Dienstleistungen - 288975-2015

15/08/2015    S157    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren 

Deutschland-Köln: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung

2015/S 157-288975

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2004/18/EG

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Zweckverband Nahverkehr Rheinland GmbH (ZV NVR)
Glockengasse 37-39
Zu Händen von: Herrn Heiko Sedlaczek
50667 Köln
Deutschland
Telefon: +49 221208080
E-Mail: vergabeverfahren-rb38@nvr.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: http://www.nvr.de

Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: die oben genannten Kontaktstellen

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Art des öffentlichen Auftraggebers
Sonstige: Zweckverband
I.3)Haupttätigkeit(en)
Sonstige: Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr
I.4)Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Verkehrsdienstleistungen im SPNV auf der Linie RB 38 Süd.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 18: Eisenbahnverkehr
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: SPNV-Leistungen für die Linie RB 38 Süd (Köln Messe/Deutz – Bedburg).

NUTS-Code DEA23

II.1.3)Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft einen öffentlichen Auftrag
II.1.4)Angaben zur Rahmenvereinbarung
II.1.5)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Der ZV Nahverkehr Rheinland (NVR) vergibt interimsmäßig Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr auf der RegionalBahnlinie 38 (RB38) für den Streckenabschnitt Köln Messe/Deutz bis Bedburg im alleinigen Zuständigkeitsbereich des NVR.
Eine Interimsvergabe ist deswegen notwendig, weil die RB38 nach Beendigung des Übergangszeitraumes in die sog. „Erft-S-Bahn“ aufgehen soll, wofür allerdings noch die erforderliche Infrastruktur zu schaffen ist.
Insofern soll die Vertragslaufzeit mindestens sechs Jahre betragen, also von 12/2017 bis 12/2023. Zudem ist eine zweimalige Verlängerungsoption von je einem Jahr vorgesehen, um auf bauliche Verzögerungen reagieren zu können. Auf Abbestelloptionen wird dagegen verzichtet.
Das Leistungsvolumen wird mindestens die im Status quo-Angebot enthaltenen Fahrten mit den derzeitigen (seit dem Fahrplanwechsel in 12/2014 erweiterten) Sitzplatzkapazitäten umfassen, also circa 613 000 Zugkilometer pro Jahr betragen.
Es sollen Neufahrzeuge zum Einsatz kommen. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeit dürfen aber auch alternativ Gebrauchtfahrzeuge angeboten werden. Die für den Einsatz vorgesehenen Fahrzeuge müssen den derzeit gefahrenen Fahrplan einhalten können und an allen derzeit bedienten Stationen den Fahrgastwechsel unter Berücksichtigung der derzeit vorhandenen Bahnsteighöhe und der zukünftig beabsichtigten Bahnsteighöhe von 960 mm über SOK durchführen können. Das Sitzplatzangebot muss dem Fahrgastaufkommen gerecht werden und die Fahrzeuge müssen über Toiletten verfügen. Der Verkehrsvertrag wird als Bruttovertrag gestaltet.
Das Vergabeverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach Maßgabe des ersten Abschnittes der VOL/A durchgeführt.
Es wird deshalb ein Verhandlungsverfahren durchgeführt, weil der NVR nicht aus eigener Sachkunde beurteilen kann, welche Fahrzeugkonzepte sich am Gebrauchtfahrzeugmarkt derzeit realisieren lassen. Hier ist er auf das Wissen und die Markterkenntnis der Bieter angewiesen.
Im Teilnahmewettbewerb werden die Bieter ausgewählt, die an dem Verhandlungsverfahren teilnehmen können.
Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs (im September 2015) werden die vorläufigen Vergabeunterlagen versendet. Es schließt sich die Phase mit den Verhandlungen an. Diese sollen im Dezember 2015 abgeschlossen sein. Im Anschluss danach werden die Vergabeunterlagen ergänzt und überarbeitet und zur finalen Kalkulation an die Bieter versendet.
II.1.6)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

60210000

II.1.7)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): nein
II.1.8)Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2)Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:
Ca. 613 000 Zugkm/Jahr.
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung
Beginn 10.12.2017. Abschluss 10.12.2023

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Gemäß Vergabeunterlagen.
III.1.2)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
Gemäß Vergabeunterlagen.
III.1.3)Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
Die Abgabe von Angeboten durch Bietergemeinschaften ist bei gesamtschuldnerischer Haftung mit bevollmächtigtem Vertreter zulässig.
III.1.4)Sonstige besondere Bedingungen
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: nein
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Die Bieter müssen ihre Zuverlässigkeit nachweisen. Dazu haben die Bieter die nachfolgenden Angaben, Erklärungen und Dokumente mit dem Teilnahmeantrag abzugeben bzw. vorzulegen:

— Rechtsverbindlich unterzeichnete Eignungserklärung (hierzu ist bei der unter I.1) genannten Kontaktstelle unter der E-Mail-Adresse „vergabeverfahren-rb38@nvr.de“ das Formular 1 abzufordern, wie vorgegeben auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen),

