Dienstleistungen - 142372-2017

14/04/2017    S74    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Osterrönfeld: Planungsleistungen im Bauwesen

2017/S 074-142372

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Schulverband im Amt Eiderkanal c/o Amt Eiderkanal
Schulstraße 36
Osterrönfeld
24376
Deutschland
Kontaktstelle(n): Nils Eichberg
E-Mail: N.Eichberg@amt-eiderkanal.de
NUTS-Code: DEF

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.amt-eiderkanal.de

I.2)Gemeinsame Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: http://www.amt-eiderkanal.de/aktuelles/vergabe-oeffentlicher-auftraege/ausschreibungen.html
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
PricewaterhouseCoopers Legal AG Rechtsanwaltsgesellschaft
Alsterufer 1
Hamburg
20354
Deutschland
Telefon: +49 4063781417
E-Mail: silke.nieschulz@de.pwc.com
Fax: +49 699585938644
NUTS-Code: DE60

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.pwc.de

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an folgende Anschrift:
Schulverband im Amt Eiderkanal c/o Amt Eiderkanal
Schulstraße 36
Osterrönfeld
24376
Deutschland
E-Mail: N.Eichberg@amt-eiderkanal.de
NUTS-Code: DEF0B

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.amt-eiderkanal.de

I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5)Haupttätigkeit(en)
Bildung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Planung und Realisierung einer Ersatzneubau- und einer Sanierungsmaßnahme an der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf.

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71320000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand des ersten Aufgabenabschnitts ist die Planung und Realisierung der räumlichen Voraussetzungen zum Betrieb einer Offenen Ganztagsschule (OGS) in den Räumen der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf in einem (Ersatz-) Neubau, der eine Mehrzweckhalle, eine Lehr- und Ausgabeküche und weitere Klassen- und Werkräume beinhalten soll. Die Planungsleistungen umfassen die Leistungsphasen 1 – 9 gem. § 35 HOAI 2013.

Der zweite Aufgabenabschnitt umfasst die Planung und Realisierung der Grundsanierung und den Umbau von 14 Klassenräumen (Block 5) für den Betrieb einer Gemeinschaftsschule. Die Planungsleistungen umfassen die Leistungsphasen 3, 5 – 9 gem. § 35 HOAI 2013.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71200000
71300000
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEF0B
Hauptort der Ausführung:

Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein).

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

An der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf werden ca. 700 Kinder aus sieben Gemeinden des Amtes Eiderkanal unterrichtet. Der Schulkomplex gliedert sich in drei Altbauten aus den Dreißiger Jahren, fünf Blöcke aus den folgenden Jahrzehnten, eine Sporthalle und einen Neubau aus den 80iger Jahren.

Einer der Altbaukomplexe mit der alten Gymnastikhalle soll rückgebaut und durch einen zweigeschossigen Ersatzneubau mit einer Gesamtnettogrundrissfläche von ca. 1 500 m2 ersetzt werden. Das Raumprogramm beinhaltet eine Lehr- und Ausgabeküche, eine zweigeschossige Mehrzweckhalle, sowie mehrere Schul- und Werkräume.

Die Genehmigungsplanung für den Ersatzneubau soll 2017 eingereicht werden, die Realisierung soll umgehend nach Eingang der Baugenehmigung bei laufendem Schulbetrieb erfolgen. Nach Fertigstellung des Neubaus soll der bestehende Block 5 freigezogen und saniert werden. Die ggfls. anstehende Planung der Bereitstellung von Ersatzschulraum in Containern, sowie die planerische Begleitung des Umzugs ist Teil der Aufgabenstellung.

Die Kosten für die Realisierung des Ersatzneubaus sind auf maximal 4 500 000 EUR brutto für die Kostengruppen 200 bis 700 DIN 276 gedeckelt (Höchstpreis).

Für die Sanierung von Block 5 werden nach derzeitigem Stand der Kostenermittlung

1,025 Millionen EUR brutto veranschlagt.

