Dienstleistungen - 122064-2019

15/03/2019    S53    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Berlin: Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen

2019/S 053-122064

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Bezirksamt Neukoelln von Berlin
Karl-Marx-Straße 83
Berlin
12040
Deutschland
E-Mail: vergabe@szpartner.de
Fax: +49 30902393000
NUTS-Code: DE300

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://my.vergabeplattform.berlin.de

Adresse des Beschafferprofils: https://my.vergabeplattform.berlin.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/publications
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
Dr. Szamatolski + Partner GbR
Brunnenstraße 181
Berlin
10119
Deutschland
E-Mail: vergabe@szpartner.de
NUTS-Code: DE300

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.szpartner.de

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://my.vergabeplattform.berlin.de
Im Rahmen der elektronischen Kommunikation ist die Verwendung von Instrumenten und Vorrichtungen erforderlich, die nicht allgemein verfügbar sind. Ein uneingeschränkter und vollständiger direkter Zugang zu diesen Instrumenten und Vorrichtungen ist gebührenfrei möglich unter: https://my.vergabeplattform.berlin.de
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Qualifizierung des Grünzugs zwischen Lipschitzallee und Wutzkyallee in der Gropiusstadt und des Spiel- und Bolzplatzes Sollmannweg

Referenznummer der Bekanntmachung: Gropius_Soll_Frei
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71222000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Das Bezirksamt Neukölln setzt im Rahmen des Städtebauförderprogramms Zukunft Stadtgrün unter Hinzuziehung von externen Partnern und Dienstleistern die aus dem zur Gropiusstadt entwickelten integrierten Freiraumkonzept abgeleiteten Maßnahmen um. Eine wesentliche Qualität der Gropiusstadt sind die sich abseits der Straßen befindlichen Fuß- und Radwege, weshalb sich viele der Maßnahmen auf eben diese Wege beziehen.

Eine der zentralen Fuß- und Radwegverbindungen liegt in einem sich in östlicher und nordwestlicher Richtung ausdehnenden Grünzug. Der zwischen der Wutzkyallee im Osten und der Lipschitzallee im Westen liegende Teilabschnitt des Grünzugs soll im Rahmen dieser Ausschreibung unter Berücksichtigung des Bestands freiraumplanerisch neugestaltet, geordnet und mit neuen Strukturelementen versehen werden.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 3 060 825.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71400000
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300
Hauptort der Ausführung:

Gropiusstadt, Berlin-Neukölln

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der Auftrag beinhaltet Leistungen bei Freianlagen gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 2 Freianlagen. Es ist beabsichtigt die Leistungsphasen (LP) 1 (teilweise) sowie 2 bis 8 gemäß § 39 HOAI ganz oder teilweise zu vergeben. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst für die LP 1 bis 2, ggf. 3. Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung weiterer Stufen besteht nicht.

Ziele des Programms „Zukunft Stadtgrün“ sind unter anderem die Steigerung der Lebens- und Wohnqualität, der gesellschaftlichen Teilhabe und die Verbesserung des Stadtklima. Eine der zentralen Wegeverbindungen mit einem Teilabschnitt zwischen der Wutzkyallee und der Lipschitzallee soll freiraumplanerisch neugestaltet und mit neuen Strukturelementen versehen werden. Ausgenommen ist das Landschaftsschutzgebiet Vogelwäldchen.

Grundlage sind die Analysen und konzeptionellen Planungen, die sich aus dem integrierten Freiraumkonzept für die Gropiusstadt ergeben, sowie die Projektskizzen für die jeweiligen Bauabschnitte.

Es sollen – bezogen auf Bepflanzung, Materialität und Aufenthaltsqualität – einheitliche Gestaltungsmerkmale entwickelt werden. Diese sollen identitätsstiftend sein und sich an den Kriterien Gestaltung, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit, Pflegeaufwand und Wirtschaftlichkeit messen lassen.

