Dienstleistungen - 204255-2019

02/05/2019    S85    Dienstleistungen - Bekanntmachung über vergebene Aufträge - Offenes Verfahren 

Deutschland-Bonn: IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung

2019/S 085-204255

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Postanschrift: Postfach 200363
Ort: Bonn
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 53133
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@bsi.bund.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://www.bsi.bund.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Projekt 397: Weiterentwicklung der eich- und messtechnischen Funktionalitäten sowie des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway

Referenznummer der Bekanntmachung: P 397
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Mit dem Inkrafttreten des MsbG wird die Einhaltung des Standes der Technik vermutet, wenn die in der Anlage des Gesetzes veröffentlichten BSI-Standards zu § 22 Abs. 2 Satz 1 MsbG in der jeweils geltenden Fassung eingehalten werden. Um die BSI-Vorgaben z.B. den aktuellen Bedrohungslagen anzupassen, werden Änderungen und Weiterentwicklungen der BSI-Vorgaben im Rechtsrahmen berücksichtigt. Nach §§ 26, 27 MsbG müssen demnach die BSI-Vorgaben überwacht und weitere Schutzprofile und technische Richtlinien durch das BSI erarbeitet werden.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 4 935 000.00 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
79100000 Dienstleistungen im juristischen Bereich
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Beim Auftragnehmer

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Durch das Inkrafttreten des MsbG wurden weitere Anforderungen (IT-Sicherheit, Datenschutz, Eichrecht) an die intelligenten Messsysteme gestellt. Das BSI befindet sich daher aktuell in Abstimmungsrunden mit BMWi, BNetzA, PTB und BfDI sowie unterschiedlichen Bundesverbänden (BDEW, BITKOM, FNN etc.), um die gesetzlichen Anforderungen zielgerecht umsetzen zu können.

Um diese weiteren gesetzlichen Mindestanforderungen in die technischen Vorgaben des BSI zu integrieren, müssen Vorgaben der technischen Richtlinien und der Schutzprofile für die SMGW-Kommunikationsplattform fortentwickelt werden. Neben dem Ziel funktionale und technische Anforderungen für die eich- und messtechnischen Fachthemen für die führende technische Richtlinie TR-03109-1 zu spezifizieren, sind ebenso zusätzliche Anforderungen auf Basis der Abstimmung mit der Energiewirtschaft/BNetzA zum zukünftigen Energiemarkt-Kommunikationsmodell zu integrieren.

Aufgrund der sternförmigen Datenübermittlung durch das Smart-Meter-Gateway nach § 60 MsbG müssen bis spätestens zum 31.12.2019 die intelligenten Messsysteme in der Lage sein, die erhobenen Messwerte auf Plausibilität zu prüfen und ggf. mit Ersatzwerten zu versehen. Zudem sind technische Vorgaben zu beschreiben, um eine zusätzliche (eichrechtskonforme) Visualisierung in einem sog. „Online-Portal“ und um eine sichere Anbindung von Erzeugungsanlagen und steuerbaren Lasten zu ermöglichen.

Definiert das Schutzprofil BSI-CC-PP-0073 sicherheitstechnische Mindestanforderungen an das Smart-Meter-Gateway, so beschreibt die technische Richtlinie hingegen detailliert die funktionalen und technischen Anforderungen eines Smart-Meter-Gateways. Neben den Spezifikationen zu den genannten Fachthemen für die technische Richtlinie TR-03109-1 sind somit parallel die sicherheitstechnischen Vorgaben des Schutzprofils weiterzuentwickeln, um den gesetzlichen Mindestanforderungen zu genügen.

Das MsbG adressiert weitere Sparten (Gas, Wärme) und Einsatzszenarien (Elektromobilität/ Ladesäulen, Einspeise- und Lastmanagement) für das Smart-Meter-Gateway. Hierzu wird seitens BMWi das Projekt „Digitalisierung der Energiewende: Barometer und Topthemen“ durchgeführt. Neben diesen Projektergebnissen sind zudem weitere Arbeiten des BMWi zu konkreten Rechtsverordnungen nach GDEW geplant, welche bei der Weiterentwicklung der BSI-Vorgaben in den kommenden Jahren berücksichtigt werden müssen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: s. Vergabeunterlagen / Gewichtung: 50
Preis - Gewichtung: 50
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2018/S 246-564835
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: P 397
Bezeichnung des Auftrags:

Projekt 397: Weiterentwicklung der eich- und messtechnischen Funktionalitäten sowie des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
02/04/2019
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: TÜV Informationstechnik GmbH
Ort: Essen
NUTS-Code: DEA13 Essen, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 4 935 000.00 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 228-94990
Fax: +49 228-9499400

Internet-Adresse: http://www.bundeskartellamt.de

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Unternehmen haben Anspruch darauf, dass das BSI die Bestimmungen über das Vergabeverfahren einhält, vgl. § 97 Abs. 6 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Rechte aus § 97 Abs. 6 GWB sowie sonstige Ansprüche gegen das BSI, die auf die Vornahme oder das Unterlassen einer Handlung in einem Vergabeverfahren gerichtet sind, können nur vor den

Vergabekammern und dem Beschwerdegericht geltend gemacht werden, § 156 Abs. 2 GWB. Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein, § 160 Abs. 1 GWB.

Es wird darüber belehrt, dass ein solcher Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB unzulässig ist, soweit

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem BSI nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem BSI gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem BSI gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des BSI, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Die o.g. vier Unzulässigkeitsgründe gelten gemäß § 160 Abs. 3 Satz 2 GWB nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/04/2019