Die Einhaltung des Kosten- und Terminrahmens des Bauvorhabens hat für die Bauherrin allerhöchste Priorität.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/07/2017
Ende: 31/12/2020
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die Erklärungen und Nachweise im Teilnahmeantrag gem. Ziffer III.1.1. bis III.1.3 dienen der Auswahl der

Bewerber am Verhandlungsverfahren (Auswahlkriterien). Die Kriterien der Ziffern III.1.1 und III.1.2 sind sog. K.O.-Kriterien (Muss-Kriterien), bei deren Nichterfüllung

der Bewerber zwingend vom Verfahren ausgeschlossen wird. Die Kriterien der Ziffer III.1.3 sind sog. Soll-Kriterien, die einer Bewertung zugänglich sind. Die Sollkriterien

werden unterschiedlich gewichtet (siehe Ziffer III.1.3). Für jedes Kriterium werden 0-10 Punkte vergeben. Die

Einzelheiten der Bewertung sind in einem Bewertungsbogen dokumentiert. Der Bewertungsbogen steht unter http://www.amt-eiderkanal.de/aktuelles/vergabe-oeffentlicher-auftraege/ausschreibungen.html zum Download bereit. Die erstplatzierten Bewerber (mindestens

drei, höchstens fünf) werden zu den Vertragsverhandlungen eingeladen. Der Auftraggeber behält sich vor, bei

Punktgleichheit gemäß dem Bewertungsbogen nach dem Losverfahren zu entscheiden.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

— Nachweis der Berufszulassung und Berufsausübungsberechtigung durch Eintragung in ein Berufs- oder

Handelsregister bzw. -bei ausländischen Bewerbern- eine entsprechende Bescheinigung des Herkunfslandes,

— Vorlage eines Handelsregisterauszuges oder Registerauszug gleichwertiger Art, nicht älter als 6 Monate (nicht

beglaubigte Kopie ist ausreichend),

— Eigenerklärung über wirtschaftliche Verknüpfungen mit anderen Unternehmen bzw. ob und auf welche Art auf

den Auftrag bezogen in relevanter Weise mit anderen zusammen gearbeitet werden soll,

— Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 f. des Gesetzes gegen

Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) vorliegen.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Nachweis einer Haftpflichtversicherung für

Personenschäden in Höhe von 1 500 000 EUR und

sonstige Schäden in Höhe von 2 500 000 EUR;

— Erklärung des Bewerbers über seinen Umsatz für

vergleichbare Dienstleistungen in den letzten 3

Geschäftsjahren (nur bezogen auf die Niederlassung,

die die Dienstleistung erbringen wird).

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Verfügt der Bewerber zum Zeitpunkt des

Teilnahmeantrags noch nicht über einen

entsprechenden Versicherungsschutz, ist es

ausreichend, wenn er alternativ bestätigt, den

Versicherungsschutz im Auftragsfall entsprechend

aufzustocken.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

1. Kurze Selbstdarstellung des Unternehmens

(Unternehmensbeschreibung) mit Angabe der

Mitarbeiterzahl und der vorhandenen Spezialisierungen/

Tätigkeitsschwerpunkte der vergangenen 5 Jahre

[Gewichtung: 10 %].

2. Darstellung von Maßnahmen zur Gewährleistung der

Qualität im Projektablauf unter Berücksichtigung eines

Zeitmanagements einschließlich Nachweis der Termin- und

Kostentreue vergleichbarer Projekte [Gewichtung: 20 %].

3. Erfahrungsnachweis in Form einer Referenzliste der

wesentlichen, in den letzten 3 Jahren erbrachten

vergleichbaren Leistungen:

a) mindestens 2 Projekte im Bereich Planungsleistungen, Baukosten > 1 000 000 EUR Bausumme [Gewichtung: 10 %],

b) mindestens 1 Projekt Bildungsstätte (Schule, Fachhochschule, Hochschule, Berufsschule) oder eine vergleichbare Einrichtung [Gewichtung: 20 %],

c) mindestens 1 Projekt Um- oder Anbau im laufenden Betrieb [Gewichtung: 20 %].