Die Bauabschnitte und unterschiedlichen Planungs- und Bauaufgaben werden folgendermaßen beauftragt:

Grünzug, 1. Bauabschnitt Friedrich-Kayßler-Weg, LP 2-8, ggf. Fachplanungen, ggf. Gutachten

Der Bauabschnitt führt entlang des Friedrich-Kayßler-Wegs und reicht im Osten reicht bis auf den Vorplatz des Einkaufscenters Wutzky. Ziel ist eine barrierefreie und gesamtheitliche Gestaltung für den Grün- bzw. Gehwegraum mit Angeboten zur Bewegungsförderung und Kommunikationsorten. Eine gute Orientierung, eine starke Wegebeziehung und ein hohes Sicherheitsgefühl sollen im Fokus stehen.

LP 2-7: 2019, LP 8: 2020

Grünzug, 2. Bauabschnitt, Teil A, Spiel- und Bolzplatz Sollmannweg, LP 1-8, ggf. Fachplanungen, ggf. Gutachten

Wesentliches Ziel bei der Neuanlage des Spielplatzes ist die barrierefreie Gestaltung und die Einbindung attraktiver Spielangebote auch für Kinder mit körperlicher bzw. geistiger Behinderung. Der vorhandene Bolzplatz soll einen neuen Belag und schallmindernde Fußballtore erhalten.

Die zu schaffende Spiellandschaft soll spannend zu erkunden sein, Sinneserfahrung befördern sowie körperliche Erfahrungen möglich machen. Eine Beteiligung der Zielgruppe wird erwartet. Demnach sind vor allem Kinder mit und ohne Behinderungen einzubeziehen.

Planung: 2020, Umsetzung: 2021

Grünzug, 3. Bauabschnitt Lipschitzallee – Vogelwäldchen, LP 2-5, ggf. Fachplanungen, ggf. Gutachten

Die Platzfläche mit der Brunnenanlage weist einen repräsentativen Auftakt auf. Die Brunnenanlage und dessen direktes Umfeld befinden sich bereits in Umgestaltung. Die Planung des 3. Bauabschnitts soll auf die Gestaltung des Brunnenplatzes und die Wegeführung reagieren. Die Neugestaltung soll den Ansprüchen verschiedener Nutzergruppen gerecht werden. Im Vordergrund steht die Schaffung von Möglichkeiten zur Begegnung und Kommunikation sowie die Verbesserung des Sicherheitsempfindens. Neben ökologischer Nachhaltigkeit und dem Pflegeaufwand spielt auch der Versiegelungsgrad eine Rolle.

LP 2-5: 2019

Die geschätzten anrechenbaren Baukosten betragen ohne MwSt. ca. 3 060 825 EUR. Ggf. sind weitere, optionale Leistungen zu erbringen.

Die Leistung ist in den Jahren 2019 und 2020 zu erbringen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Darstellung von Personalkonzept und -einsatzplan; Qualifikation u. Erfahrung der vorgesehenen Mitarbeiter; Sicherstellung der laufenden Verfügbarkeit eines auskunftsfähigen Ansprechpartners für den AG / Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der Herangehensweise und der Zeitplanung unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Darstellung erster inhaltlicher Ideen und der Themenschwerpunkte, z. B. barrierefreies Spielen, anhand von Referenzen mit vergleichbaren Bauvorhaben, Gestaltqualität / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Darst. Kommunikations-Strategie zw. Auftraggeber, den Akteuren und der Öffentlichkeit; Erläuterung erster Vorschläge für Beteiligungsformate, z. B. anhand von Referenzen mit vergleichbaren Bauvorhaben / Gewichtung: 20
Kostenkriterium - Name: Angebot für die Gesamtleistung der Leistungen bei Freianlagen einschließlich Zuschläge, besonderer Leistungen / Gewichtung: 25
Kostenkriterium - Name: Stundensätze / Gewichtung: 5
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 321 365.00 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 18/06/2019
Ende: 31/12/2021
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Eine optionale Verlängerung des Auftrags ist je nach Zusage weiterer Fördermittel möglich. Der Auftraggeber kann von dieser Verlängerungsoption zurücktreten.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 4
Höchstzahl: 6
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Erfüllen mehrere Bewerber gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl nach einer objektiven Auswahl entsprechend der zu Grunde gelegten Kriterien zu hoch, wird die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los getroffen.

