Dienstleistungen - 144799-2018

04/04/2018    S65    Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-München: Dienstleistungen von Ingenieurbüros

2018/S 065-144799

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Postanschrift: Hansastr. 27c
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München
Postleitzahl: 80686
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): C2 - Vergabestelle Bau
E-Mail: vergabestelle-bau@zv.fraunhofer.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.fraunhofer.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: www.deutsche-eVergabe.de
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Forschungsgesellschaft e. V.
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Forschung und Entwicklung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Fraunhofer IOF Jena – Neubau BA 3 – V_066_756121_D_Fachplanung Technische Ausrüstung E 4-5-6

Referenznummer der Bekanntmachung: V_066_756121_D_Fachplanung Technische Ausrüstung E 4-5-6
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen 2-4 und 5-8, optional Leistungsphase 9 HOAI entsprechend den Musterverträgen der RBBau. Gesamtkosten KG 200-700 (ohne Erstausstattung), max. 11 710 000 netto (ohne Mehrwertsteuer). Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt im ZBau-Verfahren inkl. Erstellung einer Antrags- und Bauunterlage sowie Wahrnehmung eines Konzeptgespräches mit den Zuwendungsgebern.

Honorar gemäß HOAI entsprechend den Musterverträgen der RBBau. Beauftragung LPH 5-8 frühestens bei Eingang der genehmigten Antrags- und Bauunterlage. Honorarzone (§ 56 HOAI): 2-3, Honorarsatz (§ 55 HOAI): Mindestsatz.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 210 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE11 Stuttgart
Hauptort der Ausführung:

Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Albert-Einstein-Straße, Winzerlaer Straße, Flur 12, Fl. Nr. 29/11, 25/17, 29/12, Gemarkung Ammerbach, 07745 Jena.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Fraunhofer-Gesellschaft beabsichtigt auf dem Campus-Areal des Beutenberg in Jena ein Forschungsgebäude für das Fraunhofer-Institut für Optik und Feinmechanik IOF zu errichten. Umfang der Fach-Planung der technischen Ausrüstung und Bestandteil dieser Ausschreibung ist ein Institutsgebäude mit Technika, -Labor- und Büroflächen sowie den erforderlichen Nebenflächen (1.Bauabschnitt) unter Berücksichtigung einer zukünftigen Erweiterungsoption für Büroflächen (2.Bauabschnitt).

Gegenstand dieses VgV-Verfahrens ist die Darstellung eines nachhaltigen, innovativen und ressourcenschonenden Energiekonzeptes.

Das Raumprogramm sieht eine Hauptnutzfläche NF 1-6 von 1 656 m2 vor.

Dieses setzt sich wie folgt zusammen:

NF 1 Wohnen und Aufenthalt: 0 m2;

NF 2 Büroarbeit: 211 m2;

NF 3 Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Experimente: 1 333 m2;

NF 4 Lagern, Verteilen und Verkaufen: 100 m2;

NF 5 Bildung, Unterricht und Kultur: 0 m2;

NF 6 Heilen und Pflegen: 12 m2. Das Grundstück befindet sich in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Forschungsgelände.

Der Freistaat Thüringen wird der Fraunhofer-Gesellschaft das Grundstück – analog der bereits bestehenden Erbbaurechtsverträge – im unentgeltlichen Erbbaurecht zur Verfügung stellen. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF und das Institut für Angewandte Physik (IAP) der Friedrich-Schiller-Universität Jena agieren im Rahmen einer strategischen Partnerschaft als gemeinsames Leistungszentrum Photonik. Das Leistungszentrum gehört zu den führenden und richtungsweisenden Forschungseinrichtungen für die moderne Optik in Europa. Auf der Grundlage wissenschaftlich-technischer Exzellenz arbeitet das Leistungszentrum maßgeblichen in den Kompetenzbereichen Luft- und Raumfahrt, Produktion / Lithografie, Sicherheit und Verteidigung, Information- & Kommunikationstechnologien.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 210 000.00 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 27/08/2018
Ende: 01/07/2022
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die Begrenzung der Zahl von Bewerbern für die Stufe 2 (Verhandlungsverfahren) wird.

In folgenden Schritten geprüft und bewertet:

Stufe 1: Teilnahmewettbewerb (Bewerbung).

1. Prüfung der Ausschlusskriterien (Nr. 2. des Bewerbungsbogens):

— Ausschlussgründe nach § 123 GWB, § 124 GWB und § 7 VGV.

2. Prüfung der Eignungskriterien (Nr. 3. des Bewerbungsbogens und III.1.1 der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt):

— Rechtsform von Unternehmen und Bietergemeinschaften Gem. § 43 VGV,

— Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung gem. § 44 VGV.

3. Prüfung der Eignungskriterien (Nr. 4. des Bewerbungsbogens und III.1.2 der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt):

— Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit gem. § 45 VGV.

4. Prüfung der Eignungskriterien (Nr. 5. des Bewerbungsbogens und III.1.3 der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt):

— Technische und berufliche Leistungsfähigkeit gem. § 46 VGV.

5. Ermittlung der Rangfolge (Nr. 6. des Bewerbungsbogens und II.2.9 der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt)

Durch Berechnung der Einzelpunkte x Gewichtung = Gesamtpunktzahl der Bewerbung

Die Gewichtung der Auswahlkriterien ist im Bewerbungsbogen angegeben.

Die zu erreichende Mindestpunktzahl für die 2. Stufe ergibt sich aus der Rangfolge nach Auswertung der Auswahlkriterien (Stufe 1 Nr. 5.).

