Bauleistung - 35034-2019

24/01/2019    S17    - - Bauleistung - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Sindelfingen: Komplett- oder Teilbauleistungen im Hochbau sowie Tiefbauarbeiten

2019/S 017-035034

Auftragsbekanntmachung

Bauauftrag

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Kreiskliniken Böblingen gGmbH im Namen und auf Rechnung des „Eigenbetriebs Klinikgebäude Landkreis Böblingen“
Arthur-Gruber-Str. 70, 71065 Sindelfingen
Sindelfingen
71065
Deutschland
Kontaktstelle(n): Projektgeschäftsführung Neubau Flugfeldklinikum
E-Mail: h.schaefer@klinikverbund-suedwest.de
Fax: +49 70319812062
NUTS-Code: DE112

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.klinikverbund-suedwest.de

Adresse des Beschafferprofils: www.klinikverbund-suedwest.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.deutsche-evergabe.de/dashboards/dashboard_off/0112F409-1498-41DD-943C-0F871EE49B89
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.deutsche-evergabe.de/dashboards/dashboard_off/0112F409-1498-41DD-943C-0F871EE49B89
Im Rahmen der elektronischen Kommunikation ist die Verwendung von Instrumenten und Vorrichtungen erforderlich, die nicht allgemein verfügbar sind. Ein uneingeschränkter und vollständiger direkter Zugang zu diesen Instrumenten und Vorrichtungen ist gebührenfrei möglich unter: https://www.deutsche-evergabe.de
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: kommunale Gesellschaft
I.5)Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Planung u. Errichtung des Neubaus Flugfeldklinikum durch einen Generalunternehmer (GU) auf Grundlage einer Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) als Partneringverfahren

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45200000
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Der Landkreis Böblingen als Gesellschafter der Kreiskliniken Böblingen gGmbH beabsichtigt, die beiden getrennten Klinikstandorte Böblingen und Sindelfingen durch ein gemeinsames Klinikum mit ca. 700 Betten auf dem Standort Flugfeld zwischen den Städten Böblingen und Sindelfingen liegend zu ersetzen (Flugfeldklinikum). Nach Abschluss der Angebots- und Verhandlungsphase (Stufe 2) soll ausschließlich mit dem besten Bieter die sog. Planungsphase (Preconstruction- und Partnering-Phase (Stufe 3)) durchgeführt werden. In dieser sollen die Partner das Projekt gemeinsam unter Berücksichtigung der Budgetvorgaben des Bauherrn sowie der wirtschaftlichen Parameter aus der Stufe 2 konkretisieren. Nähere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen. Mit dem Teilnahmeantrag hat der Bieter einen unterzeichneten Durchführungsvertrag vorzulegen.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71000000
45215130
45215141
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE112
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Im Landkreis Böblingen und der Region Böblingen/Sindelfingen leben rund 400 000 Menschen. Dem innovativen und wirtschaftsstarken Landkreis ist die wohnortnahe und hochwertige medizinische Versorgung der Menschen in der Region eines der wichtigsten Anliegen, weshalb die kommunale Trägerschaft der Kreiskliniken Böblingen langfristig sichergestellt werden soll. Dafür realisiert der Landkreis Böblingen mit den Kreiskliniken Böblingen den Bau eines neuen gemeinsamen Krankenhauses für Sindelfingen und Böblingen am Standort Flugfeld. Das neue Flugfeldklinikum wird alle Leistungen der bisherigen Krankenhäuser in Sindelfingen und Böblingen an einem Standort vereinen und dadurch eine moderne Versorgung der Patienten bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit ermöglichen. Durch seine zentrale Lage ist das Flugfeld ein idealer Standort für den Klinikneubau, um eine wohnortnahe Versorgung für die Menschen im Landkreis zu garantieren. Die gute Anbindung an das Straßennetz mit der Bundesautobahn A81 von Stuttgart nach Singen und die direkte Nähe zum Bahnhof Böblingen mit ÖPNV-Anschluss erlauben außerdem Besuchern, Patienten und Mitarbeitern das Flugfeldklinikum schnell und unkompliziert zu erreichen. Im wertvollen Entwicklungsgebiet des Flugfeldes nimmt das Flugfeldklinikum einen hohen städtebaulichen Stellenwert ein. Umgeben vom Parkgebiet der „Grünen Mitte“ mit zugehörigem Flugfeldsee und einer attraktiven Wohnbebauung stellt sich das Flugfeldklinikum der anspruchsvollen Herausforderung der städtebaulichen Anforderungen und ist über seine geplante Gebäudestruktur optimal mit seinem Umfeld verzahnt. Die Kreiskliniken Böblingen gGmbH und die dort angesiedelte Gesamtprojektleitung (GPL) sind im Namen und auf Rechnung des Landkreises mit der Durchführung des Projekts beauftragt.