Die objektiven Kriterien mit ihren entsprechenden Unterkriterien und jeweilig zu erreichenden Punkten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen (Datei: Soll_Frei_Objektive Kriterien).

In der Summe aller Kriterien werden maximal 100 Punkte vergeben.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Grünzug, 2. Bauabschnitt, Teil B, Wegebau und Verbesserung der landschaftlichen Einbindung rund um den Spiel- und Bolzplatz Sollmannweg, LP 1-8, ggf. Fachplanungen, ggf. Gutachten

Zwischen dem 1. und 3. Bauabschnitt liegt der Spielplatz Sollmannweg. Er grenzt westlich an das sogenannte Vogelwäldchen an. Nachdem der öffentliche Spiel- und Bolzplatz voraussichtlich im Jahr 2021 neu gestaltet werden wird, soll das Areal mit seinen Spiel- und Sportangeboten besser an den nördlich verlaufenen Grünzug und an den südlich verlaufenen Sollmannweg angeschlossen werden. Dabei geht es sowohl um die landschaftliche Anbindung als auch diejenige an das Fuß- und Radwegenetz. Die vorhandenen Wege sind dabei zu überarbeiten bzw. neu zu gestalten oder auch neue Wege anzulegen. Die Wegebeziehungen zu den benachbarten Wohngebäuden sind in diesem Zusammenhang zu überprüfen. Auch soll mittels der Planung eine Überarbeitung des Gehölz- und Vegetationsbestandes erreicht werden.

Es ist im Rahmen der hier ausgeschriebenen Planung auf die Landschaftsplanung im Grünzug und auf die Spielplatzgestaltung Bezug zu nehmen bzw. diese einzubeziehen.

Derzeit stehen für dieses Vorhaben keine Fördermittel zur Verfügung. Diese werden beantragt und eine Nachbeauftragung der Leistungsphasen 1 bis 8 gemäß HOAI kann erfolgen, sobald eine Bewilligung von Fördermitteln erfolgt ist.

Wert ohne MwSt.: 35 000 EUR

Geschätzte anrechenbare Baukosten: 154.457 EUR

Grünzug, 3. Bauabschnitt Lipschitzallee – Vogelwäldchen, LP 6-8, ggf. Fachplanungen, ggf. Gutachten

Für den 3. Bauabschnitt stehen bislang allein Fördermittel für die Leistungsphasen 2 bis 5 zur Verfügung. Angestrebt wird jedoch ebenso die bauliche Umsetzung. Dazu werden weitere Fördermittel beantragt. Sobald diese für eines der nachfolgenden Programmjahre bewilligt werden, kann eine Nachbeauftragung des Auftragnehmers erfolgen, welche die Leistungsphasen 6 bis 8 gemäß HOAI umfassen soll.

Der Leistungszeitraum würde sich in diesem Fall auf die Jahre 2021 und 2022 beziehen.

Die Leistungsphasen 1 bis 8 gemäß Anlage 11 HOAI – Leistungen im Leistungsbild Freianlagen, Stand 2013, sind maßgeblich.

Wert ohne MwSt.: 80 750 EUR

Geschätzte anrechenbare Baukosten: 1 228 500 EUR

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den Allgemeinen Vertragsbedingungen – AVB. Weiterhin gilt das Bürgerliche Gesetzbuch sowie Bau-, Rechts-, Verwaltungsvorschriften des Landes Berlin u. a. AVB zu den Verträgen, ABau, LHO Berlin mit Ausführungsvorschriften, Berliner Bauordnung, Rundschreiben einsehbar unter www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben.

