Dienstleistungen - 282554-2018

30/06/2018    S124    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation) 

Deutschland-Viernheim: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen

2018/S 124-282554

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Magistrat der Stadt Viernheim
Kettelerstr.3
Viernheim
68519
Deutschland
E-Mail: epv@stadtbauplan.de
NUTS-Code: DE719

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.viernheim.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.had.de/onlinesuche_freeeu.html?SHOWPUB=2916-512
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
Stadtbauplan GmbH
Rheinstr. 40-42
Darmstadt
64283
Deutschland
E-Mail: epv@stadtbauplan.de
NUTS-Code: DE711

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.stadtbauplan.de

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an folgende Anschrift:
Stadtbauplan GmbH
Rheinstr. 40-42
Darmstadt
64283
Deutschland
E-Mail: epv@stadtbauplan.de
NUTS-Code: DE711

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.stadtbauplan.de

I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Generalplanerleistung (Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke, Freianlagen, SiGeKo) für die Erschließungsmaßnahme der Baugebietserweiterung Bannholzgraben II in Viernheim

Referenznummer der Bekanntmachung: 61.291
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71000000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die Stadt Viernheim plant zur Deckung der steigenden Nachfrage an Baugrundstücken für Wohnbebauung die Erweiterung des Baugebietes Bannholzgraben um ca. 5,3 ha. Das Gebiet befindet sich am nordöstlichen Stadtrand, südöstlich der Jakob-Beikert-Straße. Im Norden, Süden und Westen schließt sich Wohnbebauung an; im Osten folgen landwirtschaftliche Nutzflächen und der Bannholzgraben sowie Aussiedlerhöfe.

Nun soll sowohl die Anbindung, die Verkehrserschließung als auch die Ver- und Entsorgungsplanung der Baugebietserweiterung Bannholzgraben II erfolgen.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE715
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Für das Planungsgebiet sind im Rahmen der Vorentwurfsplanung verschiedene städtebauliche Planungskonzeptionen ausgearbeitet worden. Das favorisierte städtebauliche Konzept Variante 3 sieht für das geplante Baugebiet „Erweiterung Bannholzgraben II“ Baufelder für Ein- oder Zweifamilienhäuser, für Doppelhäuser, Reihenhäuser und für Mehrfamilienhäuser mit einer gesamten Baufläche von ca. 35 700 m2 vor. Die geplanten Verkehrsflächen umfassen ca. 8 000 m2 und die geplanten Grünflächen ca. 9 100 m2.

Die Anbindung an die angrenzende Wohnbebauung soll nach derzeitigem Planungsstand an drei Stellen erfolgen: im Bestand an die Gebrüder-Grimm-Allee und den Michael-Ende-Weg, die dritte Anbindung erfolgt durch eine neu zu erstellende Erschließungsstraße entweder nach Norden an den Wiesenweg oder nach Süden an den Alten-Weinheimer-Weg. Ziel ist es, eine attraktive Straßenraumgestaltung zu erhalten, die den unterschiedlichen Anforderungen bezüglich der Erschließungsfunktion und einer hohen Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums und der Anwohner gerecht wird. Zu beachten ist, dass das geplante Baugebiet sich in der Wasserschutzzone III B des Wasserschutzgebietes für die Wassergewinnungsanlagen „Mannheim-Käfertal“ befindet, d. h. die Verbote der Wasserschutzgebietsverordnung sind einzuhalten. Für das Niederschlagswasser sowohl von den Straßen, als auch von den Grundstücken ist eine zentrale Versickerung in öffentlichen Grünflächen vorgesehen. Es ist nur über die belebte Bodenzone schadlos zu versickern (Muldenversickerung bzw. Mulden-Rigolenversickerung), eine reine Schachtversickerung ist nicht zulässig. Die entsprechenden Genehmigungen sind bei der Wasserschutzbehörde zu erwirken. Bei den Grünanlagen muss ein Spielplatz lediglich in der Fläche verortet, nicht aber geplant werden. Optional sind bei der Freianlagenplanung noch externe Ausgleichsflächen zu planen.

