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Dienstleistungen - 399151-2017

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10/10/2017    S194

Österreich-Wien: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung

2017/S 194-399151

Vorinformation für öffentliche Dienstleistungsaufträge

Standardformular für Bekanntmachungen gemäß Artikel 7.2 der Verordnung 1370/2007, die innerhalb eines Jahres vor dem Beginn des Ausschreibungsverfahrens oder der direkten Auftragsvergabe im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden müssen.

Verordnung (EG) Nr. 1370/2007

Abschnitt I: Zuständige Behörde

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Postanschrift: Radetzkystraße 2
Ort: Wien
Postleitzahl: 1030
Land: Österreich
Kontaktstelle(n): Abt. II/Infra 3 – Öffentlicher Personennah- und -regionalverkehr (ÖPNRV)
Zu Händen von: DI Martina Schalko
E-Mail: infra3@bmvit.gv.at
Telefon: +431 71162-652401
Fax: +431 71162-652499

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.bmvit.gv.at

Weitere Auskünfte erteilen:
die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Art der zuständigen Behörde
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.3)Haupttätigkeit(en)
Sonstige: öffentliche Verwaltung
I.4)Auftragsvergabe im Namen anderer zuständiger Behörden
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:
Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennah- und -regionalverkehr (SPNV) im Bundesland Steiermark.
II.1.2)Art des Auftrags, vom öffentlichen Verkehrswesen abgedeckte(r) Bereich(e)
Dienstleistungskategorie Nr T-01: Eisenbahnverkehr
Vom öffentlichen Verkehrswesen abgedeckte BereicheHauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Bundesland Steiermark (konkret siehe NUTS- Codes).

NUTS-Code AT22 Steiermark,AT113 Südburgenland,AT122 Niederösterreich-Süd

II.1.3)Kurze Beschreibung des Auftrags
Die Republik Österreich und das Land Steiermark, beide vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie, Radetzkystraße 2,1030 Wien, als zuständige Behörde gemäß Art. 2 lit b VO (EG)
Nr. 1370/2007 beabsichtigen über die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) als
Auftraggeberin einen Dienstleistungsauftrag gemäß Art. 5 Abs. 6 VO (EG) Nr. 1370/2007 direkt an die ÖBB Personenverkehr
AG zu vergeben.
Auftraggeberin der beabsichtigten Direktvergabe im Sinne des § 2 Z 8 BVergG 2006 wird ausschließlich die
SCHIG mbH. Diese soll den Dienstleistungsvertrag mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigenem
Namen und auf eigene Rechnung abschließen. Nachdem die SCHIG mbH ein Rechtsträger gemäß Art 126b
Abs 2 B-VG ist, handelt es sich im konkreten Fall um eine Vergabe im Vollziehungsbereich des Bundes gemäß
Art 14b Abs 2 Z 1 lit c B-VG (vgl. auch VwGH 21.12.2016, Ra 2016/04/0139-3).
Beabsichtigter Auftragsgegenstand ist die Erbringung von SPNV-Leistungen ab voraussichtlich 9. Dezember
2018 auf folgenden Streckenabschnitten mit folgendem beschriebenen Systemangebot. Ein dem aktuellen
Entwurfsstand entsprechender Musterfahrplan, der noch Änderungen in der Planung und trassentechnischen
Umsetzbarkeit unterliegt, ist unter folgender Adresse ersichtlich:

https://www.bmvit.gv.at/verkehr/nahverkehr/downloads/vergaben/at22.pdf

Vorbemerkung
Durchbindungen zwischen Zügen unterschiedlicher Linien sowie punktuelle Abweichungen vom beschriebenen
Takt/Linien-Grundmuster sind möglich und zulässig.
Der weiter oben verlinkte Musterfahrplan beschreibt das Fahrplanangebot im Zeitraum bis zur Gesamteröffnung
der Koralmbahn. Dieser Fahrplan ist auch unter „Fahrplanangebot bis zur Gesamteröffnung der Koralmbahn
(vsl. Dezember 2024)“ beschrieben.
Im Zuge der Gesamteröffnung der Koralmbahn (vsl. Dezember 2024) kommt es zu weitreichenden
Anpassungen des SPNV in der Steiermark. Diese Anpassungen sind unter „Fahrplanangebot ab der
Gesamteröffnung der Koralmbahn (vsl. Dezember 2024)“ beschrieben.
Die angegebenen Kilometerwerte (km) beziehen sich auf Fahrplan-Kilometer pro Jahr, REX-Leistungen bzw.
Nahverkehrsleistungen sonstiger Produkte im Zuge einer S- oder R-Bahnlinie sind mitumfasst.
Fahrplansystem bis zur Gesamteröffnung der Koralmbahn (vsl. Dezember 2024)
Systemangebot auf der Linie S1 Graz Hbf – Bruck an der Mur (rund 1 190 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Stundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Stundentakt
Verdichtungen an Werktagen außer Samstag in der HVZ auf einen Halbstundentakt, zusätzlich Verdichterzüge
außerhalb des Taktschemas
Systemangebot auf der Linie S3 Graz Hbf – Fehring – Szentgotthárd (rund 1 210 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Stundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Stundentakt
Verdichtungen an Werktagen außer Samstag in der HVZ auf einen Halbstundentakt mit REX-Zügen in
Lastrichtung, zusätzlich Verdichterzüge außerhalb des Taktschemas
Systemangebot auf der Linie S5 Graz Hbf – Spielfeld-Straß (rund 1 000 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Stundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Stundentakt
Verdichtungen an Werktagen außer Samstag in der HVZ auf einen Halbstundentakt, zusätzlich Verdichterzüge
zu einem Viertelstundentakt sowie außerhalb des Taktschemas
Systemangebot auf der Linie S8/R600 Bruck an der Mur – Unzmarkt – Friesach (rund 1 530 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt im Abschnitt Bruck an der Mur – Unzmarkt,
Zweistundentakt im Abschnitt Unzmarkt – Friesach
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Verdichtungen an Wochenenden im Abschnitt Bruck an der Mur – Unzmarkt auf einen teilweisen Stundentakt,
zusätzlich Verdichterzüge auf einen abschnittsweisen Halbstundentakt an Werktagen außer Samstag bzw.
außerhalb des Taktschemas
Systemangebot auf der Linie S9 Bruck an der Mur – Mürzzuschlag (rund 660 000 km p. a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Verdichtungen an Samstagen auf einen teilweisen Stundentakt, zusätzlich stündliche Verdichterzüge
abschnittsweise bzw. auf der Gesamtstrecke (insbes. REX) an Werktagen außer Samstag bzw. außerhalb des
Taktschemas
Systemangebot auf der Linie S51 Spielfeld-Straß – Bad Radkersburg (rund 240 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt mit Taktlücken bzw. -abweichungen
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Systemangebot auf der Linie R250 St. Michael – Schladming (rund 790 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Zweistundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Verdichtungen insbesondere an Werktagen bzw. Werktagen außer Samstag in der HVZ im Gesamtabschnitt
bzw. auf Teilabschnitten