(keine abschließende Auflistung)

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Die vom Auftraggeber bereitgestellte Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE siehe: https://ec.europa.eu/tools/espd/filter?lang=de) ist, soweit nichts anderes erklärt wird, ist von den teilnehmenden Unternehmen vollständig in allen seinen Teilen II bis VI auszufüllen und zu unterschreiben. Die EEE muss elektronisch mit Unterschrift dem Auftraggeber übermittelt werden. Nicht vorliegende Unterschriften führen zum Ausschluss des Teilnahmeantrages. (siehe Ziffer VI.3). Ebenfalls führt das nicht vollständige Ausfüllen des Teils III der EEE (Ausschlussgründe) zum Ausschluss des Teilnahmeantrags.

Sofern ein Unternehmen den Auftrag nicht alleine ausführen kann, d. h. eine Bewerber-/Bietergemeinschaft bildet; Unterauftragsverhältnisse oder Eignungsleihe erforderlich sind, ist die EEE mehrfach (wie im Weiteren ausgeführt) auszufüllen, da bestimmte Mindeststandards, Eignungskriterien/Kriterien zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer von verschiedenen Unternehmen erfüllt werden.

Bewerber-/Bietergemeinschaften:

Bewerbergemeinschaften haben jeweils die Mitglieder sowie eines ihrer Mitglieder als bevollmächtigten Vertreter für den Abschluss der Durchführung des Vertrages zu benennen. Dies erfolgt durch die Abgabe der in der EEE verlangten Angaben (Teil II Angaben des Wirtschaftsteilnehmers am Ende von Abschnitt A). Füllen Sie bitte a) bis b) und ggf. c) aus. Nimmt der Wirtschaftsteilnehmer gemeinsam mit anderen am Vergabeverfahren teil, trägt dieser dafür Sorge, dass die sonstigen Beteiligten eine separate EEE vorlegen.

Nachunternehmer (Unterauftragnehmer mit Eignungsleihe):

Teil II Abschnitt C erfordert eine EEE mit den Abschnitten A und B dieses Teils und Teil III sowie die Informationen nach IV und V, soweit sie für die spezifischen Kapazitäten relevant sind.

Nachunternehmer (Unterauftragnehmer ohne Eignungsleihe):

Wenn das beteiligte Unternehmen einen Nachunternehmer/Unterauftragnehmer einsetzen will (gem. EEE Teil II D, d. h. ohne Eignungsleihe), muss für die Unterauftragnehmer keine separate EEE beigefügt werden. Der Unternehmer muss jedoch Angaben in Teil IV C der EEE vornehmen und hat Angaben in Teil II A und B und das nicht vorliegen von Ausschlussgründen in Teil III bei dem von ihm vorgesehenen Unterauftragnehmer vorzulegen.

EEE Teil IV Globalvermerk zur Erfüllung aller Eignungskriterien:

Der Globalvermerk a) zur Erfüllung aller festgelegten Eignungskriterien genügt nicht, ist nicht zulässig und führt zur Nichtberücksichtigung des Teilnahmeantrages (Ausschluss), außer es wird in vergleichbarer Weise zu allen in der Auftragsbekanntmachung genannten Eignungskriterien Stellung genommen. Auf eine Nachforderung von fehlenden Angaben bezüglich dieser Eignungskriterien wird verzichtet.

EEE Teil V: Verringerung der Zahl geeigneter Bewerber:

Hier muss der Bewerber Erklärungen zu den in der Auftragsbekanntmachung genannten Auswahlkriterien/Vorschriften/Mindeststandards Stellung nehmen.

Die Nichteinhaltung von Mindeststandards führt zum Ausschluss am weiteren Verfahren!