Wesentliche Daten des Neubaus Flugfeldklinikum:

Grundstücksfläche: ca. 50 200 m2

Soll-Nutzungsfläche (NUF): ca. 47 800 m2

Bruttorauminhalt (BRI): ca. 500 000 m3

Bruttogrundfläche (BGF): ca. 110 000 m2

Ein autarkes Parkhaus separat auf dem Grundstück mit ca. 920 Stellplätzen

Das Flugfeldklinikum als Schwerpunktversorger mit seinen geplanten ca. 700 Betten bündelt alle Abteilungen und Bereiche des Klinikums Sindelfingen-Böblingen unter einem Dach. Dazu gehören neben einer Zentralen Notaufnahme mit großem Diagnostikbereich, 15 Operationssälen im Endausbau, einer Intensiveinheit (ICU und IMC), einer Schlaganfalleinheit, einer Apotheke mit Medikamentenherstellung, einem Labor, einer ZSVA usw. auch ein eigenes Eltern-Kind-Zentrum.

Über eine gut erreichbare Liegendkrankenvorfahrt und einen großzügig dimensionierten Vorplatz vor dem Haupteingang können Patienten das Klinikum schnell und sicher erreichen. Für Notfalleinsätze der Luftrettung verfügt das Gebäude zusätzlich über einen Hubschrauberlandeplatz mit direktem Zugang zur Zentralen Notaufnahme.

Das Bauvorhaben umfasst neben dem Klinikum zudem folgende Teile:

— einen Wirtschaftshof im Westen, im Untergeschoss anschließend an das Klinikgebäude,

— den Neubau des Parkhauses West,

— zugehörige Freianlagen mit verkehrlichen Anlagen.

Um die Kliniknutzung auf dem Gebiet des Flugfeldes zu ermöglichen, läuft derzeit ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans. Die öffentliche Auslegung des B-Planentwurfs erfolgt im Dezember 2018 und Januar 2019.

Für eine konsequente und kontinuierliche Steuerung der Projektziele Kosten, Termine und Qualität in einem solchen Großprojekt, wird seit Planungsbeginn die Methode des Building Information Modeling (BIM) angewandt. Als eines der ersten Krankenhausbauprojekte bundesweit, das diese Methode so frühzeitig und umfassend anwendet, nimmt das Projekt Flugfeldklinikum eine Vorreiterrolle im öffentlichen Bausektor ein. Der Auftraggeber hat frühzeitig erkannt, dass durch eine möglichst vollständig digitale Planung, die Voraussetzungen für zukünftig immer mehr digital ablaufende Arbeitsprozesse schon mit der Inbetriebnahme für den späteren technischen Gebäudebetrieb geschaffen sein müssen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 18/11/2019
Ende: 30/09/2024
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Der öffentliche Auftrag wird eine Laufzeit unter Berücksichtigung des tatsächlichen Projektablaufs haben. Sämtliche Angaben in der EU-Bekanntmachung stellen den momentanen Stand der Planungen dar und stehen unter dem Vorbehalt entsprechender Anpassung.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Anzahl der Bewerber: 4
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die Auswahlkriterien kommen zur Anwendung, wenn mehr als angegebene Bewerberzahl die Eignungskriterien erfüllt. Die 4 Bewerber mit der jeweils höchsten Punktzahl werden zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Es werden ausschließlich Referenzen des Bewerbers bzw.Generalunternehmers und der Planungsbeteiligten für selbst erbrachte Leistungen gewertet. Die Vergabestelle stellt die nachfolgende Bewertungsmatrix auch in einem separaten Dokument mit Erläuterungen zur Verfügung.

Für den Bewerber bzw. Generalunternehmer. Es werden jeweils maximal 3 Referenzen gewertet.Gesamtpunktzahl aus I+II 312 Pkt.