— Im Fall von Bietergemeinschaften: Erklärung, dass keine unzulässigen wettbewerbsbeschränkenden Abreden getroffen wurden und kein Verstoß gegen Kartellrecht vorliegt, durch z. B. Angaben der Gründe, die zu der Kooperation geführt haben (hierzu ist bei der unter I.1) genannten Kontaktstelle das Formular 2 abzufordern, wie vorgegeben auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen).
— Alle Bieter mit mittelbaren oder unmittelbaren öffentlichen Anteilseignern haben bei mit Abgabe des Teilnahmeantrages darzulegen, dass die Abgabe eines Angebots im Einklang mit den die wirtschaftliche Betätigung des betreffenden Unternehmens regelnden Vorschriften des Kommunalverfassungsrechts steht. Mögliche Nachweise sind zum Beispiel Entscheidungen in Nachprüfungsverfahren, eine Bescheinigung der zuständigen Aufsichtsbehörde oder eine rechtliche Selbsteinschätzung, insbesondere durch Vorlage eines Rechtsgutachtens, welches die kommunalrechtliche Unbedenklichkeit bestätigt.
III.2.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Die Bieter haben ihre finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Dazu haben die Bieter die nachfolgenden Angaben, Erklärungen und Dokumente mit dem Teilnahmeantrag abzugeben bzw. vorzulegen:

— Rechtsverbindlich unterzeichnete Eignungserklärung (hierzu ist bei der unter I.1) genannten Kontaktstelle unter der E-Mail-Adresse „vergabeverfahren-rb38@nvr.de“ das Formular 1 abzufordern, wie vorgegeben auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen),

— Jahresabschluss oder Geschäftsbericht des letzten abgeschlossenen Kalender- oder Wirtschaftsjahres, aus dem auch die Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse hervorgehen. Ermöglicht werden muss eine Überprüfung der in § 2 Abs. 2 Satz 3 EBZugV genannten Merkmale; Alternativ können die in § 2 Abs. 4 EBZugV genannten Nachweise vorgelegt werden.
III.2.3)Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
Die Bieter haben ihre fachliche und technische Leistungsfähigkeit durch geeignete Unterlagen nachzuweisen, beispielsweise durch die nachfolgenden Angaben und Dokumente:
— Nachweise über die Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen nach dem AEG. Dieser Nachweis ist zwingend erforderlich.
— Nachweis, dass die für die Geschäftsführung bestellten Personen gemäß § 2 Abs. 2 oder 3 der Eisenbahnbetriebsleiterverordnung bestätigt sind bzw. Darlegung, wie diese Voraussetzung bis zur Betriebsaufnahme erfüllt wird. Der Geschäftsführer muss dabei nicht Eisenbahnbetriebsleiter sein.
— Auskunft über vergleichbare Referenzprojekte im SPNV, insbesondere auch bezüglich der Erfahrung in Verkehrs- und Tarifkooperationen.
III.2.4)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.3)Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: ja
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen nach dem AEG.
III.3.2)Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung verantwortlich sind: nein

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.2)Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
IV.1.3)Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote nein
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags

Bekanntmachung eines Beschafferprofils

Bekanntmachungsnummer im ABl: 2011/S 104-169610 vom 31.5.2011

IV.3.3)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung
Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
14.9.2015 - 12:00
IV.3.5)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.3.6)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.7)Bindefrist des Angebots
IV.3.8)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben
Die Teilnahmeanträge sind in einfacher Ausfertigung schriftlich, rechtsverbindlich unterzeichnet, in einem verschlossenen Umschlag bei der unter I.1) genannten Stelle einzureichen. Sie sind wie folgt zu kennzeichnen: Teilnahmeantrag RB 38 Süd – 14.9.2015 – nicht öffnen.

Bei der unter I.1) genannten Stelle sind die in III.2.1) und III.2.2) genannten Formulare 1-2 unter der E-Mail-Adresse „vergabeverfahren-rb38@nvr.de“ anzufordern.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Rheinland – Spruchkörper Köln
Zeughausstraße 2 -10
Köln 50667
Deutschland
Telefon: +49 2211473116
Fax: +49 2211472889

VI.4.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Das Verfahren für Verstöße gegen diese Vergabe richtet sich nach den Vorschriften der §§ 102 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 107 ff. GWB verwiesen.
Vergabeverstöße sind unverzüglich, nachdem der Bieter den Verstoß erkannt hat, beim Auftraggeber
unverzüglich zu rügen. Eine Rüge ist nicht mehr unverzüglich ist, wenn 10 Kalendertage nach Kenntnis vergangen sind.
Vergabeverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind gemäß § 107 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens mit Ablauf der Teilnahmefrist zu rügen. Vergabeverstöße, die aufgrund der Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind gemäß § 107 Abs. 3 Nr. 3 GWB spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.
Zudem weisen wir darauf hin, dass ein Nachprüfungsantrag gemäß § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist.
VI.4.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Siehe Ziffer VI.4.1)

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
10.8.2015