Bauleistung - 534181-2020

09/11/2020    S218

Deutschland-Böblingen: Bauarbeiten

2020/S 218-534181

Vorinformation

Diese Bekanntmachung ist ein Aufruf zum Wettbewerb

Bauauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Kreiskliniken Böblingen gGmbH
Postanschrift: Arthur-Gruber-Straße 70
Ort: Böblingen
NUTS-Code: DE112 Böblingen
Postleitzahl: 71065
Land: Deutschland
E-Mail: info@klinikverbund-suedwest.de
Telefon: +49 70319811-062
Fax: +49 70319812-062
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.klinikverbund-suedwest.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://sfe.lutzabel.com/abholen.aspx?a=34a45be3-11b7-4167-9665-2993608cf015
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXRAYYGYYHE/documents
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Klinikum
I.5)Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Beton- u. Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45000000 Bauarbeiten
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand des Vergabeverfahrens sind Leistungen der Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten für das Klinikgebäude, die im Rahmen des Neubaus des Flugfeldklinikums (Klinikgebäude, Parkhaus und Freianlagen), dessen Erschließung und der Einbindung in die Infrastruktur notwendig sind.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45210000 Bauleistungen im Hochbau
45215000 Bauarbeiten für Gebäude im Gesundheits- und Sozialwesen, für Krematorien und öffentliche Toiletten
45220000 Ingenieur- und Hochbauarbeiten
45223220 Rohbauarbeiten
45262300 Betonarbeiten
45262310 Stahlbetonarbeiten
45262311 Betonrohbauarbeiten
45262212 Verbauarbeiten
45221250 Tiefbauarbeiten, außer Tunneln, Schächten und Unterführungen
45215100 Bauarbeiten für Gebäude im Gesundheitswesen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE112 Böblingen
Hauptort der Ausführung:

Flugfeldareal Böblingen

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Gegenstand des Vergabeverfahrens sind Leistungen der Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten, die im Rahmen des Neubaus des Flugfeldklinikums (Klinikgebäude, Parkhaus und Freianlagen), dessen Erschließung und der Einbindung in die Infrastruktur notwendig sind.

Das geplante Flugfeldklinikum entsteht als Zentralversorgungskrankenhaus mit ca. 700 Betten und 13 ausgebauten OP-Sälen auf dem Flugfeldareal an der Schnittstelle zwischen den beiden Städten Böblingen und Sindelfingen. Es ist durch seine kompakte und komplexe Bauweise und ein umfassendes Verkehrs- und Wegenetz im Umfeld (Bahnhof Böblingen mit S-Bahn-Anschluss in 700 m Entfernung, Bushaltestelle an Calwer Straße direkt am Baufeld, etc.) gekennzeichnet.

Der zu planende Neubau des Flugfeldklinikums wird voraussichtlich eine Nutzfläche von ca. 51 000 m2, auf 7 Geschossen, umfassen. Außerdem ist ein Parkhaus im Westen für die Beschäftigten und das Zentrum für Psychiatrie und ein Parkhaus im Osten für Besucher und Nutzer des Hochpunktes mit ca. 1 500 Stellplätzen im gesamten vorgesehen. Der Leistungsumfang dieses Auftrags umfasst den Rohbau des Klinikgebäudes (Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten).

Alle an den Bauherrn und an die Fachplaner zu übergebenden Unterlagen/Daten müssen zusätzlich in einen Projektdatenraum hochgeladen werden.

Das Projekt ist nach dem Landeskrankenhausgesetz Baden-Württemberg förderfähig.

Das voraussichtliche Investitionsvolumen des Neubaus Flugfeldklinikum in Höhe von EUR 496,75 Mio. brutto entspricht der zum Zeitpunkt der Ausschreibung aktuellen Kostenberechnung (Stand: Juni 2020).