I. Schlüsselfertige Planung und Ausführung eines Gebäudes mit einem Anteil der Kostengruppe 400 größer 35 % an den Gesamtkosten der KG 200-500 nach DIN 276 als Generalunternehmer

Planung auf Basis FLB ab LP 5 HOAI und höher 5 Punkte

Planung auf Basis FLB ab LP 2 oder 3 und höher 10 Punkte

Baukosten 0 bis 10 Mio. EUR brutto (KGR 200-500) 1 Pkt.

10 bis 50 Mio. EUR brutto 5 Pkt.

50 bis 75 Mio. EUR brutto 10 Pkt.

75 bis 100 Mio. EUR brutto 15 Pkt.

Über 100 Mio. EUR brutto 20 Pkt.

Wenn Referenz in BIM geplant ist und Leistungsumfang von mind. BIM-Level 1 (Koordination 3D) hat 10 Pkt.

Wenn Referenz Leistungsumfang von BIM-Level 2 (4D, Zeit; 5D, Kosten) hat 5 Pkt.

Wenn Referenz Leistungsumfang von BIM-Level 2 (6D; Simulationen; 7D FM & Betrieb; As-built) hat 4 Pkt.

II. Schlüsselfertige Planung- und Ausführung von Klinikgebäuden

Vergleichbarkeit der Referenz hinsichtlich der Größe zum ausgeschriebenen Projekt

Referenz unter 5 000 m2 (NUF nach DIN 13080) im klinischen Bereich (Nutzungsmix) 2 Pkt.

Mehr als 5 000 m2- bis 15 000 m2 15 Pkt.

Mehr als 15 000 m2 20 Pkt.

Wenn Referenz min. einen Hybrid OP hat 5 Pkt.

Wenn Referenz in BIM geplant und Leistungsumfang im BIM-Level 1 (Koordination 3D) hat 10 Pkt.

Wenn Referenz Leistungsumfang BIM-Level 2 (4D, Zeit; 5D, Kosten) hat 5 Pkt.

Wenn Referenz bis zu 3 der gem. Erläuterung Punkt E.II aufgeführten Nutzungen enthält 5 Pkt.

Wenn Referenz zw. 3 und 6 der aufgeführten Nutzungen enthält 10 Pkt.

Wenn Referenz über 6 der aufgeführten Nutzungen enthält 15 Pkt.

Für die Planungsbeteiligten. Es werden jeweils maximal 3 Referenzen gewertet.Gesamtpunktzahl aus III-V 208 Pkt.

III. Planung Klinikgebäude (Objektplanung)

Vergleichbarkeit der Referenz hinsichtlich der Größe zum ausgeschriebenen Projekt

Referenz unter 5 000 m2 (NUF nach DIN 13080) im klinischen Bereich (Nutzungsmix) 1 Pkt.

Mehr als 5 000 m2- bis 20 000 m2 6 Pkt.

Mehr als 20 000 m2 10 Pkt.

Wenn Referenz in BIM geplant und Leistungsumfang von mind. BIM-Level 1 (Koordination 3D) hat 5 Pkt.

Wenn Referenz Leistungsumfang von BIM-Level 2 (4D, Zeit; 5D, Kosten) hat 3 Pkt.

Wenn Referenz auch die LP 3-5 umfasst 10 Pkt.

IV. Planung Klinikgebäuden (Technische Ausrüstung HLSK, ELT, GA)

Vergleichbarkeit der Referenz hinsichtlich der Größe zum ausgeschriebenen Projekt

Referenz unter 5 000 m2 (NUF nach DIN 13080) im klinischen Bereich (Nutzungsmix) 1 Pkt.

Mehr als 5 000 m2- bis 20 000 m2 3 Pkt.

Mehr als 20 000 m2 5 Pkt.

Wenn Referenz in BIM geplant und Leistungsumfang von mind. BIM-Level 1 (Koordination 3D) hat 5 Pkt.

Wenn Referenz 4 der gem. Erläuterung Punkt E.II aufgeführten Kriterien enthält 5 Pkt.

Wenn Referenz mehr als 4 der aufgeführten Kriterien und die GMP Validierungsbegleitung enthält 10 Pkt.

Wenn Referenz auch die LP 3-5 umfasst 5 Pkt.