Auf der Bekanntmachungs- und Vergabeplattform des Landes Berlin (http://www.berlin.de/vergabeplattform/veroeffentlichungen/bekanntmachungen/) ist ein allgemeines Infoblatt zum Down-/Upload der EEE hinterlegt. Den Vergabeunterlagen wird ebenfalls ein Infoblatt zur EEE beigefügt. Wird dieses befolgt, kann die EEE fehlerfrei ausgefüllt werden.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

[1] Anforderungen an die Berufshaftpflichtversicherung gem. § 45 Absatz (1) Nr. 3 und (4) Nr. 2 VgV:

Mit dem Teilnahmeantrag ist eine Erklärung zu einer gültigen Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 2 000 000 EUR für Personen- und 2 000 000 EUR sonstige Schäden: Sachschäden und Vermögensschäden je Schadensereignis durch Vorlage entsprechender Kopien des Versicherungsscheines beizubringen. Die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres muss mindestens die 2-fache Deckungssumme betragen.

Sollten die gemachten Angaben des Teilnehmers in der EEE, Teil IV B nicht den geforderten Angaben entsprechen, ist zu erklären, dass der Teilnehmer dies zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen kann.

Vor Zulassung zum Verhandlungsverfahren ist der Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten Deckungssummen durch Vorlage des Versicherungsscheines auf Anforderung beizubringen. Der Nachweis gilt auch als erbracht, wenn eine Erklärung des Versicherungsunternehmens vorgelegt wird, mit der sie den Abschluss der geforderten Haftpflichtleistungen und Deckungsnachweise im Auftragsfall zusichert. Eine Eigenerklärung des Bieters genügt nicht. Vor Vertragsschluss muss der gültige Versicherungsschein nachgereicht werden. Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.

Im Falle einer Bewerbergemeinschaft ist von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft eine Versicherung zu den o. g. Bedingungen nachzuweisen, bzw. eine entsprechende Absichtserklärung eines Versicherers beizubringen.

[2.] Anforderungen an den Mindestjahresumsatz nach § 45 Absatz 1 Nr. 1 und 4 VgV: gemäß objektiver Kriterien (Datei: Soll_Frei_Objektive Kriterien) in den Vergabeunterlagen.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

[zu 1] Der Nachweis über die Berufshaftpflichtversicherung gemäß den Anforderungen Ziffer III.1.2) ist spätestens zum Vertragsschluss zu bringen. Die Erklärung zur Berufshaftpflichtversicherung muss mit dem Teilnahmeantrag vorgelegt werden. Ein Fehlen der Erklärung führt zum Ausschluss, auf eine Nachforderung der Erklärung wird verzichtet.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

[3] Angaben zur personellen Ausstattung (§ 46 Absatz 3 Nr. 8 VgV) des Bewerbers gemäß objektiven Kriterien (Datei: Soll_Frei_Objektive Kriterien) in den Vergabeunterlagen.

[4] Referenzen nach § 46 Absatz 3 Nr. 1 VgV: Projektbezeichnung, Ort der Ausführung, Bearbeitungsumfang, Erbringungszeitpunkt, Abschluss der LPH 8, Bauwerkskosten nach DIN 276 gemäß objektiven Kriterien (Datei: Soll_Frei_Objektive Kriterien) in den Vergabeunterlagen.

Es sind 2 Referenzprojekte vorzustellen. Die Bewertung eines Referenzprojektes erfolgt nur, wenn alle Bedingungen a) bis f) erfüllt sind:

a) Die Leistungen müssen dem Bewerber eindeutig zuzuordnen sein (d. h. eigenverantwortlich erbracht) und dürfen keine Subunternehmerleistungen sein;

b) Die Referenz muss vom sich bewerbenden Büro oder dessen Rechtsvorgänger selbst bearbeitet worden sein;

c) Referenzen von Projektmitarbeitenden, die diese für andere Büros bearbeitet haben, dürfen nicht angegeben werden;

d) Die Leistungen müssen abgeschlossen sein d. h. die Übergabe des Objektes (LPH 8) muss vor dem Tag der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung gewesen sein. Die Leistungen dürfen max. 5 Jahre zurückliegen d. h. die Übergabe des Objektes (LPH 8) an den Bauherrn darf max. 5 Jahre zurückliegen (Stichtag: Tag vor der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung);

e) In der Summe der Referenzen müssen die Leistungsphasen 2-8 erfüllt worden sein;

f) Bei dem Referenzprojekt muss es sich um ein Freiraumprojekt handeln.

