Dienstleistungen - 313604-2020

06/07/2020    S128

Deutschland-Peine: Dienstleistungen in Landwirtschaft, Forstwirtschft, Gartenbau, Aquakultur und Bienenzucht

2020/S 128-313604

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE)
Postanschrift: Eschenstr. 55
Ort: Peine
NUTS-Code: DE91A Peine
Postleitzahl: 31224
Land: Deutschland
E-Mail: vergabestelle@bge.de
Telefon: +49 5171/431460
Fax: +49 5171431502

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.bge.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.subreport.de/E24679271
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Öffentlicher Auftraggeber gem. § 99 Nr. 2 GWB
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Dritter gem. § 9a Abs. 3 S. 2 Atomgesetz

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Pflegearbeiten im Rahmen der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für das Bergwerk Gorleben

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
77000000 Dienstleistungen in Landwirtschaft, Forstwirtschft, Gartenbau, Aquakultur und Bienenzucht
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand der Auftragsvergabe ist die Koordination und Durchführung vielfältiger Pflegearbeiten an Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die im Rahmen naturschutzrechtlicher Nebenbestimmung zur Genehmigung des Erkundungsbergwerkes Gorleben in den vergangenen Jahren ausgeführt wurden.

Die Arbeiten sind aufgrund ihrer Kleinteiligkeit und Vielfalt sowie aufgrund der räumlichen und zeitlichen Diskontinuität dafür geeignet, durch den Zusammenschluss mehrer Unternehmen (z. B in einer Arbeitsgemeinschaft) oder durch einen Generalunternehmer mit Nachtunternehmern erbracht zu werden.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
77230000 Dienstleistungen in Verbindung mit der Forstwirtschaft
77310000 Anpflanzungs- und Pflegearbeiten an Grünflächen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE934 Lüchow-Dannenberg
Hauptort der Ausführung:

Landkreis Lüchow-Dannenberg

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Gegenstand der Auftragsvergabe ist die Koordination und Durchführung vielfältiger Pflegarbeiten an Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die im Rahmen naturschutzrechtlicher Nebenbestimmung zur Genehmigung des Erkundungsbergwerkes Gorleben in den vergangenen Jahren ausgeführt wurden.

Die Maßnahmen gliedern sich in A- bis E-Maßnahmen. Für die Pflegearbeiten sind nur die A-, B- und C- Maßnahmen relevant. Insgesamt befinden sich derzeit ca. 600 ha in Pflege.

Die A-Maßnahmen haben ihren Schwerpunkt im Bereich der trockenen Talsandflächen. Sie dienen dem Ausgleich der Verluste und Beeinträchtigungen bei Heide-, Trockenrasen- und Sandwegbiotopen sowie lichten Gehölzbeständen und als Ersatz der durch bauliche Maßnahmen vernichteten ökologischen Werte des Standortgeländes.

Die B-Maßnahmen befinden sich im Bereich der oligotrophen und mesotrophen Feuchtgebiete. Sie haben das Ziel, Beeinträchtigungen von Kleinmooren und Bruchwaldbiotopen auszugleichen.

Die C-Maßnahmen betreffen die eutrophen Niederungen. Sie dienen dem Ausgleich der Beeinträchtigungen von Biotopen der eutrophen Flussniederungen von Seege und Elbe.

Als Pflegemaßnahmen sin durchzuführen:

— Steuerung der Sukzession durch

—— Entkusselung der Naturverjüngung;

—— Mähen (Reinigungs-/ Mulchschnitt);

—— Entfernen von einzelnen Windwurfbäumen bzw. windwurfgefährdeten Bäumen an Straßen und Wanderwegen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit;

—— Fräsarbeiten (Bodenfräsen);

—— Instandhaltung von Waldwegen;

—— Mulchschnitt/ Schlegeln der Maßnahmenfläche;

—— Gattern von Laubholzsukzessionen / Einzelgehölzschutz;

—— Sammeln und Abfuhr von Schwemmgut nach Hochwasser;

—— Abfuhr von illegal abgelegten Abfällen;

—— Grundstückssicherungsmaßnahmen gegen unberechtigte Nutzung (Errichtung von Barrieren);

—— Weidengehölz-Rückschnitt an Gewässern;

—— Pflanzmaßnahmen;

—— Kleinteilige Offen-Boden-Flächen herstellen;

—— Jakobskreuzkrautbekämpfung (Kleinflächig mit Wurzel ausgraben / Großflächig Mähen, jeweils mit Entsorgung unter Berücksichtigung geeigneter Schutzmaßnahmen der Ausführenden;

—— Kalkung von Wiesenflächen;

—— Heidemahd, kleinteilig mit Aufnahme des Mahdgutes und Abfuhr;

