Dienstleistungen - 434795-2020

16/09/2020    S180

Deutschland-Unterhaching: Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen

2020/S 180-434795

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Gemeinde Unterhaching, Referat 2 — Vergabestelle
Postanschrift: Rathausplatz 7
Ort: Unterhaching
NUTS-Code: DE21H München, Landkreis
Postleitzahl: 82008
Land: Deutschland
E-Mail: vergabe@unterhaching.de
Telefon: +49 8966551-205
Fax: +49 8966551-272
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.unterhaching.de
Adresse des Beschafferprofils: www.staatsanzeiger-eservices.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EuBekVuUrl?z_param=201218
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Objektplanung Freianlagen, Verkehrsanlagen LPH 7-9 gem. §§ 39, 47 HOAI für den Neubau Kindergarten Plus mit Wertstoffsammelstelle in Unterhaching

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71222000 Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Objektplanung Freianlagen und Verkehrsanlagen, LPH 7-9 gem. §§ 39, 47 HOAI, sowie für geringe Teilflächen LPH 5 und 6 gem. § 39 HOAI für den Neubau eines Kindergartens, einer Kinderkrippe und multifunktionalen Verwaltungs- und Veranstaltungsflächen mit Wertstoffsammelstelle am Oberweg in Unterhaching.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 61 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71200000 Dienstleistungen von Architekturbüros
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE21H München, Landkreis
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Gemeinde Unterhaching beabsichtigt die Umsetzung und in Teilbereichen Ergänzung/Überarbeitung der Freianlagen zu einem, sich bereits im Bau befindenden Einzelgebäude mit einem 6-gruppigen Kindergarten und einer 6-gruppigen Kinderkrippe auf einem gemeindeigenen Grundstück. Die mulitfunktionalen Verwaltungs- und Veranstaltungsflächen sind jeweils im 2. OG der Gebäude angesiedelt. Im UG befindet sich eine Tiefgarage mit 9 Pkw-Stellplätzen. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaik-Anlage errichtet.

Die Baufläche befindet sich in Ortsrandlage, es besteht ein Bebauungsplan. Die Baufläche ist im Bebauungsplan als Gewerbegebiet GE ausgewiesen. Die Gemeinde Unterhaching ist selbst Träger der Einrichtung. Das Grundstück schließt an im Westen befindliche Wohnbebauung an, im Osten befindet sich eine stark befahrene Straße. Schallschutzaspekte sind in der Planung berücksichtigt.

Gesondert vom zu vergebenden Auftrag wurde die Ausführungsplanung der Freianlagen beauftragt. Diese Ausführungsplanung ist Grundlage der zu vergebenden weiteren Planungsleistungen.

Folgende weitere Planungsleistungen sind zu vergeben:

1. Die Freianlagen sind im Gesamten in den Leistungsphasen 7-9 § 39 HOAI zu betreuen.

2. Zusätzlich ist die Errichtung einer Wertstoffsammelstelle (zu 2/3 öffentlich zugänglich, zu 1/3 zugehörig zu dem Gebäude) vorgesehen. Hierfür ist die Zuwegung in die Planung der Freianlagen zu integrieren und die Planungsleistung in den Leistungsphasen 4-9 § 34 HOAI zu leisten.

3. Im Bereich der Spielfläche über der Tiefgaragenrampe muss der bestehende Entwurf (sowie die Ausführungsplanung) überarbeitet und das LV mit den entsprechenden Änderungen ergänzt werden.

Folgende Termine sind vorgegeben:

— Beginn Ausführung Außenanlagen 02/2021;

— Bezugsfertig mit funktionierenden, sicheren Außenanlagen 1.9.2021;

— Anwuchspflege und ggfl. Restarbeiten an der Wertstoffsammelstelle bis 01/2022.

Die Nutzungsrechte der Planung sollen in Ausschöpfung der Regelungen der AVB Vertragsmuster Certiform beim Auftraggeber sein.