Der Auftrag über Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten, Gründungen mittels Mikropfählen, Abdichtungs- und Mauerwerksarbeiten umfasst ebenfalls Leistungen über Einlegearbeiten von Leerrohren für Elektroinstallationen und einem BKT-System (Betonkerntemperierung) in den Beton, sowie das Verlegen von Sanitärleitungen und Fundamenterdern in und unter der Bodenplatte. Bei den Erdarbeiten handelt es sich um den Restaushub inklusive der Wasserhaltung.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Vorschläge zur Optimierung und Sicherung des Bauablaufs für die Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten (die Anforderungen an die Unterkriterien "Optimierung des Bauablaufs" und "Sicherung des Bauablaufs" können den Vergabeunterlagen entnommen werden, vgl. Ziff. I.3) / Gewichtung: 5
Qualitätskriterium - Name: Vorschlägen zur kollaborativen Abwicklung des Teilprojekts „Erd-. Verbau-, Beton- und Stahlbetonarbeiten“ (die Anforderungen an die Unterkriterien „Heranziehung von Grundsätzen des Lean Construction-Managements“ und „Vorschläge zur Umsetzung eines Leistungsänderungsmanagements“ können den Vergabeunterlagen entnommen werden, vgl. Ziff. I.3) / Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: Vorschläge zur Umsetzung eines Nachhaltigkeitsmanagements (die Anforderungen können den Vergabeunterlagen entnommen werden, vgl. Ziff. I.3) / Gewichtung: 5
Qualitätskriterium - Name: Alternative Ausführungskonzepte in der technischen Ausführung der Rohbauarbeiten (die Anforderungen können den Vergabeunterlagen entnommen werden, vgl. Ziff. I.3) / Gewichtung: 5
Preis - Gewichtung: 75
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/08/2021
Ende: 31/05/2023
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
II.2.11)Angaben zu Optionen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Die Interessenbekundung ist mit dem vorgesehenen Formular an ffk@lutzabel.com einzureichen.

Beschränkung aufzufordernden Bewerber:

Der AG wird die Anzahl der Bewerber, die er für das Verhandlungsverfahren auf Basis der Vergabeunterlagen zur Abgabe von Erstangeboten auffordert, auf mind.3, max.5 geeignete Bewerber begrenzen. Die Auswahlkriterien sind in Ziff. VI.3) dieser Vorinformation angegeben.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Die Befähigung zur Berufsausübung kann durch Eintragung in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (Präqualifikationsverzeichnis) nachgewiesen werden. Nicht präqualifizierte Bewerber oder Bewerber, deren Präqualifikation nicht den Nachweis der gestellten Eignungsanforderungen erfüllt, müssen die nachstehend genannten Unterlagen mit ihrem Teilnahmeantrag (auf Basis des zur Verfahrensstufe 2 bereitgestellten Formularsatzes) einreichen:

Geforderte Mindeststandards zur Berufsausübung:

1) Aktueller (zum Zeitpunkt des Ablaufs der Bewerbungsfrist nicht älter als 6 Monate) Nachweis über eine gültige Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister oder der Handwerksrolle, soweit nach den jeweiligen Bestimmungen des Mitgliedsstaates am Sitz oder Wohnsitz des Bewerbers Entsprechendes verpflichtend vorgesehen ist. Für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind die jeweiligen Berufs- oder Handelsregister und die Bescheinigungen oder Erklärungen über die Berufsausübung in Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die öffentliche Auftragsvergabe und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/18/EG (ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 65) aufgeführt.

2) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB bzw. § 6e EU VOB/A vorliegen. Etwaige Maßnahmen des Bewerbers zu einer Selbstreinigung nach § 125 GWB bzw. § 6f EU VOB/A sind als gesonderte Erklärung einzureichen.

Der öffentliche Auftraggeber akzeptiert als vorläufigen Nachweis auch eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).

Detaillierte Angaben zu den Verfahrensstufen und den jeweiligen Anforderungen/Bedingungen sind diesem Verfahrensleitfaden (Abschnitt II.) zu entnehmen.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

1) Angabe/Eigenerklärung über den jährlichen Umsatz des Bewerbers zu Bauleistungen und andere Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten vergleichbar sind, bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.

2) Eigenerklärung, ob und auf welche Art der Bewerber wirtschaftlich mit anderen Unternehmen verknüpft ist.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 21 des AEntG, § 98c des AufenthG, § 19 des MiLoG und § 21 des SchwarzarbG vorliegen.

2) Verpflichtungserklärung, dass die Vorgaben des Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (Landestariftreue- und Mindestlohngesetz – LTMG) eingehalten werden.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

1) Angaben über die Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.

2) Eigenerklärung über Ausstattung, Geräte und technische Ausrüstung, die für die Ausführung des Auftrags zur Verfügung stehen.