—— Freischneiden von Wegetrassen von Gehölzbewuchs;

—— Freischneiden von Beweidungsflächen von Gehölzbewuchs;

—— Gatterpflege/Gatterkontrolle;

—— Befüllung Häherkästen mit Eichensaatgut (überwiegend an Gattern);

—— Landreitgras-Bekämpfung (Mähen, Mahdgutabfuhr/Boden mit Wurzel-Rhizomen flach abschieben und beseitigen);

—— Freistellen von Laubgehölzsukzessionen von Kiefernbewuchs innerhalb und außerhalb der Gatter-Flächen;

—— Gewässerpflege durch Beseitigung des überwiegend südseitigen Gehölzaufwuches;

—— Gewässerpflege durch Entschlammung und Beseitigung von Schilf-Rhizomen;

—— Markierungsmaßnahmen (Grundstücks- und Pflegemaßnahmengrenzen).

Die Arbeiten laufen prinzipiell ganzjährig. Jedoch sind für einen Teil der Pflegemaßnahmen die Biotopschutzzeiten zu beachten, sodass diese Aufgaben zwingend im Zeitfenster von Oktober bis Februar erledigt sein müssen. Einen Überblick über die Maßnahmen und deren zeitliche Verteilung gibt die Anlage „Jahresplanung A+E-Maßnahmen Gorleben“, in der sämtliche Arbeiten und ggf. festgelegte Zeitfenster dargestellt sind. Die örtliche Lage der Flächen kann der Unterlage „Lage der Flächen“ entnommen werden.

Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens wird der Auftraggeber eine Leistungsbeschreibung finalisieren und die erforderlichen Randbedingungen in Abhängigkeit der Verhandlungsergebnisse festlegen. Weitere Einzelheiten sind der Unterlage „Beschreibung der Aufgabe und Ablauf des Verhandlungsverfahren“ zu entnehmen.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Preis
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 48
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Die Auswahl der Bewerber erfolgt anhand der im Teilnahmwettbewerb nachgewiesenen bestmöglichen Eignung.

Soweit die Bewerber die Mindestkriterien erfüllt haben, erfolgt die Auswahl der bestgeeigneten anhand einer vergleichenden Bewertung. Die Bewertung wird vorgenommen anhand der jeweiligen Erfüllung von folgenden Merkmalen:

— Maschinenausstattung;

— Anzahl der Beschäftigten mit aufgabenbezogener Eignung/Qualifikation der verantwortlichen Personen – Schwerpunkt forstfachlichen Qualifikation;

— Langjährige Tätigkeiten in der Landschaftspflege mit Auflistung nach Tätigkeiten, Umfang, Ort, Zeitpunkt und Auftraggeber;

— Langjährige Erfahrungen bei Durchforstungen / Problembaumfällungen z. B. in verkehrsgefährdenden Bereichen;

— Nachweis der kurzfristigen Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht z. B. durch umgehende Beseitigung von Windwurfbäumen in verkehrsgefährdeten Bereichen;

— Angaben zur wirtschaftlichen Verwertung des Holzeinschlages;

— Darstellung technische und organisatorische Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit.

Die fachliche Eignung des Bewerbers setzt eine mind. 3-jährige Erfahrung mit vergleichbaren Leistungen voraus. Es müssen insgesamt mindestens 5 derartige Referenzprojekte vorgestellt werden, aus denen die Eignung jeweils in Bezug auf – Erfahrungen Landschaftspflege.

— Erfahrungen Durchforstung / Problembaumfällungen (Verkehrssicherungspflicht) Bewertet werden können.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Siehe Bewerbungsformular

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Siehe Bewerbungsformular, welches zingend für den Teilnahmeantrag zu verwenden

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Siehe Bewerbungsformular, welches zingend für den Teilnahmeantrag zu verwenden

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Siehe Bewerbungsformular, welches zingend für den Teilnahmeantrag zu verwenden

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Siehe Bewerbungsformular, welches zingend für den Teilnahmeantrag zu verwenden

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 18/08/2020
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Hinsichtlich der Einlegung von Rechtsbehelfen wird auf folgende Rechtsvorschriften verwiesen:

— § 134 GWB Informations- und Wartepflicht,

— § 135 GWB Unwirksamkeit,

— § 160 GWB Einleitung, Antrag

Zur Einlegung von Recht behelfen und der Präklusionswirkung ist der nachfolgend zitierte § 160 GWB zu beachten:

(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.

(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriftengeltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoßgegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Es wird hiermit darauf hingewiesen, dass sämtliche vorgenannten Fristen für die Erhebung von vergaberechtlichen Rügen gegenüber dem Auftraggeber und die Fristen für die Wahrung der Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens zu beachten sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
02/07/2020