Die Planung und Ausführung der Versorgungsleitungen erfolgt durch die Stadtwerke Viernheim in Abstimmung mit dem Generalplaner. Die erforderlichen Gräben wird der Tiefbauer herstellen, während die Stadtwerke dann Gas, Wasser und Strom in die Leerrohre legt und die benötigten Kabel einzieht.

Für die erforderlichen Erschließungsmaßnahmen der Baugebietserweiterung sollen die folgenden Leistungen an einen Generalplaner vergeben werden:

— Leistungen der Verkehrsanlagenplanung gemäß §§ 45 ff. HOAI, LPH 1-9 +besondere Leistungen (örtliche Bauüberwachung, Vermessung / Erstellen von Bestandsplänen)

— Leistungen der Ingenieurbauwerke gemäß §§ 41 ff. HOAI, LPH 1-9 +besondere Leistungen (örtliche Bauüberwachung, Trassenkoordination, Trassensummenplan, Vermessung / Erstellen von Bestandsplänen)

— Leistungen der Freianlagenplanung gemäß §§ 38 ff. HOAI, LPH 1-9 +besondere Leistungen (Überwachung der Entwicklungs- und Unterhaltungspflege für 2 Jahre)

— Leistungen der SiGeKo

Die anrechenbaren Kosten werden aktuell für die Verkehrsanlagen auf ca. 1,2 Mio. EUR netto, für die Ingenieurbauwerke auf ca. 0,95 Mio. EUR netto, für die Freianlagen auf ca. 1,125 Mio. EUR netto und für SiGeKo auf ca. 3,3 Mio. EUR netto geschätzt.

Mitte August 2018 erfolgt die Offenlage des Bebauungsplanes, bis dahin sollen sowohl das Bodengutachten als auch das Entwässerungskonzept und die topographische Vermessung fertig erstellt sein. Für die Bauzeit sind 18 Monate vorgesehen, Ziel ist die Fertigstellung Mitte / Ende 2020.

Zu beachten ist, dass das Städtebauliche Konzept Variante 3 bereits in einigen Punkten überholt ist und sich zurzeit in Abstimmung befindet. Damit spiegelt es den prinzipiellen Geltungsbereich vorbehaltlich der noch folgenden Änderungen wider.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Projektteam / Gewichtung: 40
Qualitätskriterium - Name: Projektanalyse / Gewichtung: 45
Preis - Gewichtung: 15
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 24
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Nach erfolgter Prüfung der eingereichten Bewerbungen anhand der nachfolgend beschriebenen Auswahlkriterien / Eignungskriterien sollen die 3-5 punktbesten Bewerber ausgewählt und zu Vergabeverhandlungen eingeladen werden.

Punkte (max. 100) werden dabei auf folgende Kriterien vergeben:

1) Verkehrsanlagenplanung

Die eingereichten Referenzen werden nur gewertet, wenn sie innerhalb der letzten 5 Jahre abgeschlossen wurden, d. h. ohne LPH 9 nicht vor 2013, mindestens 75 % der HOAI-Grundleistungen der Verkehrsanlagenplanung gemäß §§ 45 ff. HOAI erbracht wurden und die Projekte jeweils eine Mindestgröße von 800.000 Euro anrechenbare Kosten haben.

— 1 Referenz für vergleichbare Verkehrsanlagen im kommunalen Straßenbau: max. 35 Punkte; Bewertung anhand der Vergleichbarkeit einer Referenz: 35 Punkte für Straßenbau im Wohngebiet mit Verkehrsberuhigung; 25 Punkte für Straßenbau im Wohngebiet; 15 Punkte für Straßenbau außerhalb von Wohngebieten

2) Ingenieurbauwerke

Die eingereichten Referenzen werden nur gewertet, wenn sie innerhalb der letzten 5 Jahre abgeschlossen wurden, d.h. ohne LPH 9 nicht vor 2013, mindestens 75 % der HOAI-Grundleistungen der Ingenieurbauwerke gemäß §§ 41 ff. HOAI erbracht wurden und die Projekte jeweils eine Mindestgröße von 500.000 Euro anrechenbare Kosten haben.