(Bei jeder Referenz jeweils Angaben zu Auftraggebern einschließlich Ansprechpartner mit Telefonnummer, Auftragsgegenständen,

Laufzeit, Auftragsvolumen.)

4. Benennung der vorgesehenen Projektverantwortlichen

(Projektleiter) sowie der Projektbearbeiter mit

Angabe des Aufgabenprofils (Stellenbeschreibung),

Ausbildung, beruflichen Werdegang, Spezialisierung,

und Erfahrungen. Die fachliche Qualifikation ist

durch persönliche Referenzen mit Beschreibung

vergleichbarer, in den vergangenen 3 Jahren als

Projektleiter oder Projektbearbeiter verantwortlich

bearbeiteter Projekte nachzuweisen [Gewichtung: 20 %].

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Anforderungen an Referenzen gem. 3a) bis c).

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Teilnahmeberechtigt sind:

1. Natürliche Personen, die freiberuflich tätig sind und entsprechend der Regelungen ihres Heimatstaates

berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Architekt“ oder „Ingenieur“ zu führen. Ist in dem Heimatstaat der

Personen die Berufsbezeichnung nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Voraussetzungen, wer über ein Diplom,

Prüfzeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis als Architekt/ Ingenieur verfügt, dessen Anerkennung nach

der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates gewährleistet ist.

2. Juristische Personen, zu deren satzungsmäßigem Geschäftszweck die dem Projekt entsprechenden Fach-/

Planungsleistungen gehören, sofern einer der Gesellschafter oder der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person und der verantwortliche Projektbearbeiter die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllen.

3. Bewerbergemeinschaften aus natürlichen und/ oder juristischen Personen: Bei Bewerbergemeinschaften muss

mindestens ein Mitglied die Anforderungen erfüllen, die an natürliche Personen gestellt werden.

4. Auswärtige Bewerber mit der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder

eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfüllen die fachlichen

Voraussetzungen für ihre Bewerbung, wenn ihre Berechtigung zur Führung ihrer oben genannten

Berufsbezeichnung nach der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen

gewährleistet ist.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Bei Angebotsabgabe (noch nicht zwingend im Teilnahmeantrag erforderlich) hat der Bewerber/

Bewerbergemeinschaft sowie ggf. einzusetzende Nachunternehmen jeweils eine unterschriebene

schriftliche Mindestentgelterklärung nach dem Tariftreue- und Vergabegesetz Schleswig-Holstein (TTG) einzureichen.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 15/05/2017
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 01/06/2017
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Laufzeit in Monaten: 3 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote)
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

I. Fragen zu dem Vergabeverfahren sind per E-Mail ausschließlich an die in Abschnitt I.3 genannten Stelle zu

richten. Rechtzeitig angeforderte zusätzliche Auskünfte werden unverzüglich, spätestens

sechs Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist erteilt.

II. Der Teilnahmeantrag ist schriftlich und unterschrieben (nebst Anlagen) sowie zusätzlich in elektronischer

Form (USB-Stick) in verschlossenem Umschlag

bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist an die in Abschnitt I.1 genannte Stelle einzusenden oder dort abzugeben.

Der Umschlag muss mit folgendem Vermerk versehen sein: „Schulverband im Amt Eiderkanal – Ausschreibung Planungsleistungen OGS – nicht

öffnen“.

III. Auf elektonischem Wege übermittelte Teilnahmeanträge sind nicht zugelassen.

IV. Teilnahmeanträge, die nach Ablauf der Bewerbungsfrist eingehen, werden von der Wertung ausgeschlossen.

Dasselbe gilt für nicht unterschriebene Teilnahmeanträge.

Die Vergabestelle behält sich vor, fehlende, formell fehlerhafte

oder unvollständige Unterlagen bis zum Ablauf einer von der Vergabestelle zu bestimmenden Nachfrist

nachzufordern oder aufzuklären. Die Bewerber haben keinen Anspruch auf Nachforderung/Nachreichung oder

Aufklärung/Erläuterung von Unterlagen.

