Dienstleistungen - 241908-2020

25/05/2020    S100    Dienstleistungen - Bekanntmachung über vergebene Aufträge - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Starnberg: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

2020/S 100-241908

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Abwasserverband Starnberger See
Postanschrift: Am Schloßhölzl 25
Ort: Starnberg
NUTS-Code: DE21L Starnberg
Postleitzahl: 82319
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Herr Simon Kopp, Arnecke Sibeth Dabelstein
E-Mail: s.kopp@asd-law.com
Telefon: +49 8938808241
Fax: +49 8938808101

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: https://av-starnberger-see.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Zweckverband
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Abwasserentsorgung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Tunnel Starnberg – Verlegung Kanäle – Los 1: Südportal

Referenznummer der Bekanntmachung: 81613-2019
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

In Starnberg wird in den nächsten Jahren der Entlastungtunnel der B2 erstellt. Im Zuge der baulichen Vorbereitungsarbeiten für den Tunnelneubau sind querende Medientrassen so zu verlegen, dass der Tunnelbau planmäßig durchgeführt werden kann. Als Spartenträger für die Abwasseranlagen wurde der Abwasserverband Starnberger See vom Staatlichen Bauamt Weilheim aufgefordert, seine querenden Kanäle für Schmutz- und Niederschlagswasser entsprechend zu verlegen. Der Umfang der aus dem geplanten Tunnelneubau resultierenden Baumaßnahmen für den Abwasserverband Starnberger See wurde im Zuge einer vorgeschalteten Bedarfsplanung in Abstimmung mit dem Vorhabenträger des Tunnelbauprojektes erörtert. Im Ergebnis haben sich 3 Lose ergeben. Gegenstand dieser Beschaffung für das Los 1 sind die erforderlichen Ingenieurleistungen des Leistungsbildes Ingenieurbauwerke gemäß § 43 HOAI für die Verlegung der Kanäle im Bereich des Südportals.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 180 000.00 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE21L Starnberg
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

In Starnberg wird in den nächsten Jahren der Entlastungtunnel der B2 erstellt. Im Zuge der baulichen Vorbereitungsarbeiten für den Tunnelneubau sind querende Medientrassen so zu verlegen, dass der Tunnelbau planmäßig durchgeführt werden kann. Als Spartenträger für die Abwasseranlagen wurde der Abwasserverband Starnberger See vom Staatlichen Bauamt Weilheim aufgefordert, seine querenden Kanäle für Schmutz-und Niederschlagswasser entsprechend zu verlegen. Hierfür sind dem Abwasserverband Starnberger See auch bereits Meilensteintermine in den Jahren 2021 bis 2022 benannt worden, zu denen die Verlegungen abgeschlossen sein sollen. Der Umfang der aus dem geplanten Tunnelneubau resultierenden Baumaßnahmen für den Abwasserverband Starnberger See wurde im Zuge einer vorgeschalteten Bedarfsplanung in Abstimmung mit dem Vorhabenträger des Tunnelbauprojektes erörtert. Im Ergebnis haben sich 3 Lose ergeben. Zusätzlich wurden mögliche Trassenführungen vorgeschlagen. Diese sind den Vergabeunterlagen beigefügt. Neben den Kanälen des Abwasserverbandes Starnberger See sind auch private Hausanschlüsse betroffen, welche ebenfalls angepasst werden müssen. Darüber hinaus werden Interimsmaßnahmen während der Umverlegungsarbeiten der Kanäle erforderlich sein, die ebenfalls in das gesamte Maßnahmenpaket zu integrieren sind. Die Tunnelentwässerung wird vom Staatliche Bauamt Weilheim geplant.