Systemangebot auf der Linie R520 Fehring – Hartberg (rund 240 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Zweistundentakt mit Taktlücken
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt mit Taktlücken
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt mit Taktlücken
Weitere Details sind den Musterfahrplänen zu entnehmen.
Fahrplansystem ab der Gesamteröffnung der Koralmbahn (vsl. Dezember 2024)
Systemangebot auf der Linie Leibnitz – Graz Hbf – Bruck an der Mur – Mürzzuschlag – Payerbach-Reichenau
(rund 1,96 Mio. km p.a.):
Systematische Trassenlage des Grundtaktes: Bedienung Graz Hbf ca. zur Minute :30, richtungsmäßige
Korrespondenzanschlüsse zum Fernverkehr im Bahnhof Bruck an der Mur sind in Abhängigkeit des
Fernverkehrsangebotes erwünscht und nach Möglichkeit mit kurzen Übergangszeiten vorzusehen,
richtungsmäßige Korrespondenzanschlüsse zum Fernverkehr im Bahnhof Mürzzuschlag sind in Abhängigkeit
des Fernverkehrsangebotes erwünscht und nach Möglichkeit mit kurzen Übergangszeiten vorzusehen.
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt im Abschnitt Leibnitz – Mürzzuschlag, Zweistundentakt
im Abschnitt Mürzzuschlag – Payerbach-Reichenau
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Kein Betrieb im Abschnitt Leibnitz – Graz Hbf, Stundentakt im Abschnitt
Graz Hbf – Mürzzuschlag, Zweistundentakt im Abschnitt Mürzzuschlag – Payerbach-Reichenau
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Kein Betrieb im Abschnitt Leibnitz – Graz Hbf, Stundentakt im Abschnitt
Graz Hbf – Mürzzuschlag, Zweistundentakt im Abschnitt Mürzzuschlag – Payerbach-Reichenau
Zusätzlich Verdichterzüge (SB oder REX) insbesondere an Werktagen außer Samstag in der HVZ auf der
Gesamtstrecke oder Teilabschnitten, einzelne Züge können bis/ab Spielfeld-Straß verkehren
Systemangebot auf der Linie Graz Hbf – Fehring – Szentgotthárd (rund 1 210 000 km p.a.):
Systematische Trassenlage des Grundtaktes: Anbindung in Graz Hbf an einen Knoten zur Minute :00
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Stundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Stundentakt
Verdichtungen an Werktagen außer Samstag in der HVZ auf einen Halbstundentakt mit REX-Zügen, zusätzlich
Verdichterzüge außerhalb des Taktschemas
Für die Linie Graz Hbf – Fehring – Szentgotthárd („steirische Ostbahn“) befindet sich ein infrastrukturelles
Ausbaukonzept in Ausarbeitung. Bei Vorliegen einer Entscheidung zur Infrastrukturentwicklung der steirischen
Ostbahn kann es bei Umsetzung eines Ausbaukonzeptes zu einer Änderung der Taktlagen und des
Angebotsvolumens kommen.
Systemangebot auf der Linie (Spielfeld-Straß –) Leibnitz – Graz Hbf – Frohnleiten (– Bruck an der Mur) (rund
1 110 000 km p.a.):
Systematische Trassenlage des Grundtaktes: Anbindung in Graz Hbf an einen Knoten zur Minute :00.
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt im Abschnitt Leibnitz – Frohnleiten, in der HVZ bis Bruck
an der Mur
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt im Abschnitt Spielfeld-Straß – Leibnitz, Stundentakt im
Abschnitt Leibnitz – Frohnleiten, Kein Betrieb im Abschnitt Frohnleiten – Bruck an der Mur
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt im Abschnitt Spielfeld-Straß – Leibnitz, Stundentakt im
Abschnitt Leibnitz – Frohnleiten, Kein Betrieb im Abschnitt Frohnleiten – Bruck an der Mur
Zusätzlich Verdichterzüge insbesondere an Werktagen außer Samstag in der HVZ auf der Gesamtstrecke oder