Erreichen mehr Bewerber die notwendige Mindestpunktzahl, als höchstens in die 2. Stufe übernommen werden können, so wird unter den Bewerbern, welche genau die Mindestpunktzahl erhalten haben, ein Losverfahren gem. § 75 Abs. 6 VGV durchgeführt.

Stufe 2: Verhandlungsverfahren (Vergabegespräch).

Den nach der Stufe 1 verbleibenden Bewerbern wird die Aufgabenbeschreibung von der Vergabestelle übermittelt.

Im Rahmen eines Verhandlungstermins werden die eingereichten Präsentationen nach den in der Aufgabenstellung (Einladung) bekannt gegebenen Zuschlagskriterien und deren Gewichtung bewertet und der Zuschlag erteilt.

Der Bewerbungsbogen ist ausschließlich unter http://www.deutsche-evergabe.de erhältlich.

Termin des Vergabegesprächs: voraussichtlich KW 28.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Ein zweiter Bauabschnitt ist auf dem Grundstück zu berücksichtigen, um perspektivisch die Schaffung von weiteren Büroarbeitsplätzen für die Mitarbeiter des Leistungszentrums zu ermöglichen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Siehe II.2.4) Beschreibung der Beschaffung

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

— Berechtigung zur Erbringung der Leistung gem. § 43 Abs. 1 VGV,

— Unterauftragnehmer § 36 Abs. 1 und Bewerber- / Bietergemeinschaften § 43 Abs. 2 VGV,

— Angabe der Rechtsform gem. § 43 Abs. 1 VGV,

— Angabe der Berufsqualifikation gem. § 75 Abs. 1 oder 2 VGV.

Die Eigenerklärung und die darin enthaltenen ausführlichen Anforderungen — auch hinsichtlich Nachweise — sind in den Auftragsunterlagen als Bewerbungsbogen enthalten.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Mindestjahresumsatz gem. § 45 Abs. 1 Nr. 1 VGV,

— Berufshaftpflichtversicherung gem. § 45 Abs. 1 Nr. 3 VGV.

Die Eigenerklärung und die darin enthaltenen ausführlichen Anforderungen — auch hinsichtlich Nachweise — sind in den Auftragsunterlagen als Bewerbungsbogen enthalten.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Siehe Auftragsunterlagen

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Referenzen gem. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VGV,

— Technische Fachkräfte gem. § 46 Abs. 3 Nr. 2 VGV,

— Maßnahmen zur Qualitätssicherung gem. § 46 Abs. 3 Nr. 3 VGV,

— Studien- und Ausbildungsnachweise gem. § 46 Abs. 3 Nr. 6 VGV – Berufliche Befähigung,

— Durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VGV,

— Technische Ausrüstung gem. § 46 Abs. 3 Nr. 3 VGV,

— vorgesehene Vergabe von Unteraufträge gem. § 46 Abs. 3 Nr. 10 VGV,

— Durchführung von Zuwendungsbau gem. § 75 Abs. 4 VGV,

— Referenzen mit vergleichbarer Bauaufgabe und Komplexität gem. § 75 Abs. 5,

— Freie Referenzen gem. § 75 Abs. 5 VGV.

Die Eigenerklärung und die darin enthaltenen ausführlichen Anforderungen — auch hinsichtlich Nachweise — sind in den Auftragsunterlagen als Bewerbungsbogen enthalten.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Siehe Vergabeunterlagen

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Siehe III.1.1)

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Siehe Vergabeunterlagen

Zusätzlich hierzu: Die Teilnahme von „jungen Büros" ist möglich. Die genauen Bedingungen entnehmen Sie bitte den Vergabeunterlagen unter 5.9.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 30/04/2018
Ortszeit: 14:30
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 08/06/2018
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 09/10/2018
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Nach § 9 der VGV haben wir uns entschieden, die Vergabeunterlagen ausschließlich digital über die Deutsche eVergabe anzubieten.

Die Vergabeunterlagen können über das Vergabeportal der der Deutschen e-Vergabe unter http://www.deutsche-evergabe.de frei abgerufen werden.

Der Bewerbungsbogen ist vollständig auszufüllen und zusammen mit den geforderten Nachweisen, Erklärungen und Bescheinigungen an die Vergabestelle zu senden.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum unter IV.3.4) angegebenen Schlusstermin in einem verschlossenen und mittels dem Bewerbungsbogen beiliegenden Kennzettel gekennzeichneten Umschlag in Papierform eingereicht werden. Sie werden nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt.

Rückfragen zu dieser Ausschreibung sind ausschließlich über das Vergabeportal der Deutschen e-Vergabe zustellen und werden hierrüber auch beantwortet. Hierzu ist eine Registrierung gem. §9 Abs. 3 der VGV notwendig. Die Nutzung der Plattform für dieses Verfahren ist kostenfrei.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Risiko bei einer Nichtregistrierung beim Bewerber liegt.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Zuschlag erfolgt ist, bevor die Vergabekammer den Auftraggeber über den Antrag auf Nachprüfung informiert hat (§§ 168 Abs. 2 Satz 1, 169 Abs. 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 15 Kalendertage nach Absendung der der Bieterinformation nach § 134 Abs. 1 GWB. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage (§ 134 Abs. 2 GWB). Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an. Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße 10 Kalendertage nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB).

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Siehe Vergabestelle unter I.1)
Ort: München
Land: Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/03/2018