V. Planung Klinikgebäude (Medizintechnik)

Vergleichbarkeit der Referenz hinsichtlich der Größe zum ausgeschriebenen Projekt

Referenz unter 5000 m2 (NUF nach DIN 13080) im klinischen Bereich (Nutzungsmix) 1 Pkt.

Mehr als 5 000 m2- bis 20 000 m2 3 Pkt.

Mehr als 20 000 m2 5 Pkt.

Wenn Referenz in BIM geplant und Leistungsumfang von mind. BIM-Level 1 (Koordination 3D) hat 3 Pkt.

Wenn Referenz auch eine Apotheke hat 2 Pkt.

Wenn Referenz auch ein Labor (S2) hat 2 Pkt.

Wenn Referenz auch Großgerätetechnik hat 2 Pkt.

Wenn Referenz auch die LP 3-5 umfasst 2 Pkt.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: ja
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Nähere Angaben sind den Vergabeunterlagen, insbesondere der FLB, zu entnehmen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

EU-Bekanntmachung 01/19

Eingang Teilnahmeanträge 03/19

Auswahlentscheidung 04/19

Beginn Angebots- und Verhandlungsphase 05/19

Beginn Preconstruction- und Partneringphase 11/19 – 07/20

Beginn weitere Planungs- und Bauleistungen ab 08/20

Weitere Meilensteine:

Abschluss Entwurfsplanung 06/19

Satzungsbeschluss BPlan 07/19

Baufertigstellung 12/23

Inbetriebnahme 01-06/24

Betriebsaufnahme 07-09/24

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Für die Bewerbung zur Teilnahme am Wettbewerb wird ein Teilnahmeantrag/Bewerbungsbogen zur Verfügung gestellt. Die Bewerbung hat unter Verwendung dieses Teilnahmeantrages/Bewerbungsbogens zu erfolgen. Formlose Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. In den Bekanntmachungsunterlagen geforderte Nachweise sind mit dem Antrag vorzulegen.

Bewerbergemeinschaften müssen die geforderten Nachweise, Erklärungen und sonstige Angaben – mit Ausnahme der unter Ziff. III.1.3. geforderten Referenzen – von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft einreichen.

Die Eignung kann durch Eintragung in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) nachgewiesen werden. Nicht präqualifizierte Bewerber müssen die nachstehend genannten Unterlagen mit Ihrer Bewerbung einreichen:

— Gewerbeanmeldung,

— Handelsregisterauszug,

— Eintragung in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer,

— Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, nicht älter als 6 Monate,

— Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, nicht älter als 6 Monate,

— Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG,

— Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft des zust. Versicherungsträgers mit Angabe der Lohnsummen, nicht älter als 6 Monate.

Außerdem: Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB bzw. § 6 eEU VOB/A vorliegen.

Hinweis der Vergabestelle: Der Teilnahmewettbewerb dient der abschließenden Eignungsprüfung, d.h. die Eignungsunterlagen sind auch für wesentliche Bau-Partner nebst entsprechenden Verpflichtungserklärungen vorzulegen. Nicht ausreichend ist es insbesondere, das bauausführende Unternehmen erst nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs zu benennen. Ein Bewerber, der nicht selbst über die zur Aufführung eines Auftrags erforderlichen technischen Mittel verfügt, hat in seinem Teilnahmeantrag von sich aus darzulegen und den Nachweis zu erbringen, welche Unternehmen, die solche technischen Mittel besitzen, er sich bei der Ausführung des Auftrages in der Weise bedienen wird, dass diese Mittel als ihm tatsächlich zu Gebote stehend anzusehen sind. Die Vergabestelle wird bei sog. „eignungsvermittelnden Nachunternehmern“ eine umfassende Eignungsprüfung durchführen. Sämtliche in der EU-Bekanntmachung geforderten Eignungsnachweise sind auch für „eignungsvermittelnde Nachunternehmer“ vorzulegen. Auf die Regelung in § 6 d EU VOB/A wird hingewiesen.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Umsatz des Unternehmers in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen. Der Nachweis ist zu führen durch die Vorlage einer Bestätigung eines vereidigten Wirtschaftsprüfers/ Steuerberaters oder entsprechend testierter Jahresabschlüsse oder entsprechender Gewinn- und Verlustrechnungen,

— Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem technischen Leitungspersonal.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die technische Leistungsfähigkeit ist durch Referenzen nachzuweisen. Anzugeben ist die jeweilige Referenz mit Darstellung der Projekte, den wesentlichen Projektdaten, der Art der vom Bewerber ausgeführten Leistungen unter Angabe von Auftragswert, Ausführungszeit, Auftraggeber und den Kontaktdaten des Auftraggebers. Von den wichtigsten Bauleistungen sollten Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung und das Ergebnis beigefügt werden. Von Bewerbergemeinschaften sind die Referenzen insgesamt nachzuweisen, d. h., der Referenznachweis ist nicht von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft einzeln zu führen. Die Referenzen sind ausschließlich mit den im Teilnahmeantrag enthaltenen Formblättern nachzuweisen. Zusätzlich ist jedes Referenzobjekt auf mind. 1 und höchstens 6 weiteren A4-Blättern zu erläutern. Vgl. zu den Referenzanforderungen Ziff. II.2.9) Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Berücksichtigt werden Referenzen der Jahre 2007 bis zum Bewerbungszeitpunkt.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Soweit Planungsleistungen betroffen sind: Voraussetzung ist die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt“ oder „Ingenieur“. Auswärtige Bewerber mit der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfüllen die fachliche Voraussetzung, wenn ihre Berechtigung zur Führung der oben genannten Berufsbezeichnung nach der Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen gewährleistet ist. Juristische Personen erfüllen diese Voraussetzungen, sofern deren satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungs- bzw. Ingenieurleistungen gerichtet ist und sie einen verantwortlichen Berufsangehörigen im vorstehenden Sinne benennen.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 22/03/2019
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Die Projektrealisierung steht insgesamt unter dem Vorbehalt der abschließenden Fördermittelzuweisung durch das Land Baden-Württemberg sowie dem Landkreis Böblingen.

Sofern die gewählte Projektstrukturierung nach Ansicht des Bewerbers gegen vergaberechtliche Vorgaben verstößt, weist die Vergabestelle darauf hin, dass diese angeblichen Verstöße entsprechend der Vorgaben des § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB vor Abgabe des Teilnahmeantrages gegenüber der Vergabestelle geltend zu machen sind. Spätestens mit Abgabe des Teilnahmeantrages ist der Bieter mit dem Vorbringen angeblicher Vergabeverstöße in Bezug auf den hier und im Durchführungsvertrag dargestellten Verfahrensablauf präkludiert. Die Unterzeichnung des Durchführungsvertrages ist Voraussetzung für einen vollständigen Teilnahmeantrag. Die Vergabestelle ist ihrerseits verpflichtet, den unterzeichneten Durchführungsvertrag gegenzuzeichnen.

Der Informationsdienst der Deutschen E-Vergabe veröffentlicht die vorliegende Bekanntmachung auch in seinem Informationsdienst. Allein maßgeblich ist das Bekanntmachungsformular aus dem EU-Amtsblatt.

Die Vergabestelle wird vor indikativer Angebotsabgabe einen Workshop zu Haftungs- und Sicherheitsszenarien anbieten, um in der Diskussion mit dem Wettbewerb die bestmögliche Absicherung des Gesamtprojektes unter Berücksichtigung der partnerschaftlichen Interessen sämtlicher Projektbeteiligten abzubilden.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Baden-Württemberg
Durlacher Allee 100, 76137 Karlsruhe
Karlsruhe
76137
Deutschland
Telefon: +49 7219268730
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Fax: +49 7219263985

Internet-Adresse: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Vergabestelle weist nachfolgend auf die zulässigen Rechtsbehelfe und durch einen Bewerber/Bieter einzuhaltenden Fristen hin. Statthafte Rechtsbehelfe sind gem. §§ 160 ff. GWB die Rüge sowie der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der zuständigen Vergabekammer. Eine Rüge ist an die in Ziffer I.1) genannte Vergabestelle zu richten.

Die zuständige Stelle für ein Nachprüfungsverfahren ist in Ziffer VI.4.1) genannt. Statthafter Rechtsbehelf ist gem. § 160 GWB der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der zuständigen Vergabekammer (Ziff. VI.4.1).

Der Antrag ist unzulässig, soweit

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 GWB Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Vergabekammer Baden-Württemberg
Durlacher Allee 100, 76137 Karlsruhe
Karlsruhe
76137
Deutschland
Telefon: +49 7219268730
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Fax: +49 7219263985

Internet-Adresse: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
22/01/2019