Bewertet wird eine Referenz nach den unter Ziff. II.2.9) bzw. in den Vergabeunterlagen (Datei: Soll_Frei_Objektive Kriterien) genannten Kriterien/Unterkriterien.

Die Teilnahmeanträge werden zunächst ausschließlich anhand der eingereichten EEE und der Zusatzerklärung zur EEE gewertet. Vor Zulassung zum Verhandlungsverfahren sind auf Anforderung gem. § 50 Abs. 2 VgV ggf. folgende Unterlagen innerhalb von 5 Werktagen vorzulegen

— Versicherungsnachweis/Erklärung des Versicherungsgebers,

— Referenzschreiben der Auftraggeber zu den genannten 2 Referenzprojekten,

— Kopie des Studiennachweises oder der Berufszulassung des in der Zusatzerklärung zur EEE genannten Hauptbearbeiters und stellvertretenden Bearbeiters.

Diese Unterlagen sind aus Datenschutzgründen nur auf Anforderung einzureichen.

Das Nichtvorliegen der genannten Unterlagen innerhalb der genannten Frist auf Anforderung führt zum Ausschluss.

Darüberhinausgehende Unterlagen sind nicht erforderlich bzw. werden nicht gewertet, sofern sie nicht noch angefordert werden.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Die Arbeits- und Planungssprache für die Erfüllung der Leistungen ist deutsch. Das verhandlungssichere Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift ist Voraussetzung. Diese Anforderung gilt mindestens für den Projektleiter, den Bauleiter und ggf. weitere Mitarbeiter, die in der Kommunikation mit dem Auftraggeber und Dritten eingesetzt werden.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Nach § 75 (1) VgV Qualifikation des Auftragnehmers als Landschaftsarchitekt/in.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Grundlage der Beauftragung der Leistungen, der Auftragsbearbeitung ist die Verwaltungsvorschrift Allgemeine Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins – ABau mit die der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, d. h. es gelten die Vertragsmuster einschließlich der AVB/BVB abrufbar unter http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/abau/index.shtml).

Mit der Abgabe eines Angebotes sind folgende Erklärungen unterschrieben einzureichen:

— Frauenförderung ABau IV 403 F,

— Tariftreue, Mindestentlohnung und Sozialversicherungsbeiträge ABau IV 403 F,

— Verpflichtungserklärung benannter Unternehmen ABau IV 407 F,

— Erklärung der Bewerbergemeinschaft ABau IV 128 F.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 12/04/2019
Ortszeit: 10:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 06/05/2019
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/07/2019
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1) Teilnahmeanträge sind zwingend unter Benutzung der zur Verfügung gestellten Unterlagen einzureichen. Nicht unterschriebene Eigenerklärungen (EEE) werden nicht berücksichtigt. Gemäß Teil II Abschnitt C ist eine EEE mit den Abschnitten A und B und nach Teil III erforderlich sowie die Informationen nach Teil IV und Teil V.

Gemäß Teil II Abschnitt D ist eine EEE mit den Abschnitten A und B und nach Teil III erforderlich.

2) Die verfahrensrelevanten Unterlagen sind kostenlos abrufbar unter: http://www.berlin.de/vergabeplattform/veroeffentlichungen/bekanntmachungen/ (Mit Hilfe der Suchmaske das Vergabeverfahren „Sollmannweg“ öffnen).

3) Nach Ziff. III.1.3) dürfen max. 2 Referenzen und max. 2 Projektmitarbeiter (Hauptbearbeiter, Bauleiter) vorgestellt werden. Somit bleiben bei Bewerbergemeinschaften (BG) und/oder Nachunternehmern (NU) in den einzelnen EEE jeweils Felder frei. Sofern mehr als 2 Referenzprojekte angegeben werden, wird aus allen gewerteten Projekten für jedes der Unterkriterien ein Durchschnittswert (arithmetisches Mittel) gebildet und dieser Wert mit 2 (Anzahl der max. geforderten Projekte) multipliziert.

