. Nach derzeitigem Bearbeitungsstand sind folgende Kriterien vorgesehen:

Städtebau und Erschließung, Baukörpergestalt, innere Funktion und Gestaltung, Freianlagen, Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Projekte oder Teilnahmeanträge
Tag: 27/11/2017
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 13/12/2017
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Projekte erstellt oder Teilnahmeanträge verfasst werden können:
Deutsch
IV.3)Preise und Preisgericht
IV.3.1)Angaben zu Preisen
Es werden ein oder mehrere Preise vergeben: ja
Anzahl und Höhe der zu vergebenden Preise:

1.Preis 20.000,00 EUR netto

2.Preis 12.000,00 EUR netto

3.Preis 8.000,00 EUR netto

2 Anerkennungen je 4.000,00 EUR netto

Preissumme gesamt netto 48.000,00 EUR

Das Preisgericht kann mit einstimmigen Beschluss eine andere Verteilung der Wettbewerbssumme und Preise/Anerkennungen beschließen. Die Mehrwertsteuer wird, sofern die Preisträger Mehrwertsteuer abführen, zusätzlich vergütet.

IV.3.2)Angaben zu Zahlungen an alle Teilnehmer:

Es werden keine Bearbeitungshonorare bezahlt und keine Kosten erstattet.

IV.3.3)Folgeaufträge
Ein Dienstleistungsauftrag infolge des Wettbewerbs wird an den/die Gewinner des Wettbewerbs vergeben: ja
IV.3.4)Entscheidung des Preisgerichts
Die Entscheidung des Preisgerichts ist für den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber bindend: nein
IV.3.5)Namen der ausgewählten Preisrichter:
Christoph Gatz, Architekt, Bamberg
Dr. Anke Schettler, Architektin, Weimar
Dr. Dietrich Kappler, Architekt, Nürnberg
Joachim Kaiser, Landschaftsarchitekt, Würzburg
Kirsten Schmidt, Architektin, Hof

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Angaben für die Bewerbung zur Teilnahme am Wettbewerb siehe Teilnahmeantrag/Bewerbungsformblatt.

Teilnahmeberechtigt sind insgesamt 15 Bewerber/Bewerbergemeinschaften, die aus den Bewerbungen zusammen mit einer ausreichenden Anzahl von Nachrückern durch Auswahl/Losverfahren vom Auslober bestimmt werden.

2. Der Teilnahmeantrag kann nur unter dem bei I.3) genannten Link heruntergeladen werden.

3. Bewerbungen sind nur mit dem rechtskräftig unterschriebenen Teilnahmeantrag/Bewerbungsformblatt möglich; Änderungen sind unzulässig.

4. Die Bewerbungsunterlagen müssen zum Schlusstermin (s. IV.2.2) in Papierform bei der Einreichungsstelle eingegangen sein.

5. Voraussichtliche Terminplanung:

Tag der Versendung: 26.10.2017

Bewerbungsende: 27.11.2017 bis 12:00 Uhr

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen: ab 10.01.2018

Kolloquium: 31.01.2018

Abgabe: 06.03.2018 (Pläne), 13.03.2018 (Modell)

Preisgerichtssitzung: 20.04.2018

6. Zuschlagskriterien mit Gewichtung: Ergebnis Wettbewerb (50 %)

7. Angaben zum Verhandlungsverfahren nach VgV nach Wettbewerbsabschluss:

Hinweise: Grundlage für die Beauftragung im Verhandlungsverfahren wird das Vertragsmuster, sowie die AVB des Auftraggebers; Nach dem Wettbewerbsverfahren müssen die Preisträger folgende Nachweise in Bezug auf die Mindestanforderungen, Ausschlussgründe und Eignung vorlegen. Können diese Nachweise / Eignungsnachweise / Mindestanforderungen nicht erbracht werden, wird der Preisträger vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Preisträger können im Hinblick auf die nachzuweisende Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen (Eignungsleihe).

7.1 Eigenerklärung des Preisträgers zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 42 (1) und (2) VgV.

7.2 Eigenerklärung zur Anzahl der Mitarbeiter des Preisträgers. Anzugeben ist die Anzahl der Mitarbeiter und der Führungskräfte, die im Bereich Planung (technische Mitarbeiter) tätig sind. Es sind im Durchschnitt mindestens 3 angestellte Mitarbeiter einschließlich der Führungskräfte erforderlich.

7.3 Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung. Nachzuweisen ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit den Deckungssummen von mindestens 2.000.000 Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sachschäden bei einem in einem Mitgliedstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens. Die Ersatzleistung des Versicherers muss mindestens das 3- fache der Deckungssumme pro Jahr betragen. Die Deckung für das Objekt muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.

7.4 Eigenerklärung des Preisträgers zur Größe realisierter Referenzprojekte. Nachzuweisen ist mindestens ein realisiertes und bis zum Zeitpunkt der Eignungsprüfung abgeschlossenes Bauvorhaben (Leistungsphasen 2- 8) der Honorarzone III oder höher mit Herstellungskosten (KG 300 + 400 nach DIN 276, netto) von mindestens 1.000.000 Euro.

7.5 Eigenerklärung zur beabsichtigten Weitervergabe von Teilleistungen: Will sich der Bewerber bei der Erfüllung des Auftrages der Leistungen anderer Unternehmen bedienen, so hat er diese Unternehmen und die Leistungsteile, die vergeben werden sollen, zu benennen. Eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Nachunternehmen ist auf Anforderung einzureichen.

7.6 Eigenerklärung zur Eignungsleihe: Will der Bewerber für den Nachweis der erforderlichen wirtschaftlichen und finanziellen sowie der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen, so hat er diese Unternehmen und die Leistungsteile, welche in Anspruch genommen werden sollen, zu benennen. Bei der Prüfung der Eignung des Bewerbers werden Leistungen der Eignungsleihe nur

in dem Umfang und für die Bereiche der beabsichtigten Leistungsübertragung bewertet. Eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen ist auf Anforderung einzureichen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Nordbayern, Regierung von Mittelfranken
Postfach 606
Ansbach
91511
Deutschland
Telefon: +49 981531277
E-Mail: vergabekammer.nordbayern@reg-mfr.bayern.de
Fax: +49 981531837
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Vergabekammer Nordbayern, Regierung von Mittelfranken
Postfach 606
Ansbach
91511
Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3, S.1, Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder per E-Mail bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe per Post (§ 134 GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße unverzüglich nach Kenntnis bzw. -soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind – bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1-3 GWB).

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
26/10/2017