Dienstleistungen - 145327-2017

15/04/2017    S75    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Wettbewerblicher Dialog 

Deutschland-Koblenz: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung

2017/S 075-145327

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord)
Friedrich-Ebert-Ring 14-20
Koblenz
56068
Deutschland
Kontaktstelle(n): Thomas Nielsen
Telefon: +49 261/3029-1700
E-Mail: vergabe.spnv@spnv-nord.de
Fax: +49 261/291411359
NUTS-Code: DEB11

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.spnv-nord.de

I.2)Gemeinsame Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.vergabe.rlp.de/VMPCenter/company/announcements/categoryOverview.do?method=search&searchString=%22CXPHYYDYY5E%22
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Vergabe von SPNV-Leistungen auf der RB-Linie 83 Wittlich-Trier-Luxemburg-Dommeldange (nur im deutschen Abschnitt).

Referenznummer der Bekanntmachung: 2015011
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
60210000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand dieser Vergabe sind Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) auf der RB-Linie 83 Wittlich – Trier – Igel – Luxemburg Stadt/Hbf – Dommeldange im deutschen Streckenabschnitt zwischen Luxemburg Landesgrenze und Wittlich.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEB21
NUTS-Code: DEB22
NUTS-Code: DEB25
Hauptort der Ausführung:

RB-Linie 83 (Wittlich – Trier – Igel – Luxemburg Stadt/Hbf – Dommeldange) im deutschen Streckenabschnitt zwischen Luxemburg Landesgrenze und Wittlich.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Gegenstand dieser Vergabe sind Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) auf der RB-Linie 83 Wittlich – Trier – Igel – Luxemburg Stadt/Hbf – Dommeldange im deutschen Streckenabschnitt zwischen Luxemburg Landesgrenze und Wittlich.

Im luxemburgischen Linienabschnitt der RB-Linie 83 werden die SPNV-Leistungen von der luxemburgischen Staatsbahn CFL erbracht. Da die Verkehrsleistungen der RB-Linie 83 an der Grenze nicht gebrochen werden können, muss die Verkehrsdurchführung in enger Zusammenarbeit zwischen der CFL und dem für den deutschen Linienabschnitt der RB-Linie 83 im Rahmen dieses Vergabeverfahrens auszuwählenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) erfolgen.

Die Verkehrsleistung ist im Zeitraum vom 15.12.2019 bis zum internationalen Fahrplanwechsel im Dezember 2024 – voraussichtlich am 14.12.2024 – durch das im Rahmen dieses Vergabeverfahrens auszuwählende EVU zu erbringen. Sollte im Dezember des Jahres 2024 kein international vereinbarter Fahrplanwechsel erfolgen, endet die Betriebslaufzeit spätestens am 31.12.2024. Der SPNV-Nord beabsichtigt danach, die Betriebsleistung für den dann folgenden Zeitraum, voraussichtlich bis zum internationalen Fahrplanwechsel im Dezember 2039, im deutschen Streckenabschnitt erneut auszuschreiben und zu vergeben.

Im ersten Betriebsjahr verkehrt die RB-Linie 83 über Trier Hbf. Nach Fertigstellung der Infrastruktur soll die Linie voraussichtlich ab dem zweiten Betriebsjahr über die sogenannte Weststrecke (Strecke 3104, Ehrang – Igel) fahren. Bis zur Fertigstellung der 5. und 6. Bahnsteige im Bahnhof Luxemburg, vermutlich Ende 2021, verkehrt die Linie nur bis Luxemburg, danach wir sie dann bis Dommeldange verlängert.

Die für die Erbringung der Verkehrsleistungen auf der RB-Linie 83 benötigten Eisenbahnfahrzeuge, die wegen der grenzüberschreitenden Verkehre mehrsystemfähig sein müssen, sind durch die CFL beschafft worden und werden dem im Rahmen dieses Vergabeverfahrens auszuwählenden EVU überlassen. Diese Fahrzeuge sind zwingend zu nutzen. Hierfür werden alle Vertragspartner einen Mehrparteienvertrag abschließen, in welchem u. a. die Nutzungsüberlassung an das auszuwählende EVU, die Finanzierung der Fahrzeuge, die gemeinsame Kooperation der EVU bei der Betriebsführung und im Personaleinsatz geregelt sowie der Vollzug der Qualitätssicherung der gegenständlichen Verkehrsdienstleistung festgeschrieben ist.