Die Maßnahme wird mit Zuwendungen des Freistaats Bayern gefördert.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Bürostruktur und vorgesehener Personaleinsatz / Gewichtung: 15 %
Qualitätskriterium - Name: Arbeitsweisen im Projektablauf / Gewichtung: 25 %
Qualitätskriterium - Name: Qualifikation und Eignung der Planungsteam-Mitglieder des Bieters / Gewichtung: 20 %
Qualitätskriterium - Name: Angebotener Leistungsumfang bei der Projektbearbeitung / Gewichtung: 20 %
Preis - Gewichtung: 20 %
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 15/10/2020
Ende: 30/09/2025
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Bei Verlängerung der Bauzeit

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

— Verlängerung der Leistungs- und Vertragslaufzeit;

— Der Auftraggeber behält sich vor, Besondere Leistungen, die im Zuge der Projektbearbeitung nicht erforderlich werden, nicht zu beauftragen.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Siehe Vergabeunterlagen.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Die in dieser Ankündigung und in der Angebotsaufforderung genannten Nachweise sind der Bewerbung als Anlage beizufügen. Formlose oder unvollständige Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Gefordert werden:

1. Nachweis über die Berechtigung zum Führen der geforderten Berufsbezeichnung.

2. Im Formblatt L124 EU: Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB und § 48 VgV.

3. Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 Abs. 1 SchwarzArbG, § 21 Abs. 1 AentG.

4. Im Formblatt L124 EU: Erklärung über wirtschaftliche und/oder rechtliche Verknüpfungen mit anderen Unternehmen § 36 Abs. 1 VgV; soweit gegeben.

5. Erklärung zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen.

6. Erklärung über eine eventuelle Weitergabe von Auftragsteilen an andere Unternehmen. Der Bewerber muss außerdem gem. § 36 Abs. 1 VgV und § 46 Abs. 3 Nr. 10 VgV angeben, welche Teile des Auftrags er beabsichtigt als Unterauftrag zu vergeben. Eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen ist in der Phase 2 dieses Verfahrens abzugeben.

7. Der Bewerber muss bereit sein, im Auftragsfall eine Erklärung gem. Verpflichtungsgesetzes abzugeben.

8. Erklärung des Bewerbers über die Bildung von Bewerbergemeinschaften. Bewerbergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch und haben mit ihrem Teilnahmeantrag eine Erklärung abzugeben, in der alle Mitglieder aufgeführt sind und der bevollmächtigte Vertreter benannt ist, der die Mitglieder gegenüber der Vergabestelle rechtsverbindlich vertritt. Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind unzulässig und führen zur Nichtberücksichtigung sämtlicher betroffener Bewerbergemeinschaften im weiteren Verfahren. Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen unterschiedlicher Niederlassungen eines Bewerberbüros sowie mehrerer Mitglieder ständiger Büro- und Arbeitsgemeinschaften.

9. Erklärung zur Eignungsleihe: Beabsichtigt der Bewerber im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit die Kapazitäten Dritter in Anspruch zu nehmen (Eignungsleihe), so hat er diese zu benennen. Der Bewerber muss mit der Bewerbung nachweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem er beispielsweise eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen vorlegt. Zudem muss der Dritte die Angaben zu Ausschlusskriterien (§§ 123 und 124 GWB) machen.

Nimmt der Bewerber im Hinblick auf die Kriterien für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit im Rahmen einer Eignungsleihe die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch, müssen diese Unternehmen in dem Umfang, in dem ihre Kapazitäten in Anspruch genommen werden, gemeinsam für die Auftragsdurchführung haften. Bei der Prüfung der Eignung des Bewerbers werden Leitungen der Eignungsleihe nur in dem Umfang und für die Bereiche der beabsichtigten Leistungsübertragung bewertet. Eine entsprechende Haftungserklärung ist auf Anforderung nachzureichen.