V. Die Vergabestelle behält sich vor Zuschlagserteilung vor, von dem für den Zuschlag in Aussicht

genommenen Bewerber – auf Verlangen – Gewerbezentralregisterauszüge gemäß GewO zu fordern und

Abfragen bei Korruptions- und Vergaberegistern vorzunehmen.

VI. Die Vergabestelle behält sich vor, zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens erneut in die Eignungsprüfung

einzutreten.

VII. Öffentliche Aufträge dürfen nur an fachkundige, leistungsfähige sowie gesetzestreue und zuverlässige

Unternehmen vergeben werden (§ 97 Abs. 4 Satz 1 GWB). Der Auftraggeber wird bei der Prüfung und

Beurteilung der Bewerber im Rahmen des ihm zustehenden Beurteilungs- und Prognosespielraums auch

auf Erfahrungen zurückgreifen, die er oder andere Auftraggeber mit Bewerbern bei der Abwicklung früherer

Aufträge gemacht hat/haben, insbesondere dann, wenn sich draus vertragliche Verfehlungen ergeben haben

(vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 25.7.2012, VII-Verg 27/12).

VIII. Eine Erstattung von Kosten/Aufwendungen für die Erstellung der Teilnahmeanträge und die Teilnahme am

Vergabeverfahren im Übrigen findet nicht statt.

IX. Nur die nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs ausgewählten und zur Angebotsabgabe aufgeforderten

Bewerber erhalten die Vergabeunterlagen. Die Bewerber haben keinen Anspruch auf Auswahl zur Aufforderung der Angebotsabgabe und Erhalt der Vergabeunterlagen.

X.Bewerbergemeinschaften haben mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern rechtsverbindlich

unterschriebene Erklärung abzugeben,

— in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt ist,

— in der alle Mitglieder aufgeführt sind und in der der für die Durchführung des Vertrags bevollmächtigte Vertreter

bezeichnet ist,

— dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftragsgeber rechtsverbindlich vertritt,

— dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.

Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind unzulässig und führen zur

Nichtberücksichtigung sämtlicher betroffener Bewerbergemeinschaften im weiteren Verfahren.

Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen unterschiedlicher Niederlassungen eines Bewerberbüros sowie

mehrere Mitglieder ständiger Büro- und Arbeitsgemeinschaften.

Die vorgenannten Grundsätze gelten nicht für Mehrfachbewerbungen als Nachunternehmer.

Der Auftraggeber behält sich bei Bewerbern oder Bewerbergemeinschaften mit demselben

XI. Hinweis: Der Auftraggeber ist gem. § 63 Abs. 1 Vergabeverordnung (VgV) berechtigt, ein Vergabeverfahren

aufzuheben, wenn kein wirtschaftliches Ergebnis erzielt wurde oder andere schwerwiegende Gründe bestehen.

Für den Fall der Aufhebung des Vergabefahrens tragen Auftraggeber und Bewerber die ihnen im Rahmen des

Vergabeverfahrens entstandenen Kosten selbst. Schadenersatzansprüche sind ausgeschlossen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Schleswig-Holstein beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie
Düsternbrooker Weg 94
Kiel
24171
Deutschland
Telefon: +49 4319884640
E-Mail: vergabekammer@wimi.landsh.de
Fax: +49 4319884702
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die Rügeobliegenheiten der Unternehmen/Bewerber/Bieter sowie

auf die Präklusionsregelungen gemäß §160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 bis Nr. 4 GWB hinsichtlich der Behauptung von

Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin.

§ 160 Abs. 3 S. 1 GWB lautet:

„Der Antrag ist unzulässig, soweit:

1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des

Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10

Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis

zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber

dem Auftraggeber gerügt werden,

3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis

zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu

wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1

Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.“

Die Vergabestelle weist zudem ausdrücklich auf die Fristen des § 134 GWB hin. § 134 Abs. 1 und 2 GWB

lautet:

„(1) Öffentliche Auftraggeber haben die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den

Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen

Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich

in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer

Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die

betroffenen Bieter ergangen ist.

(2) Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach Absatz 1 geschlossen

werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10

Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den

Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.“.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
12/04/2017