— 1 Referenz für vergleichbare Bauwerke und Anlagen der Abwasserentsorgung / Kanalbau (Schmutzwasser / Mischwasser/ Trennsysteme) (Gesamtlänge von = 500 m): max. 25 Punkte; Bewertung anhand der Vergleichbarkeit einer Referenz: 25 Punkte für differenzierte Trennsysteme; 20 Punkte für Mischsysteme

— 1 Referenz zu Trassenkoordination: 5 Punkte ab einer wertbaren Referenz

3) Freianlagenplanung

Die eingereichten Referenzen werden nur gewertet, wenn sie innerhalb der letzten 5 Jahre abgeschlossen wurden, d. h. ohne LPH 9 nicht vor 2013, mindestens 75 % der HOAI-Grundleistungen der Freianlagenplanung gemäß §§ 38 ff. HOAI und die Projekte jeweils eine Mindestgröße von 500 000 EUR anrechenbare Kosten haben.

— 1 Referenz für öffentliche Grünanlagen: 15 Punkte ab einer wertbaren Referenz

— 1 Referenz für Freianlagen mit Versickerungsflächen: 10 Punkte ab einer wertbaren Referenz

— 1 Referenz mit Anwendung des öffentlichen Vergaberechts: 10 Punkte ab einer wertbaren Referenz; Voraussetzung für die Wertung ist die verbindliche Anwendung des öffentlichen Vergabrechts. Bei Nichtöffentlichen AG ist der Hintergrund zu beschreiben (z.B. Förderbedingungen o. bÄ.)

Sollten mehr als die gewünschte Anzahl Bewerber die Anforderungen gleich gut erfüllen, erfolgt die Auswahl durch Losverfahren aus dem Kreis der gleich gut geeigneten Bewerber.

Hinweise:

— Referenzen aus früheren Tätigkeiten in anderen Büros werden zugelassen, soweit eine Bescheinigung des AG oder des früheren Arbeitgebers vorliegt, dass diese Referenzen in leitender Position bearbeitet wurden,

— Zu den einzelnen Referenzen sind jeweils nachvollziehbare und plausible Angaben in dem Teilnahmeantrag zu machen (Projektbeschreibung, Leistungsumfang und Zeitraum, etc.)

— Bewerber, die nicht selbst ausreichend Erfahrung/Referenzen nachweisen können, können sich in Arbeitsgemeinschaft mit anderen Büros bewerben,

— Es werden nur Referenzen gewertet, welche auf den Referenzblättern des Teilnahmeantrages (oder der einheitlichen europäischen Eigenerklärung EEE) benannt und beschrieben sind,

— Eine Mehrfachwertung von Referenzprojekten in verschiedenen Kategorien ist möglich. Diese sollen deshalb aber nicht in der „Anlage Referenzprojekte“ doppelt ausgedruckt/eingereicht werden, sondern lediglich in den verschiedenen Kategorien gekennzeichnet werden,

— Die Bewerbungsunterlagen sollen nicht gebunden/spiraliert sein oder in Ordnern eingereicht werden, Heftstreifen oder Büroklammern werden vorgezogen.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

— Zur Bewerbung sind zwingend die vom Auftraggeber erstellten Bewerbungsunterlagen (Teilnahmeantrag mit Anlagen) oder eine einheitliche europäische Eigenerklärung EEE (wird nicht vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt) zu verwenden. Der Teilnahmeantrag ist ausgefüllt und von einem bevollm. Vertreter unterzeichnet fristgerecht in Papierform (Unterschrift!) bei der unter I.3 genannten Adresse einzureichen (Büro Stadtbauplan, Rheinstraße 40-42, 64283 Darmstadt). Die Bewerbungsunterlagen sind von der HAD herunterzuladen. Bewerbungen nur für Teilleistungen führen zum Ausschluss der Bewerbung,

— Im Teilnahmeantrag ist ein für die Teilnahme an diesem Verfahren bevollmächtigter Vertreter zu benennen. Dieser muss den Teilnahmeantrag (u. evtl. eine Bewerbergemeinschafts- o. Nachunternehmerverpflichtungserklärung) an der angegebenen Stelle unterschreiben,