10. Bei juristischen Personen Auszug aus dem Handelsregister, aus dem der Unternehmenszweck zu ersehen ist. Bei Partnergesellschaften und Partnergesellschaften mit beschränkter Berufshaftung: Nachweis der Eintragung ins Partnerschaftsregister nach PartG.

11. Leistungsbeginn des Auftragnehmers ist unmittelbar nach Auftragsunterzeichnung.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Berufshaftpflichtversicherung über mind. 1 500 000 EUR für Personenschäden und 1 000 000 EUR für sonstige Schäden. Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das dreifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen. Der Nachweis bzw. die Erklärung darf nicht älter als 12 Monate vor Tag der Absendung der Bekanntmachung sein und muss der Bewerbung beiliegen. Die Deckung muss über die gesamte Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft muss der Versicherungsschutz auf die Bewerbergemeinschaft ausgestellt sein. Alternativ kann eine gleichlautende Versicherungsbestätigung aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft eingereicht werden (Mindestsummen sind von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzuweisen), wenn in der jeweiligen Bescheinigung der Passus enthalten ist, dass auch die Teilnahme an Bewerbergemeinschaften sowie das in diesem Zusammenhang bestehende Risiko aus der gesamtschuldnerischen Haftung und dem Insolvenzrisiko eines Bewerbergemeinschafts-Partners mitversichert ist. Bei Erteilung des Auftrags muss der gültige Versicherungsschein vorgelegt werden.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Es werden Angaben gefordert zu: 1) Erfahrungen in den Leistungen § 39 HOAI mind. LPH 7 bis 8 selbst geleistet, mit Baubeginn nach 1.1.2016 bei baulich fertiggestellten Freianlagen, Herstellkosten KG 500 gem. DIN 276 mind. 0,5 Mio. EUR brutto, 2 Referenzprojekte; 2) Erfahrungen in den Leistungen § 47 HOAI mind. LPH 7 bis 8 selbst geleistet, mit Baubeginn nach 1.1.2016 bei baulich fertiggestellten PKW-Stellplatzanlagen, mindestens 10 Stellplätze, mindestens 1/4 der beplanten Fläche mit Grünlelementen, ein Referenzprojekt.

Die Referenzen sind so anschaulich zu präsentieren, dass eine Bewertung ermöglicht wird. Wurde ein Referenzprojekt durch eine ARGE geleistet, kann nur eine Bewerbung der ARGE berücksichtigt werden. Zusätzliche Angaben zu den Referenzen zum Nachweis der Erfüllung der Kriterien können auf bis zu 2 DIN A4 Anlagenblätter pro Projekt angegeben werden. Der Auftraggeber behält sich vor, Bescheinigungen von öffentlichen und privaten Auftraggebern über die Ausführung der angegebenen Referenzprojekte anzufordern.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

BauKammergesetz Bayern, Bauvorlageberechtigung für das ausgeschriebene Vorhaben in Bayern:

— Natürlichen Personen, die gemäß den Rechtsvorschriften ihres Heimatlandes am Tag der Bekanntmachung zur Führung der Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitekt“ berechtigt sind. Ist im jeweiligen Heimatland die Berufsbezeichnung grundsätzlich nicht geregelt, so sind die fachlichen Voraussetzungen erfüllt, wenn die Berechtigung zur Führung der o. g. Berufsbezeichnung nach der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates gewährleistet ist.

— Juristischen Personen, wenn deren satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungsleistungen der hier gegebenen Art ausgerichtet ist. Die bei einer juristischen Person für die Ausführung der betreffenden Dienstleistungen verantwortlichen Personen müssen die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllen. Bei Bewerbergemeinschaften muss jedes Mitglied benannt und teilnahmeberechtigt sein. Gleiches gilt für andere Unternehmer, deren Kapazität sich der Bewerber bedient.