3) Angaben über abgeschlossene Ausführung vergleichbarer Leistungen in den vergangenen 6 Jahren (Referenzen), wobei mit der Leistungserbringung nicht vor dem 01.10.2012 begonnen worden sein darf. Für den Beginn der Leistungserbringung ist der tatsächliche Baubeginn maßgeblich. Die Referenz muss bis zur Abgabefrist des Teilnahmeantrages abgeschlossen sein, wobei als Abschluss der Leistungen in diesem Sinne die Abnahme der Leistungen maßgeblich ist. Für jede Referenz sind folgende Angaben im Formularblatt des Teilnahmeantrages einzutragen:

— Projektbezeichnung,

— Bauherr/Auftraggeber mit Ansprechpartner, Mailadresse und Telefonnummer,

— kurze Beschreibung des Projekts,

— Angaben zum Leistungsumfang und Angaben zu hiervon selbst erbrachten Leistungen,

— Angaben zum Volumen der beauftragten

— Erdbauarbeiten (Baugrubeninhalt), soweit angefallen,

— Verbauart und -fläche in m2, soweit angefallen, und

— Beton- und Stahlbetonarbeiten.

An der Gesamtauftragssumme, netto;

— Angaben zur Ausführungsart (Stahlbetonskelettbauweise oder andere) und zum Bruttorauminhalt,

— Angaben zum Zeitraum der Leistungserbringung (Ausführungsbeginn und -ende) und zum Zeitpunkt der Abnahme,

— Angabe zur Art der Anwendung und Umsetzung von Building Information Modelling (BIM) im Projekt und den vom Auftragnehmer an den Auftraggeber übergebenen Daten bzw. Modellen (as built).

Als Anlage zum Teilnahmeantrag können ferner Projektbeschreibungen angefügt werden. Die Vorlage von mehr als 5 Referenzen ist nicht erwünscht. Als vergleichbar angesehen werden Beton- und Stahlbetonarbeiten mit oder ohne Erd- und/oder Verbauarbeiten.

4) Angaben oder Organigramme über Lieferkettenmanagement- und Lieferkettenüberwachungssysteme, die dem Bewerber zur Vertragserfüllung zur Verfügung stehen.

5) Angaben oder Organigramme der Umweltmanagementmaßnahmen, die der Bewerber während der Ausführung anwenden kann.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

1) Mindestens 3 Referenzen über jeweils beauftragte Beton- und Stahlbetonarbeiten im Hochbau mit oder ohne Erd- und/oder Verbauarbeiten, bei denen jeweils die Beton- und Stahlbetonarbeiten ein Volumen von 20 Mio. EUR ausgemacht haben.

2) Mindestens eine Referenz über Beton- und Stahlbetonarbeiten für Bauvorhaben in Stahlbetonskelettbau mit über 200 000 m3 Bruttorauminhalt (BRI).

3) Mindestens eine Referenz, die nicht die Anforderungen nach o. g. Ziff. 1) und 2) erfüllen muss, bei der durch den Bewerber Instrumente des Building Information Modelling (BIM) angewandt wurden.

Dieselbe Referenz kann mehrere Mindeststandards Ziff. 1) bis 3) erfüllen.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang von Interessenbekundungen
Tag: 10/12/2020
Ortszeit: 10:00
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.5)Voraussichtlicher Beginn der Vergabeverfahren:
14/12/2020

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern (mind. 3, max. 5):

Die Bewertung erfolgt folgendermaßen:

1) Referenz über beauftragte Beton- und Stahlbetonarbeiten mit oder ohne Erd- und/oder Verbauarbeiten im Hochbau

Bewertet wird bei dieser Referenzleistung das Bauvolumen (netto) nach folgender Maßgabe:

— Bauvolumen der Beton- und Stahlbetonarbeiten mit über 20 Mio. EUR und bis 25 Mio. EUR: 1 Punkt,

— Bauvolumen der Beton- und Stahlbetonarbeiten mit über 25 Mio. EUR und bis 30 Mio. EUR: 2 Punkte,

— Bauvolumen der Beton- und Stahlbetonarbeiten mit einem Volumen von über 30 Mio. EUR: 3 Punkte.

2) Referenz über Beton- und Stahlbetonarbeiten in Stahlbetonskelettbauweise im Hochbau

Bewertet wird bei dieser Referenzleistung der Bruttorauminhalt (BRI) nach folgender Maßgabe:

— BRI zwischen 200 000 m3 und bis 250 000 m3: 1 Punkt,

— BRI zwischen über 250 000 m3 und bis 300 000 m3: 2 Punkte,

— BRI über 300 000 m3: 3 Punkte.