Das Leistungsvolumen beträgt im deutschen Streckenabschnitt jährlich rd. 470 000 Zkm.

In Bezug auf den Personaleinsatz gibt es zwischen dem im Rahmen dieses Vergabeverfahrens auszuwählenden EVU und der CFL aufgrund der grenzüberschneidenden Liniendurchbindung besondere Regelungen: Der Einsatz der Triebfahrzeugführer erfolgt immer auf dem gesamten Linienabschnitt zwischen Wittlich – Luxemburg. Die Triebfahrzeugführer des im Rahmen dieses Vergabeverfahrens auszuwählenden EVU müssen daher auch zur Erbringung von Fahrleistungen in Luxemburg qualifiziert sein. Der Einsatz der Zugbegleiter erfolgt jeweils territorial abgegrenzt: Die Zugbegleiter der CFL sind zwischen Luxemburg und Wasserbillig im Einsatz. Die Zugbegleiter des im Rahmen dieses Vergabeverfahrens auszuwählenden EVU sind zwischen Wasserbillig und Wittlich im Einsatz.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Preis
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 12/12/2019
Ende: 14/12/2024
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Auszug aus dem Handelsregister oder Berufsregister nicht älter wie 3 Jahre.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber möglichst folgende Unterlagen vorlegen (bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied):

Formlose unterschriebene Eigenerklärung aus der hervorgeht, dass die Anforderungen aus § 2 EBZugV (Eisenbahnunternehmer-Berufszugangsverordnung) erfüllt werden.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die Bewerber haben zum Beleg ihrer technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit mit dem Teilnahmeantrag Referenzen über früher ausgeführte Dienstleistungsaufträge im SPNV in Form einer Liste der in den letzten 6 Jahren erbrachten wesentlichen Dienstleistungen mit Angabe des Umfangs (Zkm/a) sowie des öffentlichen oder privaten Auftraggebers vorzulegen.

Erforderlich ist die Vorlage mindestens einer Referenz über einen während der letzten 6 Jahre (nicht zwingend in allen Jahren) ausgeführten Dienstleistungsauftrag im SPNV in einem Umfang von mind. 0,5 Mio. Zkm/a. Die Referenzen können entweder durch eine Erklärung des betreffenden Auftraggebers oder im Wege der Eigenerklärung benannt werden.

Beruft sich ein Bewerber zum Beleg seiner technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit auf diejenige eines Dritten, so hat der Bewerber die technische und berufliche Leistungsfähigkeit dieses Dritten durch Vorlage der soeben dargestellten Dokumente mit dem Teilnahmeantrag nachzuweisen. Darüber hinaus ist dem Teilnahmeantrag eine Vereinbarung mit dem Dritten oder eine Verpflichtungserklärung des Dritten beizufügen, aus der hervorgeht, dass der Bewerber tatsächlich über die Erfahrungen des Dritten verfügen kann. Die Vereinbarung bzw. die Verpflichtungserklärung darf für die Dauer des ausgeschriebenen Vertrages von dem Dritten nicht einseitig aufgelöst/widerrufen werden können. Dies muss dem Wortlaut der Vereinbarung bzw. der Verpflichtungserklärung zu entnehmen sein. Sodann muss Personal des Dritten, das über die mit den Referenzen erlangte Erfahrung verfügt, bei der hiesigen Leistung eingesetzt werden. Auch dies muss aus der vorzulegenden Vereinbarung mit dem Dritten bzw. aus der alternativ vorzulegenden Verpflichtungserklärung hervorgehen.

Bei der Beurteilung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit einer Bewerbergemeinschaft ist es ausreichend, wenn die Anforderungen in der Summe der Bewerbergemeinschaftsmitglieder erfüllt werden. Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit eines Mitglieds / einzelner Mitglieder der Bewerbergemeinschaft reicht / reichen zur Annahme der Eignung der Bewerbergemeinschaft allerdings nur aus, wenn dieses Mitglied / diese Mitglieder nach der internen Arbeitsverteilung der Bewerbergemeinschaft für die Durchführung der fahrplanmäßigen Verkehrsleistungen zuständig sein soll / sollen. Dies ist mit dem Teilnahmeantrag darzulegen, wenn entsprechende Nachweise nur für ein Mitglied / einzelne Mitglieder der Bewerbergemeinschaft vorgelegt werden.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Der Bewerber / Bieter muss als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) gemäß § 6 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) zugelassen sein. Der Bewerber / Bieter muss darüber hinaus über eine Sicherheitsbescheinigung nach § 7a Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 4 AEG verfügen.