Teilabschnitten, einzelne Züge können bis/ab Spielfeld-Straß verkehren
Systemangebot auf der Linie Bruck an der Mur – St. Michael – Judenburg (rund 660 000 km p.a.):
Systematische Trassenlage des Grundtaktes: Abfahrt in Bruck an der Mur ca. zur Minute :45 (Ankunft ca. zur
Minute :15), Anschlüsse in der Relation Ennstal – Aichfeld (vice versa) in St. Michael sind in Abhängigkeit des
Fernverkehrsangebotes erwünscht und nach Möglichkeit mit kurzen Übergangszeiten vorzusehen. Im Abschnitt
Bruck an der Mur – St. Michael ist eine vereinigte Führung mit den Zügen der Linie R250 vorgesehen. Einzelne
Züge können ab/bis Unzmarkt bzw. Neumarkt in Steiermark verkehren.
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Systemangebot auf der Linie Spielfeld-Straß – Bad Radkersburg (rund 240 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Stundentakt mit Taktlücken bzw. -abweichungen
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Für die Linie Spielfeld-Straß – Bad Radkersburg („Radkersburger Bahn“) befindet sich ein infrastrukturelles
Ausbaukonzept in Ausarbeitung. Bei Vorliegen einer Entscheidung zur Infrastrukturentwicklung der
Radkersburger Bahn kann es bei Umsetzung eines Ausbaukonzeptes zu einer Änderung der Taktlagen und des
Angebotsvolumens kommen.
Systemangebot auf der Linie R250 Bruck an der Mur – St. Michael – Schladming (rund 1 270 000 km p.a.)
Systematische Trassenlage des Grundtaktes: Abfahrt in Bruck an der Mur ca. zur Minute :45 (Ankunft ca. zur
Minute :15), im Abschnitt Bruck an der Mur – St. Michael ist eine vereinigte Führung mit den Zügen der Linie
Bruck an der Mur – St. Michael – Judenburg vorgesehen. Bedienung von Selzthal und Schladming an einen
Knoten zur Minute :00
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Zweistundentakt
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt
Verdichtungen insbesondere an Werktagen außer Samstag in der HVZ im Gesamtabschnitt bzw. auf
Teilabschnitten auf einen teilweisen Stundentakt sowie außerhalb des Taktschemas
Systemangebot auf der Linie R520 Fehring – Hartberg (rund 240 000 km p.a.):
Grundtakt an Werktagen außer Samstag: Zweistundentakt mit Taktlücken
Grundtakt an Samstag wenn Werktag: Zweistundentakt mit Taktlücken
Grundtakt an Sonn- und Feiertagen: Zweistundentakt mit Taktlücken
Für diese Linie ist eine Kündigungsmöglichkeit im Falle der Umsetzung eines Ausbaukonzeptes im Zuge der
Infrastrukturentwicklung der steirischen Ostbahn (Linie Graz Hbf – Fehring – Szentgotthárd) vorzusehen.
Die vom EVU zu erbringende Zugkilometerleistung unterliegt ausschließlich von der SCHIG mbH
abzurufenden Anpassungen (Reduzierung und Ausweitung) aufgrund von laufenden Änderungen der
Verkehrsbedürfnisse der Bevölkerung hinsichtlich geänderter demographischer, wirtschaftlicher oder
infrastruktureller Rahmenbedingungen (z.B. geänderte Schulbeginnzeiten und -standorte, Veränderung der
Arbeitsplatzsituation größerer Wirtschaftsstandorte; Nachfrageverlagerung im Bereich Freizeiteinrichtungen und
Einkaufsstandorte; räumliche Verlagerungen im Zubringersystem, Entfall/Neuinbetriebnahme von Haltepunkten
u.dgl.), insbesondere im Zuge des jährlichen Fahrplanwechsels. Solche Anpassungen der geschuldeten
Leistung sind vertragsimmanente Erfüllungshandlungen.
Leistungsanpassungen in Form von Mehrleistungen von Zugkilometern sowie deren Auswirkungen auf den