Gegenstand dieses Vergabeverfahrens ist die Ausschreibung des Los 1 – Südportal: Auf einer Länge von ca. 480 Metern soll der bestehende Schmutzwasserkanal aus dem Baufeld des Südportals Tunnel Starnberg verlegt werden. Die Maßnahme soll aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Tiefenlage des bestehenden Kanals von bis zu sechs Metern im Rohrvortrieb durchgeführt werden. Der Kanal dient als Hauptsammler und sammelt das Schmutzwasser der Ortsteile Neusöcking und Waldspielplatz der Stadt Starnberg sowie des Gewerbegebiets am Schmalzhof und der General Fellgiebel Kaserne Pöcking. In Starnberg wird aktuell das Einheimischenmodell „Am Wiesengrund“ entwickelt. Die Ableitung erfolgt zukünftig ebenfalls über den Hauptsammler in der B2. Im Kreuzungsbereich B2/Franz Heidinger Straße schließt ein Schmutzwasserkanal DN250 an. Der Hauptsammler besitzt ab dem Zulauf eine Dimension von DN300. Durch die Verlegung des Hauptsammlers aus dem Straßenbereich in Privatgrundstücke, muss für die Anwesen Heimstätter Weg 1, Heimstätter Weg 2, Weilheimer Straße 23a, Weilheimer Straße 23 und Weilheimer Straße 21 ein eigener ca. 120 Meter langer Hauptkanal oberhalb des Vortriebsrohres und auf jedem Grundstück eine neue Anschlussleitung und ein neuer Hausanschlusskontrollschacht hergestellt werden. Aus der Emslander Straße schließt ein Schmutzwasserkanal DN200 und aus der Jahnstraße ein Schmutzwasserkanal DN250 auf den Hauptsammler. Vor dem Anwesen Weilheimer Straße 15g wird durch das Staatliche Bauamt ein Schachtbauwerk für den Grundwasserdüker 2 errichtet. Der Hauptsammler DN350 muss auch hier verlegt werden.

Der Auftrag besteht in den Grundleistungen der Fachplanung Ingenieurbauwerke für Anlagen und Bauwerke der Abwasserentsorgung (§ 41 Nr. 2 HOAI), Leistungsphasen 1 bis 9 gem. § 43 Abs. 1 HOAI. Zudem sind u.a. folgende besonderen Leistungen angebotsgegenständlich:

— detaillierte objektübergreifende, integrierte Planung des Bauablaufs insbesondere unter der Betrachtung des Bauablaufs des Tunnelprojektes und der daraus resultierenden geänderten Straßenführung,

— detaillierte Planung von Bauphasen,

— örtliche Bauüberwachung (Hinweis: Es wird eine tägliche Anwesenheit zur örtlichen Bauüberwachung gefordert),

— Prüfung der Nachtragsangebote der bauausführenden Unternehmen,

— Erstellen eines Bestandplans,

— Kostenkontrolle,

— Überwachung der Beseitigung der Mängel innerhalb der Verjährungsfrist.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Darstellung Besonderheiten und Schwierigkeiten des Projektes / Gewichtung: 10 %
Qualitätskriterium - Name: Darstellung Vorgehen bei Bauüberwachung / Gewichtung: 10 %
Qualitätskriterium - Name: Darstellung Interimsmaßnahme zur Abflusslenkung / Gewichtung: 10 %
Qualitätskriterium - Name: Analyse und Bewertung Terminplan / Gewichtung: 10 %
Kostenkriterium - Name: Preis / Gewichtung: 60 %
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Es ist folgende stufenweise Beauftragung vorgesehen:

— 1. Stufe: Grundlagenermittlung und Vorplanung (Leistungsphasen 1 und 2 gem. § 43 Abs. 1 HOAI),

— 2. Stufe: Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 3 und 4 gem. § 43 Abs. 1 HOAI),

— 3. Stufe: Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe und Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphasen 5 bis 7 gem. § 43 Abs. 1 HOAI),

— 4. Stufe: Bauoberleitung und Objektbetreuung (Leistungsphasen 8 und 9 gem. § 43 Abs. 1 HOAI).

Der Auftraggeber beauftragt zunächst nur die Leistungen der ersten Stufe. Ein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung besteht nicht.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 245-603407
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 81613-2019
Bezeichnung des Auftrags:

Tunnel Starnberg – Verlegung Kanäle – Los 1: Südportal

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
07/05/2020
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 4
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 4
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: ja
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Dr.-lng. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH
Postanschrift: Landsberger Straße 155, Haus 4
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Dipl.-Ing. Thomas Beierl
Postanschrift: Farrenpointstraße 4
Ort: Bad Feilnbach
NUTS-Code: DE21K Rosenheim, Landkreis
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 180 000.00 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Südbayern bei der Regierung von Oberbayern
Postanschrift: Maximilianstraße 39
Ort: München
Postleitzahl: 80538
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Auf Antrag kann bei der unter Ziffer VI.4.1) genannten Stelle ein Nachprüfungsverfahren eingeleitet werden. Der Antrag ist gem. § 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1 bis 4 GWB unzulässig, soweit:

1) Der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
20/05/2020