Die Bewerber haben deshalb mit ihrem Teilnahmeantrag eine zum Zeitpunkt der Abgabe des Teilnahmeantrages gültige Zulassung als EVU in der Bundesrepublik Deutschland gemäß § 6 AEG sowie eine zum Zeitpunkt der Abgabe des Teilnahmeantrages gültige Sicherheitsbescheinigung nach § 7a Abs. 1 oder Abs. 4 AEG vorzulegen.

Soll nur ein Mitglied / sollen nicht alle Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft für die die Durchführung der fahrplanmäßigen Verkehrsleistungen zuständig sein, müssen die für die Prüfung der Befähigung zur Berufsausübung erforderlichen Unterlagen nur für dasjenige Mitglied / diejenigen Mitglieder vorgelegt werden, das / die für die Durchführung der fahrplanmäßigen Verkehrsleistungen zuständig sein soll / sollen.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Wettbewerblicher Dialog
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2016/S 176-316340
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 22/05/2017
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 09/06/2017
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Laufzeit in Monaten: 6 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote)
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Zum Zeitpunkt dieser Auftragsbekanntmachung sind noch nicht alle Vergabeunterlagen im Vergabeportal enthalten, weil zu deren Erstellung im wettbewerblichen Dialog der Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten angestrebt wird. Soweit interessierte Unternehmen für ihren Teilnahmeantrag zusätzliche Informationen für erforderlich halten oder weitergehende Fragen zum Verfahren haben, teilen Sie dies dem Auftraggeber bitte über das Vergabeportal (siehe dazu auch Ziffer I.3) mit.

Die Teilnahmeanträge sind in einfacher Ausfertigung schriftlich, rechtsverbindlich unterzeichnet, in einem verschlossenen Umschlag bei der unter I.1 genannten Stelle bis spätestens zu dem unter Ziffer IV.2.2 genannten Termin einzureichen. Sie sind wie folgt zu kennzeichnen: Teilnahmeantrag Vergabeverfahren RB-Linie 83 – nicht öffnen. Es ist eine Kopie in digitaler Form (USB-Stick oder Daten-CD ) beizufügen.

Der Aufgabenträger weist darauf hin, dass es sich bei den zu erbringenden Leistungen um solche handelt, die keine Bestandsleistungen darstellen. Vor diesem Hintergrund sind die Bestimmungen zum Personalübergang sowohl des § 131 Abs. 3 GWB sowie des § 1 Abs. 4 LTTG nicht anwendbar.

Unterlegene Bieter, die nach dem wettbewerblichen Dialog ein wertungsfähiges Angebot abgegeben haben, erhalten für ihre Aufwendungen eine pauschale Erstattung in Höhe von 30.000 Euro. Die Erstattung erfolgt nach Abschluss des Verfahrens.

Bekanntmachungs-ID: CXPHYYDYY5E.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Rheinland-Pfalz Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Stiftsstraße 9
Mainz
55116
Deutschland
Telefon: +49 6131-16-5240
E-Mail: vergabekammer.rlp@mwvlw.rlp.de
Fax: +49 6131-16-2113
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Das Verfahren für Verstöße gegen diese Vergabe richtet sich nach den Vorschriften der §§ 155 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 160 ff. GWB verwiesen.

Vergabeverstöße sind nach § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB unverzüglich innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen, nachdem der Bieter den Verstoß erkannt hat, beim Auftraggeber zu rügen.

Vergabeverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist beim Auftraggeber zu rügen.

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 3 spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Des Weiteren weist der Auftraggeber darauf hin, dass der Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Vergabekammer Rheinland-Pfalz (siehe Ziffer VI.4.1)
Stiftsstraße 9
Mainz
55116
Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
13/04/2017