Gesamtabgeltungsbetrag dürfen insgesamt nicht mehr als plus 15 % des Auftragswerts des Gesamtangebotes
(exklusive Valorisierung) während der gesamten Vertragslaufzeit betragen.
Leistungsanpassungen in Form von Reduktionen von Zugkilometern sowie deren Auswirkungen auf
den Gesamtabgeltungsbetrag dürfen insgesamt nicht mehr als minus 15 % des Auftragswerts des
Gesamtangebotes (exklusive Valorisierung) während der gesamten Vertragslaufzeit betragen.
Umschichtungen sind jederzeit zulässig mit der Einschränkung, dass sie kosten- und kilometerneutral erfolgen
müssen.
Für die Erbringung der Verkehrsdienste sind neben 68 bereits im Einsatz befindlichen Bestandsfahrzeugen (18
Talent 4024, 1 Talent 4023, 21 Desiro 5022, 18 Desiro ML 4744, 10 CRD-Reisezugwagen) elektrisch betriebene Nahverkehrszüge
mit
folgenden Eigenschaften einzusetzen:
Sitzplatzkapazität: rund 250 Plätze; Länge: rund 75 m;
Anzahl Türen: mindestens 4 pro Fahrzeugseite; Breite Türen: rund 1 300 mm;
Einstiegshöhe: 600 mm über Schienenoberkante; Höchstgeschwindigkeit: zumindest 160 km/h.
Zudem sollen die Fahrzeuge folgende Eigenschaften vorweisen: Barrierefreiheit, Klimatisierung,
Fahrgastinformationssysteme, Sanitäranlagen, Mehrzweckabteil, Zulassung für Österreich.
Auf den im Rahmen der Beauftragung zu erbringenden Leistungen sind grundsätzlich die Tarife der Steirischen
Verkehrsverbund GmbH gültig. Über die Ausgabe von Fahrkarten zu unternehmensspezifischen Tarifen hat
sich das Eisenbahnunternehmen gegebenenfalls mit dem Auftraggeber sowie der Steirischen Verkehrsverbund
GmbH ins Einvernehmen zu setzen.
Der Leistungszeitraum des gegenständlichen Auftrages durch die zuständige Behörde ist mit Fahrplanwechsel
2028/2029 beschränkt. Der Auftraggeber behält sich eine vorzeitige Kündigung, unter Bedingungen, die im
Rahmen der Vertragsverhandlungen fixiert werden, vor.
Da
1. § 141 Abs. 3 BVergG 2006 diese in Art. 5 Abs. 6 VO (EG) Nr. 1370/2007 zugelassene Direktvergabe
ausdrücklich einräumt,
2. durch die Wahl eines wettbewerblichen Vergabeverfahrens von bisher von der ÖBB-Personenverkehr AG
erbrachten SPNV-Leistungen der zuständigen Behörde Kosten entstehen, deren Kompensation durch ein
wettbewerbliches Vergabeverfahren nicht zu erwarten ist und darüber hinaus
3. eine zur effizienten und kurzfristigen Erreichung der verkehrspolitischen Zielsetzungen erforderliche
Harmonisierung des derzeit bestehenden dualen Bestellsystems und
4. die Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der bestehenden gemeinwirtschaftlichen SPNV-Leistungen
auch in einem direkt vergebenen öffentlichen Dienstleistungsauftrag sichergestellt werden kann,
entspricht die Wahl eines direkten Vergabeverfahrens an die ÖBB-Personenverkehr AG am besten
den Anforderungen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit auf der Grundlage der
Ordnungsmäßigkeit und Rechtmäßigkeit.
Im Vergleich mit der bestellten Leistung der vorhergehenden Dienstleistungsaufträge auf den betreffenden
Losen führt die geplante Bestellung zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung. Diese beruht auf dem
schrittweisen Einsatz qualitativ hochwertiger Neufahrzeuge während der Vertragslaufzeit und der Ausweitung
des Qualitätsmanagements auf die nunmehr auch mitangekündigte und bisher vom Land bestellte
Verkehrsleistung. In weiterer Folge wird dadurch ein einheitlicher Qualitätsstandard mit damit verbundenen
Effizienzverbesserungen erreicht.
II.1.4)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