— bei jurist. Personen ein aktueller Handelsregisterauszug. In Ermangelung eines solchen eine gleichwertige Bescheinigung einer Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Ursprungs- oder Herkunftslandes (von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft (BG) bzw. von Nachunternehmern (NU)),

— der Nachweis der Befähigung zum Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen ist vorzulegen,

— Angaben zur wirtschaftl. Verknüpfung mit Dritten (bei BG von jedem Mitglied der BG und der NU),

— Angabe des Auftrags (Art und Umfang), für den der Bewerber möglicherweise einen Unterauftrag an einen NU zu erteilen beabsichtigt gem. § 46 Abs. 3 Nr.10 VgV. Möchte sich der Bewerber zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit u. Fachkunde bei anderen Unternehmen bedienen, so muss er mit seiner Bewerbung den Nachweis führen, dass die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen (§ 47 Abs. 1 VgV). Der Nachweis ist durch eine NU-verpflichtungserklärung (Formblatt im Teilnahmeantrag) zu führen. Die vom NU zu erbringenden Leistungen sind nach Art und Umfang im Teilnahmeantrag zu benennen. Der Auftraggeber behält sich vor, bei Angabe eines hohen NU-anteils weitergehende Eignungsnachweise für den NU im Wege der Aufklärung anzufordern,

— Angaben zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen und/oder Verurteilungen nach § 42 Abs.1 VgV und §§ 123,124 GWB wird durch die Unterschrift des bevollm. Vertreters im Teilnahmeantrag versichert,

— Verpflichtungserklärung nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) zur Tariftreue (nach § 4 Abs. 1 bis 3 HVTG), Mindestentgelt (nach § 6 HVTG) und Nach- und Verleihunternehmen (nach § 8 Abs. 2 HVTG)(Unterschrift bevoll. Vertreter im Bewerbungsbogen vesichert)

Die Nachforderung von Nachweisen wird vorbehalten.

Hinweise

— Mehrfachbewerbungen (Mitgliedschaften in mehreren BG bzw. die Einzelbewerbung und gleichzeitige Mitgliedschaft in einer BG) sind unzulässig und führen zum Ausschluss des jeweiligen Bewerbers bzw. der jeweiligen BG.

Dies gilt nicht in gleicher Weise für Mehrfachbewerbungen als NU. In diesen Fällen müssen die betroffenen Bewerber nachvollziehbar darlegen und nachweisen, dass trotz der Mehrfachbeteiligung des NU ein Verstoß gegen den Geheimwettbewerb ausgeschlossen werden kann. Führt ein Bewerber den vorstehend verlangten Nachweis nicht oder nicht ausreichend, behält sich der Auftraggeber vor, den betroffenen NU aus Wettbewerbsgründen von der Teilnahme an den Vergabegesprächen auszuschließen. Die NU-leistung kann in diesem Fall dennoch zum Gegenstand des Vergabegesprächs werden. Abhängig vom Umfang und der Relevanz des NU-anteils bleibt auch ein Ausschluss der betroffenen Bewerber vorbehalten, falls auch durch den Ausschluss des NU von den Vergabegesprächen ein Verstoß gegen den Geheimwettbewerb nicht ausgeschlossen werden kann.

— Nach Angebotsabgabe bis zur Zuschlagserteilung führt eine Veränderung in der Zusammensetzung der BG in der Regel zur Nichtberücksichtigung des Angebots, sofern damit zugleich eine inhaltliche Veränderung des abgegebenen Angebots verbunden ist.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— Umsatz des Bewerbers für vergleichbare Leistungen (Verkehrsanlagenplanung, Ingenieurbauwerke / Erschließung, Freianlagenplanung) für Einzelbewerber oder Bewerber in Bewerbergemeinschaft in Summe der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre im Mittel. Die Umsätze von Nachunternehmern werden nicht berücksichtigt,

— Nachweis einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung (erst im Auftragsfall ist eine Deckungssumme in Höhe von 5,0 Mio. EUR jeweils für Personen- und 2,5 Mio. EUR für sonstige Schäden nachzuweisen), bei BG auch von allen Mitgliedern.

Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Mindesteignung: Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre im Mittel:

— Leistungen der Verkehrsanlagenplanung: mind. 0,15 Mio. EUR netto

— Leistungen der Ingenieurbauwerke / Erschließung: mind. 0,15 Mio. EUR netto

— Leistungen der Freianlagenplanung: mind. 0,15 Mio. EUR netto

Bewerbungen, die diese Mindesteignungskriterien nicht erfüllen, werden ausgeschlossen.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die Bewertung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit erfolgt anhand der Anzahl qualifizierter Mitarbeiter, die für diesen Auftrag verfügbar sind sowie anhand vergleichbarer Referenzen der letzten 5 Jahre.

1) Anzahl der fachlich qualifizierten Mitarbeiter aktuell sowie im Mittel der letzten 3 Jahre. Die Mitarbeiterzahlen von Nachunternehmern werden nicht berücksichtigt.

2) Referenzen für Verkehrsanlagenplanung:

— Referenzen vergleichbarer Verkehrsanlagen im kommunalen Straßenbau

3) Referenzen für Ingenieurbauwerke:

— Referenzen für Bauwerke und Anlagen der Abwasserentsorgung

— Referenzen für Trassenkoordination

4) Referenzen für Freianlagenplanung:

— Referenzen für öffentliche Grünanlagen

— Referenzen für Freianlagen mit Versickerungsflächen

— Referenzen mit Anwendung des Öffentlichen Vergaberechts

Die eingereichten Referenzen werden in allen Kategorien gewertet, deren geforderte Merkmale nachvollziehbar erfüllt sind. Es werden keine Sammelreferenzen oder Rahmenverträge gewertet.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1) Anzahl der fachlich qualifizierten Mitarbeiter im Mittel der letzten 3 Jahre und aktuell:

— Verkehrsanlagenplanung: mind. 2 Mitarbeiter

— Ingenieurbauwerke / Erschließung: mind. 2 Mitarbeiter

— Freianlagenplanung: mind. 2 Mitarbeiter

2) Mind. je eine wertbare Referenz aus den Bereichen Verkehrsanlagenplanung, Ingenieurbauwerke und Freianlagenplanung

Bewerbungen, die diese Mindesteignungskriterien nicht erfüllen, werden ausgeschlossen

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

— Nachweis der Befähigung zum Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen,

— Berufshaftpflichtversicherung in Höhe von 5,0 Mio. EUR für Personenschäden und 2,5 Mio. EUR für sonstige Schäden (siehe auch III.1.2).

Sollte die aktuelle Versicherungssumme nicht dem geforderten Wert entsprechen, so genügt (neben der Vorlage des Versicherungsscheins) die Zusicherung durch Unterschrift im Teilnahmeantrag, im Auftragsfalle die Versicherungssumme auf den geforderten Wert anzuheben.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 30/07/2018
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 20/08/2018
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 28/02/2019
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Zur Wahrung der Transparenz des Wettbewerbs befindet sich ein Wertungsleitfaden zur Wertung der Zuschlagskriterien in der Anlage zu dieser Bekanntmachung. Es wird dringend empfohlen, diesen Leitfaden zu beachten. Dieser ist Teil der Vergabeunterlagen.

Alle weiteren Anlagen dieser Bekanntmachung sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Dies sind:

1) Teilnahmeantrag,

2) Formblatt Referenzprojekte,

3) Bewerbergemeinschaftserklärung,

4) Nachunternehmerverpflichtungserklärung,

5) Matrix – Eignungskriterien,

6) Matrix – Zuschlagskriterien,

7) Wertungsleitfaden Zuschlagskriterien

8) Städtebauliches Konzept - Variante 3

9) B-plan – beabsichtigter Regelungsinhalt

10) B-plan – Begründung zur frühzeitigen Beteiligung

Mit der Angebotsaufforderung werden den ausgewählten Bietern noch weitere Informationen zur Verfügung gestellt (Ergebnisse Bodengutachten, Entwässerungskonzept, Vermessung, aktueller B-Plan).

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Dienstgebäude: Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
Fax: +49 615112-5816/ +49 615112-6834
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge des Antragstellers nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§107 Abs. 3 Nr. 4 GWB).

Von den Bietern erkannte Verstöße sind dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
28/06/2018