Insgesamt können maximal 6 Punkte erzielt werden. Für den Fall, dass nach der vorstehend beschriebenen Vorgehensweise durch Punktegleichstand die vorgesehene Anzahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bewerber überschritten wird, erfolgt die Auswahl nach der Referenz der Beton- und Stahlbetonarbeiten mit oder ohne Erd- und/oder Verbauarbeiten im Hochbau. Es werden die Bewerber bevorzugt, deren Referenzen das im Verhältnis zu anderen Bewerbern höhere Bauvolumen (netto) der Beton- und Stahlbetonarbeiten haben. Der Auftraggeber berücksichtigt jeweils die nach den vorstehenden Kriterien am besten zu bewertende(n) Referenz(en), die ein Bewerber vorlegt.

Auswahl des Vergabeverfahrens:

Die Auswahl des Wirtschaftsteilnehmers und dessen Beauftragung erfolgt im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (vgl. § 119 Abs. 3 GWB, § 2 VgV i. V. m. §§ 3 EU Nr. 3, 3b EU Abs. 3 VOB/A). Vorausgehend wird eine Vorinformation als Aufruf zum Wettbewerb im Sinne des § 12 EU Abs. 2 VOB/A veröffentlicht. Nur die Unternehmen, die auf die Veröffentlichung der Vorinformation eine Interessenbekundung übermitteln, werden zur Bestätigung ihres Interesses an einer weiteren Teilnahme aufgefordert. Mit der Aufforderung zur Interessenbestätigung wird der Teilnahmewettbewerb eingeleitet.

Gegenstand der Vergabe ist ein Auftrag über Beton- und Stahlbetonarbeiten mit vorauslaufenden Erd- und Verbauarbeiten, der konzeptionelle Lösungen umfasst. Der AG erwartet von den Bietern Vorschläge zur Optimierung und vor allem Sicherung des Bauablaufs, gleich aus welchem Verantwortungsbereich Störungen resultieren. Dabei hat der AG Mindestanforderungen formuliert, die zwingend im Rahmen der Angebote einzuhalten sind. Daneben verlangt der AG Vorschläge zur besonderen kooperativen Abwicklung des Verfahrens. Dabei geht es zum einen um ein Leistungsänderungsmanagement im Verhältnis zwischen AG und AN, aber auch um eine darüber hinausgehende, vor allem vom AN zu initiierende Zusammenarbeit. Das sollen insbes. Elemente des Lean Construction Managements sein. Schließlich soll es auch darum gehen, dass Lösungen vorgeschlagen werden, die im Hinblick auf den Aspekt „Nachhaltigkeit“ eine Rolle spielen können.

Die Leistung weicht damit sowohl hinsichtlich Volumens und Komplexität als auch hinsichtlich der zu erfüllenden Aufgabe von Standardbeschaffungen ab. S. 1 des 43. Erwägungsgrunds VKR (RL 2014/24/EU) erklärt, dass diese Ausnahmeregelung insbes. auf Bauleistungen Anwendung finden kann. Der AG ist nicht in der Lage, die Mittel zur Befriedigung seines Bedarfs hinreichend zu definieren oder zu beurteilen, welche spezifischen Lösungen der Markt in technischer und baubetrieblicher Hinsicht auch noch bietet. Hierbei können die Lösungen der Bieter individuell stark unterscheiden und weiter Auswirkungen auf die rechtliche Gestaltung des zu erteilenden Auftrags haben. Hieraus folgt dann weiter, dass es einer Verhandlung über die Verteilung der vertraglichen Risiken in rechtlicher und/oder finanzieller Hinsicht bedarf.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721926-8730
Fax: +49 721926-3985
Internet-Adresse: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Interessensbekundung, zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Im Übrigen sind Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.

Ein Nachprüfungsantrag ist innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der zuständigen Vergabekammer zu stellen (§ 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)).

Die o. a. Fristen gelten nicht, wenn der Auftraggeber gemäß § 135 Absatz 1 Nr. 2 GWB den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist.

Setzt sich ein Auftraggeber über die Unwirksamkeit eines geschlossenen Vertrages hinweg, indem er die Informations- und Wartepflicht missachtet (§ 134 GWB) oder ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes

Gestattet ist, kann die Unwirksamkeit nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 135 GWB).

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
04/11/2020