60210000 Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung

II.1.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Vergabe von Unteraufträgen ist beabsichtigt: nein
II.2)Menge und/oder Wert der Dienstleistungen:
Bis vsl. inkl. Fpl. 2024 rd. 6 860 000 km p.a.;
ab vsl. Fpl. 2025 rd. 6 690 000 km p.a.
km öffentlicher Personenverkehrsleistung: 6860000
Geschätzter Wert ohne MwSt:
Spanne von 0 bis 999 999 999 999,99 EUR
II.3)Geplanter Beginn und Laufzeit des Auftrags oder Schlusstermin
Beginn: 9.12.2018
Laufzeit in Monaten: 120 (ab Auftragsvergabe)
II.4)Kurze Beschreibung der Art und des Umfangs der Bauleistungen

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Kostenparameter für Ausgleichszahlungen:
III.1.2)Informationen über ausschließliche Rechte:
Ausschließliche Rechte werden eingeräumt: nein
III.1.3)Zuteilung der Erträge aus dem Verkauf von Fahrscheinen:
An den Betreiber vergebener Prozentsatz: 100(%) (der verbleibende Anteil entfällt auf die zuständige Behörde)
III.1.4)Soziale Standards:
III.1.5)Gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen:
Spezifikationen: Teilnahme am Verkehrsverbund Steiermark, Beitritt zu allen hierfür erforderlichen Verbundverträgen
III.1.6)Sonstige besondere Bedingungen:
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: ja
Der Vertrag wird als Nettovertrag konzipiert, das Erlösrisiko liegt beim Auftragnehmer.
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
III.2.2)Technische Anforderungen
III.3)Qualitätsziele für Dienstleistungsaufträge
Beschreibung: Mit dem Dienstleistungsauftrag wird ein umfassendes Qualitätsmanagement implementiert. Zielsetzung ist ein hohes Qualitätsniveau der bestellten Leistungen. Dafür werden zahlreiche Qualitätsparameter identifiziert, für welche Zielwerte vereinbart werden. Die Qualitätsparameter machen die Qualität der Leistungen nach einheitlichen Kriterien mess- und bewertbar. Bei der Definition und Messung der Qualitätskriterien wird grundsätzlich unterschieden in objektiv gemessene und subjektiv von den Fahrgästen wahrgenommene Qualität.
Die objektiv gemessenen Parameter werden entweder auf Grundlage von automatischen Messungen bewertet oder von geschulten Qualitätsprüfern erhoben. Diese ermöglicht die laufende Messung und Überwachung
der Abwicklung des Zugverkehrs. Die subjektiv von den Fahrgästen wahrgenommene Qualität wird mittels standardisierter Fragebögen bei umfangreichen Kundenbefragungen erhoben.
Information und Fahrkarten: Es gelten die Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes Steiermark.
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit:
Zugausfälle:
Prämien und Sanktionen:
Sauberkeit des Fahrzeugmaterials und der Bahnhofseinrichtungen:
Befragung zur Kundenzufriedenheit:
Beschwerdebearbeitung:
Betreuung von Personen mit eingeschränkter Mobilität:
Sonstige:

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
für Eisenbahnverkehr (Art. 5.6 von 1370/2007)
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen:
IV.3.2)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen
IV.3.3)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
IV.3.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
IV.3.5)Bindefrist des Angebots
IV.3.6)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Name und Anschrift des gewählten Betreibers

Offizielle Bezeichnung: ÖBB-Personenverkehr AG
Postanschrift: Am Hauptbahnhof 2
Ort: Wien
Postleitzahl: 1100
Land: Österreich
Internet-Adresse: http://personenverkehr.oebb.at/de/personenverkehr

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Zusätzliche Angaben:
Die Auftraggeberin behält sich einen Widerruf dieser Vorinformation aus nach Auftraggebersicht wichtigen Gründen vor.
Die Angabe der Preisspanne entspricht dem maximal möglichen Rahmen in eNotices und wurde nur angegeben, da diese Angabe in eNotices entgegen Art. 7 Abs. 2 VO (EG) Nr. 1370/2007 zwingend als Pflichtfeld vorgesehen ist. Weiters ist der Preis und damit in weiterer Folge die Höhe der Ausgleichsleistung Verhandlungsgegenstand mit dem Auftragnehmer.
VI.2)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.2.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Offizielle Bezeichnung: Bundesverwaltungsgericht
Postanschrift: Erdbergstraße 192-196
Ort: Wien
Postleitzahl: 1030
Land: Österreich
E-Mail: einlaufstelle@bvwg.gv.at
Telefon: +43 1601490
Fax: +43 153109-153357/153364
Internet-Adresse: https://www.bvwg.gv.at/

VI.2.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
VI.2.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.3)Bekanntmachung der Auftragsvergabe:
Die Bekanntmachung über vergebene Aufträge wird im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht: ja
VI.4)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
5.10.2017