4) Die Umsätze des Bewerbers/der BG und der NU werden nur berücksichtigt, wenn der jeweilige NU mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung abgibt, dass er im Auftragsfall für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bewerbers/der BG einstehen wird.

5) Änderungen in der EEE oder den weiteren zur Verfügung gestellten Unterlagen sind unzulässig.

6) Die EEE muss auf Deutsch gestellt werden. Gleichwertige Nachweise/Erklärungen anderer Herkunftsländer sind in beglaubigter deutscher Übersetzung zwingend beizulegen.

7) Die Teilnahmeanträge sind elektronisch einzureichen. Ein Verweis auf frühere Bewerbungen ist nicht zulässig.

8) Die Frist für rechtzeitig beantragte Auskünfte über die Vergabeunterlagen gemäß § 20 (3) Nr. 1 VgV endet am 5.4.2019, 10..00 Uhr.

9) Der Bieter (einschl. evtl. NU) darf keinen Eintrag im Berliner Korruptionsregister haben. Eine diesbezügliche Abfrage erfolgt vor Zuschlagserteilung. Die entsprechende Erklärung ist vom Bieter im Rahmen der Aufforderung zur Angebotsabgabe vorzulegen.

Für die Abfrage beim Korruptionsregister gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. § 6 Abs. 3 bis 6 des Berliner Datenschutzgesetzes (Bln DSG) sind im Auftragsfall personenbezogene Daten der verantwortlich handelnden Personen (Geschäftsführer, gesetzliche Vertreter) zu benennen und die Zustimmung dieser Personen zur Weiterleitung der Daten an den öffentlichen Auftraggeber einzuholen. Ohne Einwilligung kann der Zuschlag nicht erteilt werden.

10) Mehrfachbeteiligungen, d. h. parallele Beteiligung einzelner Mitglieder einer Bietergemeinschaft sind grundsätzlich unzulässig und können zur Nichtberücksichtigung sämtlicher betroffenen BG im weiteren Verfahren führen. Die Bewerber haben nachzuweisen, dass der Wettbewerb durch die Mehrfachbeteiligungen nicht beeinträchtigt wird

11) Mit Teilnahme an diesem Vergabeverfahren erklären Sie sich einverstanden, dass sämtliche, auch personenbezogene, von Ihnen zur Verfügung gestellte Daten im Rahmen des Vergabeverfahrens gespeichert und verarbeitet werden. Sie erklären ferner, dass Ihnen die Zustimmung hierzu von den betreffenden Personen vorliegt. Die Daten werden ausschließlich für dieses Vergabeverfahren verwendet. Für weitere Informationen zum Datenschutz wenden Sie sich an die in Ziff. I.1 genannte Kontaktstelle.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Landes Berlin
Geschäftsstelle Martin-Luther-Str. 105
Berlin
10825
Deutschland
Telefon: +49 309013-8316
Fax: +49 309013-7613
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Auf die Frist GWB; 4. Teil § 160 Abs. 3 Nr. 1-4 wird hingewiesen. (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung).

Die Zulässigkeit von Nachprüfungsanträgen richtet sich nach § 160 GWB. Nach § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig, wenn der Antragsteller den gerügten Vergabeverstoß im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb von 10 Kalendertagen gerügt hat. Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der Angebots- oder Bewerbungsfrist gegenüber dem Auftraggeber zu rügen (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 und Nr. 3 GWB).Teilt der Auftraggeber mit, dass der Rüge nicht abgeholfen wird, kann ein Nachprüfungsantrag bei der oben angegebenen Vergabekammer nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung schriftlich gestellt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB), wobei für die Fristwahrung der Eingang des Nachprüfungsantrags bei der Vergabekammer maßgeblich ist.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Bezirksamt Neukoelln von Berlin
Karl-Marx-Straße 83
Berlin
12040
Deutschland
Fax: +49 30902393000
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
12/03/2019