III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Grundlage für die Beauftragung wird das Vertragsmuster des Auftraggebers sein.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2018/S 124-282254
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 13/10/2020
Ortszeit: 10:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Laufzeit in Monaten: 3 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote)
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 13/10/2020
Ortszeit: 10:00
Ort:

Unterhaching

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Die Angebote sind elektronisch in Textform abzugeben; es werden nur die im Postfach des jeweiligen Auftrages auf der Vergabeplattform eingegangenen Unterlagen berücksichtigt. Angebote müssen nicht handschriftlich signiert werden. Der Bewerber/Bieter informiert sich selbstständig über die Beschränkungen der Vergabeplattform (z. B. Beschränkungen zu Dateien).

2) Weitere Unterlagen über die verlangten Erklärungen, Nachweise und Referenzen hinaus sind nicht erwünscht und werden bei der Wertung nicht berücksichtigt.

3) Die vom Bewerber/Bieter eingereichten personenbezogenen Angaben werden im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert.

4) Informationspflicht des Bewerbers/Bieters: Sofern Fragen von Bewerbern oder Bietern eingehen, deren Beantwortung über die in den sonstigen Vergabeunterlagen hinausgehende Information enthält, werden die Fragen und Antworten auf der Vergabeplattform als Fragen- und Antwortliste veröffentlicht. Die Bewerber/Bieter verpflichten sich, sich eigenverantwortlich auf der Vergabeplattform zu informieren, ob Erläuterungen, Aktualisierungen oder Änderungen zu den Vergabeunterlagen vorgenommen wurden. Weiter werden die Bewerber/Bieter ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich in besonderen Fällen die Notwendigkeit ergeben kann, die Teilnahmefrist/Angebotsfrist zu verlängern. Entsprechende Erläuterungen, Aktualisierungen oder Änderungen werden unverzüglich auf der Vergabeplattform veröffentlicht. Alle veröffentlichten Erläuterungen, Aktualisierungen oder Änderungen sind Bestandteil der Vergabeunterlagen.

5) Sollten sich die veröffentlichten Erläuterungen, Aktualisierungen oder Änderungen auf den Teilnahmeantrag/Angebot auswirken, gelten folgende Regelungen:

Sofern keine gesonderte Mitteilung des Bieters/Bewerbers eingeht, wird davon ausgegangen, dass der schon eingereichte Teilnahmeantrag/das schon eingereichte Angebot unverändert aufrecht gehalten wird. Ansonsten ist vom Bewerber/Bieter bis zum Ende der Teilnahmefrist/Angebotsfrist über die Vergabeplattform mitzuteilen, dass:

— Der bisher eingereichte Teilnahmeantrag/das bisher eingereichte Angebot für ungültig erklärt und kein neuer Teilnahmeantrag/kein neues Angebot abgegeben wird.

— oder der bisher eingereichte Teilnahmeantrag/das bisher eingereichte Angebot für ungültig erklärt und ein neuer Teilnahmeantrag/ein neues Angebot abgegeben vor Ende der Frist elektronisch abgegeben wird.

— Oder der bisher eingereichte Teilnahmeantrag/das bisher eingereichte Angebot — ergänzt um das Erläuterungs-, Aktualisierungs- oder Änderungsschreiben — aufrechterhalten werden soll. Auf die Möglichkeit diese, vom speziellen Einzelfall abhängige Variante wählen zu können, wird in dem betreffenden Erläuterungs-, Aktualisierungs- oder Änderungsschreiben ausdrücklich hingewiesen. Es wird darauf hingewiesen, dass das unterzeichnete Erläuterungs-, Aktualisierungs- oder Änderungsschreiben vor Ablauf der Frist dem Auftraggeber elektronisch vorliegen muss.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Südbayern bei der Regierung von Oberbayern
Postanschrift: Maximilianstr. 39
Ort: München
Postleitzahl: 80538
Land: Deutschland
Telefon: +49 8921762411
Fax: +49 8921762847
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Der Antrag auf Nachprüfung des Vergabeverfahrens und der Vergabeentscheidung ist unzulässig, soweit:

1) Der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat (§ 160 Abs. 3Nr. 1 GWB),

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB),

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 3 GWB),

4) Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
11/09/2020