Lieferungen - 515747-2018

22/11/2018    S225

Deutschland-Leipzig: Straßenbahnpersonenwagen

2018/S 225-515747

Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung

Lieferauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH
Postanschrift: Georgiring 3
Ort: Leipzig
NUTS-Code: DED52 Leipzig
Postleitzahl: 04103
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Daniel Kohles
E-Mail: daniel.kohles@L.de
Telefon: +49 341492-1276
Fax: +49 341492-371276
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.L.de
Adresse des Beschafferprofils: https://www.L.de/gruppe/einkauf-logistik
I.6)Haupttätigkeit(en)
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung von weiteren Niederflur-Stadtbahnfahrzeugen

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
34622100 Straßenbahnpersonenwagen
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Wesentliche Anforderungen an die zu liefernden Niederflur-Stadtbahnfahrzeuge:

— Fahrzeug(bau)art: Schienenfahrzeug, Straßenbahn-Gelenkwagen (Einrichter),

— Wagenkastenrohbau: geschweißte Ganzstahlausführung (4 Wagenteile),

— Fahrwerksbauart: Drehgestell (4 Trieb- und 1 Laufdrehgestell),

— Niederfluranteil: ca. 65 %, bezogen auf die Anzahl der im NF-Bereich unterzubringenden Fahrgäste,

— Fahrzeugbreite, -länge: 2 300 mm, 37 600 mm,

— Bodenfreiheit: 65 mm,

— Fahrleitungs-Nennspannung: derzeit 600 V, künftig 750 V,

— Kleinster Gleisbogenradius: 17 m,

— Streckenneigung max.: 6 %,

— Spurweite: 1 458 mm,

— Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h,

— Gesamtfahrgastkapazität: 220 Personen (4 Personen/ m2), davon 75 Sitzplätze,

— Einstiegshöhe: 300 mm.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
34622100 Straßenbahnpersonenwagen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DED51 Leipzig, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Stadtgebiet Leipzig

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der Auftragsgegenstand besteht aus der Erweiterung des bestehenden Lieferauftrags aus 2015 von bis zu 41 Niederflur-Stadtbahnfahrzeugen.

20 Fahrzeuge sollen in 2018 zusätzlich bestellt und im Zeitraum zwischen 2020-2021 in 2 Tranchen von jeweils 10 Fahrzeugen angeliefert werden.

II.2.5)Zuschlagskriterien
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne vorherigen Aufruf zum Wettbewerb
  • Dringende Gründe im Zusammenhang mit für den Auftraggeber unvorhersehbaren Ereignissen, die den strengen Bedingungen der Richtlinie genügen
  • Zusätzliche Lieferungen, deren Beschaffung den strengen Vorschriften der Richtlinie genügt
Erläuterung:

Die Erweiterung ist gem. § 132 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 GWB zulässig. Das mit dem Ausgangsverfahren verfolgte Beschaffungsziel kann mit der ursprünglich beschafften Fahrzeuganzahl auch bei Ausnutzung sämtlicher Optionen nicht erreicht werden. Notwendig ist hierfür die Erweiterung, die über diesen Beschaffungsvorgang verfolgt wird, um knapp 50 %. Beabsichtigt war die Ablösung der noch im Betrieb befindlichen Tatra-Fahrzeuge bis auf eine geringe Messereserve. Aufgrund unerwartet stark angestiegener Fahrgastzahlen im Zusammenhang mit dem ebenfalls unerwartet großen Bevölkerungswachstum ist eine Außerbetriebnahme nicht möglich. Hierfür bedarf es der zusätzlichen 20 Fahrzeuge.

Die Voraussetzungen für eine Auftragserweiterung gemäß § 132 Abs. 2 S.1 Nr. 3 GWB liegen vor. Die Änderung/ Erweiterung ist aufgrund von Umständen erforderlich geworden, die der öffentliche Auftraggeber im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht nicht vorhersehen konnte, wobei sich aufgrund der Änderung der Gesamtcharakter des Auftrags nicht verändert. Zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung war der erhöhte Fahrzeugbedarf nicht absehbar. Vordringliches Beschaffungsziel war die Ablösung der Tatra-Fahrzeuge (mit Ausnahme einer geringen Messereserve). Um dieses Ziel zu erreichen, wurde sorgfältig der künftige Fahrzeugbedarf (Platzkapazität pro Linie) ermittelt. Im Zuge der Planung kristallisierte sich das Erfordernis eines Niederflurgelenktriebwagens mit 10 Achsen heraus. Maßgebliches Kriterium für die Anzahl der zu beschaffenden Fahrzeuge war die amtlich prognostizierte Bevölkerungsentwicklung. Demnach hätten 41 Fahrzeuge genügt, um die Tatra-Wagen zu ersetzen. Die tatsächliche Entwicklung der Einwohnerzahl hat jedoch selbst die optimistischsten Schätzungen übertroffen, so dass bereits Ende 2017 die ursprünglich für 2020 prognostizierte Einwohnerzahl um rund 45 000 überschritten war. Damit haben sich die äußeren Rahmenbedingungen nachträglich erheblich und für den Auftraggeber unvorhersehbar geändert. Um weiterhin einen ordnungsgemäßen und störungsfreien Betrieb – ohne überfüllte Bahnen – sicherzustellen, müssten entgegen der Planung aus dem Jahr 2015 weitere Tatra-Fahrzeuge in der Nutzung bleiben. Folglich kann das Beschaffungsziel der Ablösung von Tatra-Fahrzeugen nicht erreicht werden.

IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2014/S 044-074170

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag der Zuschlagsentscheidung:
30/01/2015
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Solaris Bus & Coach S.A.
Postanschrift: ul. Obornicka 46, Bolechowo-Osiedle
Ort: Owinska
NUTS-Code: PL POLSKA
Postleitzahl: 62005
Land: Polen
Internet-Adresse: www.solarisbus.com
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: 1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen bei der Landesdirektion Sachsen
Postanschrift: Postfach 10 13 64
Ort: Leipzig
Postleitzahl: 04013
Land: Deutschland
E-Mail: wiltrud.kadenbach@lds.sachsen.de
Telefon: +49 3419773800
Fax: +49 3419771049
Internet-Adresse: https://www.lds.sachsen.de
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis oder soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1-3 GWB).

Teilt der Auftraggeber mit, dass der Rüge nicht abgeholfen wird, kann innerhalb von 15 Kalendertagen ein Nachprüfungsantrag bei der o. a. Vergabekammer schriftlich gestellt werden (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB).

Für die Feststellung der Unwirksamkeit nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB wegen nicht erlaubter Direktvergabe gelten die in § 135 Abs. 2 und 3 genannten Fristen. Gemäß Abs. 2 kann die Unwirksamkeit nach Abs. 1 nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union. Nach Absatz 3 tritt die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 nicht ein, wenn

1) der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,

2) der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und

3) der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
19/11/2018